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Audi verlängert Vertrag mit Rupert Stadler um weitere fünf Jahre

Der Vertrag von Audi-Vorstandschef Rupert Stadler wurde bis 2022 verlängert

Audi hat den Abgasskandal noch nicht überstanden, Vorstandschef Stadler schon: Sein Vertrag wurde verlängert. Aber auch auf dem wichtigsten Markt China läuft es für den Autobauer nicht gut.

Trotz des Abgasskandals genießt Rupert Stadler noch immer hohes Vertrauen bei . Der Vertrag des 54-jährigen Vorstandschefs wurde am Vorabend der Hauptversammlung in Neckarsulm von dem von VW-Chef Matthias Müller geführten Audi-Aufsichtsrat bis 2022 verlängert. 

Dieselskandal beschäftigt Audi weiterhin

Bei Audi kostete die Affäre bereits zwei Technikvorstände den Job. Als Stadler bei der Jahrespressekonferenz von Audi im März das Thema manipulierter Abgaswerte eigentlich hinter sich lassen wollte, stahlen ihm Ermittler die Schau: Die Staatsanwaltschaft München ließ zahlreiche Audi-Gebäude durchsuchen, auch die Zentrale in Ingolstadt. "Betrug und strafbare Werbung" lautet der Vorwurf, die Ermittlungen laufen gegen Unbekannt. Verschiedene Medien berichteten, die Ermittler seien auch bei Stadler selbst vorstellig geworden. Dieser aber dementierte: "Weder bei mir zu Hause noch in meinem Büro ist durchsucht worden."

Aktionärsschützer hatten für die Hauptversammlung am Donnerstag kritische Fragen zu Stadlers Rolle im Dieselskandal angekündigt. Dieser verkündete bei der Eröffnung der Veranstaltung, die Aufarbeitung sei noch lange nicht abgeschlossen. Gut die Hälfte der 2,3 Millionen betroffenen Vierzylinder-Audis seien inzwischen nachgerüstet worden. In den USA wolle Audi den 83.000 Besitzern manipulierter Sechszylinder-Diesel neben dem Rückkauf eine Nachrüstung anbieten, sobald die US-Behörden dies freigeben.

Probleme in China

nutzte die Hauptversammlung außerdem, um die Strategie Audis für den wichtigsten Einzelmarkt zu verteidigen: Trotz schlechter Zahlen will der Autobauer weiter in den chinesischen Markt investieren. 

 Die Verkäufe in China sind seit Januar um 18 Prozent eingebrochen, und der Rückgang "dauert an", sagte Stadler. Aber Audi lote die Zusammenarbeit mit dem chinesischen SAIC-Konzern als zweitem Produktions- und Vertriebspartner neben dem bisherigen Partner FAW aus. Die wesentlichen Eckpfeiler einer Absichtserklärung mit SAIC seien unterschrieben. "Aktuelle Einbußen bei unseren Auslieferungen werden diesen strategisch wichtigen Schritt nicht beeinflussen. Er ist langfristig wichtig und richtig", betonte der Audi-Chef.

fri/DPA

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