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Politikerin stillt im Parlament und schreibt Geschichte

Die Senatorin Larissa Waters stillt Tochter Alia im Parlament in Australien

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Larissa Waters sorgt in Australien für Begeisterung. Die Senatorin stillte im Parlament ihr Baby. Dass diese Tatsache überhaupt für Aufsehen sorgt, kann die 40-Jährige nicht so ganz nachvollziehen.

Während im Deutschen Bundestag in der kommenden Woche ein Spielzimmer eröffnet wird, in dem der Nachwuchs der Abgeordneten auch noch bei Debatten bis spät in den Abend betreut werden kann, sorgt in ein ganz anderer Fall von Kinderfreundlichkeit für Furore:

Larissa Waters ist die erste Politikerin, die im Plenarsaal des australischen Parlaments ihr Baby stillte, berichtet die australische Zeitung "The Courier Mail". Die frisch gebackene Mutter twitterte stolz ein Foto, auf dem die 40-Jährige mit ihrer zehn Wochen alten Tochter Alia Joy im Parlament zu sehen ist.

Begeisterte Reaktionen in Australien

Die Senatorin schreibt: "Ich bin so stolz, dass meine Tochter Alia das erste ist, dass im Parlament gestillt wird", und sie äußert ihren Wunsch: "Wir brauchen mehr Frauen und Eltern im Parlament."

Zumindest die Reaktionen auf den Tweet sollten ihren Kolleginnen Mut machen, nachzuziehen. Der Beitrag ist inzwischen tausendfach geteilt und mit einem "Gefällt mir" versehen worden. Viele User reagieren begeistert auf so viel Natürlichkeit im ansonsten manchmal etwas steif wirkenden Politik-Betrieb: "Brillant", "Sie sehen aus wie eine Göttin" und "Fantastisch", sind nur einige der Antworten.

Larissa Walters selbst findet den Rummel um das Stillen im Parlament übrigens offenbar ungewöhnlich, sie erklärte der Zeitung lapidar: "Wenn das Baby hungrig ist, ist es eben das, was man tut: Man füttert es." Allerdings weist die Australierin auch auf ein ganz grundsätzliches Problem hin: "Manchmal ist es schwer, nicht entmutigt zu sein angesichts des Sexismus, der Frauen am Arbeitsplatz entgegenschlägt. Aber manchmal lohnt es sich zurückzublicken und zu sehen, wie weit wir gekommen sind."


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