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"Borowski und das Haus der Geister"

In diesem "Tatort" spukt's

Szene aus dem Kiel-"Tatort": Kommissar Borowski (Axel Milberg, Mitte), verdächtigt seinen alten Freund Frank (Thomas Loibl), seine Frau ermordet zu haben.
Foto: NDR/Christine Schroeder / ARD
2. September 2018
Von: Carsten Heidböhmer
Kommissar Borowski besucht einen alten Freund, den er verdächtigt, seine Frau ermordet zu haben. Bei seinen Ermittlungen stößt der Ermittler auf eine verstörte Familie.
  • 3 von 5 Punkten
  • Mittelprächtiger Fall, der Borowski eine fantastische Partnerin beschert.

Worum geht's?

Vor vier Jahren verschwand Heike, die Ehefrau von Borowskis (Axel Milberg) altem Freund Frank Voigt (Thomas Loibl). Seither herrscht Funkstille - denn der Kommissar verdächtigt Frank, die Frau ermordet zu haben. Doch jetzt besucht Borowski seinen Kumpel in seiner Villa auf dem Lande, wo er mit seinen zwei Kindern und der neuen Frau Anna (Karoline Schuch) lebt. Die bittet Borowski, über Nacht zu bleiben - denn es soll im Haus spuken und sie sieht Geister. Der Ermittler lässt sich darauf ein - er will den alten Mordfall aufklären.

Warum lohnt sich dieser "Tatort"?

In dieser Folge erfahren wir nach all den Jahren endlich ein wenig über die Vergangenheit des sonst so zugeknöpften Kommissars Klaus Borowski. Wir lernen seinen alten Kumpel kennen, seine Patentochter und sogar seine Exfrau, die vitale Tanzlehrerin Gabrielle - die auch ein paar Intimitäten ausplaudert. 

Was nervt?

Die Atmosphäre: "Borowski und das Haus der Geister" ahmt die Gothic-Noir-Filme "Rebecca" oder "Das Haus der Lady Alquist" nach. Doch während in den Klassikern von Hitchcock und Cukor die geheimnisvolle Stimmung auf scheinbar natürliche Weise entsteht, müssen sich die Darsteller in diesem "Tatort" redlich Mühe geben, mysteriös zu wirken. Ständig werfen sie sich verschwörerische Blicke, reden in nebulösen Andeutungen, damit der Zuschauer denken soll, dass hier etwas nicht stimmt. Das wirkt auf Dauer ermüdend. 
Mila Sahin (Almila Bagriacik) ist die neue Ermittlerin an Kommissar Borowskis (Axel Milberg) Seite.
© NDR/Christine Schroeder / ARD
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Die Kommissare?

Klaus Borowski bekommt endlich wieder eine Frau an seine Seite - und was für eine! Anders als ihre bis zum Schluss blass gebliebene, von Sibel Kekilli gespielte Vorgängerin Sarah Brandt ist Mila Sahin (Almila Bagriacik) ihrem Kollege ebenbürtig und kann ihm Paroli bieten. Sie ist eine toughe Kommissarin, in ihrer ersten Szene prügelt sie auf einen Boxsack ein. Etwas später tanzt sie schon mit Borowski auf dem Parkplatz. Vom ersten Moment an wird klar: Hier sind zwei auf Augenhöhe. Wir freuen uns schon auf weitere gemeinsame Einsätze.

Ein- oder Ausschalten?

Auch wenn der Fall niemanden vom Hocker reißt: Die neue Ermittlerin Mila Sahin ist Grund genug, einzuschalten.

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