Eine Million Menschen evakuiert

Hurrikan "Florence" bedroht US-Ostküste - sehen Sie ihn live im Tracker

Der gewaltige Hurrikan "Florence" rast auf die Ostküste der USA zu
Foto: NASA/RICKY ARNOLD / AFP
11. September 2018
Der erste große Sturm der Hurrikan-Saison rollt auf die USA zu. In den südöstlichen Bundesstaaten sollen die Menschen wegen drohender Sturmfluten evakuiert werden. Die Karibik wird derweil von "Isaac" bedroht.
Die Menschen an der Südostküste der USA müssen sich für einen schweren Hurrikan wappnen. "Florence" war am Dienstagfrüh schon zu einem gewaltigen Hurrikan der Kategorie 4 angewachsen und mit Windgeschwindigkeiten von 220 Kilometern pro Stunde unterwegs. Bis der Hurrikan am Donnerstagabend auf Land treffen soll, erwartet das US-Hurrikan-Zentrum in Florida noch eine weitere Steigerung. In den Bundesstaaten North Carolina, South Carolina und Virginia sollen noch am Dienstag die Evakuierung gefährdeter Küstengebiete beginnen.

Meteorologen befürchten lebensbedrohliche Fluten

Mehr als eine Million Menschen dürften laut Medienberichten betroffen sein. Ein Jahr nachdem schwere Stürme 2017 die Region heimgesucht hatten, schotteten am Montag die Menschen wieder ihre Häuser ab, bildeten Autoschlangen an den Tankstellen und kauften die Supermarktregale leer, wie der Sender CNN berichtete. Die Meteorologen warnten vor lebensbedrohlichen Sturmfluten, extremen Regenfällen und Überschwemmungen. US-Präsident Trump sicherte Unterstützung der Bundesregierung zu. In den drei gefährdeten Bundesstaaten war vorsichtshalber schon am Sonntag der Notstand ausgerufen worden. Weiter südlich im Atlantik bewegte sich Sturm "Isaac" auf die Karibikinseln zu.
Sehen Sie im Live-Tracker, wie sich der Wirbelsturm auf die US-Küste zubewegt: 
Bereitgestellt wird der Service von Windy.com. Die Macher nutzen für ihre Darstellungen und Vorhersagen das Modell vom "Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage".
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Im US-Außengebiet Puerto Rico begannen am Montag angesichts des Hurrikans "Isaac" die Vorbereitungen auf "das schlimmste aller Szenarien", wie es die Behörden ausdrückten. Die östlich der Dominikanischen Republik gelegene Insel von der zehnfachen Größe Berlins leidet immer noch unter den verheerenden Folgen von Hurrikan "Maria" im September 2017. Erst vor zwei Wochen hatte die Regierung der Insel die tatsächliche Opferzahl mit 2975 Toten angeben, nachdem im vergangenen Jahr zunächst nur von 64 die Rede gewesen war.

Hurrikan trifft Karibikinseln am Donnerstag 

"Isaac", der am Montag schon Hurrikanstärke (mindestens 119 Stundenkilometer) erreicht hatte, wurde in der Nacht mit Windgeschwindigkeiten von 110 Kilometern pro Stunden zunächst wieder zum Tropensturm heruntergestuft, er sollte aber wieder zulegen. Ziemlich genau auf dem 15. nördlichen Breitengrad rückte er auf einem strammen Westkurs vor und sollte ebenfalls am Donnerstag die Antilleninseln erreichen.
Im Spätsommer 2017 hatten neben "Maria" die Hurrikans "Harvey", Irma", "José" und "Katia" die Region heimgesucht. In diesem Jahr hat es erst vergleichsweise wenig Tropenstürme gegeben. Sie werden jedes Jahr in alphabetischer Reihenfolge benannt, "Florence", Buchstabe F, ist damit der sechste. Zum Vergleich: Der verheerende Hurrikan "Katrina" mit 1800 Toten, Buchstabe "K", ereignete sich 2005 schon im August.  Ungefähr 1500 Kilometer östlich von "Isaac" tobt derzeit noch Hurrikan "Helene" mit Windgeschwindigkeiten von 175 Kilometern pro Stunde im Atlantik. Wegen seines prognostizierten Nordkurses, der ihn in kältere Gewässer führt, hat er aber kaum Chancen, jemals Land zu erreichen.
fri/DPA