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Natalie Portman enthüllt Ungerechtigkeit in Hollywood

Natalie Portman und Ashton Kutcher

In einem Interview enthüllt Natalie Portman, dass ihr "Freundschaft Plus"-Co-Star Ashton Kutcher viel mehr Gehalt bekam als sie - aufgrund seines Geschlechts.

"Ashton Kutcher bekam für 'Freundschaft Plus' dreimal mehr Gehalt als ich!" Mit dieser Aussage sorgt , 35, gerade in Hollywood für Aufsehen. In einem Interview mit der Zeitschrift "Marie Claire" macht sie auf die ungerechte Bezahlung in Hollywood aufmerksam.

Als sie vor fünf Jahren mit , 38, die Romantik-Komödie "Freundschaft Plus" drehte, wusste sie, dass ihr Schauspielkollege besser bezahlt wurde als sie. Etwas dagegen unternommen hat sie nicht. Portman ist heute deshalb hauptsächlich wütend auf sich selbst: "Ich war nicht so angepisst, wie ich es eigentlich hätte sein sollen", verriet sie dem britischen Magazin, "ich wusste darüber Bescheid und habe es einfach akzeptiert." Sie hätte sich nicht beschweren wollen, da sie als eine der Topverdiener Hollywoods sowieso "sehr hoch bezahlt" werde.  

Natalie Portman: Immenses Lohngefälle zwischen männlichen und weiblichen Stars

Nun möchte der "Black Swan"-Star jedoch nicht mehr länger schweigen. Es ginge ihr nicht um das Geld, das ihr verwehrt worden war, sondern um die immer noch andauernde Ungleichheit zwischen den Geschlechtern.

Dass Frauen auch in bei gleicher Qualifikation weniger Geld verdienen, ist spätestens seit dem Sony-Hacker-Skandal im November 2014 keine Neuigkeit mehr. Von einer Hackergruppe wurden Datenbanken des amerikanischen Filmvertriebs "Sony Pictures" auspioniert und Dokumente, die Auskunft über die Bezahlungen von vielen Hollywood-Schauspielern gaben, veröffentlicht. Was dabei auffiel: Zwischen männlichen und weiblichen Hollywoodstars war fast immer ein immenses Lohngefälle festzustellen.  

Jennifer Lawrence: "Ich habe zu früh aufgegeben"

Eine weitere Schauspielerin, der durch den Hackerangriff bewusst geworden war, dass sie für ihre Rolle in "American Hustle" deutlich geringer bezahlt wurde als ihre männlichen Co-Stars, war Jennifer Lawrence.

Die Oscar-Gewinnerin äußerte sich wenig später auf dem Blog von Schauspielkollegin Lena Dunham über die . Sie sei nicht wütend auf Sony gewesen "als rauskam, dass ich so viel weniger bezahlt wurde als Menschen mit Penissen", sondern auf sich selbst: "Ich habe bei den Gehaltsverhandlungen versagt, weil ich zu früh aufgeben habe." 

Laut Natalie Portman, die derzeit mit Ehemann Benjamin Millepied ihr zweites Kind erwartet, sei der Sexismus in der Traumfabrik Hollywood sogar noch stärker ausgeprägt, als in anderen Berufsgruppen: "Im Vergleich zu Männern verdienen Frauen in den meisten Berufen 80 Cent, während Männer einen Dollar bekommen. In Hollywood verdienen Frauen 30 Cent während Männer einen Dollar bekommen." Ein gravierender Unterschied.

Ashton Kutcher reagiert "sehr stolz" auf Portmans Enthüllungen

Portman's "Freundschaft Plus"-Co-Star Ashton Kutcher äußerte sich bereits auf Twitter zu den Enthüllungen. Er sei "sehr stolz" auf Natalie Portman, dass sie im Namen aller Frauen auf die Gehälter-Ungleichheiten in Hollywood aufmerksam mache und sich für Geschlechtergleichheit einsetze. 


Dass es nicht nur wichtig, sondern auch effektiv ist, auf die Ungerechtigkeiten in Hollywood hinzuweisen, zeigt der Fall Jennifer Lawrence: Für ihren aktuellen Film "Passenger" bekam sie nun sogar mehr Gehalt als ihr Kollege Chris Pratt. 


lis

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