User Image User
User Image User
+++ Ticker +++

Polizeieinsatz wegen Terroralarms in Chemnitz

Chemnitz

Hirsch kracht durch Windschutzscheibe +++ AfD-Vorstand will Höcke aus Partei ausschließen +++ Nicht-Wähler verhelfen SPD zum Umfragehoch +++ Mexikaner demonstrieren gegen Trump +++ Die Nachrichten des Tages im Ticker.

Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker:

+++ 23.31 Uhr: UN-Sicherheitsrat verurteilt Nordkoreas Raketentest einstimmig +++

Der UN-Sicherheitsrat hat den jüngsten nordkoreanischen Raketentest einstimmig als "ernsthafte Verletzung" von UN-Resolutionen verurteilt. In einer Dringlichkeitssitzung drohte das Gremium der Führung in Pjöngjang "weitere bedeutende Maßnahmen" an. Pjöngjang hatte am Sonntag nach eigenen Angaben "erfolgreich" eine Mittelstreckenrakete getestet. 

+++ 21.59 Uhr: Polizeieinsatz wegen Terroralarms in Chemnitz +++

Nach einem Terroreinsatz der Polizei in Chemnitz ermittelt dort erneut offensichtlich die Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe. Sie habe inzwischen die Pressearbeit übernommen, teilte ein Sprecher des sächsischen Landeskriminalamtes (LKA) in Dresden mit.

Wegen Terroralarms war es zuvor zu einem Einsatz des LKA in Chemnitz gekommen. Entsprechende Twitter-Meldungen der "Freien Presse", des Online-Portals "Tag 24" und der "Bild"-Zeitung bestätigte die Polizeidirektion der Stadt auf Anfrage. Einzelheiten wollte der Sprecher des Lagedienstes nicht nennen. Ein Sprecher bei der Generalbundesanwaltschaft stellte nähere Informationen für Dienstag in Aussicht und wollte sich ebenfalls nicht weiter äußern.

Den Medienberichten zufolge kam es gegen Abend in der Augustusburger Straße im Chemnitzer Stadtteil Gablenz zu dem Einsatz. Polizisten mit Atemschutzmasken und Maschinenpistolen hätten gegen Abend ein Wohnhaus gestürmt. Elite-Kräfte seien mit einem Spezialfahrzeug zur Terrorbekämpfung und einem Sprengstoff-Suchhund angerückt. Danach soll es einen weiteren Einsatz im Chemnitzer Wohngebiet Fritz Heckert gegeben haben. Ein LKA-Sprecher wollte die Angaben nicht bestätigen.

Erst im Oktober vergangenen Jahres war die Polizei in Chemnitz zu einem Anti-Terror-Einsatz angerückt. Damals scheiterte die Festnahme des 22-jährigen Syrers Dschaber al-Bakr. Der mutmaßliche IS-Terrorist floh trotz Großfahndung nach Leipzig, wo er von Landsleuten überwältigt und der Polizei übergeben wurde. Zwei Tage später erhängte er sich in Untersuchungshaft in der JVA Leipzig. In der Chemnitzer Wohnung fand die Polizei einen hochexplosiven Sprengstoff, mit dem der Syrer nach Erkenntnissen der Ermittler einen Anschlag auf einen Berliner Flughafen verüben wollte.

+++ 19.23 Uhr: Neue Warnstreikwelle im öffentlichen Dienst beginnt +++

Kurz vor neuen Tarifgesprächen im öffentlichen Dienst der Länder starten die Gewerkschaften am Dienstag eine weitere massive Warnstreikwelle. In Baden-Württemberg sowie Berlin, Hamburg und Sachsen-Anhalt soll es nach Angaben von Verdi Arbeitsniederlegungen geben. Tausende Beschäftigte werden demnach daran teilnehmen. Schon in der vorigen Woche hatten tausende Länderangestellte in verschiedenen Ländern gestreikt.

+++ 18.54 Uhr: Situation an Staudamm in Kalifornien hat sich entspannt +++

Die kritische Lage an einem riesigen Staudamm in Nordkalifornien hat sich leicht entspannt. Nach Mitteilung der Behörden konnte der unkontrollierte Abfluss von Wassermassen an einem beschädigten Kanal aufgehalten werden. Reparaturarbeiten an dem durch Erosion beschädigten Abflusskanal sollten am Montag beginnen.

+++ 18.26 Uhr: Sechs Jahre Haft für "Macheten-Mann" +++

Nach einer Attacke in einem Supermarkt ist der sogenannte Freiberger "Macheten-Mann" zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Chemnitz sprach den 24-Jährigen unter anderem wegen vorsätzlicher Körperverletzung, Bedrohung und Nötigung schuldig. Demnach griff er im September 2015 Verkäuferinnen eines Supermarkts in Freiberg in Sachsen mit einem Schwert an und drohte ihnen, den Kopf abzuschlagen. Er habe mit solchen Drohungen in Zeiten von Terroranschlägen mit der realen Angst der Menschen kokettiert, sagte der Vorsitzende Richter in seiner Urteilsbegründung.

+++ 17.06 Uhr: Feuerwehrhaus explodiert - elf Verletzte +++

Bei der Explosion des Feuerwehrhauses in Bad Wiessee am Tegernsee am frühen Nachmittag und dem Brand des Gebäudes wurden zwei Menschen schwer und neun leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Die Schwerverletzten seien in Krankenhäuser gekommen. Bei den Leichtverletzten handele es sich um Einsatzkräfte der Feuerwehr, die Rauchgasvergiftungen erlitten hätten, die behandelt werden mussten. An dem direkt neben der Polizeistation gelegenen Gebäude, in dem auch Rettungsdienste untergebracht waren, sei ein Millionenschaden entstanden. Die Summe ergebe sich aus dem Gebäudeschaden und dem Wert der darin abgestellten Fahrzeuge und Geräte. Neben der Feuerwehr nutzten auch der Rettungsdienst und die Wasserwacht das Gebäude.

An den dreistündigen Löscharbeiten waren alle Feuerwehren des Tegernseer Tals beteiligt. Wegen der starken Rauchentwicklung forderte die Polizei zwischenzeitlich die Anwohner auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Zur Ursache des Unglücks machte die Polizei keine Angaben, hier müssten die kriminalpolizeilichen Ermittlungen abgewartet werden. Berichte der Onlineausgabe des "Münchner Merkur", wonach nach ersten Erkenntnissen ein Unfall bei Schweißarbeiten an einem Boot der Wiesseer Wasserwacht die Ursache sei, wollte ein Polizeisprecher zunächst nicht bestätigen.

+++ 16.55 Uhr: Joko und Klaas beenden "Circus HalliGalli" +++

Die ProSieben-Entertainer Joko Winterscheidt (38) und Klaas Heufer-Umlauf (33) ziehen einen Schlussstrich unter ihre Show "Circus HalliGalli". "ProSieben und Joko & Klaas wollen die nächsten Jahre weiter TV-Geschichte schreiben", teilte der Münchner Privatsender mit. Man freue sich auf neue Ausgaben von "Die beste Show der Welt" und "Joko gegen Klaas - Das Duell um die Welt". Zudem entwickle der Sender mit den Künstlern neue Shows. Die neunte und letzte Staffel von "Circus HalliGalli", seit Februar 2013 im TV, startet morgen um 22.10 Uhr.

"Uns war von Anfang an klar, dass wir eine Show wie "Circus HalliGalli" nicht bis in alle Ewigkeit machen werden", sagte Winterscheidt über die Comedyshow, die mehr als 130 Mal lief. "Alles, was wir mit dieser Sendung erreichen und machen wollten, werden wir bis zum Sommer verwirklichen. Wir wollen aufhören, wenn es am schönsten ist." Heufer-Umlauf erklärte: "Fernsehjahre rechnet man wie Hundejahre, die muss man sich gut einteilen. Um in Zukunft gemeinsam und zusammen auf ProSieben Fernsehen zu machen, tut es uns ganz gut, wenn wir uns künftig unregelmäßiger sehen, aber das noch für viele Jahre."

+++ 16.06 Uhr: Grüne verpflichten sich zu fairem Wahlkampf +++

Der Grünen-Vorstand hat in Berlin fünf Leitlinien für einen fairen Bundestagswahlkampf verabschiedet. So soll immer klar erkennbar sein, wenn die Partei Absender einer Botschaft ist, auch in Online-Diskussionen oder Werbeanzeigen. Roboter-Konten in sozialen Netzwerken, die automatisch Inhalte verbreiten, wollen die Grünen nicht nutzen - auch die anderen etablierten Parteien lehnen das ab. Zudem fordern die Grünen eine gesetzliche Regelung, die den Einsatz dieser sogenannten Social Bots verbietet. Bewusste Falschaussagen will die Partei weder selbst in die Welt setzen noch verbreiten und mit einer "grünen Netzfeuerwehr" Lügen als solche entlarven. Außerdem fordert sie, dass Parteien Spenden und Sponsoring transparenter offenlegen sollen.

"Wir verpflichten uns, diesen Wahlkampf fair zu führen und alles zu unterlassen, was die Bevölkerung für dumm verkauft", sagte Spitzenkandidat und Parteichef Cem Özdemir. Seine Partei gehe "mit gutem Beispiel voran" und wolle sich nicht in die schärfer werdenden Auseinandersetzungen zwischen Union und SPD einmischen. "Wir haben uns fest vorgenommen, dass wir uns daran nicht beteiligen. Wir wollen bei unseren Themen bleiben."

+++ 16.02 Uhr: Ermittlungen gegen umstrittenen Dresdner Richter eingestellt +++

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat die Ermittlungen gegen den umstrittenen Richter Jens Maier wegen Volksverhetzung eingestellt. Die Rede Maiers, der auch AfD-Mitglied ist, zu einem angeblichen deutschen "Schuldkult" sei zwar "grenzwertig", erfülle aber nicht den Straftatbestand, erklärte die Staatsanwaltschaft.

Maier stand wegen Äußerungen bei einer Veranstaltung der AfD-Nachwuchsorganisation Junge Alternative im Januar in Dresden zu einem angeblichen deutschen "Schuldkult" sowie "Mischvölkern" in der Kritik. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen des Verdachts der Volksverhetzung und der Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener ein. Bei der Veranstaltung hatte auch der Thüringer AfD-Rechtsaußen Björn Höcke gesprochen. Maier wurden am Landgericht Dresden neue Aufgaben zugewiesen, so ist er mittlerweile zum Beispiel nicht mehr für Medien- und Presserecht zuständig. Der Richter wurde vor Kurzem auf Platz zwei der Landesliste der sächsischen AfD zur Bundestagswahl gewählt - hinter Spitzenkandidatin Frauke Petry.

+++ 15.24 Uhr: SPD will Parteitag und Wahlprogramm verschieben +++

Die SPD will auf Wunsch ihres Kanzlerkandidaten Martin Schulz ihr Wahlprogramm später als geplant verabschieden. Ursprünglich sollte das am 29. Mai bei einem Parteitag in Berlin passieren. Nun bat Schulz im Parteivorstand darum, den Parteitag um einige Wochen zu verschieben. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus SPD-Kreisen. Das Regierungsprogramm soll aber auf jeden Fall vor der Ende Juni beginnenden Sommerpause des Parlaments unter Dach und Fach sein.

Derzeit liegen Entwürfe von sieben Arbeitsgruppen vor. Schulz, der am 19. März zum Parteivorsitzenden gewählt werden soll, will nun in Ruhe seine eigene Handschrift bei den Programmschwerpunkten setzen. Die Union wirft ihm vor, sich vor Inhalten zu drücken. Seit die SPD Schulz Ende Januar als Spitzenkandidat ausgerufen hat, ist die Partei in den Umfragen auf über 30 Prozent gestiegen und liegt in Reichweite der Union.

+++ 14.55 Uhr: Deutsche Bank im Visier russischer Steuerbehörden +++

Die von Rechtsstreitigkeiten geplagte Deutsche Bank muss sich nun auch mit den russischen Steuerbehörden auseinandersetzen. Laut einem Zeitungsbericht geht es um Steuernachforderungen in Millionenhöhe. Die russische Wirtschaftszeitung RBK hatte unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen berichtet, dass es zu einem Streit zwischen der Bank und den Behörden gekommen sei. Es gehe dabei um Steuernachzahlungen in Höhe von 10 Milliarden Rubel oder umgerechnet rund 161 Millionen Euro. Hintergrund seien Devisengeschäfte aus den Jahren 2013 und 2014 - die Deutsche Bank habe Devisen auf dem russischen Markt gekauft und in London weiterverkauft.

+++ 14.46 Uhr: Explosion am Tegernsee - Feuerwehrgebäude brennt +++

Am Tegernsee hat sich eine Explosion in einem Gebäude von Feuerwehr und Bayerischem Roten Kreuz (BRK) ereignet. Nach ersten Erkenntnissen gab es gegen 13.50 Uhr in Bad Wiessee eine Detonation. Ein oder zwei Menschen sollen dabei schwer verletzt worden sein, wie die Polizei mitteilte. Das Gebäude in der Nachbarschaft der örtlichen Polizeiinspektion brenne lichterloh. Es habe sich eine starke Rauchwolke gebildet, hieß es weiter. Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

+++ 13.37 Uhr: DFB ermittelt gegen FC St. Pauli +++

Der Kontrollausschuss des DFB leitet gegen den Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli ein Ermittlungsverfahren ein. Während des Spiels am Sonntag gegen Dynamo Dresden war auf der Tribüne ein verunglimpfendes Spruchband mit der Aufschrift "Schon eure Großeltern haben für Dresden gebrannt - gegen den doitschen Opfermythos" gezeigt worden. Die Aussage nimmt Bezug auf die Bombenangriffe der Alliierten auf Dresden 1945 mit Zehntausenden Todesopfern. Diese jährten sich am Montag zum 72. Mal.

Der Kontrollausschuss wird vom FC St. Pauli eine Stellungnahme anfordern und den Sachverhalt anschließend bewerten, teilte der DFB auf Anfrage mit. Mögliche Strafen gegen die Hamburger werden auf Grundlage der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB geprüft.

+++ 13.24 Uhr: Wieder Mord in Malmö: Gewalt erschüttert schwedische Stadt +++

Eine Reihe von Gewaltverbrechen erschüttert die südschwedische Stadt Malmö. Am Sonntagabend wurde ein 23-Jähriger vor einem Restaurant auf einem Platz im Viertel Möllevången erschossen. Die Polizei ermittelt wegen Mordes. Einen Verdächtigen gibt es bislang nicht. "Wir arbeiten daran", sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. "Es gibt in diesem Fall Verbindungen zum kriminellen Milieu." Auch das Opfer habe in der Vergangenheit Straftaten begangen.

Es ist bereits das dritte Tötungsdelikt auf offener Straße in diesem Jahr in der Stadt mit rund 320.000 Einwohnern. Anfang Januar war ein 22-Jähriger im Stadtteil Fosie erschossen worden. Etwa eine Woche später starb ein 16-Jähriger an einer Bushaltestelle im Problemviertel Rosengård. Mehrere Menschen waren in den vergangenen Monaten durch Schüsse verletzt worden. Am vergangenen Mittwoch war ein Hausmeister beim Salzstreuen auf einem Bürgersteig in einem Wohnviertel angeschossen worden. Er schwebt laut Medienberichten noch in Lebensgefahr.

+++ 13.12 Uhr: Linke-Politiker Jürgens wegen schweren Betrugs verurteilt +++

Der frühere brandenburgische Landtagsabgeordnete Peer Jürgens ist wegen gewerbsmäßigen Betrugs und Wahlfälschung zu einem Jahr und zwei Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Zudem muss der 36-Jährige 7200 Euro Geldstrafe zahlen. Der Politiker der Linkspartei habe sich mit falschen Angaben zu seinen Wohnsitzen vom Landtag eine große Summe an Fahrtkosten- und Mietzuschüssen erschlichen, urteilte das Potsdamer Amtsgericht.

Laut Anklage soll Jürgens vom Landtag über zehn Jahre hinweg knapp 87.000 Euro kassiert haben. "Sie haben mit hoher krimineller Energie gehandelt und zehn Jahre lang Monat für Monat unrechtmäßige Fahrtkostenzuschüsse kassiert", sagte Richterin Constanze Rammoser-Bode in ihrer Urteilsbegründung. Zudem sei Jürgens bei den Kreistagswahlen in Oder-Spree angetreten und gewählt worden, obwohl er dort nicht den erforderlichen Hauptwohnsitz gehabt habe. "Damit wurde die Wahl verfälscht, denn Sie hätten dort gar nicht kandidieren dürfen." Jürgens hatte in dem Prozess die meisten Vorwürfe bestritten. Sein Anwalt kündigte umgehend Berufung gegen das Urteil an.

+++ 13.10 Uhr: Lawine tötet offenbar mehrere Menschen in den Alpen +++

Beim einem Lawinenunglück in den französischen Alpen sind nach unbestätigten Medienberichten mehrere Menschen ums Leben gekommen. Das Unglück habe sich oberhalb des Ortes Tignes in der Region Savoyen ereignet, berichtete der TV- und Radionachrichtensender France Info unter Berufung auf Rettungskräfte. Laut France Info kamen mindestens zwei Menschen ums Leben, die Nachrichtenagentur AFP berichtete von vier Toten. Die Präfektur in Chambéry teilte auf DPA-Anfrage mit, sie könne die Anzahl der Opfer nicht bestätigen und kündigte eine spätere Erklärung an.

+++ 12.41 Uhr: Hirsch kracht durch Windschutzscheibe +++

Ein 250 Kilogramm schwerer Hirsch ist beim Zusammenprall mit einem Auto durch die Windschutzscheibe gebrochen und auf dem Fahrer gelandet. Der 42 Jahre alte Mann wurde dabei schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der Autofahrer habe den Hirsch auf einer Landstraße in der Nähe von Wesel in Niedersachsen mitten im Sprung erfasst. Das Tier starb beim Aufprall. Helfer konnten den Fahrer mit schweren Kopfverletzungen aus seinem Wagen ziehen. Der Mann war laut Polizei nach dem Unfall ansprechbar, wurde aber mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.

+++ 12.35 Uhr: Thüringer AfD-Vorstand gegen Höcke-Ausschluss +++

Der Landesvorstand der Thüringer AfD stellt sich schützend vor seinen Vorsitzenden und Fraktionschef Björn Höcke. Das Gremium kritisierte in Erfurt den Beschluss des Bundesvorstands, gegen Höcke ein Parteiausschlussverfahren einzuleiten. Das Vorgehen des Bundesvorstandes sei "allein machtpolitisch motiviert", heißt es in einer Erklärung. Höcke habe weder gegen die Satzung noch die Grundsätze der AfD verstoßen. Ziel sei es offenbar, den Meinungspluralismus in der AfD einzugrenzen und "missliebige Personen aus der Partei zu drängen". In der Erklärung, die der Sprecher des Landesvorstandes, Torben Braga, verbreitete, heißt es: "Die Alternative für Deutschland ohne Björn Höcke ist keine Alternative mehr." Der Bundesvorstand hatte seine Entscheidung mit Höckes umstrittener Rede am 17. Januar in Dresden begründet.

+++ 12.33 Uhr: DFB-Sportgericht verurteilt Dortmund zur Sperrung der Südtribüne +++

Das DFB-Sportgericht hat Borussia Dortmund zur Sperrung der Südtribüne für ein Bundesligaspiel und zu einer Geldstrafe von 100.000 Euro verurteilt. Zuvor hatte der Fußball-Bundesligist am Vormittag einem entsprechenden Strafantrag des DFB-Kontrollausschusses nach den Verfehlungen seiner Fans in der Partie gegen RB Leipzig zugestimmt.

+++ 12.25 Uhr: Gefängnisse beklagen Probleme mit nordafrikanischen Häftlingen +++

Die zum Teil stark gestiegene Zahl von Häftlingen aus nordafrikanischen Ländern bereitet in vielen Bundesländern den Justizbediensteten Sorge. Einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur zufolge räumen zum Beispiel die Justizbehörden in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Sachsen, Berlin und Hessen ein, dass bei der Häftlingsgruppe oft ein schwieriges Verhalten festgestellt werde. Das Problem betreffe zwar mehr oder minder alle Bundesländer, hieß es vom Bund der Strafvollzugsbediensteten Deutschland. "Besonders sind aber die Metropolen betroffen."

+++ 12.15 Uhr: Katze sperrt Besitzerin auf Balkon aus +++

Eine Frau im baden-württembergischen Lörrach ist von ihrer Katze auf dem Balkon ausgesperrt worden. Das Tier sprang in der Nacht zum Sonntag offenbar so gegen die Türklinke, dass es die Balkontür verschloss, wie die Polizei Freiburg mitteilte. Ungewöhnliche Hilfe bekam die Frau von Polizeibeamten: Sie warfen ihr einen Schlagstock in den dritten Stock zu, mit dem sie die Tür öffnete. Ein Schlüsseldienst sei nicht zu erreichen gewesen, erklärte die Polizei. Ein Feuerwehreinsatz wiederum wäre wohl ziemlich teuer geworden. Deshalb seien die Beamten auf die Idee mit dem Schlagstock gekommen.

+++ 11.37 Uhr: 17-Jährige stürzt 30 Meter tief in Bachbett +++

Eine junge Frau ist an der Burg Hornberg in Neckarzimmern 30 Meter in die Tiefe gestürzt - und nur leicht verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, war die 17-Jährige, die als Praktikantin auf der Burg in Baden-Württemberg arbeitet, in ihrer Mittagspause am Samstag spazieren gegangen. Am Rande eines Abhangs wollte sie einen Blick in das darunterliegende Bachbett werfen. Daraufhin gab der Boden nach und sie stürzte in die Tiefe. Sie verständigte mit ihrem Handy ihre Eltern, die daraufhin Hilfe riefen.

+++ 11.34 Uhr: "Attentat in Ankara" ist Weltpressefoto des Jahres +++

Das Weltpressefoto des Jahres 2017 zeigt das Attentat auf den russischen Botschafter in Ankara im Dezember 2016. Dafür wird der türkische Fotograf Burhan Ozbilici von der Nachrichtenagentur AP mit dem Preis ausgezeichnet, teilte die Stiftung World Press Photo in Amsterdam mit. Ozbilici war am 19. Dezember bei der Eröffnung einer Kunstausstellung in Ankara, als ein junger türkischer Polizist plötzlich eine Waffe zog und den russischen Botschafter Andrej Karlow erschoss. Der Attentäter hatte mehrfach "Vergesst Syrien nicht" gerufen. Er war anschließend von Sicherheitsbeamten getötet worden.

Die Jury würdigte das Foto als ein "explosives Bild, das den Hass in unserer Zeit ausdrückt." Insgesamt wurden 45 Fotografen in acht Kategorien geehrt, darunter drei Deutsche. Die ausgezeichneten Fotos werden in einer Ausstellung gezeigt, die in zunächst am 14. April in Amsterdam und anschließend 45 Ländern zu sehen ist.

+++ 11.21 Uhr: Erneut Probleme am Hamburger Flughafen - Unwohlsein bei Beschäftigten +++

Einen Tag nach dem Reizgasalarm am Hamburger Flughafen sind erneut Probleme aufgetreten. Mehrere Beschäftigte einer Sicherheitsfirma hätten über Unwohlsein geklagt und sich krankgemeldet, teilte eine Flughafensprecherin mit. Die Feuerwehr überprüfe die Messwerte an der Sicherheitskontrolle für die Fluggäste. Der Flughafenbetrieb laufe planmäßig, doch könne es zu Beeinträchtigungen kommen.

Am Sonntag war der Flughafen für eine Stunde geräumt worden, weil viele Menschen über Atemwegsreizungen, Augenbrennen und Übelkeit geklagt hatten. Offenbar hatte sich ein Reizgas über die Klimaanlage des Flughafens verbreitet. Möglicherweise könnten noch Reste des Gases in der Atemluft vorhanden sein, mutmaßte die Sprecherin. Betroffen sei der gleiche Teil des Flughafens wie am Sonntag.

+++ 11.08 Uhr: Dresden gedenkt Zerstörung im Zweiten Weltkrieg +++

In Dresden haben die Gedenkfeiern zur Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg begonnen. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) legte an einem Gedenkstein auf dem zentralen Altmarkt eine weiße Rosen nieder. Dort waren nach den Luftangriffen alliierter Bomber vom 13. und 14. Februar 1945 die Leichen von knapp 7000 Todesopfern verbrannt worden. Hilbert betonte, wie wichtig es sei, "daran zu erinnern, was der Krieg an Leid über die Menschen bringt". Weitere Veranstaltungen fanden zeitgleich unter anderem auf dem Urnenhain Tolkewitz statt, wo an die Euthanasieopfer der nationalsozialistischen Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein erinnert wird, oder am Alten Leipziger Bahnhof, von wo aus die meisten Dresdner Juden zwischen 1938 und 1945 deportiert wurden.

Das Gedenken steht in diesem Jahr im Zeichen der Menschlichkeit und ist in der Stadt heftig umstritten. Zwei im Vorfeld des Jahrestages installierte Kunstprojekte, die an das Leid ziviler Opfer in aktuellen Krisen erinnern, hatten zu scharfer Kritik vor allem aus dem Umfeld der islam- und fremdenfeindlichen Pegida geführt. Am Wochenende hatten mehrere hundert Neonazis in Dresden versucht, das Gedenken für ihre Ideologie zu missbrauchen. Rechtsextreme nutzen den Jahrestag immer wieder für ihre Zwecke und rechnen die Opferzahlen hoch, um so "alliierte Kriegsverbrechen" zu belegen.

+++ 11.05 Uhr: Höcke sieht Parteiausschlussverfahren gelassen entgegen +++

Thüringens AfD-Chef Björn Höcke hat das Parteiausschlussverfahren gegen ihn demonstrativ gelassen kommentiert. "Die Entscheidung des Bundesvorstands habe ich mit Bedauern und in tiefer Sorge um die Einheit der Partei zur Kenntnis genommen", teilte er in Erfurt mit. Er sei überzeugt, weder gegen die Satzung noch die Grundsätze der Partei verstoßen zu haben. "Dem Verfahren vor der parteiinternen Schiedsgerichtsbarkeit sehe ich gelassen entgegen."

Der Bundesvorstand hat am Morgen ein Parteiausschlussverfahren gegen Höcke beschlossen. Begründet wurde dieser Schritt mit Höckes Rede zum deutschen Geschichtsverständnis am 17. Januar in Dresden. Darin hatte er eine "erinnerungspolitische Wende um 180 Grad" gefordert und beklagt, die positiven Elemente der deutschen Historie würden im Vergleich zu den Gräueltaten der Nazi-Zeit nicht genügend beachtet. Höcke will um 14 Uhr im Thüringer Landtag ein Pressestatement zu dem Beschluss des Bundesvorstands geben.

+++ 11.04 Uhr: Wirtschaftswachstum in Eurozone zieht an +++

Die Wirtschaft im Euroraum wird nach Einschätzung der EU-Kommission 2017 stärker wachsen als zunächst angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde in den 19 Staaten des gemeinsamen Währungsgebiets um 1,6 Prozent zulegen, teilte die Brüsseler Behörde mit. Im Herbst war sie noch von einem Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent ausgegangen. Größter Wachstumstreiber sei dabei die Binnennachfrage, hieß es weiter. Das Investitionsniveau sei hingegen weiterhin niedrig. Wegen der neuen US-Regierung, des Brexits sowie etlicher nahender Wahlen in Europa seien die Prognosen zudem mit erheblichen Unsicherheiten behaftet.

+++ 10.37 Uhr: Pakistanisches Gericht verbietet Feiern zum Valentinstag +++

Ein Gericht in hat den Menschen im Land verboten, den Valentinstag zu feiern. Die Order des Hohen Gerichts der Hauptstadt Islamabad gelte für Feiern in der Öffentlichkeit, sagte der Rechtsanwalt am Gericht, Majid Bhatti. Die Zeitung "Dawn" berichtete, dass Medien keine Werbung zum Valentinstag mehr senden oder drucken dürfen. Die zuständige Behörde habe dem Gericht befohlen, alle Medien zu beobachten. Ein Privatmann hatte die Klage eingereicht. Der Valentinstag sei gegen die pakistanische Kultur und Religion, sagte Abdul Waheed der Deutschen Presse-Agentur.

Schon im vergangenen Jahr hatte Präsident Mamnoon Hussain die Pakistaner aufgefordert, den zu ignorieren. Mitglieder religiöser Gruppen und von Pakistans größter islamistischer Partei, Jamaat-e Islami, bezeichneten den Valentinstag als unislamisch. Sie warben stattdessen für einen "Bescheidenheits-Tag". Viele Pakistaner scherten sich damals nicht sehr um diesen Widerstand. In vielen Städten erschienen in den Straßen Stände mit knallroten Sträußen und herzförmigen Gebinden. In diesem Jahr waren sie zumindest am Montagmittag noch aufgebaut.

+++ 10.17 Uhr: 15 Monate alter Knirps geht im Schlafanzug auf Nachtwanderung +++

Ein 15 Monate alter Junge hat sich im baden-württembergischen Mögglingen auf eine einsame nächtliche Wanderung begeben. Eine Autofahrerin habe das lediglich mit Schlafanzug und Schlafsack bekleidete Kind am Sonntagmorgen gegen drei Uhr auf einem Gehweg bemerkt, teilte die in Aalen mit. Sie und ihre Beifahrerin nahmen sich sofort des kleinen Knirpses an. Sie wickelten ihn in eine Decke und klingelten am nächsten Haus. Die Hoffnung, dort die Eltern zu finden, erfüllte sich allerdings nicht. Daraufhin verständigten die Frauen die Polizei. Die Beamten nahmen den verschüchterten Jungen, der nicht reden wollte, mit auf ihr Revier und ließen ihn vorsorglich ärztlich untersuchen.

Dann machten sie sich auf die Suche nach seinem Zuhause. Nach "intensiven Ermittlungen" und "mehreren negativen Anläufen" hätten sie die Adresse gefunden und die Eltern verständigen können, berichteten die Beamten. "Der unternehmungslustige Sohn war wohl aus seinem Gitterbettchen gestiegen und durch die Haustüre auf die Straße gelaufen."

+++ 9.49 Uhr: 17-Jährigen im Streit erstochen - Motiv noch unklar +++

Nach der Messerattacke auf einen 17-Jährigen in Mittelbiberach in Baden-Württemberg ist das Motiv des Angreifers weiter unklar. Es gebe zwischen dem 16-Jährigen und dem Opfer keine Vorgeschichte, sagte ein Polizeisprecher. Warum der 16-Jährige am Samstag auf den Jugendlichen eingestochen habe, sei unklar. Es sei wahrscheinlich im Affekt geschehen. Zwei Gruppen mit Jugendlichen waren nach dem Besuch einer Faschingsveranstaltung in Streit geraten. Daraufhin hatte der Tatverdächtige ein Messer gezückt und auf das Opfer eingestochen. Der 17-Jährige starb im Krankenhaus. Der Tatverdächtige wurde zu Hause festgenommen.

+++ 9.30 Uhr: AfD-Vorstand will Höcke aus Partei ausschließen +++

Der AfD-Bundesvorstand will ein Parteiausschlussverfahren gegen den umstrittenen Thüringer Landesvorsitzenden Björn einleiten. Wie es in Parteikreisen hieß, wurde dieser Beschluss am Morgen in einer Telefonkonferenz mit der erforderlichen Zweidrittelmehrheit gefasst.

+++ 9.14 Uhr: Ermittler suchen auf Videos nach Reizgas-Sprayer von Hamburg +++

Die Polizei in sucht unter anderem auf Videoaufnahmen nach dem Reizgas-Sprayer vom Flughafen. Die Bilder der Überwachungskameras würden zu diesem Zwecke ausgewertet, teilte ein Sprecher mit. Es bestehe der Verdacht einer gefährlichen Körperverletzung. Es werde aber in jede Richtung ermittelt.

Der Gasaustritt hatte am Sonntag eine komplette Sperrung des Hamburger Flughafen ausgelöst. Der Flugbetrieb war mehr als eine Stunde lahmgelegt. Vermutlich sei Pfefferspray oder ein ähnliches Reizgas versprüht worden, erklärte ein Feuerwehrsprecher. Der Stoff habe sich über die Klimaanlage im Gebäude verteilt. Etliche Menschen klagten über gesundheitliche Probleme - 68 Personen wurden laut Feuerwehr untersucht, 9 von ihnen kamen in Krankenhäuser. Man gehe nicht von einem Terroranschlag aus.

+++ 8.40 Uhr: Vermisster deutscher Urlauber in Australien tot entdeckt +++

Die Leiche eines deutschen Urlaubers ist nach Polizeiangaben im australischen Hinterland entdeckt worden. Der Mann war seit mehreren Tagen vermisst worden, wie die Polizei in Alice Springs am Montag mitteilte. Der 76-Jährige war zusammen mit seiner drei Jahre jüngeren Frau im Naturpark Trephina Gorge unterwegs, etwa 70 Kilometer entfernt von Alice Springs, im Herzen des australischen Kontinents. Von seiner Frau fehlte trotz großangelegter Suche zunächst weiterhin jede Spur.

Das Paar war Anfang Februar nach Australien gekommen. Am Donnerstag mieteten die beiden auf dem Flughafen von Alice Springs ein Auto. Am Tag danach machten sie sich auf den Weg nach Trephina Gorge. Dort verlor sich ihre Spur. Auf einem Parkplatz wurde nur ihr verlassener Mietwagen entdeckt. Im australischen Outback werden gerade Temperaturen von mehr als 40 Grad gemessen. In den Fall haben sich auch die deutschen Auslandsvertretungen in Australien eingeschaltet.

+++ 8.36 Uhr: Riesiger US-Staudamm droht wegen Erosionsschäden zu brechen +++

Rund 160.000 Menschen haben sich in Kalifornien vor dem drohenden Bruch eines riesigen Staudamms in Sicherheit gebracht. Der Not-Abflusskanal des Oroville-Staudamms weise starke Erosionsschäden auf, warnte der nationale Wetterdienst am Sonntag (Ortszeit). Bei einem Bruch müsse mit einer nicht kontrollierbaren Überflutung gerechnet werden. Die Anlage liegt rund 125 Kilometer nördlich von Sacramento.

Um eine Katastrophe zu verhindern, leitete die zuständige Behörde zunächst größere Wassermassen wieder über den Hauptabfluss des Staudamms ab. Der beschädigte Kanal war erst in der vergangenen Woche zum Einsatz gekommen, zum ersten Mal in der Geschichte des 48 Jahre alten Staudamms. Er sollte eigentlich den Hauptabfluss entlasten, der ebenfalls Schäden aufwies. Der 235 Meter hohe und rund 2.300 Meter lange Damm staut den Oroville-See auf und dient der Stromgewinnung. Teile Kaliforniens hatten in den zurückliegenden Tagen wegen heftiger Regenfälle unter Wasser gestanden. Bewohner wurden aus ihren Häusern gerettet, nachdem der Fluss San Lorenzo über die Ufer getreten war. Die Wassermassen überraschten den Bundesstaat nach Jahren der Dürre.

+++ 7.43 Uhr: Buschbrände in Australien geraten außer Kontrolle +++

Bei sengender Hitze sind mehrere Buschbrände im Südosten Australiens außer Kontrolle geraten. Die Flammen zerstörten im Bundesstaat New South Wales zahlreiche Häuser, Landwirte verloren ganze Viehherden. Ein kleines Dorf etwa 350 Kilometer nordwestlich von Sydney brannte fast vollständig nieder, wie die lokale Feuerwehr am Montag mitteilte. In der Gegend herrschen Temperaturen um 45 Grad Celsius. Vielerorts sei noch heißere und extrem trockene Luft in den Rauchschwaden der Buschfeuer elektrostatisch aufgeladen. Dadurch hätten sich mehrere Gewitter entwickelt, hieß es. Zahlreiche Blitze seien durch den Rauch gezuckt.

Den Angaben nach kämpfen seit Freitag bis zu 2500 Feuerwehrleute gegen die Flammen. Am Montag wüteten noch bis zu 70 Brände, 26 seien noch immer nicht eingedämmt. Die Einsatzkräfte hofften auf sinkende Temperaturen zum Wochenstart, um die Brände in den Griff zu bekommen.

+++ 7.02 Uhr: Sieben Verletzte bei Massenkarambolage auf A1 +++

Bei einer Massenkarambolage auf der Autobahn 1 sind am Sonntagabend sieben Menschen verletzt worden, mindestens einer von ihnen schwer. Ein mit Holzbrettern beladener Autoanhänger geriet aus zunächst ungeklärter Ursache an der Anschlussstelle Remscheid in Richtung Köln ins Schleudern und verlor einen großen Teil seiner Ladung, wie die Polizei mitteilte. Mindestens 20 nachfolgende Fahrzeuge konnten nicht mehr ausweichen und fuhren auf die Bretter beziehungsweise den Anhänger. Sieben Menschen wurden in aufeinanderprallenden Autos verletzt. Die A1 zwischen Remscheid und Wermelskirchen musste laut Polizei für fünf Stunden gesperrt werden, der nachfolgende Verkehr wurde umgeleitet.

+++ 5.36 Uhr: Zypries fordert von Bundesländern zügigen Netzausbau +++

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) hat die Länder zu einem schnellen Ausbau der Stromnetze aufgefordert. "Ich denke, es ist an der Zeit, dass die Länder Tempo geben", sagte Zypries den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montagsausgabe). "Wir brauchen schnelle Fortschritte beim Netzausbau, damit wir den Strom dahin transportieren können, wo er gebraucht wird", sagte die Ministerin.

Trotz einiger Engpässe bei der Versorgung während der Wintermonate hält Zypries die Stromversorgung in Deutschland jedoch für "zuverlässig und sicher". Weil viel Strom verkauft wurde, seien auch Kraftwerke angesprungen, die sonst selten eingesetzt werden, sagte sie. "Es war aber zu jeder Zeit mehr als genügend Kraftwerkskapazität verfügbar", betonte Zypries. Von einer kritischen Situation könne also überhaupt nicht die Rede sein.

+++ 4.57 Uhr: Umfrage: Nicht-Wähler verantwortlich für Hoch der SPD +++

Nicht-Wähler, die zurück an die Wahlurne kommen, könnten zur entscheidenden Größe bei den kommenden Bundestagswahlen im September werden. Das geht aus jüngsten Insa-Umfragen für die "Bild"-Zeitung hervor. Demnach war jeder fünfte aktuelle SPD-Unterstützer 2013 noch Nicht-Wähler, aber nur jeder zehnte aktuelle Unionswähler ging 2013 nicht zur Wahl.

Erhielt die AfD bei den Landtagswahlen im vergangenen Jahr den größten Zulauf aus dem Lager der Nicht-Wähler, so ging deren Anteil bei den aktuellen AfD-Unterstützern in den vergangenen zwei Wochen um etwa 40 Prozent zurück, wie es in dem Bericht weiter heißt. 

+++ 4.19 Uhr: Tausende Mexikaner demonstrieren gegen Trump +++

Tausende Mexikaner sind gestern gegen US-Präsident Trump und seine Pläne zum Bau einer Grenzmauer auf die Straße gegangen. In Mexiko-Stadt marschierten Demonstranten in einem Meer von rot-weiß-grünen mexikanischen Flaggen durchs Stadtzentrum. Auch in rund 20 weiteren Städten im ganzen Land gab es Proteste. Dazu aufgerufen hatte ein breites Bündnis von Universitäten, Wirtschaftsverbänden und gesellschaftlichen Organisationen. Seit Trumps Amtsantritt haben die Beziehungen zwischen den USA und Mexiko einen Tiefpunkt erreicht. Der neue US-Präsident hatte als eine seiner ersten Amtshandlungen im Januar per Dekret den Bau einer Mauer entlang der 3200 Kilometer langen Grenze zu Mexiko angeordnet. Er will die Kosten für die Mauer der mexikanischen Regierung aufbürden. Mexiko lehnt das ab.

+++ 3.42 Uhr: Schwere Kämpfe im Kongo: Mindestens 90 Tote +++

Bei Kämpfen zwischen Rebellen und Sicherheitskräften sind im Kongo innerhalb von zwei Tagen mindestens 90 Menschen getötet worden. Wie das örtliche Rote Kreuz berichtete, kam es am Donnerstag und Freitag in der Stadt Tshimbulu in der Provinz Kasai zu den Auseinandersetzungen. Die Friedensmission der Vereinten Nationen im Kongo (Monusco) teilte mit, es habe bis Freitagabend rund 50 Tote gegeben. Man sei wegen der von den Rebellen begangenen Gräueltaten und auch über die Rekrutierung von Kindersoldaten besorgt. Darüber hinaus sei man aber auch besorgt wegen des unverhältnismäßigen Einsatzes von Gewalt durch das Militär.

Seit der Anführer der Rebellen, Kamwina Nsapu, im August durch die Polizei getötet worden war, kommt es in dem Land immer wieder sporadisch zu Gewaltausbrüchen. Rebellen versuchen, seinen Tod zu rächen. Sie kämpfen gegen die ihrer Ansicht nach "ungerechte politische Herrschaft" in der zentralkongolesischen Provinz Kasai.

+++ 2.23 Uhr: USA, Japan und Südkorea fordern Treffen des UN-Sicherheitsrats zu Nordkorea +++

Nach dem neuerlichen nordkoreanischen Raketentest haben die USA, Japan und Südkorea eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates gefordert. Das Gremium werde voraussichtlich am Montagnachmittag (Ortszeit) zusammenkommen und beraten, sagte ein Vertreter der US-Botschaft bei den Vereinten Nationen am Sonntag.

Zuvor hatte Pjöngjang den Test einer Rakete vom Typ Pukgukson-2 als Erfolg bezeichnet, wie die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA berichtete. Das Geschoss wurde nach Angaben der südkoreanischen Regierung am Sonntagmorgen von einem Stützpunkt im Westen des Landes ins Japanische Meer abgefeuert. Es war der erste Abschuss einer nordkoreanischen Rakete seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump. Trump, Japans Regierungschef Shinzo Abe und Südkoreas amtierender Präsident Hwang Kyo Ahn verurteilten den Raketentest scharf.


+++ 1.12 Uhr: Erneut protestieren zehntausende Rumänen gegen Regierung +++

Die Proteste gegen die Regierung in Rumänien reißen nicht ab: Trotz eisiger Kälte haben am Sonntag laut Medienberichten in Bukarest erneut bis zu 50.000 Menschen demonstriert. "Diebe" und "Rücktritt" rief die Menge vor dem Regierungssitz in der rumänischen Hauptstadt. Einem Aufruf in den sozialen Netzwerken folgend hielten Tausende ihre leuchtenden Handy-Bildschirme gegen farbiges Papier und bildeten so eine riesige rumänische Flagge.

Vereinzelt wurden Transparente mit der Aufschrift "Stopp Korruption. Kampf für Demokratie" hochgehalten. Auf ein Gebäude wurde in großen Buchstaben der Slogan "Widerstand leisten" projiziert. Es war der 13. Protesttag in Folge. Die Behörden gaben keine Teilnehmerzahlen bekannt.

+++ 0.44 Uhr: Moskau befürchtet weitere Zerstörungen in Palmyra durch IS +++

Die Terrormiliz Islamischer Staat will nach Einschätzung Russlands weitere antike Stätten in der syrischen Oasenstadt Palmyra zerstören. Der IS plane die Lieferung von Sprengstoff, um architektonischen Sehenswürdigkeiten größtmögliche Schäden zuzufügen, berichtete die Agentur Tass unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium. Beim Vormarsch der syrischen Regierungstruppen Richtung Palmyra hätten russische Drohnen entdeckt, dass sich zunehmend Lastwagen der Terroristen in der Gegend von Palmyra in Bewegung gesetzt hätten. 

Das deute auf Pläne hin, Sprengstoff in die Stadt zu bringen, um so viele Sehenswürdigkeiten wie möglich zu zerstören, bevor der IS die Stadt verlasse, hieß es weiter. IS-Extremisten hatten Palmyra erstmals im Mai 2015 erobert und in den folgenden Monaten historische Bauwerke aus der Zeit vor rund 2000 Jahren zerstört. Im März 2016 konnten syrische Regierungstruppen die Stadt mit russischer Luftunterstützung wieder unter ihre Kontrolle bringen, im Dezember eroberte der IS Palmyra jedoch erneut. Satellitenfotos hatten Zerstörungen am Amphitheater von Palmyra gezeigt, zudem liegt das Tetrapylon - ein typisches Monument der römischen Architektur - in Trümmern. Palmyra zählt seit 1980 zum Unesco-Weltkulturerbe.

amt/mad/DPA/AFP

Wissenscommunity