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Test

Zwei Kameras für nur 249 Euro - Lohnt sich dieses Smartphone?

Der Hersteller Honor legt wie Konzernmutter Huawei viel Wert auf eine ansprechende Optik

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5,5-Zoll-Display, Fingerscanner, Dual-Kamera: Das Honor 6x ähnelt dem iPhone 7 Plus frappierend, kostet mit 249 Euro aber nur knapp ein Viertel. Kann das Gerät trotzdem punkten? Unser Alltagstest gibt die Antwort.

Der chinesische Smartphone-Hersteller hat hierzulande längst Fuß gefasst. Die Tochtermarke Honor ist den meisten Deutschen dagegen noch kein Begriff. Kein Wunder: Die Marke wurde explizit für "Digital Natives" erschaffen - man setzt also auf Social Media, eine jugendliche Ansprache und einen schlanken Internetvertrieb. Die Auslagen des Mobilfunkfunkhändlers in der Einkaufsstraße überlässt man lieber den Premium-Phones des Mutterkonzerns Huawei.

Mit dem Honor 6x will der Konzern 2017 auch in Deutschland mitmischen. Das setzt auf dieselbe Erfolgsformel, die schon im Rest der Welt aufgegangen ist: Gut verarbeitete Geräte mit ordentlicher Technik, die in der mittleren Preisklasse verkauft werden. Das Honor 6x wurde erst vor wenigen Wochen auf der CES in Las Vegas enthüllt, mittlerweile kann es für 249 Euro (32-Gbyte-Version) gekauft werden. Ein echter Kampfpreis. Doch wie schlägt sich das Android-Handy im Alltag? Unser Test verrät's.

Honor 6x: Mehr Huawei als Apple

Früher nahm sich Konzernmutter Huawei häufig das zum Vorbild, mittlerweile haben die Chinesen ihre eigene Designsprache gefunden. Dementsprechend überrascht es nicht, dass das Honor 6x frappierend dem Huawei Mate 9 ähnelt - es könnte glatt als Lite-Variante durchgehen.

Das Metallgehäuse fühlt sich wertig an, die gewölbte Rückseite liegt gut in der Hand. Allerdings gibt es oben und unten etwa zwei Zentimeter breite Plastikstreifen. Die sind nicht so elegant wie die schmalen Antennenstreifen, wie sie etwa Apple nutzt, allerdings dürften sie für Huawei die Kosten drastisch senken. Packt man eine Schutzhülle um das Honor-Handy, sind die Streifen ohnehin egal. Der Fingerabdruckscanner ist auf der Rückseite unter der untergebracht und arbeitet zuverlässig.

Das Honor 6x hat ein 5,5-Zoll-Display, wie das iPhone 7 Plus von Apple

Honor 6x: Guter Bildschirm, erweiterbarer Speicher

Der Bildschirm misst 5,5 Zoll, das könnte dem einen oder anderen bereits zu groß sein. Allerdings ist das Honor 6x bei gleicher Displaygröße kleiner als etwa das iPhone 7 Plus oder das Moto G4. Der Bildschirm hinterlässt angesichts des niedrigen Preises einen sehr guten Eindruck: Die Display-Helligkeit ist hoch, sodass der Bildschirm-Inhalt auch im Sonnenlicht noch erkennbar ist. Die Auflösung liegt bei 1920 x 1080 Bildpunkten.

Die Farben sind für unseren Geschmack etwas blass, die Farbtemperatur kann in den Einstellungen aber an die eigenen Vorlieben angepasst werden. Honor bietet zudem einen "Sehkomfort"-Modus, quasi ein Pendant zu Apples Nightshift. Dabei wird der Blauanteil im Display reduziert, was die Augen entspannen soll. Extravaganzen wie 3D-Touch gibt es nicht.

Der interne Speicher beträgt 32 Gigabyte (20 Gigabyte verfügbar). Der Karteneinschub bietet entweder Platz für eine weitere SIM-Karte oder eine microSD-Karte zum Erweitern des Speichers (bis zu 128 Gigabyte), man muss sich also zwischen Dual-SIM oder mehr Speicher entscheiden.

Honor 6x im Test: Prozessor und Akku

Der Prozessor (Kirin 655, eine Eigenentwicklung von Huawei) befindet sich auf dem Niveau der 2015er-Flaggschiffe, etwa dem LG G4 oder dem Galaxy S6. Damit ist der Kirin-Chip selbstverständlich nicht so flink wie die Prozessoren aktueller Spitzenmodelle, für die meisten Anwendungen ist das aber vollkommen ausreichend. Whatsapp läuft ohne Probleme, ebenso die meisten 3D-Spiele.

Der Akku hält etwa anderthalb Tage durch. Das ist gut, aber nicht herausragend. Geladen wird der Akku in etwa zwei Stunden via microUSB-Stecker, USB-C ist noch nicht verbaut.

Der Akku des Honor 6x wird via microUSb geladen

Honor 6x im Test: Kamera mit Höhen und Tiefen

Ein Hingucker für diese Preisklasse ist die Dual-Kamera. Dieses Feature ist bisher nur teuren Spitzenmodellen vorbehalten. Die obere Kamera knipst Bilder mit einer 12-Megapixel-Auflösung. Die untere Hauptkamera hat dagegen einen 2-Megapixel-Sensor, der lediglich zum Erfassen von Tiefeninformationen zum Einsatz kommt. Ein optischer Zoom wie beim iPhone 7 Plus ist nicht möglich. Das Huawei Mate 9 hat ebenfalls eine Dual-Cam, hier liefert der zweite Sensor Schwarz-Weiß-Aufnahmen, welche die Kontraste verbessern (hier einige Beispielbilder des Huawei-Handys).

Wofür braucht man nun die Dual-Kamera des Honor 6x? Beispielsweise für die Porträtfunktion, die bei Honor "Große Blende" heißt. Dabei wird der Hintergrund unscharf, wie man es von teuren Spiegelreflexkameras kennt. Das funktioniert umso besser, je heller das Umgebungslicht und je weiter der Hintergrund vom Motiv entfernt ist. Der Fokus kann anschließend noch händisch auf einen anderen Punkt verlagert werden. Dafür braucht man allerdings nicht unbedingt die Dual-Kamera, Apps erledigen diese Aufgabe ebenfalls.

Die Dualkamera des Honor 6x ist ähnlich aufgebaut wie bei Huawei-Geräten

Insgesamt überzeugt die Hauptkamera mit ordentlichen Bildern bei Tageslicht. Der Auslöser reagiert flink, die Farben werden natürlich eingefangen. Bei schummrigem Licht stößt das Honor 6x aber an seine Grenzen, das liegt vor allem an der f/2.2-Blende (Zum Vergleich: Beim Galaxy S7 sind es f/1.7). Im Dunkeln gehen Schärfe und Farben verloren. Die Dual-Kamera ist insgesamt mehr eine Spielerei als ein wirklich nützliches Feature.

Gute Nachrichten für Selfie-Freunde: Die Frontkamera knipst mit 8 Megapixel, bei Bedarf kann man einen Display-Blitz zuschalten. Wer will, kann auch die von Huawei bekannten Verschönerungsfilter aktivieren. Übertreibt man es aber am Regler, sieht man schnell aus wie eine Mangafigur.

Nachtaufnahme des Honor 6x mit viel Bildrauschen

Hier wurde beim Honor 6x der Rotstift angesetzt

Ein paar Abstriche muss man beim Honor 6x hinnehmen: So wird der neue Wlan-Standard (ac) nicht unterstützt, das Smartphone funkt also nur in 2,4- und nicht in 5-Gigahertz-Netzen. Die Sprachqualität ist durch den scheppernden Lautsprecher ein wenig dumpf.

Die Software ist mit Android 6.0 nicht die aktuellste, mittlerweile gibt es bereits die Android 7.0 (Nougat), darüber legt Huawei die eigene Oberfläche EMUI. Auch die zahlreichen vorinstallierten Werbe-Apps - darunter Vmall und Booking.com - müssten nicht sein, diese kann man aber einfach löschen. Zu guter Letzt ist das Honor 6x nicht wasserdicht. Das ist in der Preisklasse des Honor-Smartphones nicht üblich, aber dennoch ein beliebtes Feature bei Oberklasse-Geräten.

Fazit Honor 6x: Mittelklasse-Smartphone mit mäßiger Dualkamera

Für 249 Euro bietet das Honor 6x ein rundes Gesamtpaket. Die Verarbeitung ist edel, die verbaute Technik zufriedenstellend. Das helle Display hat uns insgesamt sehr gut gefallen. Die Dual-Knipse bietet mit dem Porträtmodus und dem verschiebbaren Fokuspunkt zwei nette Features, ein Must-have ist sie aber nicht. Tagsüber gelingen gute Bilder, Nachtschwärmer sollten aber etwas mehr Geld investieren - im Dunkeln kommt die Kamera an ihre Grenzen. Die Frontkamera (8 Megapixel) macht einen guten Job. Der Speicher ist via microSD (128 Gbyte) erweiterbar, der Akku hält gute anderthalb Tage durch. Bei der Software sollte der Hersteller unbedingt ein Update auf Android 7.0 nachliefern.

Wissenscommunity

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.