- 1 von 8Der Trend des edlen - häufig viertürigen - Coupés wurde in der Oberklasse geboren. Stammvater ist der legendäre Maserati Quattroporte. Ihn gibt es seit 1963, aber erst 2004 kam Mercedes auf die Idee, die biedere E-Klasse zu strecken und etwas Ähnliches anzubieten. Damit landete Mercedes einen Sensationserfolg: Der Mercedes CLS galt vom Start weg als elegantester Mercedes seit langem. Seitdem macht das Modell "Edel-Coupé" Schule und wird auch an volkstümlichen Wagen erprobt. Volkswagen machte als erster Massenhersteller den Versuch, den Passat so aufzumöbeln. Wichtig dabei: Als Kombi hat der Passat den Ruf praktisch, aber bieder zu sein. Die Limousine gilt in Deutschland einfach als verboten langweilig. In die Länge gewalzt und mit schicken Zutaten aufgemöbelt wurde der Passat CC sofort ein Erfolg. Und seitdem gibt es kein Halten mehr. Immer mehr Hersteller kündigen viertürige Coupés an. Die klassische Limousine befreit sich so vom Hütchenträgerimage und erlebt in dieser schickeren Form eine Wiedergeburt. Für die Hersteller ist dieser Trend sehr lukrativ. Die längere Form wird meist nur mit Spitzenausstattung, Top-Motoren und Luxusfeatures verkauft. Einen teureren Passat als den CC kann man kaum zusammenstellen. Für einen CC V6 4Motion werden 43.000 Euro fällig, mit 170 PS Diesel und DSG Getriebe sidn es immerhin 37.000 Euro. Weitere Extras treiben den Preis schnell auf 50.000 Euro. Und wer beim Mercedes CLS in die Vollen geht, findet sich ohehnin im Preisrahmen der S-Klasse wieder. Diese Kalkulation funktioniert, weil beim Kunden die Unvernunft regiert. Politiker und Verkehrsplaner fordern kleine Autos - am besten mit Elektroantrieb. Der Neuwagenkäufer lässt diese aber links liegen, weil sie ihm zu teuer sind. Wenn er aber verführt wird, sitzt das Geld locker. Auf den ersten Blick scheinen die Edel-Coupés das genaue Gegenteil vom klobigen SUV zu sein, dabei haben sie viel gemein. Beides sind Fahrzeuge des Eskapismus, die auf ihre Weise den grauen Alltag aufbrechen. Die einen flüstern den Fahrer das Versprechen zu, mit ihm zur Not die Sahara zu bezwingen, die Coupés verbreiten ein Lebensgefühl von eleganter Leichtigkeit - so wie ein Ausflug an die Cote dÁzur. Unpraktisch ist das Coupé allemal. Standesgemäß wird es hoffnungslos übermotorisiert und gern nur mit vier Luxussitzen statt fünf Plätzen ausgestaltet. Und die Transportfähigkeiten enden beim Golfbag - der ist allerdings Pflicht. Offenkundig verkündet das Teuer-Coupé, dass sich sein Besitzer nicht mit den profanen Sorgen herumplagen muss, die andere Zeitgenossen an Steuers eines MiniVans zwingen. Im nächsten Jahr startet der 4er Gran Coupé BMW (Abbildung). Nicht nur im Namen, sondern auch in den Proportionen unterschiedet er sich stärker vom Basis 3er als frühere 3er Coupés. Vier Zentimeter mehr Länge und drei Zentimeter mehr Breite erreichen einen kraftvolleren Auftritt. Geplant sind ein zwei- und viertüriges Coupé und ein entsprechendes Cabrio.Foto: Schulte-Design
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Mercedes CLC Stärker leuchtet kein Stern: Das nächste CLC-Coupé ist der bezahlbare, kleine Bruder des atemraubenden CLS. Der CLC vereint den wuchtigen Auftritt des Frontgrills mit den organischen, fließenden Linien eines eleganten Coupés. Dass unter dem Hingucker die Massentechnik von A- und B-Klasse steckt, freut Mercedes ganz besonders. Foto: Schulte-Design - 3 von 8VW Golf 7 CC
Was beim Passat klappt, wird beim Golf nicht misslingen. Der Golf ist der Inbegriff eines praktischen Fünftürers, aber selbst dieser klassische Kompakte muss sich in verwandeln, um wirklich begehrlich zu sein. 2014 stellt VW das viertürige CC Coupé neben den Jetta. Die Länge bleibt gleich, das Coupé wird aber deutlich schlanker und flacher.
Foto: Schulte-Design - 4 von 8Ford Capri - Eine Legende startet durch
1986 wurde die Produktion des Ford Capri sang und klanglos eingestellt, im Jahr 2014 soll die Autolegende wiedergeboren werden. Der Erfolg des Ford Mustang in den USA und die Begeisterung über die Coupé-Studie "Evos Concept" auf der Internationalen Automobil Ausstellung 2011 in Frankfurt haben zu dem Entschluss geführt, auf Basis des nächsten Ford Mondeo ein Sportcoupé auf den Markt zu bringen. Ein standesgemäßer Hinterradantrieb ist nicht vorgesehen, das Modell soll aber kompakter als die Mondeo-Limousine sein
Foto: Schulte-Design - 5 von 8BMW 640i Gran Coupé
Keine Zukunftsmusik: Mit dem 6er Gran Coupé bietet BMW in diesem Jahr erstmals ein Großcoupé an.
Foto: Hersteller - 6 von 8Audi A7 Sportback
Mit einer luxuriösen Schräghecklimousine geht Audi optisch einen anderen Weg. Die Idee ist aber ähnlich. Unten dominiert der Baukasten des A6, dazu kommen Einrichtung und Extras aus der Oberklassenlimousine A8.
Foto: Hersteller - 7 von 8Mercedes CLS
Während andere noch am Kopieren des ersten CLS sind, hat Mercedes bereits die zweite Generation seines viertürigen Coupés am Start. Sie ist markanter und maskuliner als die erste Generation. Und der Clou: Mercedes stellt einen filigranen Kombi neben das Coupé.
Foto: Hersteller - 8 von 8Maserati Quattroporte
Technisch gibt es inzwischen bessere Autos. Aber die Klasse schielt auf ein Vorbild und zumindest bei der Ausstrahlung kann noch niemand mit dem Klassiker, dem Maserati Quattroporte, mithalten.
Foto: Hersteller




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