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Warum Rewe und McDonald's Interesse an Tankstellen haben

Tankstellen: McDonald's und Rewe wollen deren Standortvorteil nutzen

Tankstellen haben einen klaren Standortvorteil - und sind fast immer geöffnet. Davon wollen nun Fastfood-Konzerne profitieren. Und Supermarktketten wie Rewe.

Mal kurz rechts ran fahren, einen Happen essen und eine kleine Besorgung machen - abseits der Zapfsäulen werden immer mehr auch zur Anlaufstelle für die Dinge des täglichen Bedarfs. Auch Fast-Food-Ketten haben das für sich entdeckt und wollen Kundenfrequenz und Anziehungskraft der Tankstellen für ihre eigenen Expansionspläne nutzen. Aktuellstes Beispiel ist die Sandwich-Kette Subway: An zwei Tankstellen im niedersächsischen Laatzen und in Fürth in Bayern sollen sich die Kunden demnächst auch Sandwiches belegen lassen können, wie die Kette am Mittwoch in Köln bekanntgab. 50 weitere Standorte sind schon in Prüfung, falls der Test erfolgreich verläuft.

Gleich in mehreren Hinsichten sind Tankstellenketten für Fast-Food-Anbieter attraktive Partner: Sie haben lange oder sogar durchgängige Öffnungszeiten und ziehen so auch in Randzeiten potenzielle Kundschaft an. Sie sind oft zentral gelegen, immer aber natürlich gut mit dem erreichbar und haben Parkmöglichkeiten.
Und vor allem: Sie sind überall - und bieten damit Spielraum für die Expansion. Gerade im umkämpften Fast-Food-Markt ist das entscheidend.
Zumal die anziehenden Immobilienpreise vor allem in den Innenstädten den Ausbau des Filialnetzes nicht gerade einfacher macht.


Tankstellen gibt es flächendeckend

Mehr als 14.000 Tankstellen umfasste nach ADAC-Erhebungen aus dem Januar dieses Jahres alleine das deutsche Straßennetz - Autobahn-Tankstellen sind da noch gar nicht eingerechnet. Hier baut Fast-Food-Primus bereits sein Geschäft über eine Kooperation mit Tank & Rast aus. In diesem Jahr soll nach jüngsten Ankündigungen eine niedrige zweistellige Zahl neuer Filialen hinzukommen, innerhalb von fünf Jahren peilen die Partner die Eröffnung von rund 100 Filialen der Marke McDonald's an den Autobahnen in Deutschland an. Teils werden dabei Standorte übernommen, die andere Anbieter verlassen, teils entstehen auch neue Restaurants.

Auch Burger King als Nummer zwei auf dem deutschen Markt arbeitet an seiner Expansion. Der nun scheidende Deutschland-Chef Andreas Bork hatte bis zum Jahr 2023 das Ziel von rund 1000 Restaurants in Deutschland ausgegeben, das wären rund 300 mehr als derzeit. Neben attraktiven Städten wie München und kommen auch in Kleinstädten und der Peripherie neue Standorte hinzu. Auch Tankstellen kämen dafür durchaus in Frage, sagt ein Unternehmenssprecher.

Auch Rewe interessiert sich für Tankstellen

Aber auch andere Branchen haben ein Auge auf das Thema geworfen, darunter etwa die Supermarktkette . Allein Aral will in den kommenden fünf Jahren an bis zu 1000 Tankstellen Mini-Supermärkte unter dem Logo Rewe ToGo eröffnen.

Sowohl für den Lebensmittelhandel als auch die Schnellrestaurant-Ketten ergibt sich damit ein weiterer wichtiger Pluspunkt: Für beide Branchen waren Tankstellen bisher vor allem Konkurrenten, denn die Kunden können dort neben Benzin und Motoröl schon heute auch einen Liter Milch, ein paar Semmeln oder eine Tube Zahnpasta kaufen - und für den Hunger zwischendurch auch einen kleinen Snack bestellen. Dieses Shop-Geschäft macht für die Betreiber bereits jetzt teils einen Großteil ihrer Einnahmen aus - und die Bedeutung dürfte mit der zunehmenden Elektromobilität noch steigen.
Deshalb sind die Tankstellen ihrerseits auch auf neue Partner angewiesen.

Auch der Subway-Deutschland-Chef ist deshalb überzeugt, dass beide Seiten profitieren werden. "Wir sind zwei international bekannte Marken, die im deutschen Markt an gemeinsamen Standorten voneinander profitieren werden", erklärt er mit Blick auf die Kooperation mit Shell. 

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