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+++ Ticker +++

US-Luftwaffe greift syrischen Militär-Konvoi aus der Luft an

F-22 Raptor

Hinweise auf rechtes Netzwerk an Münchner Bundeswehr-Uni +++ In New York rast ein Auto in Menschenmenge +++ Erdogan will Ausnahmezustand beibehalten +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Die Nachrichten des Tages im -News-Ticker:

+++ 22.08 Uhr: Bundestag beschließt weitere Verschärfung des Asylrechts +++

Abschiebehaft, Fußfessel und Handy-Durchsuchung bei Flüchtlingen: Die Regeln für Abschiebungen und den Umgang mit Asylbewerbern werden erneut verschärft. Der Bundestag beschloss dazu am späten Donnerstagabend einen umstrittenen Gesetzentwurf der Bundesregierung. Innenminister Thomas de Maizière (CDU) verteidigte die erneuten Verschärfungen. Menschenrechtsorganisationen, Sozialverbände und die Opposition rügten diese dagegen heftig und sprachen von einem Angriff auf die Grundrechte von Schutzsuchenden.

Die Bundesregierung hatte in den vergangenen Monaten zahlreiche Asylrechtsverschärfungen auf den Weg gebracht - und Regeln, um die Abschiebung abgelehnter Asylbewerber zu erleichtern. De Maizière bezeichnete das nun beschlossene als "Schlusspunkt in dieser Legislaturperiode bei der Schärfung des Asylrechts".

+++ 21.29 Uhr: Hinweise auf rechtes Netzwerk an Münchner Bundeswehr-Uni +++

An der Bundeswehr-Universität in München gibt es einem Pressebericht zufolge womöglich seit Jahren ein rechtsextremes Netzwerk. Die "Süddeutsche Zeitung" (Freitagsausgabe) berichtet unter Berufung auf eigene Recherchen, es gebe zahlreiche Verbindungen zwischen Studenten und Absolventen der Universität zur rechtsextremen sogenannten Identitären Verbindung, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Unter Berufung auf den Verteidigungsausschuss des Bundestages heißt es weiter, derzeit überprüfe der Militärische Abschirmdienst (MAD) vier Studenten der Bundeswehr-Universität wegen des Verdachts auf Rechtsextremismus. 

+++ 21.11 Uhr: Sechsjähriger in USA von Autodieben entführt und getötet +++

 Ein sechsjähriger Junge ist im US-Bundesstaat Mississippi von Autodieben entführt und getötet worden. Das bestätigte die Polizei der Stadt Jackson am Donnerstag auf Twitter. Der Lokalzeitung "Clarion Ledger" zufolge hatte die Mutter des Jungen ihr Auto mit laufendem Motor vor einem Supermarkt abgestellt. Der Sechsjährige soll im Wagen geschlafen haben, als die Mutter gegen 1.15 Uhr morgens den Laden betrat. Zwei Männer seien dann mit einem anderen Wagen auf den Parkplatz gekommen, einer der beiden habe sich in das Auto mit dem schlafenden Jungen gesetzt und sei davongefahren, berichtete der Sender weiter.

Am Morgen wurde der gestohlene Wagen im mehrere Kilometer entfernten Hinds County entdeckt - mit dem Sechsjährigen tot auf dem Rücksitz, wie die Polizei von Jackson auf Twitter mitteilte. Laut "Clarion Ledger" wurde er erschossen. Einer der beiden Tatverdächtigen wurde dem Bericht zufolge festgenommen.

+++ 21.05 Uhr: US-Militär greift syrische Regierungseinheit aus der Luft an +++

Das US-Militär hat im Süden Syriens eine Einheit von Regierungstruppen aus der Luft angegriffen. Das bestätigten Pentagonkreise. In einer Mitteilung der US-geführten Anti-IS-Koalition hieß es, man habe "regimefreundliche Kräfte"
angegriffen. Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete, die Angriffe hätten sich gegen Regierungstruppen und mit ihnen verbündete Milizen gerichtet.

+++ 20.48 Uhr: Jena und Bernburg an der Saale heißeste Orte Deutschlands +++

Jena und Bernburg an der Saale haben am Donnerstag die 30-Grad-Marke geknackt und waren damit die heißesten Orte in Deutschland. Im thüringischen Jena wurden nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes 30,9 Grad und in Bernburg in Sachsen-Anhalt 30,2 Grad gemessen. An dritter Stelle lag Seehausen in Sachsen-Anhalt mit 29,9 Grad. Der Spitzenreiter vom Vortag erlebte einen heftigen Temperatursturz: In Geilenkirchen bei Aachen seien nach 31,1 Grad am Mittwoch tags darauf nur noch 19,5 Grad gemessen worden, sagte ein Meteorologe des Wetterdienstes.

+++ 20.12 Uhr: Hummels, Alaba und Kimmich spielen bei "Fack Ju Göhte 3" mit +++

Die FC-Bayern-Stars Mats Hummels (28), David Alaba (24) und Joshua Kimmich (22) spielen im dritten und letzten Teil des Kinoerfolgs "Fack Ju Göhte" mit. Fotos auf Instagram mit dem Hashtag #finalfack zeigen die Fußballer am Set unter anderem mit Jella Haase (24), die in dem Dreiteiler von Bora Dagtekin die Schülerin Chantal spielt. "Wie groß die Rolle ist, soll bis zum Filmstart am 26. Oktober eine Überraschung bleiben", teilte eine Sprecherin der Produktionsfirma Constantin Film mit. 

+++ 20.09 Uhr: Randale vor dem griechischen Parlament +++

 Randalierer haben am Donnerstagabend eine friedliche Demonstration vor dem Parlament in Athen ins Chaos gestürzt. Sie schleuderten Böller und Brandflaschen auf die Polizei. Die Beamten setzten Tränengas und Blendgranaten ein, um die Angreifer auseinanderzutreiben. Viele Demonstranten flüchteten vom Platz vor dem Parlament. Die Lage beruhigte sich anschließend, wie das Fernsehen zeigte. Im Parlament fand am zeitgleich eine Debatte über ein neues, knapp fünf Milliarden Euro schweres Sparprogramm statt.

+++ 18.22 Uhr: Auto rast in New York in Menschenmenge +++

Am New Yorker Times Square ist am Donnerstag ein Auto in eine Menschenmenge gerast und hat mindestens einen Menschen getötet. Nach einer ersten Bilanz der Feuerwehr gab es zudem zwölf Verletzte. Ein Polizeisprecher sagte, es sehe eher nach einem Unfall aus. Zahlreiche Rettungswagen sowie Fahrzeuge von Polizei und Feuerwehr waren im Einsatz. Nach Angaben der Polizei wurde der 26 Jahre alte Fahrer des Wagens in Gewahrsam genommen.


+++ 18.02 Uhr: Erdogan will Ausnahmezustand beibehalten +++

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan will den Ausnahmezustand beibehalten, bis "Frieden und Wohlstand" in der Türkei erreicht sind. Bis dahin seien noch viele Schritte nötig, sagte er am Donnerstag in Istanbul vor Geschäftsleuten. Beschwerden, dass die Maßnahmen unter dem Ausnahmezustand die Wirtschaft beeinträchtigten, verstehe er nicht.Der Ausnahmezustand war nach dem Putschversuch vom 15. Juli 2016 ausgerufen und mehrmals verlängert worden. Er läuft im Juli aus, wenn er nicht um ein weiteres Mal verlängert wird.  

+++ 17.52 Uhr: 20 Niederländer wegen Bedrohung von schwarzer Politikerin verurteilt +++

Wegen rassistischer verbaler Attacken auf eine schwarze Politikerin sind in den Niederlanden 20 Personen verurteilt worden. Ein Gericht in Amsterdam verhängte am Donnerstag Geldbußen bis zu 450 Euro und alternative Arbeitsstrafen. Die Angeklagten hatten die Politikerin Sylvana Simons (46) vor allem auf Facebook und Twitter beleidigt, beschimpft und bedroht. Der Fall hatte Empörung ausgelöst. 

+++ 16.33 Uhr: Frauke Petry bringt Sohn Ferdinand zur Welt  +++

AfD-Chefin Frauke Petry (41) hat in Leipzig einen Sohn zur Welt gebracht. Die stellvertretende Parteivorsitzende Beatrix von Storch sandte ihr über den Kurznachrichtendienst Twitter am Donnerstag Glückwünsche "zur Geburt ihres Sohnes Ferdinand". Petry ist mit dem nordrhein-westfälischen AfD-Landeschef Marcus Pretzell verheiratet. Beide haben jeweils vier Kinder aus erster Ehe.


+++ 16.30 Uhr: Querelen in Schleswig-Holsteins SPD um Landeschef Stegner +++

Nach der verlorenen Landtagswahl gerät Schleswig-Holsteins SPD-Chef Ralf Stegner in seiner Partei weiter unter Druck. In einem offenen Brief legten Parteifunktionäre aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg dem Partei- und Fraktionsvorsitzenden den Rücktritt nahe. In dem Schreiben wiesen sie darauf hin, dass auch Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in NRW und Regierungschef Torsten Albig in Kiel nach den SPD-Wahlniederlagen Verantwortung übernommen und ihren Rücktritt erklärt hätten.

"Wir bedauern, dass der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und unser Landesvorsitzender Ralf Stegner dieses Verantwortungsbewusstsein als maßgeblich Verantwortlicher für die Kampagne und das Programm vermissen lässt", heißt es in dem Brief. "Ein unbeirrtes Festklammern an Posten bei gleichzeitiger Aufnahme von Koalitionsverhandlungen ist für uns ohne interne Erneuerung nur schwer nachvollziehbar."

Zugleich erneuerte der frühere SPD-Landesvize und Ex-Innenminister Andreas Breitner seine Rücktrittsforderung. In den "Kieler Nachrichten" nannte er gleich sechs potenzielle Nachfolger für Stegner als SPD-Landeschef.

+++ 16.20 Uhr: Schulz schlägt nationalen Bildungspakt mit Milliardeninvestitionen vor +++

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat einen nationalen Bildungspakt mit Milliardeninvestitionen in Schulen und mehr Zuständigkeiten für den Bund vorgeschlagen. "Ich will, dass Deutschland das weltweit stärkste Land in der Bildung wird", sagte Schulz am in Berlin. Bildungspolitik sei "die entscheidende Weichenstellung", um die Zukunftsfähigkeit der Bundesrepublik zu sichern.

Schulz sagte, dass Deutschland bei den Bildungsausgaben mit 4,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes unterhalb des Durchschnitts der Staaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) liege. Alleine um den OECD-Schnitt von 5,2 Prozent zu erreichen, seien Mehrausgaben von um die zehn Milliarden Euro jährlich notwendig. Sein Ziel sei, "mindestens" auf das Niveau der skandinavischen Länder von knapp sieben Prozent zu kommen.

+++ 16.15 Uhr: Kartellamt versenkt Korvettenpläne der Bundeswehr +++

Die geplante Anschaffung von fünf Korvetten für die deutsche Marine ist nach Ansicht des Bundeskartellamtes nicht zulässig. Der Auftrag der Bundeswehr verstoße gegen das Vergaberecht, teilte die Behörde mit. "Auch für Militärausrüstung gilt der Grundsatz, dass diese im Wettbewerb zu beschaffen ist", teilte Präsident Andreas Mundt mit.

Das Verteidigungsministerium hatte auf eine Ausschreibung verzichtet, weil es sich bei dem Auftrag um Nachbestellungen handele. Die Kieler Werft German Naval Yards hatte sich beim Kartellamt beschwert, dass keine anderen Unternehmen bei der Vergabe beteiligt wurden.

Bauen sollten die Korvetten eigentlich die Werften Lürssen und Thyssenkrupp Marine Systems - für mindestens 1,5 Milliarden Euro. Die beiden Werften hatten bereits 2008 bis 2013 fünf Korvetten gebaut.

Das Kartellamt vertrat die Ansicht, dass kein hinreichender Nachweis dafür erbracht worden sei, dass nur der bisherige Auftragnehmer den Nachbau innerhalb der einzuhaltenden Zeit leisten kann. Das Ministerium hat zwei Wochen Zeit, den Beschluss anzufechten. Nächste und letzte Instanz wäre das Oberlandesgericht Düsseldorf.

+++ 16.12 Uhr: Schlafender Richter ist "geistig abwesend" +++

Wer schläft, ist "geistig abwesend". Dies gilt auch für Richter und kann zur Ungültigkeit eines Urteils führen, wie ein veröffentlichter Beschluss des Bundessozialgerichts (BSG) in Kassel zeigt. Es hob damit ein Urteil des Landessozialgerichts (LSG) Baden-Württemberg auf. Wegen eines schlafenden Richters sei dort die Richterbank nicht ordentlich besetzt gewesen.

+++ 16.03 Uhr: Riesenpandas Mengmeng und Jiao Qing ziehen nach Berlin +++

Die Bewohner des neuen Panda-Geheges im Zoo Berlin stehen fest: Sie heißen Mengmeng und Jiao Qing und kommen aus einem Panda-Reservat in China. Das bestätigte Zoo-Direktor Andreas Knieriem, nachdem die "Welt" darüber berichtet hatte. Er habe das Weibchen Mengmeng und das Männchen Jiao Qing schon vor einiger Zeit gemeinsam mit dem Panda-Reservat Chengdu, in dem die Bären leben, ausgesucht. Die beiden Tiere seien sich noch nicht begegnet und würden auch in Berlin die meiste Zeit des Jahres getrennt voneinander leben.

+++ 15.22 Uhr: Streit um Behandlung von Papagei Paul - Besitzer verurteilt +++

Ein Streit um die Behandlung seines Papageis hat einem Mann aus Duisburg eine Verurteilung wegen Beleidigung eingebracht. Vor dem Amtsgericht in Düsseldorf schilderte der 53 Jahre alte Hausmeister, der Tierarzt habe im Oktober 2016 den Papagei aus seiner Sicht falsch behandelt. Dass dem Vogel namens Paul Pilzmittel verabreicht worden sei, habe er nicht gewollt und dann auch das Geld zurückhaben wollen.

An das Streitgespräch erinnerte sich der 48 Jahre alte Tierarzt als Zeuge: Der Angeklagte habe sich zehn Zentimeter entfernt vor ihm aufgebaut und gesagt, er sei "zu blöd, um eine richtige Diagnose zu stellen". Er habe auch gedroht, ihn fertigzumachen, sagte der Zeuge. Zwei Tage später war der Angeklagte wie angedroht mit einem Protestplakat vor der Praxis aufgetaucht. Der angeklagte Tierbesitzer wurde wegen versuchter Nötigung und Beleidigung verurteilt und muss 600 Euro Strafe zahlen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Der Vogelfreund hatte seinen Papagei zu einem anderen Tierarzt gebracht. Der habe bei Paul eine Gehirnerschütterung festgestellt, das Tier starb 14 Tage später.

+++ 15.17 Uhr: Generalkonsul besucht Deniz Yücel erneut in Istanbuler U-Haft +++

Der deutsche Generalkonsul in Istanbul hat den "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel zum zweiten Mal in Untersuchungshaft besucht. "Es ist gut, das der deutsche Generalkonsul Georg Birgelen heute Deniz Yücel über eine Stunde lang in der Haft besuchen und ein längeres Gespräch mit ihm führen konnte", hieß es aus dem Generalkonsulat in Istanbul. "Er konnte sich einen Eindruck von den Haftbedingungen und dem Gesundheitszustand machen", hieß es. Details nannte das Generalkonsulat nicht. Bereits Anfang April hatte Birgelen den deutsch-türkischen Journalisten im Gefängnis Silivri westlich von Istanbul besucht.

Yücel war am 27. Februar verhaftet worden, davor befand er sich zwei Wochen in Polizeigewahrsam. Ihm werden Volksverhetzung und Terrorpropaganda für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK und die Gülen-Bewegung vorgeworfen. Ankara macht die Bewegung um den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen für den Putschversuch vom 15. Juli 2016 verantwortlich. Das Auswärtige Amt hatte die Besuchserlaubnis für Yücel begrüßt, aber auch gefordert, den Journalisten freizulassen.

Die Übersetzerin Mesale Tolu Corlu, die Anfang Mai wegen Terrorvorwürfen verhaftet wurde, erhielt bislang noch keine konsularische Betreuung, obwohl die Bundesregierung Zugang gefordert hatte. Anders als Yücel, der einen deutschen und einen türkischen Pass besitzt, hat Tolu nur die deutsche Staatsangehörigkeit.

+++ 14.49 Uhr: Mehr als 20.000 Handtaschen-Plagiate in Hessen entdeckt +++

Mehr als 20.000 gefälschte Marken-Handtaschen haben Ermittler in Hessen entdeckt. Um die rund 500 Kartons mit Plagiaten unterzubringen, musste sogar eigens eine Lagerhalle angemietet werden, wie die Polizei in Offenbach am Donnerstag mitteilte. Auf die Spur gekommen waren die Ermittler den Fälschern bereits Mitte März. In den Geschäftsräumen der Firma fanden die Beamten bei einer Durchsuchung zunächst eine Vielzahl gefälschter Designer-Handtaschen, aber auch einen Mietvertrag für eine Lagerhalle in Dreieich. In der 650 Quadratmeter großen Halle entdeckten sie dann insgesamt 6500 Kartons mit Handtaschen. In tagelanger Kleinarbeit stellten die Beamten fest, dass es sich bei 20.914 Handtaschen um Plagiate handelte. Sie waren in 502 riesigen Kartons verpackt. Anfang Mai wurden diese schließlich an zwei Tagen mit drei Lastwagen der Bereitschaftspolizei in die angemietete Halle gebracht.

+++ 14.21 Uhr: US-Polizistin nach tödlichem Schuss auf unbewaffneten Schwarzen freigesprochen +++

Ein US-Gericht in Tusla im Bundesstaat Oklahoma hat eine wegen eines tödlichen Schusses auf einen unbewaffneten Schwarzen angeklagte weiße Polizistin freigesprochen. Wie der örtliche Fernsehsender KFOR-TV berichtete, beriet die Jury neun Stunden lang, bevor ihr Urteil feststand. Betty S. hatte den 40-jährigen Terence C. erschossen, der nach einer Panne mit seinem Auto in Tulsa liegengeblieben war. Sie war wegen Totschlags angeklagt.

Laut Staatsanwaltschaft machte das Opfer keine aggressiven Bewegungen. Die Verteidigung der Polizistin argumentierte dagegen, C. habe Anweisungen missachtet. Die Angeklagte sagte aus, sie habe gedacht, dass dieser zu einer Waffe in seinem Wagen greifen würde. Die offiziellen Untersuchungen ergaben später jedoch, dass er keine Waffe besaß. Auf den Aufnahmen einer in einem Auto angebrachten sogenannte Dashboard-Kamera war zu sehen, wie C. mit erhobenen Händen am Auto lehnt. Dann traf ihn ein Schuss in die Brust.

+++ 13.33 Uhr: 26-jähriger Bergsteiger bei Sturz von Sicherungsseil tot gedrückt +++

Ein Sicherungsseil hat einen 26-jährigen Bergsteiger in den französischen Alpen nicht vor dem Tod bewahrt, sondern ihn erdrückt. Der junge Südkoreaner sei beim Aufstieg am Mont-Blanc-Massiv in eine Erdspalte gestürzt, teilten die Rettungskräfte mit. Das um seine Brust gelegte Sicherungsseil habe ihn dabei erdrückt, erklärte die Bergwacht von Chamonix und sprach von einem "Sicherheitsfehler".

Das Unglück ereignete sich in einer Höhe von etwa 4000 Metern. Das Sicherungsseil war von einem zweiten jungen südkoreanischen Bergsteiger genutzt worden. Dieser verständigte die Rettungskräfte, die vergeblich versuchten, das Unglücksopfer zu reanimieren.

+++ 13.25 Uhr: Berliner Polizei erwischt Autofahrer zum 42. Mal ohne Führerschein +++

Die Polizei in Berlin hat einen 43-jährigen Mann zum 42. Mal beim Fahren ohne Führerschein erwischt. Der Mann habe wegen der vielen vorherigen Vergehen bereits zwei Haftstrafen verbüßt, teilten die Beamten in der Hauptstadt mit. Am Mittwoch fiel der Wagen des Manns der Polizei an einer Ausfahrt der Stadtautobahn auf, weil das Kennzeichen keine TÜV-Plakette aufwies. Der Fahrer musste sein Auto umgehend stehen lassen. Er sieht nun erneut einem Strafverfahren entgegen.

+++ 12.55 Uhr: Mann in Taiwan enthauptet seine psychisch kranke Schwester +++

In Taiwan hat ein Mann auf offener Straße seine psychisch kranke Schwester enthauptet. Der 54-Jährige habe die Tat vor der gemeinsamen Wohnung in der südtaiwanischen Stadt Kaohsiung mit einem Küchenmesser begangen, teilte die Polizei mit.

Ein Augenzeuge sagte einem örtlichen Fernsehsender, obwohl die Schwester sich niedergekniet und um ihr Leben gebettelt habe, habe sich der Mann nicht von seiner Tat abbringen lassen. Die entsetzten Nachbarn hätten geschrien.

Der Täter hatte laut Polizei mit seiner zwei Jahre jüngeren Schwester zusammengelebt und die psychisch kranke Frau jahrelang betreut. Am Morgen der Tat sollte sie eigentlich ins Krankenhaus. Weil sie sich jedoch weigerte, gerieten die Geschwister in Streit.

+++ 12.39 Uhr: Weitere Mitglieder der "Oldschool Society" in Dresden angeklagt +++

Nach dem Münchner Prozess gegen vier Führungsmitglieder der rechtsextremen Terrorgruppe "Oldschool Society" (OSS) sollen sich zwei weitere Männer in Dresden vor Gericht verantworten. Die Bundesanwaltschaft hat einen 41-Jährigen und einen 29-Jährigen dort angeklagt, wie in Karlsruhe mitgeteilt wurde. Die Wohnungen beider Männer waren bei der Zerschlagung der Gruppe im Mai 2015 durchsucht worden, sie blieben aber auf freiem Fuß.

Die "OSS"-Mitglieder sollen sich in einem Chat radikalisiert und schließlich Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte geplant haben. Die Gruppe flog auf, bevor sie ihre Pläne in die Tat umsetzen konnte.

Vier Mitglieder hatte das Oberlandesgericht München Mitte März zu Haftstrafen zwischen drei und fünf Jahren verurteilt

+++ 12.36 Uhr: Studie: Frauen werden bei Suche nach Ausbildungsplatz benachteiligt +++

Bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz haben Frauen laut einer Studie schlechtere Chancen als ihre männlichen Mitwerber, auch wenn sie die gleichen Voraussetzungen mitbringen. Ihre Bewerbungen werden etwa bei gleichem Notendurchschnitt oder gleichen praktischen Erfahrungen schlechter eingestuft, wie eine vom Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) veröffentlichte Studie ergab.

Besonders benachteiligt werden Frauen laut WZB, wenn sie sich für Ausbildungen in männerdominierten Branchen bewerben. Dies gilt demnach etwa für technische Berufe wie Mechatroniker. Dagegen hätten Männer, die sich für Ausbildungsberufe mit hohem Frauenanteil bewerben, keine Nachteile.

+++ 12.28 Uhr: EU-Parlament macht Weg frei für Nutzung von Streaming-Abos im Ausland +++

In wenigen Monaten werden Verbraucher Abos für Streaming-Dienste wie Netflix im Ausland genauso nutzen können wie daheim. Das EU-Parlament billigte in Straßburg die dafür nötige Gesetzesänderung.

Bisher verhinderten die Dienste den Zugriff häufig, weil ihnen die Rechte fehlen, um die Inhalte auch im Ausland anbieten zu können. Am Urheberrecht ändert die neue Verordnung nichts. Wenn jemand im EU-Ausland sein Abo für Serien, Filme, Musik oder Videospiele nutzen will, wird stattdessen künftig so getan, als ob er von zu Hause aus zugreift. Zusatzgebühren darf es nicht geben.

Die neuen Regeln gelten allerdings nur für "vorübergehende" Auslandsaufenthalte - etwa einen Urlaub oder ein Auslandssemester. Die Anbieter müssen deshalb prüfen, wo Kunden ihren Wohnsitz haben.

Die Mitgliedstaaten müssen der Reform, die ab Anfang 2018 gelten soll, noch offiziell zustimmen, was aber nur noch eine Formsache ist.

+++ 12.28 Uhr: Fast jeder Vierte in Deutschland ist fettleibig +++

Fast jeder vierte Erwachsene in Deutschland ist fettleibig. Der Anteil der Menschen mit einem Body-Mass-Index von mehr als 30 beträgt hierzulande 23,6 Prozent, wie aus veröffentlichten Zahlen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervorgeht. Deutlich mehr Fettleibige als in Deutschland gibt es demnach in den USA und in Mexiko, deutlich weniger in Japan und in Korea.

Die Berechnungsformel für den Body-Mass-Index (BMI) lautet: Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Metern. Als fettleibig gilt, wer einen BMI von über 30 aufweist. Bei einem BMI von 25 bis 30 spricht man von Übergewicht.

Auch bei Jugendlichen sind Übergewicht und Fettleibigkeit ein wachsendes Problem. So wuchs in den 29 OECD-Ländern, für die diese Daten vorliegen, der Anteil übergewichtiger 15-Jähriger zwischen 2001/2002 und 2013/2014 von zwölf auf 15,5 Prozent.

Deutschland liegt hier ungefähr im OECD-Schnitt, der Anteil Übergewichtiger wächst aber schneller: Er stieg im gleichen Zeitraum von elf auf 16 Prozent.


+++ 11.40 Uhr: Fußballspiel in Schweden nach Bestechungsversuch verschoben +++

Der schwedische Fußballverband hat ein Spiel in der höchsten Liga des Landes wegen einer versuchten Spielmanipulation verschoben. Ein Verdächtiger habe einem Spieler des Stockholmer Vereins AIK Solna vor der Partie gegen den IFK Göteborg "eine große Summe Geld" dafür geboten, schlecht zu spielen, teilte der Verband mit.

"Das ist ein sehr ernster Angriff auf den schwedischen Fußball, und das werden wir nie, nie akzeptieren", sagte der Generalsekretär des Verbands, Håkan Sjöstrand. Die Vereine unterstützten die Entscheidung. Wann das Spiel nachgeholt wird, steht noch nicht fest.

+++ 11.38 Uhr: Erwischt! Psychiater wollte Beate Zschäpe Pralinen bringen +++

Keine Pralinen für Beate Zschäpe: Der Psychiater Joachim Bauer ist damit gescheitert, der mutmaßlichen Rechtsterroristin Süßes mit in die U-Haft zu bringen. Die Einlasskontrolle der Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim habe Bauer bei einem Besuch mit einer Schachtel Pralinen gestoppt, berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf eine Aktennotiz einer Justizbediensteten.

In der Notiz beschreibe die Mitarbeiterin, wie der Psychiater an der Sicherheitsschleuse "unter dem ausgehändigten Begleitschein und der dazugehörigen Kontrollkarte" noch etwas in den Händen hielt. Auf Nachfragen habe er eine Schachtel Pralinen gezeigt und bejaht, dass er diese Zschäpe mitbringen wolle. Nachdem die Bedienstete ihn darauf hingewiesen habe, dass das nicht erlaubt sei, habe Bauer die Pralinen weggeschlossen. Der Vorfall in der JVA ereignete sich demnach einen Tag nach Bauers erstem Auftritt im NSU-Prozess vor zwei Wochen. Heute soll der Psychiater Fragen zu seinem Gutachten über Zschäpe beantworten.

+++ 11.19 Uhr: Unfall oder einen Angriff? Explosionen in kolumbianischer Werft +++

Bei mehreren Explosionen in einer Schiffswerft in Kolumbien sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen und 23 weitere verletzt worden. Im Hafen von Cartagena an der Karibikküste habe es am Mittwoch (Ortszeit) insgesamt drei Explosionen gegeben, davon "zwei an einem Ort", sagte eine Feuerwehrsprecherin. Aus Polizeikreisen hieß es, nun werde untersucht, ob es sich um einen "Unfall oder einen Angriff" gehandelt habe.

Nach Angaben der Feuerwehrsprecherin ereigneten sich zwei Explosionen bei dem US-Schiffsbauer Astivik und eine weitere bei der kolumbianischen Firma Cotecmar. Die Feuerwehr habe die Brände gelöscht, die durch die Explosionen ausgelöst worden seien.

+++ 11.10 Uhr: Assad-Cousin scheitert mit Klage gegen Sanktionen +++

Ein Cousin von Syriens Präsident Baschar al-Assad ist mit einer Klage gegen EU-Sanktionen gescheitert. Das Gericht der Europäischen Union entschied, dass in der EU vorhandene Gelder und Vermögenswerte von Rami Machluf eingefroren bleiben dürfen. Der Verwaltungsratschef des führenden syrischen Mobilfunkbetreibers Syriatel habe in dem Verfahren nicht nachgewiesen, keine Verbindungen zum herrschenden Assad-Regime zu unterhalten, begründeten die Richter ihre Entscheidung.

Mit Strafmaßnahmen wie Vermögenssperren und Einreiseverboten sanktioniert die EU seit 2011 Personen, die ihrer Meinung nach eine Mitverantwortung an dem Bürgerkrieg in Syrien tragen. Zuletzt waren rund 240 Syrer betroffen. Zu den eingefrorenen Vermögen macht die EU keine Angaben.

+++ 11.05 Uhr: 19-Jährige tot in Berliner Grünanlage entdeckt +++

Im Berliner Stadtteil Reinickendorf ist die Leiche einer jungen Frau gefunden worden. Die 19-Jährige sei gegen 3.30 Uhr tot in einer im Ortsteil Waidmannslust entdeckt worden, teilte die Polizei mit. Auf Grund der Verletzungen des Opfers gehen die Ermittler von einem Tötungsdelikt aus.

Die Mordkommission habe in dem Fall die Ermittlungen aufgenommen und bereits einen Tatverdächtigen festgenommen, hieß es weiter. Für heute sei eine Obduktion der Leiche geplant. Weitere Details teilte die bislang nicht mit. Auch zu möglichen Hintergründen der Tat äußerten sich die Ermittler nicht.

+++10.50 Uhr:  WhatsApp entschuldigt sich für halbstündige Störung +++

Nach den erneuten Störungen bei hat sich der Kurzmitteilungsdienst bei seinen Nutzern entschuldigt. "Gestern Abend hatten User in einigen Teilen der Welt für etwa eine halbe Stunde Probleme, WhatsApp zu nutzen", hieß es in einem schriftlichen Statement. Die Probleme seien behoben worden. "Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten."

Am Mittwochabend hatten zahlreiche WhatsApp-Nutzer - vorrangig aus Westeuropa und Südamerika - auf Portalen wie "downdetector.com" oder "allestörungen.de" von Ausfällen berichtet. Auch in Deutschland war es bei einigen Usern zwischenzeitlich zu Problemen gekommen. Bereits Anfang des Monats war WhatsApp für zwei Stunden ausgefallen - damals mitten in der Vorstellung von Quartalszahlen der Konzernmutter Facebook.

+++ 10.40 Uhr: Herzförmiger Diamant zu Rekordpreis versteigert +++

Bei einer Auktion in ist ein Rekordpreis für einen makellosen herzförmigen Diamanten erzielt worden. Eine Perlenkette mit dem weißen 92-Karat-Stein wurde am Mittwoch für 14,99 Millionen Dollar (13,45 Millionen Euro) versteigert, wie das Auktionshaus Christie's jetzt mitteilte. Dies sei Weltrekord in dieser Diamantenkategorie. Den bisherigen Rekord hatte 2011 ein gut 56 Karat schwerer herzförmiger Diamant erzielt: Er wechselte damals für 10,9 Millionen Dollar den Besitzer. Der nun versteigerte Diamant trägt wegen seiner Reinheit und seiner Größe den Namen "La Légende". Fachleute hatten seinen Wert vorab auf 14 bis 20 Millionen geschätzt.

Am Dienstag hatte das Auktionshaus Sotheby's in Genf einen blauen und einen rosafarbenen Diamanten, die zu einem Paar Ohrringen verarbeitet worden waren, für mehr als 57 Millionen Dollar versteigert. Damit stellten auch diese beiden großen Steine einen Weltrekord auf.

+++ 10.14 Uhr: Soundgarden-Sänger Chris Cornell ist tot +++

Chris Cornell, der Sänger der Band Soundgarden, ist im Alter von 52 Jahren in Detroit im US-Bundesstaat Michigan gestorben, wie sein Sprecher Brian Bumbery bestätigte. Cornells Frau Vicky und die Familie seien geschockt von seinem "plötzlichen und unerwarteten Ableben" und werden eng mit dem Gerichtsmediziner zusammenarbeiten, um die Ursache zu finden, so Bumbery. Cornell gehörte zu den Mitbegründern der Grunge-Bewegung in der 1990er-Jahren.

+++ 10.13 Uhr: Balkongeländer morsch: 20-Jähriger stürzt in den Tod +++

Durch ein morsches Balkongeländer ist ein 20-Jähriger in Niedersachsen sechs Meter tief in den Tod gestürzt. Auch ein 16-jähriger Freund des jungen Mannes stürzte von dem Balkon, er wurde schwer verletzt. Der Unfall geschah in der Nacht in Harsefeld, teilte die Polizei in Stade mit.

Der 20-Jährige fiel auf den Kopf und erlag seinen schweren Schädelverletzungen. Sein Freund kam in ein Krankenhaus ins nahe gelegene Buxtehude. Nach Angaben der Polizei gab das Holzgeländer nach, als die jungen Männer sich dagegen lehnten. "Das Material war in sehr schlechtem Zustand", sagte ein Polizeisprecher. In der Wohnung befand sich lediglich eine Freundin der beiden Unfallopfer, die zum Zeitpunkt des Vorfalls schlief.

+++ 9.16 Uhr: EU-Kommission verhängt Millionenbuße gegen Facebook +++

Die EU-Kommission hat gegen Facebook 110 Millionen Euro Strafe verhängt, weil das US-Unternehmen bei der Übernahme von WhatsApp irreführende Angaben gemacht haben soll. Dies teilte die Brüsseler Behörde mit. Die Höhe der Geldbuße begründete Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager mit der abschreckenden Wirkung für falsche Angaben bei Verfahren zur Fusionskontrolle.

Facebook hatte nach Angaben der Kommission bei der Anmeldung der Übernahme des Messenger-Dienstes 2014 erklärt, dass es nicht zuverlässig möglich sein werde, einen automatischen Datenabgleich zwischen den Benutzerkonten beider Dienste einzurichten. Im August 2016 hatte Facebook jedoch angekündigt, künftig die Telefonnummern von WhatsApp-Nutzern mit Facebook-Profilen zu verknüpfen. Die Brüsseler Behörde sieht sich deshalb getäuscht.

+++ 8.37 Uhr: Grüne wollen Abstimmung über "Ehe für Alle" vor Gericht erzwingen +++

Die Grünen wollen eine Bundestagsabstimmung über die Ehe für homosexuelle Paare über das Bundesverfassungsgericht erzwingen. Das kündigte Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt im ARD-"Morgenmagazin" an. Der Antrag solle noch am Vormittag in Karlsruhe eingereicht werden.

Dem Bundestag liegen drei Gesetzentwürfe für die uneingeschränkte sogenannte Homo-Ehe vor, von den Linken, den Grünen und vom Bundesrat. Die große Koalition aus Union und SPD ist in der Frage gespalten und verhindert eine Abstimmung, indem sie im Rechtsausschuss das Thema immer wieder vertagt. Die Grünen wollen, dass das Bundesverfassungsgericht den Rechtsausschuss verpflichtet, eine Abstimmung spätestens in der planmäßig letzten Sitzung vor der Sommerpause und der Bundestagswahl am 30. Juni zu ermöglichen.

+++ 8.15 Uhr: "New York Times": Trump wusste von Ermittlungen gegen Flynn +++ 

Der im Februar zurückgetretene Nationale Sicherheitsberater der USA, Michael Flynn, ist einem Medienbericht zufolge für den sensiblen Posten nominiert worden, obwohl er das Übergangsteam der neugewählten US-Regierung im Vorfeld über gegen ihn laufende Ermittlungen informiert habe. Flynn habe das Übergangsteam des gewählten Präsidenten Donald Trump am 4. Januar - und damit Wochen vor seiner eigenen Ernennung zum Sicherheitsberater - über die Ermittlungen gegen ihn in Kenntnis gesetzt, berichtete die "New York Times".

Flynn war nach nur 24 Tagen im Amt von seinem Posten als Sicherheitsberater zurückgetreten. Er steht im Zentrum der Ermittlungen zur mutmaßlichen Beeinflussung der US-Präsidentschaftswahl durch Russland. Flynn hatte gegenüber Vize-Präsident Mike Pence die Unwahrheit bezüglich seiner Gespräche mit dem russischen Botschafter in den USA, Sergej Kisljak, gesagt.

+++ 6.00 Uhr: Fiskus geht gegen Steuerbetrug von Onlineshops vor +++

Bund und Länder wollen Steuerbetrug im weltweiten Onlinehandel zulasten der deutschen Staatskassen einen Riegel vorschieben. Solche Geschäfte enthielten für Anbieter aus dem Ausland Betrugspotenzial - "da müssen wir ran", sagte der Vorsitzende der Länder-Finanzministerkonferenz, Hessens Ressortchef Thomas Schäfer (CDU), der Deutschen Presse-Agentur.

Hintergrund ist, dass Händler aus Nicht-EU-Staaten wie China über Zwischenlager in der Europäischen Union Waren liefern und keine Umsatzsteuer an den Fiskus zahlen. Die von Kunden entrichtete Mehrwertsteuer kassieren sie aber. Das Problem entsteht bereits, wenn Experten zufolge bei der Einfuhr der Warenwert zu gering angegeben wird und den EU-Ländern auch diese Einnahmen entgehen.

+++ 4.54 Uhr: Cannabis in Uruguay legalisiert +++

Als weltweit erstes Land legalisiert Uruguay unter Auflagen den Kauf und die Produktion von Marihuana für seine Bürger - knapp 12.000 Menschen haben sich bisher dafür registrieren lassen.
Dabei gibt es drei Möglichkeiten: Den Kauf von maximal zehn Gramm pro Woche in Apotheken, den Anbau von bis zu sechs Pflanzen zu Hause oder die Mitgliedschaft in einem Club, der gemeinschaftlich Hanfpflanzen anbaut und jedem Mitglied bis zu 480 Gramm Eigenkonsum im Jahr gestattet.

Mit dem Verkauf in Apotheken von Juli an startet die letzte Etappe dieses 2013 beschlossenen und komplexen Legalisierungsprozesses. Das Gramm Marihuana kostet dort 1,30 Dollar - weniger als im illegalen Kauf bei einem Dealer. Hierfür haben sich nach Angaben des nationalen Cannabis-Kontroll-Institutes bisher fast 3000 Bürger registriert, für den Haus-Anbau 6650 Bürger. Zudem wurden bisher 51 Clubs mit je bis zu 45 Mitgliedern gegründet. Mit dem staatlich organisierten Projekt soll die Macht der Drogen-Banden zurückgedrängt werden.

+++ 4.29 Uhr: 16-Jährige stirbt an Bahnübergang in Hessen +++

Ein 16-jähriges Mädchen ist an einem Bahnübergang im hessischen Babenhausen von einem Zug erfasst und getötet worden.
Die Jugendliche fuhr mit ihrem Fahrrad auf einem Feldweg und wollte dann die Gleise überqueren, wie die Polizei mitteilte. Der Lokführer bremste zwar, konnte den Unfall aber nicht mehr verhindern. Das Mädchen wurde an dem unbeschrankten Bahnübergang von dem Personenzug angefahren und so schwer verletzt, dass es wenig später starb. Die Feuerwehr brachte die 20 Fahrgäste aus dem Zug.


+++ 2.51 Uhr: Studie: Ostdeutschland besonders anfällig für Rechtsextremismus +++

Rechtsextremes Gedankengut fällt einer Studie zufolge in Ostdeutschland auf besonders fruchtbaren Boden. Die von der Ostbeauftragten der Bundesregierung, Iris Gleicke (SPD), in Auftrag gegebene Studie komme zu dem Schluss, dass Rechtsextremismus zwar "nicht ausschließlich" ein ostdeutsches Problem sei - dass er aber befördert werde durch "spezifische regionale Faktoren, die in Ostdeutschland stärker ausgeprägt sind", wie unter anderem die "Bild"-Zeitung berichtete.

Zu solchen regionalen Faktoren etwa in Sachsen zähle "die Überhöhung des Eigenen, Sächsischen, Ostdeutschen, Deutschen in Bezug auf die krisenhaft wahrgenommene Aufnahme von Flüchtenden, aber auch auf Migrantinnen im Allgemeinen", heißt es demnach in der Studie.

+++ 2.38: EU-Kommission: Facebook soll Strafe zahlen +++

Die EU-Kommission neigt laut Medienberichten dazu, Facebook mit einer Strafe wegen irreführender Angaben bei der Übernahme des Kurznachrichtendienstes WhatsApp zu belegen. Es solle um eine "bedeutende" Summe gehen, um andere Unternehmen abzuschrecken, berichteten die "Financial Times" und das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Personen. Ihre Zustimmung zu dem am Ende rund 22 Milliarden Dollar schweren Deal werde sie aber nicht zurückziehen.

Die Kommission kann eine Strafe von bis zu einem Prozent des Jahresumsatzes verhängen, bei Facebook wären das 276 Millionen Dollar für das vergangene Jahr.

Die Brüsseler Behörde sieht sich von Facebook getäuscht. Das weltgrößte Online-Netzwerk habe aus Sicht der Kommission im Verfahren zur Freigabe des WhatsApp-Deals "falsche oder irreführende Angaben gemacht", sagte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager im Dezember. Hintergrund ist die umstrittene Verknüpfung der Telefonnummern von WhatsApp-Nutzern mit Facebook-Profilen.

+++ 2.38 Uhr: Großeinsatz: Gefahrguttransporter in Hamburg beschädigt +++

Ein defekter Gefahrguttransporter, der ein starkes Lösungsmittel geladen hatte, hat in Hamburg-Altona einen stundenlangen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. "Aus einem Leck in dem Tankwagen tropfte die Flüssigkeit auf die Straße, wo sich dann eine Pfütze bildete", sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Rettungskräfte fuhren mit einem großen Aufgebot in die Stresemannstraße. Feuerwehrleute sicherten die Ladung. Messungen in der Nähe des Gefahrguttransporters ergaben, dass für die Anwohner keine Gefahr bestand. Der Einsatz endete nach rund vier Stunden. Wie es zu dem Leck kam, konnte die Feuerwehr zunächst nicht sagen.

In Hamburg rückte die Feuerwehr mit einem Großaufgebot wegen eines beschädigten Gefahrguttransporters aus.


+++ 0.25 Uhr: Sonderermittler soll Trumps Russland-Verstrickung klären +++

Das US-Justizministerium lässt die Vorwürfe um eine angebliche Verstrickung von Donald Trumps Wahlkampfteam mit Russland in einer unabhängigen Untersuchung prüfen. Als Leiter der Untersuchungskommission werde der frühere FBI-Direktor Robert Mueller eingesetzt, teilte das Justizministerium in Washington mit. Mueller war von 2001 bis 2013 unter den Präsidenten George W. Bush und Barack Obama Chef der US-Bundespolizei.

Für eine solche Untersuchung hatten sich vor allem die Demokraten in Washington seit Wochen eingesetzt. Trumps Republikaner hatten sie zunächst für nicht nötig gehalten. Noch vor zwei Tagen hatte der Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, erklärt, die Vorwürfe würden bereits von drei Gremien untersucht, es bedürfe keiner weiteren Untersuchung.


+++ 0.05 Uhr: ADAC testet Kfz-Zulassungsstellen: Schlusslicht Hamburg +++

Kunden mit Termin kommen bei Kfz-Zulassungsstellen schneller durch. Wer ohne Termin kam, musste bis zu neunmal länger warten als Autofahrer mit Termin, ergab eine ADAC-Stichprobe in zehn Landeshauptstädten. In Hamburg dauerte es selbst mit Termin durchschnittlich 20 Minuten. Ohne Termin wurde die Geduld der Autofahrer auf die Probe gestellt: Im Mittel kamen sie nach rund drei Stunden an die Reihe. Hamburg hat damit die rote Laterne und bekam die Bewertung "mangelhaft". Am besten war die Zulassungsstelle in Wiesbaden mit der Wertung "gut". Mit Termin betrugen die Wartezeiten durchschnittlich sieben Minuten, 29 Minuten ohne Termin.

Insgesamt mussten Kunden unangemeldet im Schnitt 62 Minuten warten. Dabei mussten sie meist in der normalen Arbeitszeit kommen. Abendöffnungen gab es kaum, samstags waren nur Wiesbaden und Potsdam geöffnet. 

mad/wue/DPA/AFP

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