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Bayern will erneute Blamage gegen "Angstgegner" Gladbach verhindern

Das Bundesliga-Spitzenspiel zwischen dem FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach wird hart umkämpft

Der FC Bayern München scheint nach dem 4:1 in der Champions League wieder der Alte zu sein. Das Bundesliga-Spitzenspiel gegen Borussia Mönchengladbach nehmen die Bayern trotzdem sehr ernst - aus gutem Grund.

Dank des 4:1-Siegs gegen PSV Eindhoven in der Champions League scheint der FC Bayern zurück in der Erfolgsspur. Gegen die Niederländer zeigten die Münchener sich wieder in ihrer Normalform. Doch nun gilt es, diesen Schwung gegen Borussia Mönchengladbach mit in die Bundesliga zu nehmen.

"Ich kenne die Vergangenheit der Spiele zwischen Bayern und Gladbach. Bayern hat es immer schwer gehabt", erinnerte Ancelotti vor dem Klassiker am Samstag (18.30 Uhr). "Deswegen müssen wir eine sehr gute Leistung abrufen und mit einer sehr hohen Intensität spielen."

Die Mönchengladbacher Punktediebe sind seit vier Bundesligaspielen gegen Bayern ungeschlagen. Statistisch war es zuletzt "der schwierigste Gegner in der Bundesliga", warnte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge sogar. Es gelte, auch "in der Liga auf die Siegerstraße zurückzukehren." Nach dem 1:1 gegen Köln und dem 2:2 in Frankfurt konnten die Münchner durch den Erfolg gegen die PSV Eindhoven ersten Ärger abfedern.

Gladbach selbstsicher vor Bundesliga-Spitzenspiel

Der Blick auf die jüngsten Ergebnisse gegen den Rekordchampion und das 2:0 bei Celtic Glasgow macht den Gladbachern Mut. "Wir haben gegen Bayern immer gut ausgesehen. Wenn wir schaffen, sie zu ärgern, haben wir eine Chance", sagte Sportdirektor Max Eberl. Allein auf der erfolgreichen Vergangenheit basiert für Keeper Yann Sommer die Chance in der Festung Allianz Arena nicht. "Unsere Bilanz gegen Bayern ist gut, aber das bringt uns nichts", sagte der Schlussmann. "Wenn es uns gelingt so zu verteidigen wie gegen Celtic, haben wir eine Chance."

Der Schweizer Sommer kassierte einst mit dem FC Basel eine 0:7-Schlappe in München, ärgerlich sind aber auch die Erinnerungen von Manuel Neuer an die Borussia. Im Trikot des FC Schalke und des FC Bayern unterliefen dem Welttorhüter schon viermal Patzer gegen die Fohlen-Elf. Zuletzt ließ er beim 0:2 im März 2013 einen Ball von Raffael durch die Hände rutschen.

Drei Bundesligaspiele in Serie ohne Sieg gab es für Bayern zuletzt im Jahr 2010 unter Louis van Gaal; das will Ancelotti vermeiden. "Ich hoffe, wir sind wieder auf dem richtigen Weg", sagte auch Torjäger Robert Lewandowski. Er traf gegen den niederländischen Meister am Mittwoch wie auch Thomas Müller, der in der Bundesliga noch ohne Saisontor ist. "Vollgas" werde die Mannschaft gegen Gladbach spielen, versprach der Weltmeister. "In der Tabelle sieht es zwar ganz gut aus, aber die Gegner sind uns eng auf den Fersen."

Manuel Neuer: "Zeigen, dass wir der FC Bayern sind"

Das Spiel gegen Frankfurt sei abgehakt, versicherte Ancelotti. "Die Spieler haben verstanden, wie sie sich verhalten müssen." Vom Nachlegen will Neuer nicht sprechen. "Ich würde eher sagen vorlegen. Wir haben in den letzten Spielen was liegen lassen und dementsprechend müssen wir erstmal wieder was vorlegen und zeigen, dass wir der FC Bayern sind", betonte der DFB-Kapitän.

Bei den Bayern fehlt nur der verletzte Franck Ribéry. Dagegen hadern die Gladbacher ein wenig mit der personell angespannteren Situation. "Wir hätten gerne drei, vier Spieler mehr, um die Belastung zu verteilen", sagte Eberl.

Im April gab es ein 1:1 in München - eines der wenigen Auswärtshighlights der in der Fremde harmlosen Borussia. Nur ein Sieg steht in den jüngsten 14 Bundesliga-Partien im gegnerischen Stadion für das Team von Trainer André Schubert zu Buche. "Wir fahren gestärkt nach München. Wir haben gezeigt, dass wir es auswärts doch können", versicherte Champions-League-Torschütze André Hahn. "Auch Bayern ist schlagbar."

mrk/DPA

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