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Schauspieler und Comedian : "Größte Propagandamaschine der Geschichte": Sacha Baron Cohen rechnet mit Facebook ab

Schauspieler Sacha Baron Cohen hat den Facebook-Konzern kritisiert.
Foto: AFP
Mit harschen Worten hat Comedian Sacha Baron Cohen Facebook kritisiert. Um zu verdeutlichen, welchen Schaden die Plattform anrichtet, brachte er Adolf Hitler ins Spiel.
Als kasachischer Reporter Borat brachte er Millionen Menschen in aller Welt zum Lachen. Doch Sacha Baron Cohen hat auch eine andere Seite: Er ist ein ernsthafter und politischer Mensch. Als solcher hat er den Internetgiganten Facebook und dessen seiner Meinung nach zu laschen Umgang mit Hasspostings unter Beschuss genommen.
"Hätte es Facebook in den 1930er Jahren gegeben, hätte es Hitler erlaubt, 30-Sekunden-Anzeigen  für seine 'Lösung' des 'Judenproblems' zu posten", sagte der 48-jährige Brite, der seinen Wohnsitz in Los Angeles hat. Heute sprächen Demagogen auf der ganzen Welt die niederen Instinkte an. Verschwörungstheorien, die es früher nur an den Rändern gegeben habe, erreichten nun den Mainstream. Der ganze Hass und die Gewalt würden von einer Handvoll Internetfirmen möglich gemacht, für Cohen "die größte Propagandamaschinerie in der Geschichte". 

Sacha Baron Cohen attackiert Facebook

In einem langen Statement, das er auf einer Konferenz über Hatespeech und Antisemitismus in New York hielt, nahm er die Argumente auseinander, die Firmenchef Mark Zuckerberg gegen eine stärkere Regulierung seiner Branche anführt. 
Die Argumente Zuckerbergs bezeichnet Cohen als "Bullshit". Etwa, dass dieser die "Meinungsfreiheit" anführt, die er verteidigen wolle. Dabei gehe es aber gar nicht darum, irgendjemandes Meinungsfreiheit einzuschränken. Sondern darum, dass Facebook einigen der verwerflichsten Menschen der Welt die größte Plattform in der Geschichte gebe, mit der sie ein Drittel der Welt erreichen könnten. 
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Facebook hat reagiert

Der Comedian und Schauspieler stört sich daran, dass sechs Menschen im Silicon Valley über das Schicksal der Welt entscheiden dürfen. Er hätte lieber, dass die gewählten Repräsentanten mitsprechen dürfen.
Cohen mag nicht mehr glauben, dass die großen Firmen in der Lage sind, sich selbst zu regulieren. Wie bei der industriellen Revolution müsse die Politik einschreiten und der Gier der "Raubritter" eine Grenze setzen. Das Ziel einer Gesellschaft sollte sein, dass Menschen nicht wegen ihrer Herkunft, Sexualität oder Religion verfolgt würden. 
Facebook hat mittlerweile auf die Anwürfe Cohens reagiert. "Hassreden sind auf unserer Plattform verboten", sagte ein Sprecher. Niemand dürfe Hass, Gewalt oder Massenmord auf der Plattform befürworten und propagieren.
che