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TV-Kritik

Eklat am Küchentisch - wie Honey den Dschungelcampern den Spaß verdirbt

"Das perfekte Promidinner" mit Alexander "Honey" Keen

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Dschungelcamp-Spezial bei "Das perfekte Promidinner": Gina-Lisa Lohfink, Florian Wess, Markus Majowski und Nicole Mieth bekochen sich gegenseitig. Eine fades Menü, wäre da nicht auch Alexander "Honey" Keen.

Die Einladung zum "Perfekten Promidinner" wirkt auf Nicole Mieth wie die Couch von Sigmund Freud. Eine halbe Stunde redet sie sich ihren Frust von der Seele. Darüber, dass sie im Dschungelcamp als langweilige und einsilbige Person dargestellt wurde. "Dem Cutter gebührt ein Oscar", sagt ihre Freundin, denn Nicole sei in Wahrheit total kommunikativ und gesprächig, die bösen Macher von RTL hätten diese Szenen aber herausgeschnitten.

Mieth - eine verkannte Spaßkanone? Die Vox-Zuschauer merken davon auch beim Dschungelcamp-Spezial des "Perfekten Promidinner" nichts. Gina-Lisa Lohfink, Markus Majowski, Florian Wess, Alexander "" Keen und Nicole Mieth bekochen sich gegenseitig - doch die Geschichten am Küchentisch sind so fad wie Mieths Menü mit Flädlesuppe und Herrgottsb'scheißerle.

"Honey" mischt "Das perfekte Promidinner" auf

Wo ist der Baum, gegen den Mieth laufen kann, wenn man ihn mal braucht? Doch zum Glück sitzt Tunichtgut "" am Tisch. Der macht seinem Ruf als Unsympath alle Ehre und witzelt auf Mieths Kosten, ehe die Zuschauer gänzlich im Dämmerschlaf von der Couch rutschen. Was sie Leuten sage, die behaupten, das Dschungelcamp sei ein Studio im "Tropical Island", will er von Mieth wissen. Und beantwortet sich die Frage gleich selbst: "Ach ne, du warst ja gar nicht da."

Die Anspielung auf Langeweile-Mieth kommt nicht gut an. Als "" seinem Widersacher Florian Wess dann auch noch eine rohe Karotte statt eines Menüs vorsetzt, kommt wenigstens ein bisschen Elan in die dröge "Promidinner"-Runde. Das harmlose Späßchen hat weitreichenden Folgen. Lohfink und Wess starten einen Rachefeldzug. Die Stoppt-"Honey"-Kampagne beginnt mit einem plumpen "Du kommst hier nicht rein". Keen erhält bei Florian Wess Hausverbot.

"Honey" sieht sich als Märtyrer

"Das ist das Haus meiner Eltern und die wollen das nicht, dass so jemand hier ist", erklärt Wess dem erstaunten "", der daraufhin von Dannen zieht. Natürlich nicht, ohne in seiner unnachahmlich selbstüberschätzenden Art die Situation doch noch für sich nutzen zu wollen: "Dadurch werde ich jetzt noch bekannter. Dankeschön", ruft er. So als sei er gerade zum Märtyrer unter den "Promidinner"-Kandidaten aufgestiegen. "Honey", der Jesus vom Küchentisch.

Die Hausverbot-Aktion endet mit einem Eigentor: Da Florian Wess und Gina-Lisa Lohfink von Keen Null Punkte bekommen, landen sie am Ende auf dem letzten Platz. Die Show endet mit einem Sieg von Markus Majowski und der Erkenntnis, dass diese Promis ihre Daseinsberechtigung bei Möbelhauseröffnungen und in Dorfdiscos haben, jedoch nicht auf einem 20.15-Uhr-Sendeplatz am Sonntagabend. 


Wissenscommunity

Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo