Wimpernlifting & Co.

Meine lange Reise zu den perfekten Wimpern – ganz ohne Mascara und Zange

Wimperntusche, Wimpernzange, Wimpernwelle, Wimpernlifting, Wimpernserum: Was tut man nicht alles für den perfekten Augenaufschlag
Foto: iStockphoto / Getty Images
11. September 2018
Von: Denise Fernholz
Lange steht unsere Autorin mit ihren Wimpern auf Kriegsfuß. Egal, was sie probiert, sie bekommen einfach kein Volumen – bis sie sich zu einem Besuch im Kosmetikstudio durchringt. Seitdem ist sie ein Fan von Wimpernwelle, Lashlifting und Co. Ein Erfahrungsbericht.
Seit Jahren stehe ich mit meinen Wimpern auf Kriegsfuß. Sie sind zwar nicht super kurz, aber sie haben einfach keinen Schwung. Also, wirklich gar keinen. Sie gehen nicht mal nur gerade nach vorne, sondern neigen sich eher noch nach unten. Wenn man nicht genau hinschaut, sind sie quasi nicht existent. Da bringt auch keine "Super Black Extreme 3D Ultra Volume"-Mascara was.

Mascara und Wimpernzange bringen nichts

Gefühlt habe ich alles ausprobiert. In meiner Jugend haben viele Freundinnen meine Wimpern als ultimative Herausforderung angesehen: "ICH krieg das hin!", waren sie sicher. Da wurde dann mit drei verschiedenen Produkten getuscht und die Wimpernzange akribisch zehn Minuten an die stummeligen Härchen gehalten. Doch jedes Mal mussten sie kapitulieren. Meine Wimpern waren stur.
Mit dem Alter kam das Geld – und die Einsicht, dass Mascara allein dieses Problem nicht lösen wird. Auf Fake-Wimpern hatte ich aber keine Lust. Eine andere Lösung musste also her. Schon öfter hatte ich von der sogenannten Wimpernwelle gehört, eine Dauerwelle für die Wimpern. Als Schülerin und Studentin war mir das damals allerdings zu teuer. Zwischen 25 und 40 Euro kostet die Behandlung im Kosmetikstudio. Das Ergebnis hält vier bis acht Wochen. 

Eine Dauerwelle für die Wimpern

Im Netz kursieren zwar viele Videos, wie man die Welle auch bei sich zu Hause machen kann, ich wollte aber doch lieber einen Profi ranlassen und bin zu einer Kosmetikerin gegangen, die ich vorher auf einem Vergleichsportal rausgesucht hatte.  
Je nach Länge der Wimpern, wird eine passende Rolle für die perfekte Welle (haha) ausgewählt. Die kann man sich vorstellen wie einen Lockenwickler für die Wimpern. Es gibt sie in verschiedenen Größen (je kleiner desto krasser der Schwung). Diese Rollen sind selbstklebend und werden an den Lidrand gesetzt. Dann klappt man die Wimpern gleichmäßig um, so dass sie an dem Röllchen kleben bleiben. Damit die Wimpern später auch ohne Hilfsmittel in dieser Position bleiben, wird in zwei Phasen Gel aufgetragen, das jeweils einige Minuten einwirken muss. Anschließend habe ich mir noch die Wimpern färben lassen, damit ich gar keine Mascara mehr benutzen muss. Und was soll ich sagen: Ich war begeistert. Morgens mehr Zeit und abends kein lästiges Abschminken.
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Der neue heiße Scheiß: Wimpernlifting 

Doch ich muss auch sagen, dass man sich schon sehr an den voluminösen Augenaufschlag gewöhnt – und irgendwann will man mehr. Eine Freundin von mir überraschte bei einem Wiedersehen nach Ewigkeiten mit ihren unglaublich langen Wimpern. Das Zaubermittel hieß Wimpernserum, und landete sofort in meinem digitalen Warenkorb. Die ersten paar Wochen war ich skeptisch, ob das Zeug bei meinen Problem-Wimpern tatsächlich helfen würde. Jeden Abend muss es auf das Augenlid direkt an den Wimpernkranz aufgetragen werden. (Man darf es wirklich nicht einmal vergessen.) Nach circa sechs Wochen waren sie plötzlich da: Wimpern, die länger waren, als ich es mir je erträumt hatte. Jetzt sollten sie auch wieder den nötigen Schwung bekommen!
Für noch dramatischeres Volumen als bei der Wimpernwelle sollte es dieses Mal ein sogenanntes Lashlifting sein. Vom Prinzip her ähnlich wie bei der Welle, aber mit stärkerem Ergebnis, wie mir eine Freundin versicherte. Statt mit einer Rolle wird hierbei mit einem Silikonpad gearbeitet, wodurch der Schwung näher am Wimpernkranz entsteht und die Härchen dadurch stärker nach oben gehen und länger aussehen. Das Wimpernlifting ist teurer als die Wimpernwelle (ab 40 Euro) und ist momentan der neue heiße Scheiß für alle, die keine Extentions auf den Augen tragen wollen. 
So sehen die Wimpern unserer Autorin drei Wochen nach ihrem letzten Wimpernlifting aus
© Privat
Die Kombination aus Lifting, Färben und Serum wirkt bei mir wahre Wunder – und ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, ohne zu sein. Seit Wochen habe ich keine Mascara-Bürstchen mehr angefasst und vermisse das lästige Schminken keine Sekunde. Und wenn ich mal wieder beim Bingewatching auf dem Sofa einschlafe, brauche ich mich nicht mehr vor den Spiegel quälen. Yippeh!
Zum Schluss noch eines: Ich weiß, es gibt Wichtigeres als die vermeintlich "perfekten" Wimpern. Bevor wir diese Diskussion jetzt anfangen, die damit endet, dass man sich fragt, warum sich Leute überhaupt schminken – lassen wir es doch einfach. Danke!

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