Frankreich

Damit Motor startet: Busfahrer lässt Kinder an seiner Stelle Alkoholtest machen

Der Motor von Bussen in Frankreich startet erst, wenn beim Fahrer ein Alkoholpegel unter 0,2 Promille gemessen wurde (Symbolbild)
Foto: Jochen Tack / Picture Alliance
7. September 2018
In Frankreich lässt sich der Motor von Bussen seit 2015 nur noch starten, wenn der Fahrer einen Atemalkoholtest besteht. Das stellte einen Schulbusfahrer vor ein Problem, sodass er zwei Jungen um "Hilfe" bitten musste.
In Frankreich sind alle Busse seit 2015 mit Atemalkoholtests ausgestattet. Der Motor startet erst, wenn beim Fahrer ein Alkoholpegel unter 0,2 Promille gemessen wurde. Das wurde für einen Busfahrer im vergangenen Dezember offenbar zum Problem - und ließ ihn "kreativ" werden. Der Mann forderte kurzerhand einen Schüler auf, an seiner Stelle in das Messgerät zu pusten. Da der Junge aber nicht lang genug blies, musste noch dessen älterer Bruder ran. Dafür wurde der Busfahrer aus dem zentralfranzösischen Dorf Bracieux nun zu einer Geldstrafe von 370 Euro verurteilt.
Der Fahrer sagte am Montag vor Gericht, er habe die Schüler "aus Spaß" pusten lassen, sie hätten darum gebeten. Der Motor sei zu dieser Zeit bereits gelaufen.

Busfahrer soll Schülern Bierkonsum gestanden haben

Während der Fahrer angab, keinen Tropfen Alkohol zu sich genommen zu haben, sagten Schüler aus, er habe ihnen gestanden, zwei Bier getrunken zu haben. Er sei zudem so schnell gefahren, dass ein Schüler ihn gebeten habe, seinen Fuß vom Gaspedal zu nehmen. Darüber hinaus soll der Fahrer großzügig von der Hupe Gebrauch gemacht und seine Hände vom Lenkrad genommen haben, um die Kinder zu beeindrucken. 
Der Fahrer wies die Vorwürfe zurück. Er ist inzwischen seinen Job los.

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mod/AFP