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Klage abgewiesen: Pfälzer darf sich nicht "James Bond" nennen

Schauspieler Daniel Craig steht im Anzug vor einer Wand mit großem 007-Logo. Er spielte in vier Filmen James Bond

"Mein Name ist Bond, James Bond" - so wollte ein Mann auf Rheinland-Pfalz sich künftig vorstellen dürfen. Doch weder die Gemeinde noch das Verwaltungsgericht Koblenz konnte er mit dem Grund für die Namensänderung überzeugen.

"Mein Name ist Bond, " - so hat sich das ein Mann aus Rheinland-Pfalz vorgestellt und ist mit dem Wunsch auf eine Namensänderung nun vor Gericht gescheitert. Das Verwaltungsgericht Koblenz wies in einem am Dienstag veröffentlichten Urteil die Klage des Manns ab, der gegen eine Entscheidung der Gemeinde Bad Marienberg vorgegangen war. (Az. 1 K 616/16.KO)

Der Kläger hatte laut Gericht unter Vorlage ärztlicher Stellungnahmen eine beantragt. Er wollte demnach James Bond heißen, erklärte sich aber auch zu einer Kombination des Agentennamens mit seinem Vornamen einverstanden. Die Gemeinde lehnte den Wunsch ab.

Familienstreit rechtfertigt "James Bond" nicht

Die Richter bestätigten die Entscheidung und erklärten, eine Namensänderung in James Bond sei nicht gerechtfertigt. Der Mann hatte demnach familiäre Probleme als Grund angeführt und angegeben, sein Onkel und dessen Familie beleidigten ihn und überzögen ihn mit Strafanzeigen. Die Richter erklärten dazu, es sei nicht nachvollziehbar dargelegt worden, dass die Konflikte mit einem anderen Namen beigelegt werden könnten.

Zudem handle es sich bei James Bond um einen Namen aus Film und Literatur, erklärte das Gericht. Auch in Kombination mit dem Vornamen des Klägers würde dieser Name stets mit der von Ian Fleming erfundenen Figur des britischen Geheimagenten in Verbindung gebracht werden. Gegen die Entscheidung kann die Zulassung der Berufung durch das Oberverwaltungsgericht beantragt werden.


tkr/AFP

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