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Küsse, Klunker, Kleiderpannen: Die Filmfestspiele können beginnen

Filmfestspiele in Cannes
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Die Stars drängen sich im Blitzlicht, die Kleider sind wahlweise elegant oder extrem freizügig, die Juwelen in jedem Fall millionenschwer. Willkommen zu den 70. Filmfestspielen von Cannes!

Mit einem internationalen Staraufgebot hat das Filmfestival von begonnen, das weltweit größte Treffen der Filmbranche. Bei einer Gala erklärten der iranische Regisseur Asghar Farhadi und Schauspielerin Lily-Rose Depp die Filmfestspiele am Mittwochabend offiziell für eröffnet. Alle Kinofreunde hätten "zwölf Tage zum Entdecken von Filmen", die zum Nachdenken über die Lage der Menschheit einladen, sagte Fahrhadi, der in diesem Jahr den Oscar für den besten fremdsprachigen Film gewann.

Gastgeberin des Abends war die italienische Schauspielerin , als Eröffnungsfilm stand das französische Beziehungsdrama "Les fantômes d'Ismaël" mit Marion Cotillard, Charlotte Gainsbourg und Mathieu Amalric auf dem Programm.

Filmfestival in Cannes feiert 70-jähriges Jubiläum

Schon vorher hatten sich zahlreiche Stars zum traditionellen Schaulaufen auf dem roten Teppich eingefunden, darunter Julianne Moore, Susan Sarandon, Robin Wright sowie Will Smith. Hollywoodstar und Jurymitglied Smith ließ es sich nicht nehmen, seinen Fans die Hände zu schütteln. Da das Festival an der Côte d'Azur in diesem Jahr zum 70. Mal stattfindet, hatten besonders viele Stars ihr Kommen zugesagt.

Ins Rennen um die begehrte gehen insgesamt 19 Spielfilme. Deutschland ist das zweite Jahr in Folge vertreten - mit dem Thriller "Aus dem Nichts" des Hamburger Regisseurs Fatih Akin. Der Österreicher Michael Haneke hat mit "Happy End" die Chance auf seine dritte Goldene Palme nach seinen Auszeichnungen für "Die Klavierspielerin" im Jahr 2001 und "Das weiße Band" 2009.

Die Jury, die über die Vergabe des Hauptpreises und der anderen Auszeichnungen entscheidet, wird dieses Jahr vom spanischen Regisseur Pedro Almodóvar geleitet. Dieser sorgte kurz vor Eröffnung des Festivals für einigen Wirbel mit seiner Forderung, dass der Gewinner der Goldenen Palme in den Kinos zu sehen sein müsse. Es sei ein "enormes Paradox, wenn der Gewinner der Goldenen Palme oder eines anderen Preises nicht in den Sälen zu sehen wären", kritisierte Almodóvar.

Die Goldene Palme wird am 28. Mai verliehen

Er spielte damit auf den Film "The Meyerowitz Stories" des US-Regisseurs Noah Baumbach an, eine Produktion des Streamingdienstes Netflix, der womöglich nie in Frankreich in die Kinos kommen wird. Netflix will "The Meyerowitz Stories" sowie den ebenfalls im Wettbewerb laufenden Film "Okja" des Südkoreaners Bong Joon Ho so schnell wie möglich seinen Abonnenten zeigen - in Frankreich müssen zwischen der Kinovorführung und der Online-Ausstrahlung eines Films aber drei Jahre liegen. 

Das Festival von Cannes zog aus dem Gezerre die Konsequenz, das ab 2018 nur noch Filme in den Wettbewerb kommen, die zeitnah auch in französischen Kinos laufen dürfen. 

Die Goldene Palme wird am 28. Mai im Grand Theatre Lumière verliehen. Für die 70. Ausgabe der Kinofestspiele wird die begehrte Trophäe erstmals mit kleinen Diamanten besetzt, die sich "wie Sternenstaub" auf dem aus Gold gefertigten Palmblatt verteilen.

jum/AFP

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