Deutsche Millionärin

Kerstin Elisabeth Kaiser: Wer ist die Frau, die Daniel Küblböck adoptierte?

Vermisster "DSDS"-Star

Das bewegte Leben des Daniel Küblböck

Kaum noch Hoffnung für Daniel Küblböck: Der Sänger wird vermisst. Der 33-Jährige war Gast des Kreuzfahrtschiffs "Aida Luna" von Hamburg nach New York. Aida Cruises teilte mit, dass vor Neufundland ein Passagier von Bord gegangen sei. "Ein Kabinencheck wurde durchgeführt, der bestätigte, dass ein männlicher Gast, Daniel Küblböck, vermisst wird.“ (Aida Cruises) 2003 wurde Küblböck durch die RTL-Castingshow "Deutschland sucht des Superstar" bekannt. Seitdem war der Sänger Gast in TV-Shows und deutschlandweit bekannt. Daniel Dominik Küblböck wird 1985 im bayerischen Hutthurm geboren. Nach dem Hauptschulabschluss absolviert er eine Ausbildung zum Kinderpfleger. 2004: Nach einem Verkehrsunfall wird Küblböck wegen Fahrens ohne Führerschein und Körperverletzung angeklagt und zu einer Geldstrafe von 25.000 Euro verurteilt. Der 2004 erschienene Kinofilm "Daniel, der Zauberer" gilt bis heute als einer der schlechtesten deutschen Filme aller Zeiten. Es war der Tiefpunkt seiner Karriere. 2011 lässt sich der Musiker von der damals 70-jährigen Immobilien-Millionärin Kerstin Elisabeth Kaiser adoptieren und tritt seitdem mit dem Künstlernamen Kaiser-Küblböck auf. 2015 nimmt Küblböck als Kandidat an der achten Staffel der RTL-Show "Let's Dance" teil. Zuletzt lebte Kaiser-Küblböck in Berlin und Palma de Mallorca. mehr…
11. September 2018 12:25 Uhr
Von: Julia Kepenek
Er nannte sie nur "Omi", doch sie war seine Ersatzmutter: Die Millionärin Kerstin Elisabeth Kaiser adoptierte Daniel Küblböck 2011 und soll ihn auf dem Kreuzfahrtschiff begleitet haben, von dem der 33-Jährige verschwand.
Das Drama um Daniel Küblböck - es sieht so aus, als würde es keine glückliche Wendung nehmen, auch wenn die Familie des 33-Jährigen weiterhin "auf ein großes Wunder" hofft. Seit dem frühen Sonntagmorgen wird der einstige DSDS-Star vermisst. Küblböck war auf dem Kreuzfahrtschiff "Aida Luna", unterwegs von Hamburg nach New York, als er über Bord ging. Ob er freiwillig sprang oder gefallen ist, darüber herrscht Unklarheit; die Polizei ermittelt. Nachdem zunächst intensiv nach dem Musiker gesucht wurde, hat Kanadas Küstenwache die Bemühungen nun eingestellt. Angesichts einer Wassertemperatur von etwa 10 Grad Celsius seien die Überlebenschancen äußerst gering, teilte ein Sprecher mit.

Kerstin Elisabeth Kaiser adoptierte Daniel Küblböck

Küblböck soll die Reise nicht allein angetreten haben. Er wurde angeblich von der Millionärin Kerstin Elisabeth Kaiser begleitet, der Frau, die ihn 2011 offiziell adoptierte und ihm somit seinen Doppelnamen gab: Daniel Kaiser-Küblböck. Viel ist nicht bekannt über die Frau, die von Küblböck nur liebevoll Omi genannt wurde. Ein Foto auf seiner Instagramseite zeigt die beiden im April 2017. Offenbar wurde es in Berlin aufgenommen, wo der gebürtige Bayer seit 2015 die private Schauspielschule Europäisches Theaterinstitut e.V. (ETI) besuchte.
Die Ausbildung am ETI war auch der Grund für seinen Umzug von Mallorca nach Berlin. Denn auf der Baleareninsel hatte Küblböck ein neues Zuhause gefunden, kaufte eine Eigentumswohnung in Palma und entwickelte eine innige Beziehung zu seiner Adoptivmutter, die in der Immobilienbranche tätig ist uns es damit zur Millionärin gebracht hat. In der Nähe von Palma besitzt die 75-Jährige eine Ferienanlage. "Die Omi ist meine Zukunft. Seine Familie kann man sich nicht aussuchen, heißt es doch immer. Das widerlege ich. Ich habe sie mir ausgesucht", sagte Küblböck 2013 der Zeitschrift "Bunte".

Die schwierige Kindheit von Daniel Küblböck

Denn dass er selbst eine schwierige Kindheit hatte, davon berichtete Küblböck in seiner 2003 erschienenen Biografie "Ich lebe meine Töne". Seine Eltern ließen sich scheiden, als er noch ein Kind war. Er lebte zunächst bei seiner Mutter Bianca Schindler, später dann bei seinem Vater Günther Küblböck und dessen neuer Frau Marianne. Doch die Zeit bei seiner leiblichen Mutter beschrieb der 33-Jährige als Tortur. Sie habe getrunken, stets andere Männer nach Hause gebracht, ihn sogar geschlagen und nicht gewollt.
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"Sie springt auf mein Bett. Ich will ihr ausweichen. Aber wohin? Sie legt die Finger um meinen Hals. Beginnt, mich zu schütteln. (...) Sie lässt wieder locker. Ich huste. (...) 'Du bist nichts, und du wirst auch nichts werden!', schreit sie, während sie mich wieder schüttelt", schrieb Küblböck über einen Abend, an dem er neun Jahr alt war und seine Mutter ihn angeblich attackierte. Oder auch: "Sie hat mich nicht haben wollen. Aber wenn schon mich, dann ein Mädchen. Sie kleidet mich in Rosa." Bianca Schindler wies die Anschuldigungen öffentlich zurück, doch das Verhältnis zu ihrem Sohn blieb zerrüttet. Von Daniels Adoption im Jahr 2011 erfuhr sie aus der Zeitung.

Mutter von Kerstin Elisabeth Kaiser war Fan von Daniel Küblböck

Dass die Millionärin Kerstin Elisabeth Kaiser seine Ersatzmutter wurde, verdankte er seiner DSDS-Teilnahme. 2003 belegte Daniel Küblböck in der ersten Staffel den dritten Platz und hatte plötzlich eine riesige Fangemeinde. Zu der gehörte auch Emmi Kaiser, die Mutter von Kerstin Elisabeth Kaiser. Sie mochte den damals 17-Jährigen, las seinetwegen sogar die "Bravo" und lernte ihn 2004 bei einem "Meet and Greet" in München kennen.
"Unsere Begegnung war rührend, sie hat sich erst einmal wie vor Schreck auf die Backen geschlagen. Ich umarmte sie", erzählte Küblböck der Zeitschrift "Bunte". Und weiter: "Als Emmi zwei Jahre später verstarb, habe ich Kerstin mein Beileid ausgesprochen. Dann haben wir uns des Öfteren zum Kaffee getroffen, sie besuchte meine Konzerte. Und so hat sich das entwickelt." Küblböck nannte die Unternehmerin seine "Seelenverwandte" und schließlich wurde sie offiziell seine Adoptivmutter.
Kerstin Elisabeth Kaiser hat selbst keine Kinder und war auch nie verheiratet. Mit Küblböck schien sie sich prächtig zu verstehen. "Ich vertraue Daniel blind", sagte die Geschäftsfrau der "Bunten", aber auch, dass sie mit dem öffentlichen Rummel um seine Person nichts zu tun haben wolle. Verständlich, dass sie sich bisher nicht zu dem tragischen Schicksal ihres Adoptivsohnes geäußert hat. Auch wenn sie vielleicht zu den wenigen Personen gehört, die wissen, was an Bord der "Aida Luna" passiert ist.