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Fotograf in Not – er kletterte, wartete und knipste dann das falsche Liebespaar

Wunderbare Bilder - aber mit dem falschen Paar.

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Was für eine Pleite. In vollkommener Dunkelheit stieg Jacob Peters auf einen Bergkamm, um eine Verlobung im Morgengrauen zu fotografieren –  aber dann erwischte er das falsche Paar.

Das waren Traumbilder eines "ganz besonderen" Moments. Auf dem markanten Felsen des Hawksbill Crag in Arkansas stellte ein junger Mann seiner Freundin die Frage aller Fragen. Er kniete nieder, sie sagte "Ja". Weit entfernt lauerte Fotograf Jacob Peters mit seinem Teleobjektiv und bannte die Szene in wunderschönen Bildern. Einziges Problem: Peters hatte das falsche Paar fotografiert, als "sein" Pärchen den Felsen erreichte, war er schon wieder auf dem Rückweg.

In der Nacht auf den Berg

Das Drama schildert er auf seiner Facebookseite. Für die Bilder musste Peters einiges in Kauf nehmen. Sein Trip begann mitten in der Nacht um 2.30 Uhr mit dem . In kompletter Dunkelheit begann er den Aufstieg, beladen mit seiner Ausrüstung. Nach mehr als einer Stunde erreichte er um etwa 6 Uhr seine Position. Gerade noch rechtzeitig. Morgens um 6.17 Uhr stieg ein junges Paar auf den Felsen.

"Er holt den Ring raus, kniet sich hinter ihr hin. Sie dreht sich um, fängt an zu weinen und umarmt ihm. Klare Sache, sie hat "Ja" gesagt und alles läuft, wie es geplant war. Ich habe etwa 10 bis 15 Minuten lang Bilder gemacht. Sie haben sich hingesetzt, um den Sonnenaufgang zu beobachten. Ich dachte, für mich ist der Job jetzt wohl erledigt. Also packte ich alles zusammen und begann meinen Abstieg."

Ein romantischer Platz für eine Verlobung, aber etwas überlaufen.

Zuhause wünschte er dem Mann mit einer SMS alles Gute zur geglückten , aber die Antwort des Kunden zeigte, dass etwas schief gegangen war: "Ich bin etwas durcheinander. Ich habe dich gar nicht gesehen. Wir haben uns etwas verspätet. Bist du sicher, dass du uns fotografiert hast? Ich hatte ein blaues Hemd an."

Peters konnte den Irrtum nicht bemerken, weil er das Ziel-Paar nur vom Telefon her kannte. Und keiner hatte daran gedacht, dass der Felsen so ein beliebter Verlobungs-Spot sein könnte.

Die Situation retten

Sein Fazit: "Das waren 6,5 Stunden, 40 Dollar für Benzin und 450 Fotos – und dann das falsche Paar." Doch Jacob Peters wollte das Beste aus dem Dilemma machen. Er lud die Bilder auf seine Facebook-Seite und forderte das Netz auf, sie zu teilen, um so das fotografierte Paar ausfindig zu machen. Sie sollten die wunderbaren Bilder bekommen, wenn schon das Original-Paar leer ausgegangen war. Innerhalb weniger Stunden wurden die beiden gefunden: Jenny und David aus Dallas. David postete: "Ich kann es nicht glauben! Meine Verlobte wird noch ganz verrückt. Sie hat eine Gänsehaut bekommen, als sie die Bilder sah!"

Hass im Netz

Auch bei seinen Kunden wollte Peters retten, was zu retten ist. Er hatte eine GoFundMe-Seite für das Missgeschick eingerichtet. Mit dem Geld sollte eine Reise für das Paar bezahlt werden, die er dann in Fotos festhalten wollte. Das Projekt hat er wegen der Hater im Netz leider abbrechen müssen. 

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