Zell in Tirol

Uniform und Langhaarverbot – Gymnasium schreibt Schülern ihr Aussehen vor

An einem Gymnasium in Zell müssen die Schüler nun in Uniformen zum Unterricht kommen (Symbolbild)
Foto: courtneyk / Getty Images
11. September 2018
An einem österreichischen Gymnasium erscheinen die Schüler nun in Schuluniform zum Unterricht. Auch für die Frisuren gibt es strenge Vorgaben. Das scheint allerdings niemanden wirklich zu stören.
Schuluniformen gibt es in Österreich offiziell nicht. An einem Gymnasium in Zell (Tirol) herrschen aber trotzdem sehr klare Regeln, was die Bekleidung angeht. Als am Montag an dem neuen Bundesoberstufengymnasium das neue Schuljahr begann, liefen alle Schülerinnen und Schüler im gleichen Outfit auf – gezwungenermaßen. Das berichtet die "Tiroler Tageszeitung".
Auch sonst gibt es strikte Vorgaben für das optische Erscheinungsbild von Jungen und Mädchen. "Bei Knaben erwarten wir einen Kurzhaarschnitt und gepflegte, saubere Haare", heißt es in der Aufnahme-Information, die alle Schüler und ihre Eltern bekamen: "Das Wachsenlassen der Haare während des Unterrichtsjahres ist nicht erlaubt." Lange Haare müssten "straff nach hinten gekämmt und zusammengebunden" werden. Mädchen dürfen ihre Haare nicht ins Gesicht hängen. Auffällig gefärbte Haare sind ebenso wie Piercings verboten. 

Gymnasium in Zell: Schuluniform und Frisurenvorschriften

Der ungewöhnliche Regelkatalog hängt damit zusammen, dass sich das Gymnasium im gleichen Gebäude wie die Zillertaler Tourismusschule befindet. Dort werden die Schüler unter anderem für die Hotelgastronomie ausgebildet – und dort sind ein gepflegtes Auftreten sowie Hygiene besonders wichtig. Beide Schulen werden von dem gleichen Direktor verantwortet, viele Lehrer unterrichten Schüler aus beiden Institutionen. "Die Gymnasiasten lernen mit den Tourismusschülern unter einem Dach. Es könnten Keime am Gang übertragen werden", begründet Direktor Bernhard Wildauer in der "Tiroler Tageszeitung" die strikten Vorgaben.
Schüler und Eltern scheinen damit kein Problem zu haben, zumindest habe es bisher keine Beschwerden gegeben, erklärt Wildauer. Als Direktor ist er letztlich selbst für die Beurteilung von Härtefällen verantwortlich. Und er kündigt schon an: "Wir werden das mit den Haarschnitten der Gymnasiasten nicht ganz so streng nehmen."

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