Haryssa weinte und schrie - bis sie starb

Wunder und Tragödien liegen in Haiti nah beieinander: Während der zweijährige Redjeson gerettet wird, wartet die kleine Haryssa vergeblich auf Hilfe. Sie stirbt vor den Augen ihrer Familie.

Zwei Tage lang hat Haryssa Keem Clerge auf Hilfe gewartet. Eingeklemmt unter den Trümmern ihres Elternhauses in Port-au-Prince klammerte sich das neunjährige Mädchen bis Donnerstag an die Hoffnung auf Rettung. Sie weinte und schrie. Wenige Stunden später wurde der kleine Leib leblos aus den Trümmern gezogen, Haryssa ist eines von Zehntausenden Opfern der Erdbebenkatastrophe in Haiti.

Nachbarn und Freunde der Familie hatten mit bloßen Händen versucht, den Schutt der Zementbauteile und verbogenen Metallstangen wegzuräumen, um zu dem Mädchen vorzudringen. Sie kamen nahe genug, um ihr Wasser zu reichen. Aber sonst half niemand der Familie in ihrer Not. "Da gibt es keine Polizei, da gibt es niemand", klagt die verzweifelte Patin, Kettely Clerge. Die Nachbarn müssen sie zurückhalten, als sie zum eingestürzten Treppenhaus des Gebäudes steigt und ruft: "Ich will sie sehen!" Die Patin habe sich immer um Haryssa gekümmert, erklärt eine Nachbarin. Sie sei jeden Tag mit dem Mädchen zur Schule in der Vorstadt Petionville gegangen.

Nur einen Tag zuvor wurde die Mutter von Haryssa aus den Trümmern des Hauses gezogen. Jetzt liegt Lauranie Jean stöhnend in einem Zelt. Freiwillige Helfer reiben ihr eine Heilsalbe in die offenen Wunden an ihren Seiten. Die Familie hat Zuflucht gesucht auf einem Spielplatz, aber die Hoffnung ist gering. "Haiti ist ein aufgegebenes Land", sagt der Nachbar Bellefleur Jean Heber. Von der Regierung sei nichts zu erwarten. "Die Leute verlassen sich auf sich selbst."

Überall in Port-au-Prince entstehen Zeltstädte. Ihre Bewohner schwanken zwischen Resignation und Hoffnung. "Die Menschen warten darauf, dass sich jemand um sie kümmert", sagt Michel Reau. Der 27-Jährige hat sich mit seiner Frau und ihrem kleinen Kind in einem Park niedergelassen, ihr Haus ist zerstört. "Wir haben nichts zu essen, wir haben nichts zu trinken."

Tragödien wie die der kleinen Haryssa spielen sich überall in Port-au-Prince ab. An der Schule St. Gerard bricht Cindy Terasme in Tränen aus, als sie die Füße ihres 14-jährigen Bruders Jean Gaelle Dersmorne sieht, wie sie leblos aus den Trümmern ragen. Aber es gibt auch kleine Wunder, die die Hoffnung auf das Leben stärken. Spanische Bergungsspezialisten ziehen am Donnerstagabend einen zweijährigen Jungen aus den Trümmern eines eingestürzten Hauses. Trotz Tränen in den Augen scheint der kleine Redjeson Hausteen Claude seiner Mutter zuzulächeln, als er von seinen Rettern in Sicherheit gebracht wird.

An anderen Stellen der Stadt suchen Bewohner weiter nach Verschütteten, deren Zahl niemand kennt. Oft können sie die Menschen nur tot herausziehen. Die Leichen von den Straßen zu holen, sei jetzt eine der wichtigsten Aufgaben, sagt Bürgermeister Muscadin Jean Yves Jason. Die Stadt bereitet ein Massengrab für die Toten vor, aber überall fehlt es an den nötigen Mitteln. Der Bürgermeister klagt: "Wir haben kein Material, keine Mittel, nichts."

Mike Melia, APN/APN

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    Wissenscommunity

    Zu hohe Inkassogebühren, rechtens?
    Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus