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Bahn lockt mit Billigtickets und Bahncard-Varianten

IC 2 der Deutschen Bahn

Mit neuen Angeboten attackiert die Bahn im Sommer die Fernbus-Konkurrenz. Dabei hat sie vor allem die jüngere Zielgruppe im Blick. Endlich gibt es auch eine von Kunden seit langem geforderte Bahncard-Variante.

Mit mehreren Sonderaktionen in diesem Sommer will die Deutsche Bahn noch mehr Fahrgäste in ihre Fernzüge locken. Dazu gehören günstige Fahrscheine zum Pauschalpreis, eine monatlich kündbare und ein Vier-Fahrten-Paket für junge Leute, wie die Vorstandschefin der Bahntochter DB Fernverkehr, Birgit Bohle, am Dienstag in Berlin sagte. So soll 2017 die Fahrgast-Rekordzahl des Vorjahres noch einmal übertroffen werden.

Das Unternehmen rechnet mit 143 Millionen Fahrten in ICE- und IC-Zügen, das wären vier Millionen Reisen oder drei Prozent mehr als 2016. Von Januar bis April seien 45 Millionen Fahrten im Fernverkehr gezählt worden, ein Plus von 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, sagte .

Monatliche Kündigung der Bahncard

Die Bahn bietet ihre wichtigsten Rabattkarten, die Bahncard 25 und die Bahncard 50, von Mitte Juni bis Ende Juli testweise mit einer flexiblen Laufzeit an. Bei einer Mindestlaufzeit von drei Monaten kann sie dann monatlich gekündigt werden. Diese Variante sei immer wieder von den Kunden gefordert worden, erklärte Bohle. Von Spezialangeboten abgesehen, gilt eine Bahncard bislang ein Jahr.


Im Wettbewerb mit Privatauto und nimmt die Bahn besonders Jugendliche ins Visier. Für die Sommermonate Juli bis September verkauft das bundeseigene Unternehmen an Jugendliche unter 18 Jahren vier Fahrten, die in allen Fernzügen nutzbar sind, für 76 Euro. 18- bis 26-Jährige zahlen fürs gleiche Paket 96 Euro. Außerdem sollen eine Million Tickets mit Zugbindung vom 11. Juni bis 9. Dezember für 19,90 Euro unter die Leute gebracht werden.

Variabler Flexpreis der Bahn

Eine positive Zwischenbilanz zog die Bahn zum variablen Flexpreis, der seit Dezember ein Jahr lang getestet wird. Seitdem gibt es an einigen Tagen einen Preisaufschlag oder -abschlag von knapp drei Prozent im Vergleich zum Standardpreis. Die Bahn will so die Auslastung der Züge besser steuern.

Die Nachfrage zeige, dass die Preisunterschiede von den Kunden akzeptiert würden, sagte Bohle: "In den ersten vier Monaten des Jahres haben wir knapp neun Prozent mehr Flexpreis-Tickets verkauft als ein Jahr zuvor." 


tib/DPA

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