User Image User
User Image User

Radprofi jubelt zu früh und fällt auf den 148. Platz zurück

Giro d'Italia - Slowene Luka Pibernik

Er riss die Arme hoch und freute sich über den vermeintlich größten Karriereerfolg. Doch die Ernüchterung folgte für Radprofi Luka Pibernik prompt: Er hatte sich beim Giro d'Italia schlicht um eine Runde vertan und wurde fortan durchgereicht.

Beim Giro d'Italia, dem italienischen Pendant zur Tour de France, gehen die Radprofis seit vergangenen Freitag an ihre körperliche Grenzen. Dass angesichts der Anstrengungen gerade im hitzigen Finale klare Gedanken kaum noch möglich sind, musste am Mittwoch auch der Slowene Luka Pibernik erfahren.

Im sizilianischen hatte sich der 23-Jährige auf den letzten Kilometern, die auf einem Rundkurs zu absolvieren waren, vom Feld gelöst und sein Heil in der Flucht gesucht. Und tatsächlich: Auf der langen Zielgeraden lag der Profi vom Bahrain-Merida-Team noch immer vorn. Mit letzter Kraft trat er in die Pedale, seinen größten Karriereerfolg vor Augen. Entsprechend jubelte er dann auch mit hochgerissenen Armen, als er die Ziellinie überfuhr.

Das Problem: Zu diesem Zeitpunkt musste noch eine Runde gefahren werden - Pibernik hatte sich schlicht zu früh gefreut. Sein Missgeschick dürfte ihm spätestens bewusst geworden sein, als das Fahrerfeld wenig später an ihm vorbeirauschte und den jungen Nachwuchsprofi Position um Position durchreichte. Am Ende - durch seine (erfolglose) Solo-Flucht offenbar derart geschwächt oder demoralisiert - kam der junge Slowene nur noch auf den 148. Platz.

Greipel im Massensprint ohne das notwendige Glück

Die Etappe über 159 Kilometer gewann indes der Kolumbianer Fernando Gaviria vom belgischen Team Quick Step, der damit bereits seinen zweiten Tagessieg holte. Der deutsche Top-Sprinter André Greipel verpasste den Sprung aufs Podium hingegen denkbar knapp. Beim Massensprint im Zielort Messina kam der 34-Jährige nicht in eine ideale Position und musste sich letztlich mit Platz vier begnügen.

Der dreimalige deutsche Meister hatte am vergangenen Samstag die zweite Etappe auf Sardinien gewonnen und für einen Tag das Trikot des Spitzenreiters getragen.  

mod mit DPA

Wissenscommunity