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Um 10.000 Euro zu sparen: Bergsteiger versteckt sich am Mount Everest

So präsentiert sich Bergsteiger Ryan Sean Davy auf seiner Facebook-Seite

Ein Aufstieg auf den Mount Everest kostet jeden Bergsteiger rund 10.000 Euro Gebühr. Kosten, die sich ein Südafrikaner sparen wollte. Doch sein Plan kostet ihn nun umso mehr.

Weil er den ohne Erlaubnis allein besteigen wollte, ist ein Südafrikaner zu einer saftigen Strafe verdonnert worden. Der 43-jährige Ryan Sean Davy werde umgerechnet fast 20.000 Euro zahlen müssen, sagte ein Regierungsbeamter am Montag in Kathmandu. Auf der Facebook-Seite des Kletteres planen Unterstützer inzwischen eine Spendenaktion, um das Geld zu sammeln.

"Ich sah ihn allein in der Nähe des Basislagers und ging auf ihn zu, da rannte er weg", berichtete Gyanendra Shresth. Daraufhin sei er mit einem Freund dem Flüchtigen gefolgt, der sich in einer nahe gelegenen Höhle versteckt habe. "Er hatte ein Lager an einem abgelegenen Ort errichtet, um Regierungsbeamten aus dem Weg zu gehen", sagte Shresth weiter.


Gebühr für Mount Everest  Einnahmequelle für Nepal

Normalerweise müssen Ausländer der nepalesischen Regierung 11.000 Dollar (knapp 10.000 Euro) für die Erlaubnis zahlen, auf den Gipfel des 8848 Meter hohen Berges zu klettern - eine wichtige Einnahmequelle des verarmten Landes. Es ist zudem sehr ungewöhnlich, dass ein Ausländer versucht, den Mount Everest allein zu bezwingen. Die meisten lassen sich dabei von mindestens einem Sherpa führen und haben ein Helferteam im Basiscamp.

Shresth zog nach eigenen Angaben den Pass des Südafrikaners ein. Dieser könne seinen Ausweis in der Hauptstadt Kathmandu abholen, sagte der Beamte der Nachrichtenagentur AFP. Davy droht zudem eine fünfjährige Einreisesperre für Nepal oder ein zehnjähriges Bergsteige-Verbot für das Land. Er sagte den Behörden, er habe kein Geld, um nach Kathmandu zu fliegen, und werde daher laufen und den Bus nehmen. Die Reise dürfte so mindestens vier Tage dauern.


tkr/AFP

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