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Firma schickt Bewerberin nach Hause - ihr Outfit war nicht "konservativ genug"

Rosie Reilly hatte ein Vorstellungsgespräch bei der Apothekenkette Boots. Bei ihrem Outfit überließ sie nichts dem Zufall, doch die Personalerin war wenig begeistert und schickte sie nach Hause. Ihre Klamotten seien nicht konservativ genug. 

Die Frage nach dem richtigen für ein Bewerbungsgespräch ist gar nicht so einfach zu beantworten. In der Gastronomie oder bei einer jungen Agentur wäre ein strenges Kostüm oder ein Anzug vielleicht etwas viel. Bei einer Bank oder Versicherung wird es hingegen nicht gerne gesehen, wenn die Bewerber zu locker gekleidet antanzen.

Die junge Britin Rosie Reilly hatte sich einige Gedanken gemacht. Sie war zu einem Vorstellungsgespräch bei der Drogerie- und Apothekenkette Boots eingeladen worden. "Ich habe mindestens eine Stunde damit verbracht, meine Frisur, Make-up und Outfit aufeinander abzustimmen", sagte sie "Metro". Das Ergebnis: Rosie entschied sich für einen mittellangen, schwarzen Rock und eine hochgeschlossene Bluse mit Punkten. Ihren Undercut frisierte sie mit großen Locken. Beim Make-up setzte sie auf einen satten Lidstrich und  roten Lippenstift. Ihren Nasenring trug sie weiterhin, ihre Nägel waren passend zum Lippenstift lackiert. 

Doch der Personalerin von Boots hat das Outfit offenbar nicht gefallen, denn während des sagte sie zu Rosie: "Die zweite Hälfte des Bewerbungsgesprächs findet im Geschäft statt. Ich denke aber nicht, dass Sie konservativ genug gekleidet sind, also werden wir den zweiten Teil des Gesprächs an einem anderen Tag durchführen."

Facebook-User stehen auf Rosies Seite

Auf Facebook machte sich Rosie Luft: "Hi Boots UK, ich durfte mein Vorstellungsgespräch heute nicht beenden, weil ich nicht 'konservativ genug' gekleidet war. a) Meine Äußeres hat noch nie meine Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. b) Ich finde, dass ich ganz gut aussah! c) Zahlt eure Steuern." Andere Facebook-User stärken Rosie den Rücken. "Ich würde auf jeden Fall Dinge bei dir einkaufen", schreibt einer. "Du siehst super aus", schreibt eine andere Userin. Rosie ist dankbar für die Unterstützung. Nach dem abgebrochenen Gespräch war sie in Tränen ausgebrochen. Die Unterstützung aus dem Netz habe ihr gut getan.

Boots entschuldigt sich

Auch das Unternehmen reagierte auf den Post. Ein Mitarbeiter entschuldigte sich via Facebook für den Vorfall und bat sie, genauere Einzelheiten mitzuteilen. Auch eine Verantwortliche von Boots schrieb an Rosie und lud sie zu einem neuen Termin ein. Doch Rosie lehnte ab.

kg

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