User Image User
User Image User

Magische Lofoten: Im Reiz des Winterlichts

Von Schnee überzuckerte Felsen, kaum Licht und nur wenige Farben: Zur Inselgruppe vor der Küste Nordnorwegens reisen im Winter nur wenige. Doch ein Filmemacher hat die Lofoten im Februar besucht und grandiose Drohnenaufnahmen mitgebracht.

Knapp oberhalb des Polarkreises liegen im Nordmeer die Lofoten, deren Berge bis zu 1200 Meter aus dem Wasser aufragen. Neben Fischfang gehört der Tourismus zu den Haupteinnahmequellen der Bewohner. Nur die wenigsten Besucher wagen es Winter, eine der 80 Inseln zu besuchen: Zu kalt und zu dunkel ist es hier, denn von Anfang Dezember bis Anfang Januar bleibt die Sonne auch tagsüber hinter dem Horizont.

Der griechische Kameramann Nick Kontostavlakis war erst im vorigen Monat mit Kamera und Drohne im Reisegepäck auf den Lofoten und hat unter schwierigen Umständen mit wenig Tageslicht gefilmt. Dadurch hat er jedoch die magische Stimmung der winterlichen Küsten- und Berglandschaft eingefangen.

"Die Inseln sind voller Legenden, vielleicht wegen ihrer natürlichen Schönheit und ihrer geheimnisvollen Landschaften", schreibt Kontostavlakis auf seiner Homepage über seinen erst vor wenigen Tagen auf Vimeo hochgeladen Clip "The Lofoten Islands". Seine Kamera hat er ausgepackt, wenn andere sie weglegen: im Schneegestöber, bei Sturm und Kälte. "Das einzige, was du hören kannst, sind die tausend Stimmen der Vögel, der Wind und das Geräusch des Meeres."

Preisgekrönte Aufnahmen

Unterlegt hat der 1983 auf der griechischen Insel Zakynthos geborene Fotograf die Luftaufnahmen seines gut zweiminütigen Videos mit O-Tönen und Musik von Ryan Taubert. Der Soundtrack verstärkt den dramatischen Effekt seiner Optik, die aus vielen Sequenzen von Flugaufnahmen der meist von einer dünnen Schneeschicht bedeckten Landschaft zusammengeschnitten wurde.

Kontostavlakis hat bereits für seine Landschaftsfotografien mehrere Preise erhalten. So wurde er 2016 mit dem Sony World Photography Award ausgezeichnet und für sein Zeitraffervideo "Whispering Island" in der Kategorie "Best Time-Lapse" bei den Los Angeles Independent Film Festival Awards.


tib

Wissenscommunity