Haushaltsgeräte

Wäschetrockner im Warentest – auch für wenig Geld wird gut getrocknet und Strom gespart

In fast jedem zweiten Haushalt steht inzwischen ein Trockner.
Foto: Monkeybusinessimages / Getty Images
14. September 2018
Von: Gernot Kramper
Die Stiftung Warentest gibt Entwarnung bei den Wäschetrocknern, anders als früher schneiden fast alle Geräte im Test mit "Gut" ab. Und Umweltsünder sind die neuen Geräte auch nicht mehr.
Wäschetrockner sind aus vielen Haushalten nicht wegzudenken. 17 Millionen Geräte trocknen in Deutschland die Wäsche. Die Stiftung Warentest hat die neue Generation von Wäschetrocknern unter die Lupe genommen. Im Gegensatz zu früheren Tests ist das Ergebnis sehr erfreulich: Bis auf einen Billig-Trockner von Hoover sind alle Geräte im Test gut. Besonders erfreulich, die begehrte Not "Gut" hat auch ein Gerät erreicht, das im Laden nur 400 Euro kostet. Der Koenic KTD 83012 A2 reicht zwar nicht ganz an die Spitzengruppe heran, kostet aber eben auch nur die Hälfte. In Sachen Trockenleistung ist er so gut wie die Besten. Nur bei der Reinigung der Siebe und dem Stromverbrauch schneidet das Gerät von Koenic schlechter ab.

Geringer Stromverbrauch

Apropos Strom. Bei Umweltbewegten haben Trockner einen traditionell schlechten Ruf. Das war aber nur bei alten Geräten ohne Wärmepumpe berechtigt. Die Stromkosten für einen Musterhaushalt liegen bei den aktuellen Geräten im Test zwischen 23 und 34 Euro im Jahr. Die noch vorhandenen Unterschiede unter den Geräten sind interessant für das Umweltgewissen, für die Kostenbilanz kann man sie aber vernachlässigen.
Testsieger ist das AEG-Gerät T9DE87685, es kostet aber auch stolze 965 Euro. Ein günstigere Alternative ist ein weiteres AEG-Gerät, der T8DB66580 – die Stiftung Warentest hat einen mittleren Preis von 535 Euro ermittelt, einen T8DB66580 kann man aber schon ab 475 Euro bekommen. Dieses Gerät ist klar der Preis-Leistungs-Sieger.
Die Trockenleistung überzeugt bei allen Geräten. Unterschiede gibt es allerdings darin, wie leicht sich Siebe und Wärmelamellen reinigen lassen. Zur Erinnerung: Siebe und Lamellen müssen regelmäßig von Flusen befreit werden, sonst kann das Gerät nicht trocknen. Bei langer Vernachlässigung kann sich die Wärmepumpe zusetzen, in Einzelfällen kann es sogar zu einem Brand des Trockners kommen.

Zuverlässigkeit von Wäschetrocknern

Die erste Generation von energiesparenden Trocknern mit Wärmepumpe hatte hier ein großes Problem: Bei vielem Geräten setzten sich die Wärmepumpen trotz regelmäßiger Reinigung mit Flusen zu, nach wenigen Jahren waren die Geräte defekt. Eine große Kundenumfrage der Warentester zeigte, dass diese Zeiten vorbei sind.
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Dennoch sind die Geräte nicht absolut zuverlässig. 16 Prozent der Besitzer von Trocknern im Alter zwischen 2 und 8 Jahre klagen über Probleme. Bei einem Altersdurchschnitt von 5 Jahren ist das keine geringe Fehlerquote. Besonders unproblematisch sind die Geräte von Miele mit neun Prozent und die von Beko mit zehn Prozent Fehlerquote. Wer lange Freude an seinem Wäschetrockner haben will, sollte sich daher den Beko DE8635RX ansehen. Er ist das viertplatzierte Gerät im Test und der mittlere Preis liegt laut Warentest bei 760 Euro - es gibt ihn ab etwa 670 Euro.
Den ganzen Test können Sie gegen eine Gebühr hier bei der Stiftung Warentest einsehen.

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