4.07.2012, 18:32 Uhr
Geiselnahme wegen Zwangsräumung Spezialkräfte in Karlsruhe-Nordstadt
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    Spurensicherung nach dem Großeinsatz: In der Karlsruher Nordstadt sind bei einer Geiselnahme fünf Menschen getötet worden. Als ein Gerichtsvollzieher mit einem Sozialarbeiter und einem Schlosser eine Wohnung zwangsräumen wollten, wurden sie von einem 53-Jährigen zunächst als Geiseln genommen und später "regelrecht hingerichtet", wie die Polizei sagte. Der Einsatz der Polizei begann drei Stunden, nachdem die Opfer die Wohnung betreten hatten. Gegen Mittag stürmte ein Sonderkommando die Wohnung. Zu dem Zeitpunkt waren aber bereits drei Männer (der Wohnungsinhaber kam später dazu, der Sozialarbeiter wurde freigelassen), der Täter sowie seine Lebensgefährtin tot. Der Tatort wurde vor der Erstürmung weiträumig abriegelt. Den Angaben zufolge waren insgesamt 200 Beamte vor Ort.
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    Das Sonderkommando griff zu, nachdem aus dem Wohnung offenbar Rauch entwichen war. Erst als das gesamte Haus gelüftet war, fanden die Beamten alle Opfer. Etwa die 55-jährige Frau, die durch einen aufgesetzten Schuss ums Leben kam.
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    Insgesamt starben bei der Geiselnahme fünf Menschen. Die Polizei sprach anschließend von einer "regelrechten Hinrichtung" und einer geplanten Tat.
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    Der 53-jährige Täter war offenbar schwer bewaffnet. Er soll über eine Pistole, ein Schrotgewehr sowie Handgranaten verfügt haben.
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    Aufgeschreckt war die Polizei auch deswegen, weil die Nordstadt eine beliebte Wohngegend für Familien ist.
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    Die Beamten sperren die Gegend weiträumig ab, räumen drei Wohnblocks in unmittelbarer Nachbarschaft.
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    Unter den eingesetzten Polizisten waren auch je 40 Angehörige der Spezialeinheiten SEK und MEK.
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    In dem Wohngebiet liegen auch Schulen und Kindergärten. Sie wurden ebenfalls abgeriegelt. Kinder und Betreuer mussten im Gebäude verharren.
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    Die Polizeipräsidentin von Karlsruhe dankte später vor allem den Spezialkräften für ihren lebensgefährlichen Einsatz.
nik