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Alba wurde als "Dalmatiner" beschimpft - heute ist sie ein Model

Ist stolz darauf, besonders zu sein: die 16- jährige Spanierin Alba Parejo

Alba Parejos Körper zieren Hunderte Muttermale. Früher wurde sie deswegen gemobbt und ausgelacht. Doch die junge Frau weiß heute: Es ist gut so, wie sie ist.

Alba Parejo zählt zu den Menschen, die im Gedächtnis bleiben, sobald man sie einmal gesehen hat. Alba ist eine hübsche junge Frau ist. Sie strahlt Selbstbewusstsein aus. Und sie besitzt eine Besonderheit, die sie einzigartig macht: Ihren Körper zieren Hunderte Muttermale. Die braunen Tupfen bedecken Arme und Beine, sie schmücken Füße, Hände und Gesicht. Trotz oder gerade wegen ihres besonderen Aussehens fühlt sich Alba in ihrem Körper wohl und sagt von sich selbst: "Ich sehe, dass meine Haut schön, speziell und einzigartig ist." Doch das war nicht immer so.

Alba kam mit den braunen Tupfen bereits auf die Welt. Sie besitzt eine sehr seltene Fehlbildung der Haut, die sich großer kongenitaler Nävus nennt. Frei übersetzt bedeutet das so viel wie "angeborenes Muttermal". Teile ihres Rückens, Pos und der Oberschenkel sind mit einem riesigen Leberfleck bedeckt. Dazu kommen zahlreiche weitere braune Tupfen, die sich über ihren Körper verteilen.

"Sie nannten mich Dalmatiner oder Alien"

Alba Parejo hatte lange Zeit Probleme damit, sich und ihren Körper zu akzeptieren. Das lag vor allem an der Art und Weise, wie Fremde auf das junge Mädchen reagierten. Sie sei angestarrt und ausgelacht worden, erklärte sie gegenüber der "DailyMail". "Ich habe mich schlecht deswegen gefühlt. Fremde Menschen sahen mich an, als ob ich ein Monster bin", so Parejo. "Manchmal haben sie gelacht oder schreckliche Kommentare gemacht. Sie nannten mich Dalmatiner oder Alien. Eine Person fragt mich sogar, ob ich mich anmale. Das Schlimmste, was mir jemals gesagt wurde, war: 'Zeig deinen Rücken niemanden. Kein Mensch möchte eine missgestaltete Freundin haben.'"

Oft habe sie wegen der bösen Kommentare geweint und sich gewünscht, jemand anderes zu sein. Sie war immer die, die aus der Reihe tanzte, anders aussah, auffiel. Dabei wollte sie nur so sein wie ihre Freundinnen. Normal eben.

Wie viele junge Frauen postete Alba Fotos von sich auf Twitter. 2016 hatte sie sich dort angemeldet und sich nichts weiter dabei gedacht. Ihre Bilder, glaubte sie, könnten ohnehin nur ihre Freunde sehen. Doch Alba täuschte sich. Schon bald bekam sie Nachrichten aus aller Welt. Sie sei eine "Inspiration", schrieben ihr die Menschen. Besonders schön auf ihre Art und Weise. Alba, die sich immer für ihr Aussehen geschämt hatte, begann, sich mit neuen Augen zu sehen. Die Unterstützung aus dem Netz half der jungen Frau dabei, sich und ihren Körper zu akzeptieren. Auch Freunde, Familie und Gespräche mit Psychotherapeuten bestärkten sie darin, ihren eigenen Weg zu gehen.

Alba erkennt: Ihre vermeintlichen "Makel" machen sie einzigartig

Alba beschloss, sich nicht länger zu verstecken: Sie nahm an einem Schönheitswettbewerb in einem Einkaufszentrum teil und machte den ersten Platz. Die 16-Jährige ist seitdem das Gesicht der Shopping-Mall und ziert Plakate auf öffentlichen Plätzen. Außerdem ist sie Teil einer großen Kampagne für ein gutes und natürliches Körpergefühl. Magazine und Zeitungen drucken das Bild der jungen Frau, die sich einst für ihre Muttermale schämte, und dabei übersehen hat, wie einzigartig sie ist.

"Ich fühle mich viel wohler in meinem Körper und versuche, meine Krankheit bekannter zu machen", sagt Alba. So hofft sie, anderen Menschen helfen zu können, denen es ähnlich ergeht wie ihr.



ikr

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