15.06.2012, 08:58 Uhr
Mogelpackungen
So tricksen Händler und Supermärkte
- 1 von 11So tricksen Händler und SupermärkteLebensmittel darf es seit 2009 in allen möglichen Packungsgrößen geben, das hat die EU so entschieden. Damals versprach die Industrie mehr Wahlmöglichkeiten, zum Beispiel kleine Packungen für Singels und größere für Familien. Doch viele Hersteller nutzen die neue Regelung, um höhere Preise durchzusetzen und ihren Gewinn zu maximieren. Am häufigsten tricksen die vier Konzerne Procter & Gamble, Mars, Henkel und Nestlé, hat die Verbraucherzentrale Hamburg herausgefunden.
Für Kunden sind die Preiserhöhrungen nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen. Denn die Hersteller lassen sich eine Menge einfallen, um sie zu verschleiern. Dazu gehören: große Packung mit weniger Inhalt und viel Luft oder Zutaten von schlechterer Qualität zum gleichen Preis. stern.de zeigt die gängigsten Tricks.Foto: Colourbox - 2 von 11Der Schrumpf-TrickDie Packung sieht genauso groß aus wie früher, sie kostet auch genauso viel. Bloß: Es ist weniger drin. Der Konzern Procter & Gamble verringerte die Zahl der Pampers Windeln in der Kategorie 4 in den vergangenen Jahren gleich zweimal: Von 47 über 44 und 40 auf heute 37 Stück pro Packung.Foto: Verbraucherzentrale Hamburg
- 3 von 11Der Ist-mehr-drin-TrickIn der Packung ist mehr drin als früher, deshalb erscheint sie als "Schnäppchen". In Wirklichkeit kostet die große Packung aber mehr als die kleine. Beispiel: Ultra Palmolive von Colgate-Palmolive. Das Spülmittel gibt es in 600-Milliliter-Packungen statt vormals 500-Milliliter-Flaschen. Der Preis erhöhte sich 62 Prozent von 0,85 Euro auf 1,65 Euro.Foto: Verbraucherzentrale Hamburg
- 4 von 11Der Erscheint-Günstiger-TrickDie Rewe Kuchenglasur Bourbon-Vanille schrumpfte von 200 auf 150 Gramm, doch der Preis sank nur von 1,25 Euro auf 1,09 Euro. Das bedeutet eine Preiserhöhung von 16 Prozent.Foto: Verbraucherzentrale Hamburg
- 5 von 11Der Händler-TickEin identisches Produkt kommt in verschiedenen Supermärkten und Läden in Packungen mit unterschiedlichen Inhaltsmengen in den Verkauf – aber zum gleichen Preis. So kosten Haribo Goldbären in 200- und 300-Gramm-Tüten je 0,89 Euro. Der Preisunterschied beträgt 50 Prozent.Foto: Verbraucherzentrale Hamburg
- 6 von 11Der Sammelpack-TrickDer Landliebe Griespudding ist im 4er-Pack 125 Gramm schwer, wiegt einzeln abgepackt aber 150 Gramm. Das Prinzip dahinter: Händler benutzen Mehrfach- oder Sammelpackungen mit kleinen Formaten, um ihre Produkte zu einem scheinbar besonders günstigen Preis anzubieten.Foto: Verbraucherzentrale Hamburg
- 7 von 11Der Portions-TickDas Cappuccino classico Pulver von Aldi Nord gibt es nicht mehr in der Dose. Jetzt bekommen Kunden es in Einzelportionen verpackt in einer Pappschachtel. Neu ist auch der Preis, der sich auf diese Weise um 31,4 Prozent erhöhte.Foto: Verbraucherzentrale Hamburg
- 8 von 11Der Stückzahl-TrickAuf der Vorderseite einer Packung eine Stückzahl. Die Grammangabe rückt so in den Hintergrund und der Verbraucher kann schlechter vergleichen. Beim Leerdammer Käse von Bel Deutschland sind wie gehabt 14 Scheiben in der Packung. Aber heute wieden diese nur 280 Gramm und kosten 3,79 Euro. Früher gab es 350 Gramm für diesen Preis.Foto: Verbraucherzentrale Hamburg
- 9 von 11Der Qualitäts-TrickIm Schlemmer-Filet à la Bordelaise von Iglo sank der Fischanteil von 70 auf 52 Prozent. Damit stieg der Preis um 34,6 Prozent. Iglo verkauft schlechtere Qualität zum gleichen Preis und erhöht so seine Gewinnspanne.Foto: Verbraucherzentrale Hamburg
- 10 von 11Der Man-braucht-mehr-TrickEine veränderte Dosiervorgabe führt bei Pril dazu, dass man mehr von dem Spülmittel benötigt. Hersteller Henkel vergrößerte beim Pril Kraft-Gel die Ausgusstülle und setzte die Dosierempfehlung von zwei auf drei Milliliter pro fünf Liter Wasser herauf.Foto: Verbraucherzentrale Hamburg
- 11 von 11Der Relaunch-TrickEin Produkt wird neu verpackt und wieder eingeführt. Im Zuge dessen senkt der Hersteller die Füllmenge und erhöht den Preis. Die Beba Säuglingsnahrung 1 von Nestlé ist nicht mehr in einer Metalldose, sondern ín einem Pappkarton und kostet knapp 30 Prozent mehr.Foto: Verbraucherzentrale Hamburg





