Langsames Internet

Stiftung Warentest: Mit diesen sechs Tipps wird Ihr Wlan besser

Reicht das Wlan nicht bis zur Couch? Diese Tipps helfen.
Foto: g-stockstudio / Getty Images
3. September 2018
Von: Malte Mansholt
Bei dicken Wänden, großen Wohnungen oder mehretagigen Häusern kommen auch gute Wlan-Router nicht in jede Ecke. Stiftung Warentest hat deshalb Wlan-Verstärker geprüft - und Tipps für den besseren Empfang parat.
Das Smartphone, der Laptop, das Tablet, der Fernseher, die Spielkonsole, der Sprachlautsprecher und so weiter und so fort: Immer mehr Geräte in unserem Zuhause brauchen Internet - und zwar meist über Wlan. Das funktioniert natürlich nur mit ausreichend gutem Empfang. Dicke Wände oder mehrere Stockwerke bringen aber auch den besten Router in die Knie. Stiftung Warentest hat mehrere Varianten getestet, das Netz zu vergrößern - und gibt Tipps, wie Sie den Empfang auch ohne neue Hardware verbessern.
Die richtige Einrichtung des Netzwerks kann tatsächlich viel ausmachen. Diese Tipps sollten Sie daher abarbeiten, bevor Sie einen Wlan-Verstärker kaufen.

Mit diesen Tipps wird das Wlan besser

  • Geräte, die nahe dem Router stehen, kann man auch per Kabel verbinden. Das entlastet nicht nur das Funknetzwerk, sondern sorgt auch für eine stabilere Datenrate. 
  • Die richtige Position des Routers und die Ausrichtung seiner Antennen können Wunder wirken. Versuchen Sie daher ruhig unterschiedliche Aufstellorte. Zudem kann es helfen, den Router etwas erhöht an der Wand aufzuhängen. 
  • Wenn in Ihrem Zuhause viele Wlan-Netzwerke zu empfangen sind, können die sich in die Quere kommen und gegenseitig stören. Wählen Sie daher im Router die automatische Kanalauswahl, damit bei Engpässen selbstständig ein ruhigerer Funkkanal gesucht werden kann.
  • Auch der Wechsel vom 2,4-GHz- ins moderne 5-GHz-Netz kann Wunder wirken. Dort sind aktuell noch deutlich weniger Funknetzwerke aktiv. Achtung: Nicht alle Endgeräte unterstützen diese Frequenz. 
  • Auch ein Router oder Repeater sollte immer auf dem neuesten Stand sein. Wie beim PC oder Smartphone holen die Hersteller gelegentlich mit Softwarekniffen mehr Leistung heraus oder beheben Fehler. Schalten Sie deshalb unbedingt automatische Updates ein.
  • Neuere Router bieten mehr Leistung. Viele Features, wie etwa 5-GHz-Netzwerke werden von älteren Modellen noch nicht unterstützt. Gegebenenfalls kann ein neuer Router das Wlan-Problem auch ohne Erweiterung meistern.

Life Hack "Technik"

So reicht Ihr Wlan bis in die letzte Ecke

Mesh, Repeater, Powerline: Diese Hardware-Lösungen gibt es

Sollten diese Tipps nicht helfen, muss man das Netzwerk mit Hardware erweitern. Dafür gibt es drei Varianten. 
Repeater: Ein klassischer Wlan-Verstärker übernimmt das Wlan des Routers und reicht es in einen ausgeweiteten Bereich weiter. Der größte Vorteil nach Stiftung Warentest ist der günstige Preis. Der Nachteil: Die Empfangsgeräte müssen manuell zwischen dem Netz des Routers und dem des Verstärkers hin- und herwechseln. Dabei kann es immer wieder haken.
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Mesh-Netzwerke: Modernere Mesh-Netzwerke übernehmen diese Aufgabe daher selbst und reichen die Geräte automatisch an den besten Empfangspunkt weiter. Der Nachteil ist der oft hohe Preis. Hinzu kommt: Die meisten Mesh-Modelle ersetzen das Wlan des Routers, benötigen ihn aber weiterhin für den Internetzugang. Dadurch sind sie im Vergleich stromhungriger. Moderne Fritz-Boxen können allerdings mit dem passenden Repeater auch ohne Zusatzhardware ein Mesh-Netzwerk erstellen. 
Powerline: Die bei der Datenübertragung schnellste Variante sind laut Warentest sogenannte Powerlines, die den Datenstrom über Steckdosen in die Stromleitungen schicken. Es gibt auch Modelle, die den Zielraum mit Wlan versorgen können. Sie verbrauchen allerdings mehr Strom als reine Wlan-Repeater. Zudem funktionieren Powerlines nur dann gut, wenn sich alle Geräte im selben Stromkreislauf befinden.