Erfolgreiche Suche

Student trifft in einer Bar seine Traumfrau - dann beginnt die verzweifelte Suche

Ein Student schreibt nach einem missglückten Telefonnummerntausch eine Massen-E-Mail an 247 Nicoles
Foto: parkerabyrd / Unsplash
11. September 2018
Ein kanadischer Student hat seine Traumfrau in einer Bar kennengelernt, kannte jedoch nur ihren Vornamen. Um sie wiederzufinden, schickte er 247 E-Mails an alle Frauen seiner Universität mit dem Namen Nicole.
Carlos Zetina, Student an der University of Calgary in Kanada, hat alles in die Wege geleitet, um seine Traumfrau zu wiederzufinden. Anfang September hatte Carlos eine junge Studentin namens Nicole in einer Bar kennengelernt. Nach dem Treffen blieb ihm aber lediglich ein Vorname und eine falsche Telefonnummer in seiner Tasche.

Carlos schreibt 247 E-Mails

Da wird der Student kreativ: Er schreibt eine Massen-E-Mail an alle 247 Nicoles an seiner Universität, darunter Studentinnen, aber auch Dozentinnen. Betreff: "Habe dich gestern Abend getroffen und du hast mir eine falsche Nummer gegeben."
In seiner E-Mail erklärt er, dass er nicht möchte, dass Nicole von ihm denkt, er sei ein mieser Typ, der sich nicht meldet. Für kurze Zeit war ein Screenshot seiner E-Mail auf Twitter zu sehen.
Schnell begannen die Frauen, sich gegenseitig zu kontaktieren und die Aktion in den sozialen Medien zu diskutieren. Eine der Frauen, Nicole DuGraye, erstellte eigens eine Facebook-Gruppe namens Nicole from last night, die inzwischen mehr als 80 Mitglieder hat. Einige Tage später fand ein erstes Treffen in einer Bar statt. Nicole Manaog, Studentin der Kommunikationswissenschaften, berichtet mit Begeisterung von dem neuen Nicole-Netzwerk. 
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Nicole Little, Doktorandin an der Universität, nahm ebenfalls an dem Nicole-Treffen teil und lernte dort 15 weitere Nicoles kennen. Sie war morgens aufgewacht und hatte unzählige verpasste Nachrichten auf ihrem Telefon: von Freunden, die die Aktion in den sozialen Netzwerken gesehen hatten sowie die Nachrichten der anderen Nicoles.

Aber woher hatte Carlos die Adressen?

Wie genau Carlos an die E-Mail-Adressen gekommen ist, bleibt eine Vermutung. Der kanadischen "Huffington Post" erklärte Nicole MacMillan: "Unsere Theorie als Team Nicole ist, dass er einfach in sein Adressfeld den Namen Nicole eingegeben hat." Über die interne Unidatenbank hatte er so Zugriff auf sämtliche Mailadressen.
Für Carlos endete die Suche tatsächlich erfolgreich! Über Umwege fand er schließlich die gesuchte Nicole, von der sich herausstellte, dass sie eine Austauschschülerin aus den Niederlanden war. Sie hatte keine eigene Mail-Adresse an der Universität. Am 7. September machte eine Freundin Nicole auf die sozialen Aktivitäten unter ihrem Namen aufmerksam. Daraufhin erklärte Nicole in einem Facebook-Post, dass sie Carlos versehentlich die falsche Nummer gegeben hatte.

Suche mit Happy-End für alle

Die Nicole-Gruppe plant ein zweites Treffen, diesmal auch mit der "richtigen" Nicole. Für Carlos gibt es ebenfalls ein Happy-End: Eine weitere Verabredung mit "seiner" Nicole ist bereits geplant – ohne die anderen Nicoles.  

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gho mit DPA