Er wäre eingeschläfert worden

Benji war der traurigste Hund Kaliforniens. Nun hat er eine neue Familie

Im Tierheim verliebte sich Jessica Williams in den Streuner Benji (Symbolbild)
Foto: iStockphoto / Getty Images
8. September 2018
Der Straßenhund Benji kam ins Tierheim. Dort litt er unter einer Flohallergie und war allen Menschen gegenüber skeptisch. Vermutlich wäre er eingeschläfert worden, wenn nicht ein Paar sechs Stunden zu ihm gefahren wäre und ihn gerettet hätte. Mittlerweile verstehen sich alle drei prächtig.
Jessica Williams lebt gemeinsam mit ihrem Freund Jared in Sacramento, Kalifornien. Zum großen Glück fehlte ihr nur ein Hund. Und nachdem sie mit ihrem Freund in eine hundegeeignete Wohnung gezogen war, schien der Zeitpunkt perfekt zu sein - zumindest für sie. Ihr Freund wollte dagegen noch bis zu ihrem Geburtstag im November warten.
Doch das dauerte Williams  zu lange, also begab sie sich im Netz auf die Suche nach ihrem Traumhund. Und wurde schnell fündig: Ein Streuner namens Benji aus Los Angeles eroberte ihr Herz im Sturm. Er hatte sie nötiger als alle anderen. Benji war seit zehn Tagen im Tierheim, scheu Menschen gegenüber und litt unter einer Flohallergie, wegen der er den Großteil seines Fells verloren hatte. Für die meisten Menschen wäre er wohl nicht die erste Wahl.
Doch Williams erkannte seine Not. Dem Onlineportal "The Dodo" sagte sie: "Er knurrte und schnappte nach Menschen, die an ihm vorbeigingen. Ich habe nie einen traurigeren Hund gesehen und wir wussten, wir konnten ihn nicht da lassen."

Sechs Stunden Fahrt

Also fuhr Williams mit ihrem Freund sechs Stunden von Sacramento nach Los Angeles. Die Mitarbeiter des Tierheims versuchten sie von einem anderen Tier zu überzeugen, weil er "nicht freundlich" sei. Benji sei generell kein Hund, der zum Kuscheln komme, erklärten sie. "Aber wir wussten, dass er mit hoher Wahrscheinlichkeit eingeschläfert werden würde. Wir wollten ihn nicht sterben lassen."
Gegen den Rat des Tierheims entschied sich Williams und unterschrieb die Adoptionspapiere.
Die sechsstündige Rückfahrt war hart. Er war gegenüber seinen neuen Besitzern misstrauisch und wusste nicht, was um ihn herum passierte. In seinem neuen Zuhause angekommen hielt er erst einmal Abstand. Doch nach wenigen Tagen realisierte er, dass er in einem sicheren, behüteten Zuhause war und gewöhnte sich an seine neue Umgebung. Mittlerweile kommt er selbstverständlich mit in Restaurants und tollt mit seinen Besitzern herum.
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"Er liebt es, unser Gesicht abzulecken", sagt Williams. "Er ist so eine Knalltüte." Und eine Sache, die er anfangs ablehnte, macht ihm nun besonders Spaß: "Er bellt in der Sekunde, in der wir ins Auto steigen, als würde er sagen 'Los geht's'."

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