Australien

"Dad hat das so genossen": Sanitäter erfüllen sterbenskrankem Mann seinen letzten Wunsch

Der todkranke Ron McCartney mit seinem Becher Eis.
Foto: Queensland Ambulance Service/Facebook
6. September 2018
Auf der Fahrt ins Krankenhaus hatte Ron McCartney noch einen letzten Wunsch. Die Sanitäter machten ihm diesen möglich und teilten die Aktion anschließend bei Facebook, um auf einen wichtigen Aspekt ihrer Arbeit hinzuweisen.
Bevor es für den 72-jährigen Ron McCartney auf die Palliativ-Station ging, hatte er noch genau einen Wunsch: einen Becher Eis. Die Sanitäterinnen wollten ihm das nicht ausschlagen. Sie wussten, dass der sterbenskranke Mann seit Tagen nichts gegessen hatte. Kurzerhand machten sie am nächsten Eisstand Halt. McCartney starb wenige Tage später.
Die rührende Geschichte ereignete sich schon vergangene Woche in Australien. Sie ging aber erst am Dienstag auf Facebook durch die Decke, als Mitarbeiter des Queensland Ambulance Service (QAS) ein Foto des alten Herren posthum posteten. Der schaut dort recht zufrieden mit seinem Becher Karamell-Eis in die Kamera.

Die Ambulanz-Fahrer sind in Australien bekannt

Nun erhalten die Ambulanz-Fahrer viel Lob und Anerkennung für die Aktion. Pflegedienst bedeute eben mehr als nur alte Menschen zwischen Altenheimen und Kliniken herumzufahren, schreiben viele Leser auf Facebook. Angestellte  anderer Pflege- Dienste sollten sich daran ein Beispiel nehmen. Die Kommentare gehen mittlerweile in die Hunderte.
Besonders ergriffen sind die Ehefrau und die Tochter des Mannes. Er hatte 17 Jahre lang an Bauchspeicheldrüsenkrebs gelitten. Seine Tochter Danielle Smith bedankte sich bei den Pflegerinnen herzlich für die ungewöhnliche Geste. "Dad hat das so genossen", schrieb sie. "Meine Mutter und ich können gar nicht genug Danke dafür sagen." Schon in den vergangenen Monaten hätten die Mitarbeiter des Queensland Ambulance Service der Familie sehr geholfen. Ohne deren Unterstützung hätte sie ihren Vater nie so gut betreuen können, schreibt Danielle Smith.
Überhaupt scheint der Ambulanz-Dienst ein Herz für sterbenskranke Menschen zu haben. Bereits im vergangen Jahr hatten Mitarbeiter eine Patientin an den Strand der Hervey Bay gefahren. Sie wollte kurz vor ihrem Tod noch einmal das Meer sehen.
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sos/fin