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Für zwei getötete Schmetterlinge in den Knast?

Der Schmetterlingssammler Phillip C. hat mindestens zwei Exemplare des Quendel-Ameisenbläulings getötet, so das Gericht.

Ein 57-Jähriger bot präparierte Schmetterlinge bei "eBay" an. Ein Gericht hat ihn jetzt unter anderem wegen ihrer Tötung verurteilt.

Weil er in seiner Heimat extrem seltene gefangen und getötet hatte, ist der britischer Sammler Phillip C. von einem Gericht schuldig gesprochen worden. Der 57-Jährige hat mindestens zwei Exemplare des Quendel-Ameisenbläulings illegal gefangen, getötet und besessen, so das Urteil. Das Strafmaß wird Anfang April verkündet, dem Mann droht Gefängnis.

Der frühere Bodybuilder war dabei beobachtet worden, wie er in Schutzgebieten im Südwesten Englands Quendel-Ameisenbläulinge (Maculinea arion) fing. Bei einer Durchsuchung seines Hauses am folgenden Tag wurde dort eine große Menge toter Schmetterlinge gefunden, darunter zwei Ameisenbläulinge.

Geschützte Schmetterlinge im Internet angeboten

Die Ermittler waren dem Mann auf die Schliche gekommen, weil er die seltenen Schmetterlinge auf der Online-Auktionsplattform "" zum Kauf anbot. Dabei gab er an, die Insekten von Züchtern in anderen europäischen Staaten zu haben.

Der Quendel-Ameisenbläuling wurde im Vereinigten Königreich 1979 für ausgestorben erklärt. In einem Versuch der Wiederansiedlungen wurden 1983 einige aus Schweden eingeführte Exemplare der Art in mehreren Schutzgebieten ausgesetzt.
Laut Artenschützern gibt es einen Schwarzmarkt für die Schmetterlinge. Die Ameisenbläulinge würden von den Anbietern so präpariert, dass sie wie historische Exemplare aus dem 18. Jahrhundert wirkten.


wue/AFP

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