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Dieses Getränk hilft Frauen in Bedrängnis

Frau an der Bar trinkt ein Getränk

Eine unangenehme Berührung, ein Mann, der einfach nicht mehr loszuwerden ist. Vor allem im Partyleben werden Frauen immer wieder belästigt und bedrängt. Damit sie diesen Situationen entkommen können, haben einige Barbesitzer ein besonderes Getränk auf der Karte.

Die Party ist in vollem Gange, die Feiermeute drängt sich auf die Tanzfläche. Man kommt sich näher. Doch manchmal ist einem jemand näher als gewünscht. Was tun? Vor allem Frauen fühlen sich dann oft hilflos. Wissen nicht, wie sie der Situation entkommen und die Bar sicher verlassen können. Ein Lokal in St. Petersburg im US-Bundesstaat Florida hat sich hierfür eine besondere Hilfe überlegt.

Belästigte Personen können hier den sogenannten Angel Shot bestellen. Hierbei bekommen die Frauen nicht etwa einen Schnaps in die Hand, sondern die Hilfe, die sie benötigen. Die Bestellung des Getränks fungiert lediglich als Codewort. Den Drink gibt es, je nach Bedarf, in unterschiedlichen Ausführungen.



Ein Plakat in der Bar erläutert, was die Frauen bestellen können und welche Hilfe sie daraufhin erhalten.


So kann man sich etwa zum Auto begleiten lassen, es kann einem ein Taxi oder ein Personenbegleitservice bestellt oder es kann die Polizei gerufen werden.

Gegenüber der "Tampa Bay Times" sagt Lokal-Besitzer und Initiator des Angel Shots Russell Andrade: "Das Ziel ist, dass hier bei uns ein sicherer Ort ist, wo die Leute ein romantisches Date haben können. Wir wollen nicht, dass jemand das zerstört." 


Doch der Angel Shot ist nicht die erste Initiative dieser Art. Bereits 2016 wurde in Großbritannien "Ask for Angela" ins Leben gerufen. Dort können Frauen, die sich belästigt fühlen, nach der fiktiven Mitarbeiterin Angela fragen und dann mithilfe des geschulten Tresenpersonals der unangenehmen Situation entkommen. 


Auch in Deutschland gibt es eine ähnliche Aktion, bei der nach Angaben von "jetzt.de" 30 Bars in Münster mitmachen (Stand Januar 2017). Hier können Frauen nach Luisa fragen und bekommen dann Unterstützung. Daniela Stöveken, die beim Frauennotruf in Münster arbeitet und die Aktion mit ins Leben gerufen hat, sagte gegenüber "jetzt.de": "Die Aktion soll Frauen ansprechen und sie darin bestärken, dass sie das Recht haben, sich Hilfe zu holen."

stb

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