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Pendler-Alptraum – Fähre gerät in schweren Sturm

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Mit den Manly-Fähren kommt man in Sydney doppelt so schnell voran wie mit dem Auto, denn sie kennen keinen Stau. Aber ab und zu  geraten sie in einen Sturm. Dann müssen Touristen und Pendler an Bord ganz tapfer sein.

East Coast Low intensifying. #manlyferryride #manlyferryview #lovemanly #sydneyheads #sydneyweather #9weather #manly365

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Die Manly-Fähren verbinden den Vorort Manly direkt mit dem Hafen von Sydney. Sieben Seemeilen ist eine Tour lang, die Fahrt dauert etwa 30 Minuten. Die Tour gibt den Blick auf das ganze Hafenpanorama frei, daher ist sie nicht nur bei Pendlern beliebt, die so ohne Stau in die City kommen. Die Fähre braucht nur die Hälfte der Zeit, die ein Bus oder eine Auto benötigen würde. Aber auch Touristen schätzen den Ausflug mit dem Boot.

Hinzu kommt, das gemütliche, altmodische Aussehen der etwa 70 Meter langen Boote. Weniger bekannt ist, dass die Fähren dieser Sydney-Attraktion ab und zu auch in schwere See geraten können.

The wind and waves against the boat. #manlyferryview #sydneyheads #sydneyweather #lovemanly #mvfreshwater

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An Bord einer Fähre arbeitet Haig Gilchrist, 47. Ein begabter Fotograf und ein Seemann, der seinen Beruf offenbar genauso liebt wie seine Stadt Sidney. Auf seinem Instagram Account zeigt Gilchrist Fähren und Stadt von der schönsten Seite. Aber vor wenigen Tagen hat er Bilder veröffentlicht, die zeigen, wie sich die kleinen Schiffe durch schwere Brecher kämpfen müssen, nachdem sie die schützende Hafenbucht verlassen haben. Mehrere Stürme hatten die Umgebung von Sydney am Wochenenden heimgesucht und große Schäden hinterlassen. Auf See führte die Wetterlage dazu, dass sich am Ausgang der Bucht extrem hohe Wellen bildeten, die sonst dort nicht üblich sind.

Offenbar war das aber kein Grund die Fährverbindung, die Tag und Nacht besteht, auszusetzen. Auf einem Foto sieht es so aus, als würde die Fähre gleich von den turmhohen Wellen verschlungen werden. Tatsächlich brach das Wasser aber nicht über dem Schiff zusammen, sonst hätten Gilchrist und die anderen Männer an Deck den Ausflug auch nicht überlebt. Stattdessen tanzte die Fähre auf und nieder. Das spektakulärste Bild beschrieb Gilchrist trocken mit: "East-Coast-Tief verstärkt sich." Später fügte er hinzu: "Klasse Tag, um hier zu arbeiten!"

Für die Pendler auf dem Weg nach Haus dürfte der Ausflug allerdings unvergesslich sein. Auf anderen Bildern ist zu erkennen, wie steil sich die Fähre nach einem Wellenkamm wieder in die See bohrt. "Da braucht man einen starken Magen", stellt ein Kommentator treffend mit.



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