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Er mag Trump und hasst Hillary - Torhüter Greiss wird wohl nicht mehr spielen

Thomas Greiss

Deutschlands umstrittener Eishockey-Keeper Thomas Greiss wird wohl nicht mehr bei dieser WM spielen. Offizielle Begründung: Verletzung.

 Deutschlands umstrittener Nationaltorhüter wird bei der Eishockey-WM womöglich nicht mehr zum Einsatz kommen. "Das kann sein, seine Verletzung hat sich verschlechtert", sagte Bundestrainer Marco Sturm nach dem 2:3 nach Verlängerung am Freitagabend in Köln gegen Dänemark. "Greissi ist einfach nicht bei 100 Prozent", sagte Sturm weiter.

Deshalb soll Philipp Grubauer von den Washington Capitals nach seinem Saisonaus in der NHL am Samstagmittag in Frankfurt landen. "Ich habe mich entschieden, Philipp nachzunominieren", sagte . Ein Einsatz am Abend gegen Italien (20.15 Uhr/Sport 1) kommt aber wahrscheinlich zu früh. Dann würde wohl wieder erneut Danny aus den Birken im Tor stehen. Die Personalveränderung auf der Torhüterposition hat laut Sturm aber nichts mit der Affäre um Greiss wegen dessen im Internet geäußerten Zustimmung zu rechtsgerichteten Inhalten zu tun. "Das war auch überhaupt kein Thema in der Mannschaft", meinte Sturm.

Thomas Greiss likte den Vergleich Hillary - Hitler

Der Deutschlandfunk hatte berichtet, Greiss habe sich im sozialen Netzwerk Instagram als Anhänger von US-Präsident Donald Trump und Gegner der früheren Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton zu erkennen gegeben. Dabei hatte Greiss offenbar unter anderem auch einen Vergleich von Clinton mit Adolf Hitler mit dem 'Gefällt-Mir'-Button markiert. "Grundsätzlich ist Hitler ein No-Go, das ist ganz klar. Es gibt Dinge, die gehen in Deutschland nicht", sagte DEB-Vizepräsident Marc Hindelang. "Aber alles andere, wen er wählt, wen er gut findet, ist seine Sache. Wir können niemandem vorwerfen, für oder gegen Trump oder Clinton zu sein. Die Art und Weise ist natürlich etwas anderes."

Offiziell soll der Vorfall aber keine Konsequenzen haben. Der NHL-Keeper der New York Islanders soll bei der WM in beim Team bleiben. "Thomas Greiss ist kein Rechtsextremist und auch kein Rechtspopulist", sagte Hindelang.

Anders als Sturm deuteten einige Spieler an, dass der Vorfall sehr wohl Thema im Team gewesen sei. "Es ist sicherlich nicht das Tollste, am Spieltag damit konfrontiert zu werden", sagte Ehrhoff. Der DEB-Kapitän nahm den 31 Jahre alten Torhüter zudem in Schutz. "Ich finde, er hat das Recht auf seine politische Meinung. Wenn er Trump unterstützt, ist das seine Sache. Sicherlich war das unglücklich, was er geliked hat", sagte Ehrhoff. Deutlich distanzierter äußerte sich Torjäger Patrick Reimer. "Das möchte ich nicht kommentierten. Das ist seine Sache, was er da gemacht hat", sagte der Stürmer aus Nürnberg.

che/DPA

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