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Bundesliga

Soll dieser Mann wirklich den HSV pfeifen dürfen?

Vor dem Abstiegsendspiel zwischen dem Hamburger SV und dem VfL Wolfsburg liegen die Nerven blank. Das belegt die Diskussion um die Ansetzung von Schiedsrichter Manuel Gräfe. Der Grund: Gräfe hat eine besondere Historie mit dem HSV.

Eigentlich verspricht der Abstiegsgipfel zwischen dem Hamburger SV und dem VfL Wolfsburg am Samstagnachmittag im seit Wochen ausverkauften Volksparkstadion ohnehin schon ordentlich Brisanz. Beide Vereine sind in dieser Saison weit unter ihren Möglichkeiten geblieben und wollen nun am letzten Spieltag um jeden Preis die Relegation vermeiden. Da kommt es auf Kleinigkeiten an, zum Beispiel eine souveräne Spielleitung. Nicht wenige Fans bezweifeln aber, dass diese durch Schiedsrichter gewährleistet sein wird.

Manuel Gräfe


Der Grund ist Gräfes Historie mit dem . Überspitzt formuliert haben es die Hamburger dem 43-Jährigen zu verdanken, dass sie überhaupt noch erstklassig spielen dürfen. Rückblick: Im Relegationsrückspiel beim Karslruher SC stand der HSV 2015 bereits mit anderthalb Beinen in der 2. Liga. Die Karlsruher führten mit 1:0, ehe Gräfe in der Nachspielzeit ein umstrittenes Handspiel gegen den Karlsruher SC pfiff. Hamburg traf per Freistoß zum Ausgleich und verhinderte den Abstieg in der Verlängerung.

Manuel Gräfe: Diskussionen um seine Ansetzung

Entsprechend kritisch wird die Ansetzung Gräfes für das Spiel zwischen dem HSV und gesehen. Ex-Fifa-Schiedsrichter Bernd Heynemann sagte bei "Sport1": "Man kann nur hoffen, dass nichts passiert. Aber wenn in einer entscheidenden Szene etwas passieren sollte, hat der DFB ein Problem." Heynemann erinnert an das Zerwürfnis zwischen Schalke 04 und Schiedsrichter Markus Merk: "Was das für Nachwirkungen haben kann - auch noch Jahre danach -, haben wir ja bei Markus Merk 2001 gesehen, als er den Freistoß in Hamburg für Bayern gegeben hat." So etwas wirke noch Jahre nach. Die Ansetzung Gräfes sei deshalb sehr unglücklich.

Markus Merk selbst pflichtet Heynemann bei: "Hätte man mich gefragt, welcher Schiedsrichter für dieses Spiel nicht in Frage kommt, wäre ich auf genau einen Namen gekommen", so Merk in der "Hamburger Morgenpost" über die Entscheidung für Gräfe. Ex-Bundesliga-Schiedsrichter und Sky-Experte Peter Gagelmann sieht dagegen kein Problem: "Manuel Gräfe hat die meiste Erfahrung, so gesehen ist die vollkommen nachvollziehbar."

So oder so: Gräfe wird am Samstag im Volkspark unter besonderer Beobachtung stehen. Nicht die besten Voraussetzungen in einem Spiel, das ohnehin schon ordentlich Brisanz birgt.

tim

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