16.03.2013, 18:19 Uhr
Mars-Rover "Curiosity" Den Berg im Visier
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    Beeindruckende Bergaufnahme vom Mars: Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat ein Mosaikfoto vom "Mount Sharp" veröffentlicht, der mehr als 5000 Meter hoch über den umliegenden Kraterboden auf dem Roten Planeten herausragt. Marsrover "Curiosity" hatte zahlreiche Aufnahmen von dem Berg am 45. Tag seiner Mission im vergangenen September geschossen - doch das Zusammenbasteln nahm etwas Zeit in Anspruch. Das nun zusammengesetzte Mosaikfoto zeigt das abgerundete Massiv vor einem auffallend blauen Himmel. Dabei wurde mit einem Weißabgleich nachgeholfen, um erdähnliche Lichtverhältnisse zu schaffen. Das menschliche Auge würde normalerweise einen bräunlichen Marshimmel sehen. Der Forschungsroboter, der im August auf dem Mars gelandet ist, soll im Rahmen seiner Mission auch Mount Sharp erkunden. Anfang Februar hatte "Curiosity" Gesteinsproben entnommen, in denen wichtige Ausgangsstoffe für ein mögliches mikrobielles Leben auf dem Mars entdeckt worden sind.
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    Diese Aufnahme zeigt den Marshimmel, wie ihn das menschliche Auge eigentlich wahrnehmen würde.
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    Wissenschaftler der US-Raumfahrtbehörde Nasa hatten Mitte März Grund zum Jubeln: Der Rover "Curiosity" steht erst am Anfang seiner Mars-Karriere und hat schon Hinweise auf eine der wichtigsten Fragen der Raumfahrt geliefert: Gab es einst Leben auf dem Mars? In einer kleinen Schaufel voll Mars-Sand haben die Nasa-Wissenschaftler Ausgangsstoffe für mikrobielles Leben gefunden. Mit seinen Messinstrumenten konnte "Curiosity" in der Probe Spuren von Schwefel, Stickstoff, Phosphor und Kohlenstoff nachweisen. Diese chemischen Stoffe sind Grundbausteine von Leben. Der Stein bestehe allerdings zum größten Teil aus einer Art Schlammton, schreibt die Nasa. Wann genau der Mars bewohnbar war und ob es tatsächlich Kleinstlebewesen dort gegeben hat, ist allerdings noch unklar, betont Nasa-Manager John Grotzinger. Das alles müsse nun erforscht werden.
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    Diese Karte zeigt den Gale Krater und damit die Mars-Region, wo der Rover im August 2012 gelandet ist. Weit entfernt hat er sich von seiner Ankuftsstelle noch nicht, die Gesteinsprobe nahm er an einer "John Klein" genannten Gesteinsformation. Die Analyse des Gesteinsstaubes widerlegt auch die Vorstellung des Mars als Roten Planeten. Anders als von den Wissenschaftlern zunächst vermutet, ist der Gesteinsstaub hauptsächlich grau - und nicht rot, wie der Mars heute von der Oberfläche her wirkt. Das liege daran, dass die Mineralien in dem Staub nur zum Teil oxidiert seien - also Elektronen abgegeben hätten, sagt Nasa-Manager Grotzinger. "Wir beschreiben einen sehr alten und merkwürdigen neuen "grauen Mars", dessen Bedingungen einst günstig für Leben waren." An der Stelle, wo der Rover gebohrt hat, könnten einst Flüsse oder ein See gewesen sein. "Das Wasser an dieser Stelle war anscheinend so rein, dass wir es hätten trinken können, wenn wir dort gewesen wären", sagt Grotzinger. Das Wasser sei wahrscheinlich weder sehr salzig noch sehr säure-haltig gewesen.
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    Grauer Staub vom Roten Planeten: Die Aufnahme zeigt die Gesteinsprobe, die Forschungsroboter "Curiosity" vom Mars genommen hat. Es sei die erste Probe von Mars-Gestein überhaupt, jubelt die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa Ende Februar und feierte den "historischen Moment". Bereits Anfang Februar hatte der Rover, der nun sprichwörtlich als "Rock-Star" gelten kann, einen Stein mit seinem Bohrer angebohrt und Staub aus dem Inneren entnommen. Doch erst jetzt sei auf Aufnahmen nachweisbar, dass die Mission auch tatsächlich von Erfolg gekrönt wurde, meldet die Nasa. "Wir haben jahrelang auf diesen Tag hingearbeitet", sagt Wissenschaftler Scott McCloskey. "Für unser Team ist dies ein einschneidender Moment, ähnlich wie die erfolgreiche Landung auf dem Mars."
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    Der Roboterarm des Rovers, an dem der Bohrer befestigt ist. Den Staub aus dem Inneren des Mars-Gesteins siebte "Curiosity" erst einmal. Was dann von dem Teelöffelchen grauen Puders übrig blieb, wurde an einige der zehn Messinstrumente des Rovers weitergeleitet.
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    Hier hat "Curiosity" Staub vom Gestein gewischt. Die Aufnahme zeigt auch die Ziele, die die "ChemCam" des Rovers ins Visier genommen hat. Mit dem Laser kann Gestein verdampft werden.
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    Am 9. Februar hat "Curiosity" erstmals den Roten Planeten angebohrt, um eine Gesteinsprobe zur Analyse zu entnehmen. Mit dem an seinem Roboterarm angebrachten Bohrer habe "Curiosity" ein 1,6 Zentimeter breites und 6,4 Zentimeter tiefes Loch in einen Felsen gebohrt, den die Nasa "John Klein getauft hat. Rechts daneben war zwei Tage vorher ein Bohrertest durchgeführt worden. Um auf jede mögliche Gesteinsart auf dem Mars vorbereitet zu sein, hatte die Nasa lange an dem Bohrer für "Curiosity" getüftelt. Acht Bohrer wurden entwickelt, mit denen mehr als 1200 Löcher in 20 Gesteinsarten der Erde gemacht wurden.
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    Anfang Februar hat "Curiosity" dieses spektakuläre Selbstportrait geschickt. Es ist allerdings nicht auf konventionelle Weise entstanden. Das Bild ist zusammengesetzt aus Dutzenden Einzelfotos, die der Marsrover mit seiner MAHLI genannten Spezialkamera geschossen hat. Diese befindet sich am Ende einer der Greifarme des Roboters. Dieser Arm wurde beim Zusammenfügen der Bilder herausretuschiert.
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    Am 170. Tag seiner Expedition positioniert der Mars-Rover "Curiosity" seinen Bohrer auf dem flachen, geaderten Felsen, den die Forscher "John Klein" genannt haben. Das Ganze spielt sich im Yellowknife Bay im Gale-Krater ab. Erst kürzlich hatte der Roboter dort Spuren von Wasser entdeckt. Festgehalten wurde die Szene von der Hazcam. Das ist die Kamera an der Vorderseite des Roboters, mit deren Hilfe er Gefahren (hazard) erkennen und ihnen aus dem Weg gehen kann. Mithilfe des Schlagbohrers wollen die Wissenschaftler Gesteinsbrocken aus der felsigen Mars-Oberfläche brechen, um sie später im Labor zu untersuchen. Bisher handelt es sich jedoch nur um Vorübungen. Bevor es zur ersten richtigen Bohrung kommt, sind zunächst noch weitere Tests geplant.
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    Geröll, so weit das Auge reicht: Dieser Ausblick böte wohl wenig Aufsehenerregendes - wenn sich die Gesteinswüste nicht zufällig auf dem Mars befände. Das Foto entstammt einer Mastkamera des Mars-Rovers "Curiosity", der sich für eine Reihe geplanter Bohrungen im Yellowknife Bay im Gale-Krater eingefunden hat.
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    Abstauben auf dem Mars ist kein leichtes Unterfangen, bei dem ganzen Geröll und Sand. Mars-Rover "Curiosity" hat trotzdem mal angefangen und sich als Putzteufel betätigt: Zum ersten Mal kam dabei seine Drahtbürste zum Einsatz. Mit ihr habe der Rover diesen flachen Stein namens "Ekwir_1" im Gale-Krater vom Staub befreit, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. "Das Ergebnis sieht sehr gut aus", sagte Nasa-Wissenschaftlerin Diana Trujillo. Möglicherweise könne der Rover in dem Gebiet demnächst auch seinen Bohrer einsetzen, um noch mehr Geheimnisse über den Mars zu lüften. Erst einmal wollen Experten der Raumfahrtorganisation nun mit den anderen Instrumenten von "Curiosity" mehr Informationen über die Zusammensetzung des vom Staub befreiten Steins gewinnen.
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    Seit fast einem halben Jahr ist der Rover auf dem Mars unterwegs und twittert auch von dort über seine neuesten Entdeckungen. 2013 soll vor allem sein Bohrer zum Einsatz kommen, verrät er auf dem Kurznachrichtendienst. Erfolge kann der 900 Kilogramm schwere Roboter auf sechs Rädern bereits vorweisen: So hat er unter anderem Hinweise auf Wasser entdeckt. Auch die Zusammensetzung des Marsbodens hat der Rover mit seinen Instrumenten bereits untersucht. Diese ähnele der Zusammensetzung des Bodens von Haiwaii, meldete die Nasa vor Kurzem. Das Aloha-Feeling dürfte auf dem Roten Planeten aber dennoch nicht aufkommen.
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    "Curiosity" hinterlässt Spuren auf dem Mars: Diese Aufnahme zeigt die Stelle, wo der Rover Bodenproben entnommen hat.
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    In diesem kleinen Gefäß transportiert der Marsrover den Sand - um ihn dann mit Röntgenstrahlen zu untersuchen.
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    "Jake Matijevic" heißt der Stein, den der Mars-Rover "Curiosity" zuvor unter die Lupe genommen und dabei eine bisher unbekannte Gesteinsart auf dem Roten Planeten entdeckt hatte. Dabei handele es sich um eine Felsprobe, die Vulkangestein auf der Erde ähnele, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. "Dieser Typ Gestein entspricht in seiner chemischen Zusammensetzung einer ungewöhnlichen, aber durchaus bekannten Art von Vulkangestein, die in vielen vulkanischen Regionen der Erde zu finden ist", sagte Edward Solper vom Institute of Technology in Pasadena in Kalifornien. Es handele sich um die erste Gesteinsprobe, die der im August gelandete Marsrover mit dem Alpha-Particle-X-Ray-Spectrometer, kurz APXS untersucht habe. Die Markierungen zeigen, an welcher Stelle der Rover das Gestein untersucht hat. Die Zusammensetzung der Steine verrät etwas über die Geschichte des Roten Planeten. Ob "Jake" durch ähnliche vulkanische Aktivitäten wie auf der Erde entstanden ist, sei allein anhand des untersuchten Gesteins allerdings nur schwer feststellbar, schreibt die Nasa. Der Mars gilt aber seit langem als felsiger Planet, der der Erde mehr als alle andere Planeten in unserem Sonnensystem ähnelt.
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    Kurz zuvor hatte ein glitzerndes Objekt, das "Curiosity" entdeckt hatte, die Aufmerksamkeit der Nasa auf sich gezogen. Doch das Rätsel um das mysteriöse Teil löste sich schnell: Es stamme vom Rover selbst, teilte die Nasa mit. Der Fund sei ein Stück Plastik, etwa ein Röhrchen um ein Kabel. Es könnte bei der Landung des Rovers vor fast drei Monaten abgefallen sein. "Curiosity" war Anfang August nach einer mehr als achtmonatigen Reise durchs All auf dem Mars gelandet. Die 2,5 Milliarden Dollar (1,92 Milliarden Euro) teure Mission ist auf einen Zeitraum von zwei Jahren angelegt.
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    Für Mars-Fans war es der Beginn einer neuen Ära: Noch im August absolvierte der Mars-Rover "Curiosity" seine erste Testfahrt. Seither begeistert er Fans und Forscher mit immer neuen Aufnahmen von Roten Planeten. Zuletzt waren Steine zu sehen. Jetzt zeigen die Bilder: Kiesel. "Curiosity" hat sie in einem ausgetrockneten Wasserlauf aufgenommen. Zwar gab es schon früher Hinweise auf Wasser auf dem Roten Planeten, aber noch nie Fotos von solchen Ablagerungen. Diese sind wahrscheinlich mehrere Milliarden Jahre alt. Manche Steine sind nur so groß wie ein Sandkorn, andere haben den Umfang eines Golfballs. Aus From und Größe der Kieselsteine leiten die Forscher ab, dass das Wasser mit einer Geschwindigkeit von 0,91 Metern pro Sekunde geflossen sei.
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    Aus der runden Form der Steine schließen die Forscher, dass sie über größere Distanzen bewegt wurden. Aus ihrer Größe folgern sie, dass die Kiesel nicht durch Wind, sondern durch Wasserkraft geformt wurden. Der Mars-Rover solle die Steine noch weiter untersuchen.
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    Immer neue Bilder sendet "Curiosity" von seiner Erkundungstour und versetzt die US-Weltraumbehörde Nasa und Astronomie-Fans damit in Entzücken. Sechs Tage in Folge fuhr der Roboter über den Roten Planeten, bevor er begann, den etwa fußballgroßen Stein mit seinem rund zwei Meter langen Arm zu untersuchen.
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    Das Objekt der Begierde: Der Stein, den "Curiosity" untersucht hat, ist ungefähr 25 Zentimeter breit, 40 Zentimeter hoch und ähnelt einer Pyramide. Die Wissenschaftler der Nasa tauften das Forschungsobjekt ihres Rovers "Jake Matijevic", nach einem kürzlich verstorbenen Kollegen.
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    "Jake Matijevic" ist das erste Mars-Gestein, das "Curiosity" mit seinem Arm berührte. Mehrmals habe er sowohl eine Kamera als auch ein Röntgen-Messgerät und einen Laser auf den Stein gerichtet, berichtet die US-Raumfahrtbehörde. Anhand der gesammelten Daten wollen die Wissenschaftler herausfinden, welche chemischen Elemente im Gestein vorhanden sind.
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    Die Karte zeigt die Route, die "Curiosity" auf seiner Erkundungstour genommen hat. Zurzeit befindet sich der Roboter auf halbem Weg zu seinem ersten größeren Forschungsziel namens Glenelg. Bis zum Mars-Tag 43 hatte er insgesamt 290 Meter zurückgelegt.
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    Eine Spritztour auf dem Mars: Das Bild zeigt die Spuren, die die Räder des Rovers auf der Oberfläche des Roten Planeten hinterlassen haben. Auf seiner Jungfernfahrt fuhr "Curiosity" zuerst rund drei Meter vorwärts, drehte sich um 90 Grad und fuhr dann etwa zwei Meter zurück. Ende August war "Curiosity" insgesamt sechs Meter von seinem Landeplatz entfernt. Dieser wurde von der Nasa "Bradbury Landing" getauft, nach dem Science-Fiction-Autor Ray Bradbury. Der Schriftsteller beschäftigte sich in seinen Werken auch mit dem Leben auf dem Mars und habe damit viele Wissenschaftler inspiriert, heißt es von der US-Weltraumbehörde.
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    Die Neugier streckt den Arm aus: Bereits vor zwei Tagen hat "Curiosity" seinen 2,1 Meter langen Arm ausgefahren, an dessen Ende sich ein Drehkreuz mit verschiedenen Werkzeugen befindet. So steuert der Marsrover unter anderem eine Kamera, einen Bohrer, ein Spektrometer und einen Frachtbehälter. Das Sieben und Aufteilen der pulverisierten Gesteinsproben wird ebenfalls über den Arm reguliert.
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    Oberansicht eines Rover-Rads: Mit insgesamt sechs dieser Reifen ist "Curiosity" ausgestattet. Die vorderen und hinteren Radpaare dienen der Steuerung und ermöglichen sogar eine Drehung auf der Stelle. Neben den Reifen sind die Spuren sichtbar, die der Rover bei seiner ersten Fahrt hinterlassen hat. Aufgenommen wurde das Bild mit der Navigationskamera des Marsentdeckers.
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    Der Mars-Rover "Curiosity" ist sicher gelandet. Am Sonntag nach der Landung hat das Forschungsfahrzeug erstmals seinen Laser eingesetzt und den Test erfolgreich absolviert: Dreißig kurze Energiestöße mit jeweils mehr als einer Million Watt brannten innerhalb von zehn Sekunden ein Loch in einen faustgroßen Stein. Das beschossene Gestein verwandelte sich kurzzeitig in ein ionisierendes, glühendes Plasma, dessen Licht von einem Messgerät namens ChemCam mit drei Spektrometern analysiert wurde. Mit den Messergebnissen kann die Weltraumorganisation Nasa herausfinden, aus welchen Elementen das Gestein der Marsoberfläche besteht. "Überraschenderweise sind die Daten sogar besser als bei Tests auf der Erde", sagte Sylvestre Maurice, einer der zuständigen Forscher.
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    Der faustgroße Stein mit der Kennung N165 sei ursprünglich nur für Tests von dem Laser anvisiert worden, teilte die Nasa mit. Angesichts der umfangreichen Ergebnisse könnten Wissenschaftler diese aber nun näher auswerten.
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    Beinahe täglich sendet der Marsrover "Curiosity" neue Bilder vom Roten Planeten.
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    Der Forschungsroboter soll auf unserem Nachbarplaneten in den kommenden zwei Jahren nach Spuren von Wasser und Leben suchen. Er wird eine Vielzahl von Fotos zur Erde senden, die uns neue Eindrücke vom Roten Planeten vermitteln werden. Rund eine Stunde dauerte es, bis die Mastkamera von "Curiosity" die einzelnen Bilder dieses Mosaiks im Kasten hatte. Der Rover schaut südlich von seiner Landestelle auf den Mount Sharp, einem 5,5 Kilometer hohen Berg im Gale-Krater. Das Bild gibt einen Überblick über die kiesbedeckte, felsige Umgebung der Landezone.
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    Selbstporträt der anderen Art: Der Mars-Rover "Curiosity" ist so groß wie ein Geländewagen und vollgepackt mit modernster Technik. Laut Nasa ist das rollende Forschungslabor das komplexeste von Menschenhand geschaffene Stück Technik, das je auf einem anderen Planeten gelandet ist. Angetrieben wird der Rover von einer Radionuklidbatterie, in deren Inneren sich fünf Kilogramm radioaktives Plutoniumdioxid befinden. Schnell kommt er damit trotzdem nicht voran: Seine Höchstgeschwindigkeit beträgt 90 Meter in der Stunde.
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    Damit der Rover auch mit dem steinigen Marsgelände fertig wird, hat die Nasa gleich sechs Reifen spendiert: Gesteuert wird er über die vorderen und hinteren Radpaare, die sich um jeweils 90 Grad einschlagen lassen. Damit kann er sich sogar auf der Stelle drehen und Steigungen bis zu 45 Grad überwinden.
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    Das Bild zeigt den Gale-Krater auf dem Planeten Mars, den "Curiosity" erkunden soll. Ein grüner Punkt - etwa in der Mitte des Bildes - markiert die Stelle, wo der Marsrover gelandet ist. Die blaue Ellipse um den Punkt zeigt den Bereich, der für die Landung zur Verfügung stand. Die Schrägansicht des Gale-Kraters mit dem sogenannten Mount Shape in der Mitte wurde aus Daten von drei Marssonden errechnet.
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    Dieses Bild ist das erste von einer Sonde aufgenommene Farbfoto des Rovers, das die Nasa veröffentlicht hat. Auf dem Foto sei deutlich zu erkennen, wie die Landung das lose Material am Boden aufgewirbelt habe, teilten Nasa-Wissenschaftler mit. Die Farben des Fotos wurden künstlich verstärkt. Um "Curiosity" herum sind verschiedene Blautöne zu erkennen. Diese seien in der Realität wahrscheinlich eher grau und zeigten, dass sich an dieser Stelle viele verschiedene Materialien befänden. Aufgenommen hat das Foto die Sonde "Mars Reconnaissance Orbiter" beim Flug über die Landestelle.
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    Auf diesem Foto schaut "Curiosity" mithilfe einer Navigationskamera nach hinten. Zu erkennen ist die für den Mars typische steinig-staubige Oberfläche des Kraters Gale, in dem der Rover gelandet ist. Die Bergkette am Horizont, die auf früheren Aufnahmen schon zu sehen war, markiert den Kraterrand, wie es heißt.
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    Eine Art Selbstportrait von "Curiosity", ebenfalls bei einem Blick nach hinten mithilfe der Navigationskameras. Es ist aus insgesamt acht zur Erde gefunkten Fotos zusammengesetzt - und in den Perspektiven deutlich verschoben. So ist oben ein Teil der Rückseite des Rovers zu sehen, die Räder links auf dem Bild sind in Wahrheit die Räder, die sich an der rechten Seite des Rovers befinden.
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    Ran an die Oberfläche des Landeplatzes: Die Experten erkennen hier eine Stelle, an der die Schubdüsen des Raumfahrzeugs bei der Landung den Staub weg gepustet haben. Der Blick auf den freigelegten Fels ermöglicht den Wissenschaftlern eine Einschätzung über die Beschaffenheit des Bodens unter dem Staub. Das ist hilfreich für die Planung der Route, die der Rover nehmen soll.
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    Ausschnitt des ersten farbigen Rundum-Panoramas, das "Curiosity" von seiner Umgebung mithilfe der Mast-Kamera erstellt hat. Das gesamte Panorama in hoher Auflösung liegt der Nasa bereits vor. Links am Horizont beginnt sich ein Berg zu erheben, der von den Nasa-Spezialisten Mount Sharp getauft wurde. Der Berg ist das Ziel der Rover-Mission.
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    Das erste Panorama-Foto von der Umgebung des Rovers: Auf dem noch gering aufgelösten Schwarz-Weiß-Bild sind Hügel am Horizont zu erkennen. "Curiosity" konnte das aus mehreren Einzelaufnahmen zusammengesetzte Foto mit einer Kamera in einem Mast aufnehmen, den der Rover inzwischen ausgefahren hat. "Das hat alles sehr gut funktioniert", äußerte sich die Nasa-Managerin Jennifer Trosper zufrieden.
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    Eine der Kameras fotografiert ihren Schatten auf der Marsoberfläche. Auch alle Antennen, die die Kommunikation mit der Erde erleichtern sollen, funktionieren nun einwandfrei "Sie schicken uns jede Menge Daten." Eine der Antennen hatte zuvor nicht genau in die korrekte Richtung gezeigt.
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    Der grüne Punkt markiert den tatsächlichen Landeplatz im Gale Krater auf dem Mars. Die rote Linie zeigt den nördlichen Rand der ursprünglichen Zielregion für den Forschungsroboter "Curiosity". Das Foto wurde vom Satelliten "Mars Reconnaissance Orbiter" aufgenommen.
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    Verteilung der Überbleibsel nach der geglückten Landung: "Curiosity" steht einigermaßen zentral im Landegebiet. Rechts unten, fast 1,5 Kilometer entfernt liegt der Hitzeschild. Links unten, etwa einen halben Kilometer vom Rover finden sich Schutzmantel und Fallschirm, und gut einen halben Kilometer nördlich ist der Kran, der die Bremsraketen trug, auf der Marsoberfläche eingeschlagen. Die Landestelle wurde ebenfalls vom Satelliten "Mars Reconnaissance Orbiter" fotografiert.
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    So dienen die Fotos vom Mars der Wissenschaft: Das farbige Bild stammt vom Rover "Curiosity", die Schwarz-Weiß-Aufnahme von einem Raumfahrzeug, das schon längere Zeit den Roten Planeten umkreist. Die beiden Aufnahmen sind in Teilen deckungsgleich. Das gibt den Nasa-Experten die Möglichkeit, ihre bisherigen Kenntnisse über die Beschaffenheit der Marsoberfläche zu überpfrüfen.
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    Und jetzt die 3D-Brillen aufgesetzt! Die optischen Daten, die der neue Mars-Rover zur Erde sendet, lassen sich so zusammenfügen, dass für uns ein dreidimensionaler Eindruck vom Mars entsteht.
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    In diesem frühen Bild blickt "Curiosity" während des Landeanflugs auf die Oberfläche des Mars - etwa aus 20 Metern Höhe. Die Unschärfe ist nicht zuletzt auf den Staub zurückzuführen, der durch die Landeraketen aufgewirbelt wurde.
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    Ein Blick Richtung Norden vom Landeplatz "Curiositys" im Gale-Krater in Höhe des Mars-Äquators. Bei der schemenhaft zu erkennenden Bergkette dürfte es sich um den Rand des Kraters handeln. Der Rover sendet optische Daten Richtung Erde, die bei der Nasa aufbereitet und zu Fotos zusammengesetzt werden.
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    Ein Roboter und sein Fallschirm: Was für den unbedarften Betrachter aussieht wie zwei weiße Pünktchen auf einem Stück Lehmboden, sorgte bei unzähligen Menschen weltweit für Staunen und bei Wissenschaftlern für Begeisterungsstürme. Das Bild zeigt "Curiosity" kurz bevor es auf dem Mars landet - aufgenommen von dem Nasa-Satelliten "Mars Reconnaissance Orbiter", der seit einigen Jahren den Roten Planeten umkreist.
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    Analyse: Auf einer Pressekonferenz verkündet Missionsleiterin Jennifer Trosper die sichere Landung des Roboters in seiner Kaspel. Eine andere Marssonde der Nasa, der "Mars Reconnaissance Orbiter", hatte das Bild aus seiner Umlaufbahn um den Mars geschossen und zur Erde geschickt.
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    Wie Pockennarben, nur viel schöner: Eines der neuesten "Curiosity"-Fotos zeigt die zerfurchte Oberfläche des Roten Planeten. Von Sonne beschienen und - im Vergleich zu den allerersten Bildern - gestochen scharf, dürfte es Raumfahrtfans verzücken. Im Hintergrund erhebt sich der Berg "Mount Sharp". "Curiosity" soll in den kommenden Jahren herausfinden, ob auf dem Mars einmal Kleinstlebewesen, sogenannte Mikroben, existiert haben könnten.
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    Endlich! Nach der geglückten Landung durften sich die Nasa-Spezialisten freuen: Alles hatte geklappt, der Forschungsroboter hat die Oberfläche des Roten Planeten wohlbehalten erreicht. Ein wichtiger Moment für die Nasa, denn ein Fehlschlag hätte die USA weit zurückgeworfen.
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    Das ist eines der ersten Bilder von der Marsoberfläche. Rechts unten ist ein Rad des Rovers zu erkennen.
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    "Wir haben es geschafft!" Flugdirektor Keith Comeaux (r.) feiert die geglückte Landung im Kontrollzentrum in Pasadena. Comeaux war für das komplizierte Landemanöver zuständig.
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    Hier hat der Rover seinen eigenen Schatten fotografiert. Im körnigen Schwarz-Weiß sind die Aufnahmen bestenfalls für Wissenschaftler spektakulär. Auf jeden Fall beweisen sie die glückliche Landung.
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    Am Time Square in New York sind die Zuschauer begeistert, als sie die Nachricht erreicht, dass "Curiosity" erfolgreich gelandet ist.
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    Hier filmt der Rover die Marsoberfläche, als er zu seiner zweijährigen Mission aufbricht.
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    Jubel angesichts der ersten Bilder, die Curiosity vom Mars gesendet hat. Mit einem Scheitern hätten sich die USA in den nächsten Jahren aus der Weltraumforschung praktisch verabschiedet.
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    Jahrelange Vorbereitung, eine monatelange Reise des Raumfahrzeugs, stundenlange Anspannung, Minuten der Höchstspannung - alle Last fiel von den Schultern der an der "Curiosity"-Mission beteiligten Spezialisten der Nasa. Viele Forscher hatten Tränen in den Augen.
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    Raumfahrt-Spezialisten kennen das: Kaum ist die erste Euphorie verfolgen, kaum war Zeit, ein Glas auf den Erfolg zu trinken, geht die Arbeit schon weiter. Mit dem ersten Bild, den ersten Daten, die "Curiosity" zur Erde geschickt hat, hat die Suche nach Spuren des Lebens auf dem Roten Planeten begonnen.
lea/cf/DPA