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Billig, billiger, China-Klamotten: 5 Tricks, wie Sie wirkliche Schnäppchen finden

Mode-Plagiate aus China: Bikini, Hochzeitskleid, Etiukleid

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Wer Mega-Schnäppchen im Internet sucht, stolpert schnell über billigsten China-Ramsch. Mit diesen fünf Tricks fallen Sie nicht auf die Masche der Schrott-Verkäufer rein.

Das Kleid sieht fantastisch aus: Zarte Spitze, ein tiefer Rückenausschnitt und eine perfekte Passform. Und soll nicht einmal 20 Dollar kosten. Da kann man doch eigentlich nichts falsch machen, oder? 

Chinesische Billigst-Hersteller locken vor allem Kundinnen mit schicken Bildern von noch schickeren Kleidern. Dass diese Firmen weder für die Fotos verantwortlich sind, noch die Schnittmuster der Kleider besitzen, ist für sie zweitrangig. Denn wenn Bestellungen aus dem fernen Westen eintrudeln, wird flott eine Kopie - und manchmal nicht mal das - angefertigt. Das ist günstig für die Hersteller - und eine herbe Enttäuschung für die Kunden.

Billige Plagiate aus Fernost

Wie "" herausfand, steckt hinter einem Großteil der billigen Kleiderkopien eine einzige chinesische Firma, die allein 2014 einen Umsatz von 200 Millionen Dollar macht. Dabei werden nicht nur die Kreationen von westlichen Marken dreist kopiert, sondern auch die günstigen Entwürfe chinesischer Bekleidungsfirmen (die sich auch oftmals an Vorbildern aus dem Westen orientieren) plagiiert. Inzwischen gibt es zahlreiche Facebook-Gruppen und Blogs, die über die schlechten Kopien berichten.

Aber wie können sich Kunden schützen? Sicherlich, kein Kunde wird gezwungen, bei solch Billigst-Preisen zuzugreifen. Doch wer auf Schnäppchensuche ist, wird von solchen  Lockangeboten schnell verführt. Ein paar Tricks können helfen, nicht auf billige Angebote reinzufallen.

1. Bewertungen checken

Wer bei Amazon oder auf Schnäppchen-Tour ist, sollte zwingend die Bewertungen lesen. Dort sieht man schon sehr schnell, ob es sich um China-Schrott handelt. 

2. Billig-Mode von deutschen Händlern

Auch deutsche Großhändler und Power-Seller bei Ebay bieten günstige Mode aus Fernost. Dort haben Käufer allerdings die Möglichkeit, die Kleidung wieder zurück zu schicken. Wird direkt aus geliefert, ist das meist nicht möglich. 

3. Ein Foto, zig Angebote

Oftmals klauen sich die Billig-Hersteller die Bilder bei anderen Firmen. Und das nicht nur bei teuren Marken, sondern auch bei günstiger Kleidung aus Asien. Die kostet meist ein paar Euro mehr - ist aber immer noch ein . Daher: Vergleichen Sie die Angebote, die Sie zu einem Foto finden. Denn nicht jedes Kleidungsstück, dass aus China kommt, ist super-billig gemacht. Allerdings ist dies sehr zeitaufwendig. 

4. Realistische Selbsteinschätzung

Selbst wenn es sich nicht um fiese Plastikfaser und schnittlose Säcke handelt, muss man bei Mode aus wissen, dass sie nicht für den westlichen Markt konzipiert wurde. Soll heißen: Die Zielgruppe ist kaum größer als 1,50 Meter und wiegt selten mehr als 45 Kilogramm. Jeder, der nicht diese mädchenhafte Figur hat, wird schnell enttäuscht sein. Denn die Klamotten sind schlicht zu kurz. Einige asiatische Hersteller bieten inzwischen unterschiedliche Größen an. Achten sie auf ein "Asian" vor den Angaben. Die internationale Größe 36 entspricht einer asiatischen 44. Seriöse Händler geben die Maßen in Inch oder Zentimetern an. 

5. Versteckte Kosten

Ein Brautkleid für 30 Dollar? Das klingt nach einem Hammer-Schnäppchen - zumindest am Anfang. Der erste Kostenpunkt versteckt sich gerne bei den Versandkosten. Bei Ebay werden Unmengen an Kleidern zu verdächtig günstigen Preisen angeboten. Bei den Versandkosten schlagen die Hersteller dann zu: Bis zu 100 Euro verlangen sie für den Versand. 

Und selbst bei günstigen Versandkosten kann ein solches Schnäppchen-Kleid noch richtig teuer werden. Und zwar, wenn der Zoll zuschlägt. Bis zu einem Warenwert von 22 Euro (Mitunter drücken die Zollbeamten ein Auge bis 26 Euro zu) erfolgt die Lieferung ohne Einfuhrabgaben. Danach werden bis zu einem Warenwert von 150 Euro 19 Prozent Einfuhrumsatzsteuer fällig. Ein Onlinerechner hilft bei der Bestimmung der Kosten, auch bei technischen Geräten oder Kosmetikprodukten.

Ist das Paket erstmal beim Zoll, müssen Kunden es dort abholen (und die Abgaben zahlen), Fahrtzeit und Kosten dafür sollten kalkuliert werden.

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