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"Die Blumen von gestern" für acht Lolas nominiert

Ausschnitt der Tragikomödie "Die Blumen von gestern". Der Film erhielt acht Nominierungen für den Deutschen Filmpreis

Die "Die Blumen von gestern" erzählt von der Liebe zweier Menschen, die auf unterschiedlichen Wegen mit den Schrecken des Holocausts verbunden sind. Mit acht Nominierungen geht die Tragikomödie als Favorit ins Rennen um den deutschen Filmpreis.

Überraschend auf Erfolgskurs: Die Tragikomödie "Die Blumen von gestern" von Chris Kraus hat sich zum Favoriten beim Deutschen  gemausert und dabei sogar "Toni Erdmann" (sechs Nominierungen) und das Drama "Wild" (sieben Nominierungen) hinter sich gelassen. Das gaben die Schauspielerin Iris Berben als Präsidentin der Deutschen Filmakademie und Kulturstaatsministerin Monika Grütters am Donnerstag in Berlin bekannt.

Alle drei Filme sind für den besten Spielfilm nominiert. In dieser Kategorie haben auch das Abtreibungsdrama "24 Wochen" von Anne Zohra Berrached, das Roadmovie "Tschick" von Fatih Akin und die Flüchtlingskomödie "Willkommen bei den Hartmanns" von Chancen auf die Lola.

Ein Preis ist Verhoeven außerdem schon sicher: Er wird mit der Lola für den besucherstärksten deutschen Film geehrt. "Willkommen bei den Hartmanns" lockte nach Akademie-Angaben mehr als 3,5 Millionen Zuschauer in die Kinos. Der wird am 28. April bei einer Gala in Berlin verliehen.

Lars Eidinger als bester Schauspieler nominiert

Als beste Schauspielerinnen wurden Sandra Hüller ("Toni Erdmann"), Julia Jentsch ("24 Wochen") und Lilith Stangenberg ("Wild") nominiert.

Hoffnung auf eine Lola als bester Schauspieler können sich Lars Eidinger ("Die Blumen von gestern"), Peter Simonischek ("Toni Erdmann") und Bruno Ganz ("In Zeiten des abnehmenden Lichts") machen.

In der Auswahl als beste Nebendarsteller sind unter anderem Fritzi Haberlandt ("Nebel im August"), Christiane Paul ("Die Welt der Wunderlichs"), Sigrid Marquardt ("Die Blumen von gestern"), Georg Friedrich ("Wild") und Martin Feifel ("Die Welt der Wunderlichs"). In der wichtigen Regie-Kategorie konkurrieren Maren Ade (""), Chris Kraus ("Die Blumen von gestern"), Anne Zohra Berrached ("24 Wochen") und Nicolette Krebitz ("Wild") miteinander.

1850 Mitglieder entscheiden beim Deutschen Filmpreis

Als bester Kinderfilm sind "Timm Thaler oder das verkaufte Lachen" von Andreas Dresen und "Auf Augenhöhe" von Evi Goldbrunner und Joachim Dollhopf nominiert. Um die Lola für den besten Dokumentarfilm bewerben sich " Rebel High School" von Alexander Kleider, "Cahier Africain" von Heidi Specogna und "No Land's Song" von Ayat Najafi.

Die Schnittmeisterin Monika Schindler ("Nachtgestalten", "Freier Fall") erhält bei der Filmpreis-Gala eine Ehren-Lola für ihr Werk.
Über die weiteren Lola-Gewinner entscheiden die 1850 Mitglieder der Deutschen Filmakademie. Die Lola - die als deutsches Pendant zum amerikanischen Oscar gilt - ist mit insgesamt knapp drei Millionen Euro Preisgeldern der höchstdotierte deutsche Kulturpreis. Das ZDF wird die Gala im Berliner Palais am Funkturm am 28. April um 22.50 Uhr ausstrahlen.


sve/DPA

Wissenscommunity

Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo