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RTL verhandelt über Verlängerung der TV-Rechte

formel 1 2017: RTL-Moderator Florian König interviewt Fahrer

Für viele Fans gehören RTL und die Formel 1 untrennbar zusammen, überträgt der Kölner Sender doch bereits seit mehr als 20 Jahren von der Motorsport-Königsklasse. Nach dieser Saison enden die Übertragungsrechte. Deshalb wird nun verhandelt.

"Gentleman, please start your engines!" Es ist wieder soweit - die Formel -1-Saison 2017 hat begonnen. Der Nachfolger von Silberpfeil-Pilot Nico Rosberg als Weltmeister wird nach 20 Rennen beim Grand Prix in Abu Dhabi am 26. November gekürt.

Die aktuelle Saison bringt einschneidende Veränderungen: Die Autos sind schneller, die Reifen breiter und die Motoren lauter. Mercedes bleibt das dominierende Team. Dreifach-Weltmeister Lewis Hamilton ist der größte Favorit auf den Titel. Aber die Konkurrenz wird härter. Er muss sich nicht nur teamintern gegen den Rosberg-Nachfolger Valtteri Bottas durchsetzen, sondern auch gegen Ferrari. Die Scuderia hat ein schnelleres Auto als in den vergangenen Jahren am Start. Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen wollen die Silberpfeile jagen. Und Red Bull mit Daniel Ricciardo und Max Verstappen redet ebenfalls ein Wörtchen mit.

Aus deutscher Sicht richten sich die Blicke neben Vettel auf Nico Hülkenberg, der bei Renault anheuerte und oben angreifen will. Pascal Wehrlein wechselte zu seiner zweiten Formel-1-Saison zum Traditionsteam Sauber. Auch auf seine Entwicklung darf man gespannt sein. Keep Racing!

Nachfolgend erhalten Sie alle wichtige Infos und Hintergründe zur Formel 1 2017. 

  • Aktuelle News und Hintergründe zur Formel 1 2017
  • Alle Grands Prix samt Datum und Startzeit
  • Derzeitiger WM-Stand: Fahrer- und Konstrukteurswertung
  • Teams und Fahrer im Überblick 
  • Die Regeländerungen ab dieser Saison
  • Vettel, Hülkenberg & Wehrlein: Die deutschen Formel-1-Piloten im Porträt
  • Alle bisherigen Weltmeister der Formel-1-Geschichte

+++ Die neuesten Meldungen und Analysen +++

RTL prüft Verlängerung der Formel 1-Rechte

Seit mehr als 20 Jahren überträgt der Kölner Sender RTL bereits die Formel 1 - und möchte das auch über 2017 hinaus weiter tun. Da die Übertragungsrechte jedoch nach der laufenden Saison auslaufen, prüfen die Verantwortlichen aktuell, ob die Verträge mit dem neuen Inhaber Liberty Media verlängert werden. Als langjähriger Formel-1-Broadcaster würde man "natürlich gern die Königsklasse des Motorsports behalten, aber wir setzen uns wie bei jeder Investition gewisse Kriterien und falls diese nicht erfüllt werden, würden wir auf das Recht verzichten", sagte Anke Schäferkordt, Chefin der RTL Mediengruppe, dem Medienmagazin "new business". Mehr könne sie noch nicht mitteilen, da entsprechende Gespräche gerade erst beginnen würden. Eine Entscheidung, ob RTL weiterhin überträgt, wird spätestens zum Jahresende erwartet.

Formel-1-Chef sucht Alternativstrecken in Deutschland

2018 soll auch in Deutschland wieder ein Grand Prix stattfinden. Die neue Formel-1-Führung zieht dafür auch neue Standorte in Betracht. "Wir reden natürlich mit den zwei Rennstrecken, die in der Vergangenheit den Großen Preis von Deutschland ausgetragen haben.Aber wir schauen uns auch nach anderen Optionen um", sagte Formel-1-Geschäftsführer Chase Carey im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Der Nachfolger von Bernie Ecclestone gab damit der Diskussion um mögliche Austragungsorte abseits von Höckenheim und dem Nürburgring neue Nahrung. Die Formel-1-Piloten könnten also auch auf dem Sachsenring oder dem Lausitzring fahren.

Allerdings wären dafür wohl zunächst hohe Investitionen in diese Strecken erforderlich, um sie für die Königsklasse tauglich zu machen. Zudem ist fraglich, ob sich die Streckenbetreiber die hohen Antrittsgebühren für die Formel 1 leisten können. Wegen der drohenden Verluste für die Organisatoren findet in diesem Jahr wie schon 2015 kein Grand Prix in Deutschland statt. 2018 ist dann wieder Hockenheim Gastgeber. Danach läuft der aktuelle Vertrag der nordbadischen Rennstrecke aus.

Force-India-Teamchef in England verhaftet

Vijay Mallya ist in London festgenommen worden. Gegen den Chef und Eigentümer des Formel-1-Rennstalls Force India liegen in seiner Heimat Indien mehrere Haftbefehle vor. Wie die Polizei bestätigte, wurde der 61-Jährige verhaftet, nachdem ein indisches Gericht einen Auslieferungsantrag bei den britischen Behörden gestellt hatten. 

Zuletzt hatte vor gut einer Woche ein Gericht in der
Hauptstadt Neu Delhi einen weiteren Haftbefehl gegen ihn ausgesprochen. Mallya hält sich bereits seit über einem Jahr in Großbritannien aus. Im April 2016 hatte das indische Außenministerium seinen Ausweis für ungültig erklärt. Weil er jedoch ein gültiges Visum für Großbritannien besitzt, wurde er bisher nicht abgeschoben.

Der Force-India-Teamchef befindet sich im Rechtsstreit mit mehreren Banken in Indien. Der Unternehmer schuldet den Geldhäusern laut deren Angaben mehr als 1,3 Milliarden Euro. Es handelt sich um Kredite und Verzugszinsen für Mallyas Fluggesellschaft Kingfisher, die 2012 wegen Geldproblemen ihren Betrieb eingestellt hatte.

Hamilton löscht Instagram-Video von Shanghai

Weil er beim Großen Preis von China ein Video auf Instagram gepostet hatte, das eine On-board-Aufnahme seiner Runde zeigte, die ihm die Pole Position in Shanghai sicherte, drohte Lewis Hamilton Ärger mit Formel-1-Eigentümer Liberty Media. Das Unternehmen forderte den Briten daraufhin auf, den Post zu löschen.

Diesem Auftrag ist Hamilton nun nachgekommen. Zwar hatten Liberty Media die Regeln erst jüngst gelockert und es den einzelnen Teams erlaubt, kurze Videos auf den Sozialen Netzwerken zu veröffentlichen. Eine On-board-Aufnahme zu posten, verstößt jedoch gegen die Statuten. Das weiß nun auch der aktuelle WM-Zweite dieser Saison.

Drittes Rennen, zweiter Sieg: Vettel triumphiert in Bahrain

Konkurrenten kritisieren Vettel 

Die Saison hat gut begonnen für Sebastian Vettel. Doch nun hat er Ärger mit Fahrerkollegen aus der Formel 1. Lewis Hamilton, Fernando Alonso und Co. werfen dem Heppenheimer vor, dass er beim Start in China die Regeln gebrochen hat. Die ganze Geschichte gibt es hier:

Wehrlein kann wieder starten

Pascal Wehrlein hat die Folgen seines Crashs beim Race of Champions Ende Januar ausgestanden. Beim Großen Preis von Bahrain wird der 22-Jähre verspätet in die Formel-1-Saison starten und seine Rennpremiere im Sauber-Rennstall feiern.

Nun sollte der Worndorfer sein Können bestenfalls gleich auf Anhieb zeigen. Pleiten und Rückschläge erlebte Wehrlein genug. Auch schon vor dem Unfall bei dem sportlich wertlosen Rennen der Meister, zu dem er eine Einladung bekommen hatte. Im Manor fuhr er in der vergangenen Saison, seiner ersten in der Formel 1, meist nur hinterher. Mit dem Team belegte er den letzten Platz. 

Doch auch da hatte er bisweilen sein Können angedeutet und war auf dem Bahrain International Circuit vor einem Jahr 13. geworden. In Österreich hatte er sogar den einzigen Punkt für das Team als Zehnter geholt. Es waren seine besten Saisonergebnisse. 2017 sieht er "auf jeden Fall nicht als Lehrjahr. Ich will das Maximale aus dieser Saison herausholen, fehlerfrei bleiben, so viele Punkte wie möglich holen", hatte er vor dem richtigen Saisonstart angekündigt.

Alonso verzichtet auf Start in Monaco

Formel 1 2017 - Fernando Alonso - Monaco

Indy 500 statt Formel 1, Indianapolis statt Fürstentum: Fernando Alonso wird das Traditionsrennen von Monaco verpassen und stattdessen mit einem McLaren am Indy 500 teilnehmen. Dies teilte das englische Traditionsteam vor dem Grand Prix von Bahrain mit. Da das Monaco-Rennen genauso wie auch die Veranstaltung in den USA am 28. Mai stattfindet, muss McLaren nun einen zweiten Fahrer neben dem Belgier Staffel Vandoorne für das Fürstentum bestimmen. Dies soll zu gegebener Zeit erfolgen. Naheliegend wäre eine Lösung mit Jenson Button. Der Brite arbeitet als Entwicklungsfahrer für McLaren. Ende der vergangenen Saison hatte Button zwar seinen Formel-1-Abschied erklärt, sich für 2018 aber eine Option auf Rückkehr gesichert.

Der zweimalige Weltmeister Alonso bestreitet seine dritte Saison in Serie für McLaren, ist jedoch vor allem mit Motorenpartner Honda extrem unzufrieden und fährt mit dem Team weiter nur hinterher.

Ferrari-Boss ist mit Räikkönen unzufrieden

Am zweiten Ferrari-Fahrer, Kimi Räikkönen, kommt Kritik auf. Ferrari-Boss Sergio Marchionne höchstselbst war mit dem Auftritt des Finnen beim Großen Preis von China überhaupt nicht zufrieden. Räikkönen wurde hinter Lewis Hamilton, Sebastian Vettel und den beiden Red-Bull-Piloten Max Verstappen und Daniel Ricciardo nur Fünfter. "Vielleicht sollten sie sich mal zusammensetzen und mit ihm reden", ließ Marchionne italienischen Medien zufolge Teamchef Maurizio Arrivabene wissen.

Räikkönen war während des Rennens dadurch aufgefallen, dass er an der Strategie seines Teams eifrig herum meckerte: "Wir hätten einen besseren Job machen müssen," sagte der Weltmeister von 2007.

Sieg in Shanghai - Hamilton schlägt gegen Vettel zurück

Nach einem Chaos-Auftakt hat Lewis Hamilton souverän das Formel-1-Rennen von Shanghai gewonnen und im noch jungen WM-Duell mit Sebastian Vettel zurückgeschlagen. In einem China-Grand-Prix mit zwei Safety-Car-Phasen, mehreren Drehern und Rad-an-Rad-Duellen verwies der britische Mercedes-Pilot am Sonntag seinen deutschen Ferrari-Rivalen auf den zweiten Rang und baute seine Shanghai-Bilanz auf fünf Erfolge aus.

Mit seinem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg schloss der Brite Hamilton nach dem zweiten Saisonrennen im Klassement zu Auftaktgewinner Vettel auf. Beide reisen nun mit 43 Punkten zum nächsten Rennen am kommenden Sonntag in Bahrain.

"Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Eine perfekte Strategie von Mercedes. Danke an alle", sagte Teamaufsichtsratschef Niki Lauda. Anerkennung gab es auch vom zurückgetretenden Mercedes-Weltmeister Nico Rosberg via Twitter: "Zurück an der Spitze. Gratulation an Lewis/Merci! Sehr verdient."

Wehrlein hatte sich Halswirbel gebrochen

Man konnte es ahnen, jetzt hat Mercedes-Teamchef Toto Wolff die Wahrheit ausgeplaudert: Pascal Wehrleins Verletzung beim "Race of Champions" im Januar war ein Halswirbelbruch. Das ist der Grund dafür, dass der Sauber-Pilot noch nicht fit genug für ein Rennen ist. "Er hat Glück gehabt, dass es nicht zu einer weitreichenderen Verletzung gekommen ist", sagte der Mercedes-Teamchef. Auch beim anstehenden Grand Prix in Shanghai wird Wehrlein wie schon beim Saisonauftakt in Melbourne nicht im Cockpit sitzen. 

Nach dem Unfall habe er sich viele Wochen "kaum rühren können und in einem Korsett verbracht. Über diese Zeit hat er nicht trainieren können und diese Kraft ist ihm ausgegangen", sagte Wolff. Der Österreicher versicherte aber, dass Wehrlein beim Rennen in Bahrain am 16. April wieder im Einsatz sein werde.

Der Mecedes glaubt nicht, dass Wehrleins Ersatzfahre,  Antonio Giovinazzi, den Deutschen wegen der Verletzungsfolgen als Stammpilot bei Sauber ablöst. Die Sauber-Führung stehe "voll hinter Pascal".

Max Verstappen fährt erste Bestzeit ein - bei abgebrochenem Training

Während des Auftakttrainings zum Großen Preis von China hat sich Max Verstappen die Bestzeit gesichert. Der niederländische Red-Bull-Pilot verwies das Williams-Duo Felipe Massa und Lance Stroll am Freitag im verregneten Shanghai auf die Plätze zwei und drei. Renault-Pilot Nico Hülkenberg schloss die erste Einheit nach einem Dreher auf Platz elf ab.

Das Freie Training musste jedoch vorzeitig abgebrochen werde, sodass WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel im Ferrari und Mercedes-Verfolger Lewis Hamilton keine gezeitete Runde auf dem feuchten Kurs vorweisen können. Die Rennkommissare zeigten bereits vier Minuten nach Freigabe der Strecke die Rote Flagge, da der Rettungshubschrauber bei stark eingeschränkter Sicht im Notfall nicht hätte problemlos eingesetzt werden können.

Nach 43 Minuten Wartezeit starteten die Piloten dann wieder ins verkürzte erste Freie Training. 26 Minuten vor dem Ende musste die Auftakteinheit erneut unterbrochen werden. Wieder zeigten die Stewards wegen der schwierigen Wetterbedingungen die Rote Flagge und gaben die Strecke schließlich nicht mehr frei.

Mercedes-Teamchef Wolff vor GP China: "Finger auf Wunde legen"

Die Strategiepanne beim Grand Prix von Australien soll möglichst ein einmaliger Ausrutscher bleiben, fordert Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff vor dem Rennen in Shanghai (9. April). "Wir versuchen, uns jeden Tag zu verbessern. An diesem Tag in Melbourne war Ferrari besser. Jetzt müssen wir daran arbeiten, wie wir sie wieder schlagen können", so Wolff. "Es gibt noch viele Bereiche, in denen wir uns steigern müssen. Darauf haben wir uns in der zurückliegenden Woche konzentriert", versicherte Wolff. "Es geht nicht darum, sich die Konkurrenz als Inspiration anzusehen, sondern vielmehr darum, die eigenen Hausaufgaben zu erledigen, um unsere Performance zu optimieren."

"Man muss den Finger auf die Wunde legen, seine Schwächen erkennen und darauf reagieren", erklärte Wolff und schwärmte von Shanghai-Rekordgewinner Hamilton: "Wir erleben den besten Lewis der vergangenen vier Jahre - sowohl auf als auch abseits der Strecke. Er ist eine der Säulen des Teams geworden, und das hat er in Melbourne bewiesen."


Pascal Wehrlein muss auch in Shanghai passen

Der Nacken hält noch nicht. Pascal Wehrlein muss wegen der Folgen einer Verletzung auch beim zweiten Formel-1-Rennen der Saison aussetzen. Das teilte sein neuer Rennstall Sauber mit. In Shanghai (MESZ 8.00 Uhr) wird wieder der Italiener Antonio Giovinazzi für ihn im Cockpit Platz nehmen. 

Wehrlein hatte sich beim Show-Rennen "Race of Champions" im Januar eine Nackenverletzung zugezogen. In den neuen, schnelleren Formel-1-Autos herrschen aufgrund der höheren Kurvengeschwindigkeiten höhere Fliehkräfte. Dafür ist der Deutsche noch nicht fit genug. "Das Wichtigste ist für mich, dass ich sehr hart und intensiv trainieren kann, um meine Leistung so schnell wie möglich hundertprozentig abrufen zu können", sagte er.

Er hoffe, dass er in Bahrain am 16. April sein Debüt für das Schweizer Team geben könne. "Spätestens für den Großen Preis von Russland sollte ich aber wieder in bester körperlicher Verfassung sein."

Jos Verstappen nach Schlägerei festgenommen

Jos Verstappen, Vater von Red-Bull-Pilot Max Verstappen, ist mehreren niederländischen Medienberichten zufolge am Sonntag kurzzeitig festgenommen worden. Demnach soll Vater Verstappen, selbst zwischen 1994 und 2003 (107 Starts) in der Motorsport-Königsklasse aktiv, in einer Bar in Roermond in eine Schlägerei verwickelt gewesen sein, berichtet die Zeitung "De Limburger".

Im Zuge der Streitigkeiten soll Jos Verstappen zum Verlassen der Lokalität aufgefordert worden sein, habe sich jedoch geweigert, dies auch zu tun. Daraufhin habe ihn die Polizei festgenommen und verhört, ehe der 45-Jährige wieder auf freien Fuß gekommen sein soll. Verstappens Anwalt ließ in dem Bericht verlauten, sein Mandant sehe sich als Opfer. Demnach habe ein Mann zuerst ihn attackiert.

Webber traut Vettel den Titel zu

Als Fahrer bei Red Bull waren Mark Webber und Sebastian Vettel erbitterte Rivalen. Dass diese Zeiten längst vorbei sind, bewiesen beide jüngst beim GP von Melbourne, wo der Australier auf dem Podium die siegreichen Piloten interviewte und so auch als einer der Ersten Vettel beglückwünschte. Nun legte Webber lobtechnisch noch einmal nach. "Für mich war Sebastians Sieg in Australien kein Glück", sagte der 40-Jährige in einem Interview mit der "Auto Bild Motorsport". Auch für das zweite Rennen sei daher wieder mit dem Ferrari-Piloten zu rechnen.

Webber traut dem Heppenheimer aber noch deutlich mehr zu: "Sebastian kann dieses Jahr Weltmeister werden, denn er ist mental zurück", so der Australier. "Letztes Jahr fehlte ihm ohne die Chance auf Siege die Motivation. Deshalb war dieser Triumph für ihn so wichtig. Die neuen Autos haben für Sebastians Wiedergeburt gesorgt. Als Fahrer kann er wieder einen größeren Unterschied machen, weil die Autos am Limit viel schwerer zu fahren sind. Und es ist eine seiner Spezialitäten, mit dem Auto im Grenzbereich zu spielen."

Eine Warnung hielt der Ex-Formel-1-Pilot dann aber doch noch bereit. "Ferrari darf jetzt nicht nachlassen und muss das ganze Jahr über hart arbeiten. Mercedes’ Entwicklungstempo wird nur schwer zu schlagen sein", prophezeite Webber.

Verbrecher wollten Enzo Ferraris Leiche stehlen

Es gab schon detaillierte Pläne, sogar wie man die Familie kontaktieren wollte, stand fest: Eine Verbrechergruppe in Italien soll geplant haben, die sterbliche Überreste von Ferrari-Gründer Enzo Ferrari aus einer Gruft eines Friedhofs in Modena zu stehlen, um anschließend dessen Familie zu erpressen. Die ganze Geschichte gibt es hier:


Vettel feiert in Melbourne Saisonauftakt nach Maß

So kann es für Sebastian Vettel weitergehen: Der viermalige Weltmeister hat beim Formel-1-Auftakt im australischen Melbourne eine Strategie-Panne des Mercedes-Stalls gnadenlos ausgenutzt und kürte sich zum ersten Sieger der Saison gekürt. Einen ausführlichen Rennbericht können Sie hier nachlesen:


Hamilton zeigt Vettel gleich im ersten Training die Grenzen auf 

Eigentlich sollten die umfassenden Regeländerungen die nun schon dreijährige Übermacht von Mercedes in der Formel 1 beenden. Doch schon beim ersten Training in Melbourne bot sich ein bekanntes Bild: Silberpfeil-Pilot Lewis Hamilton dominierte die ersten Einheiten und war bei seiner Tagesbestzeit (1:23,620) mehr als eine halbe Sekunde schneller als Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel. Platz drei belegte der Finne Valtteri Bottas, der bei Mercedes das Cockpit des zurückgetretenen Weltmeisters Nico Rosberg übernommen hat. Die Silberpfeile hatten in den vergangenen drei Jahren jeweils das Auftaktrennen in Australien gewonnen und danach auch alle Titel abgeräumt. Auch nach der Regelreform zur neuen Saison hinterließ Mercedes in Melbourne zu Beginn den stärksten Eindruck.

Renault-Neuzugang Nico Hülkenberg belegte Platz neun, sein neuer Teamkollege Jolyon Palmer sorgte mit dem ersten heftigen Unfall des Jahres für kurze Aufregung. Der Brite blieb nach seinem Crash in der Zielkurve aber unverletzt. Für den zu Sauber gewechselten Pascal Wehrlein reichte es nur zu Platz 18. Der Große Preis von Australien am Sonntag (26. März; 7.00 Uhr MESZ) ist das erste von 20 Rennen in diesem Jahr.

Sebastian Vettels Neue heißt Gina

Sebastian Vettel und sein Team  pflegen eine Tradition: Vor dem ersten Rennen der Saison taufen sie den neuen Boliden des viermaligen Weltmeisters. Wie die "Bild"-Zeitung schreibt, fiel die Wahl in diesem Jahr auf Gina. 

Der Name ist allemal klangvoller als die offizielle Bezeichnung des Autos SF70H. Und er zeigt an, wo Vettel mit dem Renner wieder hin will: ganz nach oben. Gina ist die Kurzform des lateinischen Namen Regina, der unter anderem "Königin" bedeutet.

Seinen ersten Titel verschafften Vettel 2010 übrigens gleich zwei "Damen": Wegen eines Chassis-Wechsel gab er - damals noch bei Red Bull - seinen Autos im Laufe der Saison zwei Spitznamen: "Luscious Liz" ("üppige Liz") und "Randy Mandy" ("geile Mandy"). 

Neuer Formel-1-Boss: Die Fahrer sollen wieder die Stars sein

Der neue Formel-1-Chef Chase Carey will die Fahrer wieder zum wichtigsten Teil des Motorsport-Zirkus machen: "Wir wollen, dass sie alle Stars sind", sagte der Amerikaner in einem Interview der britischen Zeitung "The Times". Carey traf sich demnach bereits auch schon mit mehreren Piloten und schwärmte von Dreifach-Weltmeister Lewis Hamilton. Hamilton sei "fabelhaft".

Carey nahm ansonsten die Kritik an der Formel 1 auf, die er gehört hat, seitdem er den Posten im September übernahm. Die Rennen müssten wieder spannender und weniger vorhersehbar werden. Die Regeln seien zu kompliziert geworden. "Die Ingenieure haben die Fahrer überholt, also müssen wir dafür sorgen, dass die Fahrer wieder nach vorn kommen", sagte Carey der "Times". Er möchte außerdem jeden Grand Prix zu einem "Super Bowl" machen.

Nico Rosberg: Habe sehr viel Mitgefühl für Mick Schumacher

Dass es mitunter ziemlich nervig ist, wenn man immer wieder auf die Erfolge des eigenen Vaters angesprochen wird, hat Nico Rosberg, Sohn des früheren Formel-1-Weltmeisters Keke Rosberg, in einem Interview mit dem "ZEITmagazin Mann" verraten. "Es war nur oft schwierig, weil ich dauernd darauf angesprochen wurde, weil jeder gefragt hat, wie es ist, der 'Sohn von' zu sein. Wenn du das hundertmal gehört hast, fängt es an zu nerven. Und die Erwartungen sind sehr hoch", sagte der 31-Jährige.

Umso mehr fühlt der jüngst zurückgetretene Formel-1-Weltmeister auch mit Michael Schumachers Sohn Mick mit. "Gerade habe ich irgendwo gelesen, er sei Favorit auf den Formel-3-Titel. Und er ist erst in seinem ersten Jahr! Lewis (Hamilton) ist in seinem ersten Jahr in der Formel 3 Fünfter geworden. Meiner Ansicht nach braucht man zwei Jahre, um dort erfolgreich zu sein. Und wenn jetzt schon geschrieben wird, dass Mick Favorit ist, kann er nur enttäuschen. Das ist heftig", so Rosberg in dem Interview. Angesichts dessen könne er nur hoffen, dass Mick "stark nach seinem Vater kommt und dem keine Bedeutung beimisst".

Williams holt Star-Ingenieur Lowe zurück

Der Formel-1-Wechsel des Briten Paddy Lowe von Mercedes zu Williams ist perfekt. Der 54-Jährige hat seine Arbeit als neuer Technik-Direktor beim Rennstall von Teamgründer Frank Williams aufgenommen. Lowe wird demnach auch zum Vorstand gehören und Anteile an der Williams-Gruppe übernehmen, wie der Rennstall in Grove mitteilte.

Mercedes hatte Lowe im Januar ziehen lassen und später den früheren Ferrari-Mann James Allison als Technik-Chef verpflichtet. Lowe hatte seine Zeit in der Formel 1 bei Williams begonnen, ehe er dann viele Jahre für McLaren tätig war. Während seiner dreieinhalb Jahre bei Mercedes hatte er die Silberpfeile gemeinsam mit Teamchef Toto Wolff dreimal in Serie zum Konstrukteurs-Titel geführt.

Hülkenberg dankt Niederländern für Wahlergebnis

Nico Hülkenberg hat sich bei den Niederländern für viele Stimmen gegen Rechts bedankt. "Dank u wel!", schrieb der neue Renault-Pilotauf Niederländisch auf Twitter. Dazu stellte der 29-Jährige das Schlagwort "#NoToRacism" - "Nein zum Rassismus". Hülkenberg kommt gebürtig aus Emmerich am Rhein, das direkt an der niederländischen Grenze liegt.

Force India bringt Farbe in die Rennen

Die neue Formel-1-Saison beginnt der Rennstall Sahara Force India gewissermaßen mit der rosaroten Brille. Während die Rennwagen bei den Testfahrten in Barcelona noch mit der Lackierung der letzten Saison an den Start gingen, sollen die kommenden 20 Rennen in rosa bestritten werden. Am Dienstag präsentierte der Rennstall mit indischer Lizenz die in weiß, rosa und rot gehaltenen Autos. Die beiden Rennfahrer Sergio Perez und Esteban Ocon sollen passend dazu pinke Helme tragen.

Mit der Farbwahl präsentiert Force India gleichzeitig seinen neuen Sponsor BWT. Das österreichische Unternehmen ist auf Wasseraufbereitungssysteme spezialisiert. Teamchef Vijay Mallya verkündete auf der Website des Rennstalls, dass der Farbwechsel die Stärke der neuen Partnerschaft symbolisiere. 

Formel 1 im TV: RTL und Sky bleiben ihren Teams treu

Das Motto "Never change a winning team" gilt offensichtlich auch für RTL und Sky, die 2017 wieder von der Formel 1 berichten werden. Für den Kölner Privatsender moderiert weiterhin Florian König. Die Kommentatoren bleiben Heiko Waßer und Christian Danner. Vor der Kamera im Einsatz sind Kai Ebel als Reporter in der Boxengasse sowie bei den meisten Rennen Niki Lauda als Experte. Auch beim Bezahlsender Sky können sich die Zuschauer auf bekannte Gesichter einstellen: Kommentator bleibt demnach Sascha Roos, Experte Marc Surer. Aus der Boxengasse berichtet Tanja Bauer. 

In der abgelaufenen Saison mit dem Titel für Nico Rosberg waren die Zuschauerzahlen seitens RTL gestiegen. Durchschnittlich 4,51 Millionen Zuschauer verfolgten die 21 Rennen. Das waren nach Angaben des Senders 310.000 mehr als im Vorjahr, als die 19 Rennen im Durchschnitt 4,20 Millionen schauten. Auch der Marktanteil stieg leicht an. 

Kimi Räikkönen fährt Bestzeit bei Abschlusstests

Sebastian Vettels Ferrari-Teamkollege Kimi Räikkönen hat am letzten Tag der Formel-1-Abschlusstests in Barcelona mit Abstand die Bestzeit hingelegt. Der Finne unterbot auf dem Circuit de Catalunya mit 1:18,634 Minuten die zuvor gültige Marke des Heppenheimers von 1:19,024 Minuten. Mercedes-Pilot Lewis Hamilton schloss den Testtag auf Rang fünf ab direkt vor Renault-Fahrer Nico Hülkenberg. Pascal Wehrlein musste sich in seinem Sauber mit der langsamsten Zeit aller 13 aktiven Piloten begnügen. Für McLaren liefen auch die letzten Proberunden alles andere als zufriedenstellend. Fernando Alonsos Dienstwagen wurde auf dem Kurs in Spanien von mehreren Elektronikproblemen ausgebremst und landete weit hinten. Das erste Saisonrennen findet am 26. März in Melbourne statt.

Ferrari beeindruckt die Konkurrenz

Vielleicht wird der Kosename für Sebastian Vettels neuen Ferrari ja wieder ein bisschen verführerischer ausfallen. Derzeit schwärmt ja sogar die Konkurrenz vom SF70H. "Der Ferrari schaut am schnellsten aus. Das Auto liegt wie ein Brett", zitierte auto-motor-und-sport.de Mercedes-Teamaufsichtsratschef Niki Lauda.

Am Donnerstag absolvierte Vettel auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona seine letzten Runden vor dem Beginn der neuen Formel-1-Saison. "Margherita" hieß Vettels Wagen der vergangenen Saison. Um die gleichnamige Pizza ging es nicht, eher um eine Assoziation mit einer ehemaligen italienischen Königin. Vom Thron war der viermalige Weltmeister Vettel aber ebenso wie sein Teamkollege Kimi Räikkönen - noch immer der letzte Champion im Ferrari - weit entfernt. 

Die Chancen stehen gut, dass sich das in der neuen Saison ändert. Vettel fuhr am Ende Bestzeit der gesamten Testphase. Der im vergangenen Jahr von Nico Rosberg entthronte dreimalige Weltmeister Lewis Hamilton wies der Scuderia vorerst die Favoritenrolle zu. "Wir können unsere Augen nicht vor ihnen verschließen, sie machen im Moment einen großartigen Job."


Felipe Massa sichert sich erste Bestzeit bei zweiter Testphase

Williams-Fahrer Felipe Massa hat sich zum Auftakt der Formel-1-Abschlusstests in Barcelona die erste Bestzeit gesichert. Der für diese Saison reaktivierte Brasilianer legte am Dienstag auf dem Circuit de Catalunya mit 1:19,726 Minuten die schnellste Runde vor Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo hin. Massa absolvierte zusammen mit Ferrari-Star Sebastian Vettel mit jeweils 168 Runden die meisten Runden. Vettel wurde Dritter direkt vor Mercedes-Pilot Lewis Hamilton. Der Brite brachte es wegen eines Unterbodenschadens an seinem Silberpfeil nur auf 49 Umläufe, ehe Valtteri Bottas am Nachmittag das Steuer übernahm.

Seine ersten Runden mit dem neuen C36 konnte Sauber-Pilot Pascal Wehrlein drehen. Wegen einer Nackenverletzung war er für die ersten Probefahrten ausgefallen, nun absolvierte er 47 Umläufe. Dann übernahm sein schwedischer Teamkollege Marcus Ericsson. "Es ist toll wieder im Auto zu sitzen", sagte der 22-jährige Deutsche bei "Auto, Motor und Sport". Schmerzen habe er keine gehabt. Nico Hülkenberg drehte die siebtschnellste Runde und brachte es auf 58 Runden.

Auf einen reibungslosen Tag hoffte McLaren wieder einmal vergeblich. Das britische Team musste den Motor wechseln, deshalb konnte Stoffel Vandoorne mehrere Stunden keine Ausfahrt unternehmen. Am Ende kam der Belgier auf 80 Runden.

Ferrari macht in Testphase Druck auf die Silberpfeile 

Sebastian Vettel traute der zarten Ferrari-Hoffnung noch nicht. "Wir haben immer noch viele Dinge, bei denen wir uns verbessern müssen. Die Liste ist noch ziemlich lang", sagte der 29-Jährige zu den Komplimenten für seinen neuen Dienstwagen nach der ersten Formel-1-Testwoche, die am Donnerstag in Barcelona zu Ende ging. Der SF70H erwies sich an den vier Probetagen auf dem Circuit de Catalunya als vorerst stärkster Gegner für den neuen Silbperpfeil vo Lewis Hamilton und Valtteri Bottas.

Auch am Abschlusstag auf einer künstlich bewässerten Strecke zum Test der neuen Regenreifen machte der Ferrari eine gute Figur, war erneut schnell und zuverlässig. Vettels Teamgefährte Kimi Räikkönen fuhr wie am Dienstag die schnellste Runde des Tages. Am Montag und Mittwoch hatten sich Hamilton und Bottas im Mercedes die Bestzeiten gesichert, dabei aber Vettel jeweils nur hauchdünn distanziert.


Zudem wurde Hamilton am Donnerstag von einem elektronischen Defekt ausgebremst und verzichtete in Absprache mit dem Team auf weitere Runden. Bottas musste am Nachmittag auf Anraten der Ingenieure ebenfalls vorzeitig Feierabend machen. An den ersten drei Tagen hatten sich die beiden Mercedes-Fahrer noch als Kilometerfresser betätigt. Neuzugang Bottas, der das Cockpit des zurückgetretenen Weltmeisters Nico Rosberg übernahm, wusste seinen neuen Arbeitgeber dabei auf Anhieb zu überzeugen. "Er macht einen guten Job, hat sich toll ins Team eingefügt", lobte Hamilton seinen neuen Kollegen.

Völlig neu gebaute Autos am Start

Der zweite Teil der Testfahrten in der kommenden Woche an gleicher Stelle muss nun zeigen, ob die Formel 1 zum ersten Grand Prix am 26. März im australischen Melbourne tatsächlich auf ein enges Duell zwischen Mercedes und Ferrari zusteuert. Vorerst scheint die Scuderia die Regelformen genutzt zu haben, um den Rückstand auf das Weltmeister-Team zumindest spürbar zu verringern.

Alle Teams mussten für dieses Jahr völlig neue Autos bauen, die breiter, flacher, schneller und schwerer beherrschbar sind. Zudem sind auch die Reifen breiter, die wieder von Pirelli bereit gestellt werden. "Diese Autos trennen die Männer von den Buben", sagte Dreifach-Champion Hamilton.

Red Bull hat Nachholbedarf

Noch Nachholbedarf hat offenbar Red Bull, dessen RB13 erst kurz vor dem Test fertig wurde und zu Beginn technische Probleme hatte. "Es ist zu früh, um Vergleiche anzustellen. Die anderen fahren ihr Programm, wir unseres", sagte Max Verstappen nach seinen ersten Runden gelassen.
Dahinter formiert sich ein breites Mittelfeld, aus dem wohl auch Nico Hülkenberg nach seinem Wechsel zu Renault so schnell nicht herausfahren wird. Die größten Sorgen hat wie schon in den Vorjahren McLaren, weil der neue Honda-Motor abermals Schwächen hat. Dem einst titelverwöhnten Traditionsteam und Altmeister Fernando Alonso droht eine weitere Frustsaison.


Impressionen aus der Ferrari-Vergangenheit

Rennkalender 2017: Alle Grands Prix im Überblick

Grand PrixDatumStartzeit
Australien/Melbourne26. März 7.00 Uhr MESZ
China/Shanghai9. April 8.00 Uhr MESZ
Bahrain/Sachir16. April17.00 Uhr MESZ
Russland/Sotschi30. April14.00 Uhr MESZ
Spanien/Barcelona14. Mai14.00 Uhr MESZ
Monaco/Monte Carlo28. Mai14.00 Uhr MESZ
Kanada/Montreal9. Juni20.00 Uhr MESZ
Aserbaidschan/Baku25. Juni15.00 Uhr MESZ
Österreich/Spielberg9. Juli14.00 Uhr MESZ
Großbritannien/Silverstone16. Juli 14.00 Uhr MESZ
Ungarn/Budapest30. Juli14.00 Uhr MESZ
Belgien/Spa-Francorchamps27. August14.00 Uhr MESZ
Italien/Monza3. September14.00 Uhr MESZ
Singapur/Singapur17. September 14.00 Uhr MESZ
Malaysia/Sepang1. Oktober 9.00 Uhr MESZ
Japan/Suzuka8. Oktober 7.00 Uhr MESZ
USA/Austin22. Oktober 21.00 Uhr MESZ
Mexiko/Mexiko-City29. Oktober 20.00 Uhr MEZ
Brasilien/Sao Paulo12. November17.00 Uhr MEZ
V.A.E./Abu Dhabi26. November 14.00 Uhr MEZ

WM-Stand: Fahrer- und Konstrukteurswertung

Fahrerwertung (Top 10):

PlatzFahrerTeamPunkte*
1Sebastian VettelFerrari68
2Lewis HamiltonMercedes61
3Valterri BottasMercedes38
4Kimi RäikkönenFerrari34
5Max VerstappenRed Bull25
6Daniel RicciardoRed Bull22
7Felipe MassaWilliams16
8Sergio PerezForce India14
9Carlos SainzToro Rosso10
10Romain GrosjeanHaas F14

* nach 3/20 Rennen

Konstrukteurswertung (Top 5):

PlatzTeamPunkte*
1Ferrari102
2Mercedes99
3Red Bull47
4Force India17
5Williams16

* nach 3/20 Rennen

Die Formel 1: Fahrer & Teams 2017

Mercedes AMG Petronas

Fahrer/Startnummer:

Lewis Hamilton/44 Großbritannien32 Jahre
Valtteri Bottas/77 Finnland27 Jahre
Teamchef:Toto Wolff
Debütsaison:2010
Chassis/Motor:W08/Mercedes-Benz
Grand-Prix-Teilnahmen/Siege:136/55
Konstrukteurs-WM-Titel:2014-2016

Red Bull Racing

Fahrer/Startnummer:

Daniel Ricciardo/3Australien27 Jahre
Max Verstappen/33Niederlande19 Jahre
Teamchef:Christian Horner
Debütsaison:2005
Chassis/Motor:RB13/Renault
Grand-Prix-Teilnahmen/Siege:222/52
Konstrukteurs-WM-Titel:2010-2013

Scuderia Ferrari

Fahrer/Startnummer:

Sebastian Vettel/5Deutschland29 Jahre
Kimi Räikkönen/7Finnland37 Jahre
Teamchef:Maurizio Arrivabene
Debütsaison:1950
Chassis/Motor:SF70H/Ferrari
Grand-Prix-Teilnahmen/Siege:929/224
Konstrukteurs-WM-Titel:1961,64,75-77,79,82,83,99-2004,07,08

Sahara Force India

Fahrer/Startnummer:

Sergio Perez/11Mexiko27 Jahre
Esteban Ocon/31Frankreich20 Jahre
Teamchef:Vijay Mallya
Debütsaison:2008
Chassis/Motor:VJM10/Mercedes-Benz
Grand-Prix-Teilnahmen/Siege:171/-
Konstrukteurs-WM-Titel:-

Williams Martini Racing

Fahrer/Startnummer:



Felipe Massa/19Brasilien35 Jahre
Lance Stroll/18Kanada18 Jahre
Teamchef:Frank Williams
Debütsaison:1975
Chassis/Motor:FW40/Mercedes-Benz
Grand-Prix-Teilnahmen/Siege:682/114
Konstrukteurs-WM-Titel:1980,81,86,87,92-94,96,97

McLaren Honda

Fahrer/Startnummer:

Fernando Alonso/14Spanien35 Jahre
Stoffel Vandoorne/2Belgien24 Jahre
Teamchef:Eric Boullier
Debütsaison:1966
Chassis/Motor:MCL32/Honda
Grand-Prix-Teilnahmen/Siege:801/182
Konstrukteurs-WM-Titel:1974,84,85,88-91,98

Scuderia Toro Rosso

Fahrer/Startnummer:

Carlos Sainz jr./55Spanien22 Jahre
Daniil Kwjat/26Russland22 Jahre
Teamchef:Franz Tost
Debütsaison:2006
Chassis/Motor:STR12/Renault
Grand-Prix-Teilnahmen/Siege:206/1
Konstrukteurs-WM-Titel:-

Haas F1 Team

Fahrer/Startnummer:

Romain Grosjean/8Frankreich30 Jahre
Kevin Magnussen/20Dänemark 24 Jahre
Teamchef:Guenther Steiner
Debütsaison:2016
Chassis/Motor:VF-17/Ferrari
Grand-Prix-Teilnahmen/Siege:21/-
Konstrukteurs-WM-Titel:-

Renault Sport F1 Team

Fahrer/Startnummer:

Nico Hülkenberg/27Deutschland29 Jahre
Joylon Palmer/30Großbritannien26 Jahre
Teamchef:Cyril Abiteboul
Debütsaison:1977
Chassis/Motor:RS17/Renault
Grand-Prix-Teilnahmen/Siege:398/37
Konstrukteurs-WM-Titel:2005-2006

Sauber F1 Team

Fahrer/Startnummer:

Marcus Ericsson/9Schweden26 Jahre
Pascal Wehrlein/94Deutschland22 Jahre
Teamchef:Monisha Kaltenborn
Debütsaison:1993
Chassis/Motor:C36/Ferrari (Version von 2016)
Grand-Prix-Teilnahmen/Siege:332/-
Konstrukteurs-WM-Titel:-

Was sich in dieser Saison regeltechnisch alles ändert

Die Formel-1-Boliden sehen 2017 nicht nur deutlich anders aus als in den Vorjahren. Auch sollen einige Regeländerungen für mehr Spannung sorgen. Das wird in dieser Saison anders:

  • Reifen: Die Gummiwalzen sind um ein Viertel breiter. Vorn sind es nun 30,5 Zentimeter anstatt 24,5. Hinten 40,5 Zentimeter statt 32,5. Zudem sind die Pneus jetzt haltbarer, sollen weniger stark abbauen und es dem Fahrer ermöglichen, länger am Limit zu fahren.
  • Karosserie: Der Frontflügel ist mit 180 Zentimetern nun 15 Zentimeter breiter, die Gesamtbreite des Autos wuchs um 20 auf 200 Zentimeter. Der Heckflügel ist ebenfalls breiter, aber flacher als in der Vorsaison. Der Diffusor, der im Unterboden durch einen Sog für eine bessere Aerodynamik sorgt, ist durch seine deutlich vergrößerten Ausmaße um einiges wirksamer.
  • Gewicht: Ein Rennwagen darf nun 20 Kilogramm mehr wiegen, also 722 statt bisher 702 Kilogramm. Nicht eingerechnet sind die Reifen.
  • Kosten: Kundenteams müssen pro Motoreneinheit in diesem Jahr eine Million Euro weniger an die Hersteller wie Mercedes oder Renault zahlen.
  • Antrieb: Das mit Startplatzstrafen belegte Wechseln von Teilen der Motoreneinheit kann auch bei nachfolgenden Rennen noch zu Strafen führen. Damit soll verhindert werden, dass bei einem Fahrer unnötig mehrere Motorenteile gewechselt werden, um bei späteren Grand Prix durch neuere Bauteile einen Vorteil zu haben. Das umstrittene System der sogenannten Token, mit denen die Motorenentwicklung während der Saison begrenzt wurde, ist abgeschafft.
  • Start: Wenn ein Rennen wegen schlechter Witterung zunächst hinter einem Safety-Car beginnt, gibt es künftig einen stehenden Neustart, sobald die Streckenbedingungen es zulassen.
  • Helme: Fahrer dürfen ihr Helmdesign für ein von ihnen gewähltes Rennen pro Jahr einmalig verändern. Auch im Fall eines Wechsels zu einem anderen Team während der Saison ist ein neugestalteter Helm erlaubt.

+++ Die deutschen Formel-1-Piloten im Porträt +++

Sebastian Vettel: Saison der Entscheidung

Formel-1-Pilot Sebastian Vettel


Sebastian Vettel läuft die Zeit davon. Nach einer verkorksten Formel-1-Saison muss der Heppenheimer Ferrari endlich zu einem weltmeisterfähigen Team machen. Sonst könnte die mit so großen Hoffnungen geschlossene Beziehung zum Ende seines Dreijahresvertrags bereits im Winter 2017 gelöst werden. "2017 ist eine Saison voller Unbekannten", räumte Ferrari-Boss Sergio Marchionne mit Blick auf die gravierenden Regeländerungen ein. "Ich kann aber versprechen, dass wir kämpfen werden. Wir haben den Ansporn, die Hingabe und die Leidenschaft, wieder an die Spitze zurückzukehren."

Marchionnes Worte klingen zurückhaltend. Selbstbeherrschung ist aber keine Stärke der notorisch aufgeregten Scuderia. Ferrari hat Vettel schließlich 2015 als viermaligen Weltmeister verpflichtet, um aus der "Roten Göttin" wieder das Nonplusultra in der Königsklasse des Motorsports zu machen. So wie einst Michael Schumacher.

Der Kerpener brauchte vier Aufbaujahre, ehe er fünf WM-Titel in Serie mit dem italienischen Traditionsteam folgen ließ. Aus dem Deutschen wurde in Maranello eine Legende. Vettel weiß um Schmumachers langen Schatten. Der 29-Jährige weiß aber auch, dass Erfolge mit Ferrari in der Formel 1 eine ganz eigene Kategorie darstellen.

"2015 war ein tolles Jahr, um die Mission zu starten, wieder zu gewinnen. 2016 war ein Rückschritt bei den Ergebnissen, aber was das Organisatorische betrifft ein massiver Fortschritt", sagte Vettel zum Abschluss der Tests in Barcelona, wo sich Ferrari mit Mercedes um die Bestzeiten duellierte. "Es fügt sich, wir müssen aber geduldig sein. Wenn das Team gut arbeitet, werden wir auch Resultate sehen."

Viel Zeit bleibt Vettel aber nicht. Der Druck auf die Scuderia und ihn wächst. Falls Vettel nicht wie Schumacher Ferrari zu neuem Glanz führt, könnte sich dem viermaligen Champion aber schon für 2018 eine attraktive Ausfahrt bieten: ein Cockpit bei Mercedes, wenn Nico Rosbergs Nachfolger Valtteri Bottas nicht die Erwartungen erfüllt.

Nico Hülkenberg: Raus aus dem Mittelmaß

Formel-1-Pilot Nico Hülkenberg


Für einen Formel-1-Rennstall zu fahren, in dem offen über den Gewinn der Weltmeisterschaft geredet wird, ist für Nico Hülkenberg etwas Ungewohntes. Sein neuer Arbeitgeber Renault hat den WM-Titel 2020 als Ziel ausgegeben - und setzt dabei voll auf den 29-Jährigen. "Er ist ein toller Fahrer, und er hat sehr starke Anführer-Qualitäten", sagt Renault-Sportdirektor Cyril Abiteboul. 

Umgekehrt hofft auch Hülkenberg, dass ihn die Franzosen im letzten Drittel seiner Karriere in die Spitze katapultieren. Schließlich hat Renault als Hersteller mehr Mittel als die meisten Privat-Rennställe. "Es war stets ein Traum, für ein Werksteam zu fahren", versichert Hülkenberg. Ein Traum, der ihm nebenbei angeblich auch ein Multi-Millionen-Salär bringt.

In seinen bisherigen sechs Formel-1-Jahren war er stets mittendrin im Mittelmaß. Bei Williams, Sauber und Force India zeigte Hülkenberg seine Qualitäten, für das Podest reichte es wegen der Unterlegenheit seiner Dienstwagen in keinem der 117 Rennen. Und wenn über die Besetzung von Cockpits bei Top-Teams spekuliert wurde, zirkulierte oft auch sein Name. Eine Chance bekam der Rheinländer aber nicht. 

Nun soll es mit Renault klappen, endlich in die Elite der Formel 1 vorzudringen. Doch der gelernte Speditionskaufmann braucht Geduld. Er selbst hat in der Winterpause so hart wie nie trainiert. Sein Team ist für den Angriff auf die Spitze längst noch nicht soweit.

Sofort Kandidat für das Podium zu sein, erwartet er nicht. Auch am Renault-Saisonziel, ein Platz unter den ersten Fünf, hat er Zweifel. Der in Monaco lebende Hülkenberg nennt sein Engagement auch lieber ein "langfristiges Projekt, in dem 2017 noch ein Aufbaujahr ist". 

Die Test-Eindrücke in Barcelona gaben Hülkenberg dem Anschein nach recht. Der Abstand zum Top-Trio Mercedes, Ferrari und Red Bull ist groß. Hülkenberg steckt mit den Franzosen vorerst wieder mittendrin im Mittelmaß. Doch das soll nur eine Momentaufnahme bleiben.

Pascal Wehrlein: Zwischensaison auf dem Weg nach oben

Formel-1-Pilot Pascal Wehrlein


An der Spekulations-Börse wurde Pascal Wehrleins Name nach dem Rücktritt von Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg hoch gehandelt. Doch die Mercedes-Verantwortlichen konnten sich nicht durchringen, das unerfahrene Talent aus eigenem Hause neben Dreifach-Champion Lewis Hamilton zu setzen. "Wir wollen ihn nicht verheizen", nannte Motorsportchef Toto Wolff als Grund, den 22-Jährigen - vorerst - nicht zu befördern. 

Der Sprung vom hoffnungslos unterlegenen und mittlerweile insolventen Manor-Rennstall zum Weltmeister-Team wäre in der Tat riesig gewesen. Nun macht Wehrlein beim Privatteam Sauber einen Zwischenschritt auf dem erhofften Weg nach oben. Er habe sich nicht groß mit einem Wechsel zu Mercedes beschäftigt, meint der DTM-Champion von 2015: "Das sind Sachen, die man selbst nicht beeinflussen kann."

Sauber habe mächtig Potenzial, "mittelfristig wieder richtig gut zu werden. Das ist natürlich das Ziel", sagt der Worndorfer. Die Schweizer haben dank der Millionen aus der schwedischen Tetrapak-Dynastie nach langer Zeit keine Existenzängste mehr und können sich wieder verstärkt auf das Sportliche konzentrieren.

Wehrlein will davon profitieren und sich für Höheres empfehlen. Schon im Manor hatte er sein Können angedeutet und holte im Rennen in   Österreich seinen bislang einzigen Punkt. 2017 sehe er "auf jeden Fall nicht als Lehrjahr. Ich will das Maximale aus dieser Saison herausholen, fehlerfrei bleiben, so viele Punkte wie möglich holen." 

Daher störte es ihn gewaltig, in der ersten Woche der Tests in Barcelona zu passen. Grund war eine Rückenblessur, die er sich im Januar in Miami bei einem Unfall im "Race of Champions" zugezogen hatte. Erst in der zweiten Woche durfte er sein Gefährt kennenlernen.

An das mögliche Mercedes-Cockpit für 2018 denke er nicht, versichert Wehrlein. "Das einzige, was ich machen kann, ist, eine gute Leistung zu zeigen." Mercedes-Mann Wolff wird ihn genauestens beobachten.

Die erfolgreichsten Fahrer der Formel-1-WM-Geschichte

Sieben WM-Titel

Michael Schumacher (Kerpen): 1994,95,2000-04

Fünf WM-Titel

Juan Manuel Fangio (Argentinien): 1951,54-57

Vier WM-Titel

Sebastian Vettel (Heppenheim): 2010-13

Alain Prost (Frankreich): 1985-86,89,93

Drei WM-Titel

Lewis Hamilton (England): 2008,14,15

Ayrton Senna (Brasilien): 1988,90,91 

Nelson Piquet (Brasilien): 1981,83,87

Niki Lauda (Österreich): 1975,77,84

Jackie Stewart (Schottland): 1969,71,73

Jack Brabham (Australien): 1959-60,66

Zwei WM-Titel

Fernando Alonso (Spanien): 2005,06 

Mika Häkkinen (Finnland): 1998,99

Emerson Fittipaldi (Brasilien): 1972,74 

Alberto Ascari (Italien): 1952,53

Graham Hill (England): 1962,68

Jim Clark (Schottland): 1963,65

Ein WM-Titel

Nico Rosberg (Wiesbaden): 2016 

Jenson Button (England): 2009 

Kimi Räikkönen (Finnland): 2007 

Jacques Villeneuve (Kanada): 1997

Damon Hill (England): 1996 

Nigel Mansell (England): 1992 

Keke Rosberg (Finnland): 1982 

Alan Jones (Australien): 1980

Jody Scheckter (Südafrika): 1979

Mario Andretti (USA): 1978

James Hunt (England): 1976

Jochen Rindt (Österreich): 1970

Dennis Hulme (Neuseeland): 1967

John Surtees (England): 1964 

Phil Hill (USA): 1961

Mike Hawthorn (England): 1958

Giuseppe Farina (Italien): 1950

tis/rös/mod/DPA/AFP

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