+++ Ticker +++

News des Tages

Frankfurt muss Dieselfahrverbot einführen

Die Stadt Frankfurt muss ein Dieselfahrverbot einführen
Foto: Silas Stein / DPA
5. September 2018
Fall Skripal: Polizei sucht zwei Russen +++ Zahl der befristeten Jobs so hoch wie noch nie +++ Kabinett beschließt schärfere Mietpreisbremse +++ Die News des Tages im stern-Ticker.
Die Meldungen im Kurz-Überblick:
  • Frankfurt muss Dieselfahrverbot einführen (17.38 Uhr)

  • Polizei entdeckt mit Drogen versetzte Schokolade (14.45 Uhr)

  • Fall Skripal: Polizei sucht zwei Russen (12.11 Uhr)

  • Raser fordert Zivilpolizei zum Straßenrennen (6.31 Uhr)

  • 1,4 Milliarden Menschen bewegen sich zu wenig (3.34 Uhr)

Die News des Tages im stern-Ticker:
+++ 19.53 Uhr: Tausende demonstrieren gegen rechte Kundgebung in Hamburg +++
Vor einer für den Abend angekündigten rechten Kundgebung sind in Hamburg Tausende gegen Rechtsextremismus und Fremdenhass auf die Straße gegangen. In zwei getrennten Demonstration zogen schätzungsweise 5000 Menschen durch die Innenstadt in Richtung Gänsemarkt, wo die Kundgebung des "Merkel muss weg"-Bündnisses am frühen Abend stattfinden sollte. Die Polizei sperrte den Platz mit Gittern ab, auch Wasserwerfer und die Reiterstaffel standen bereit. Zu Zwischenfällen kam es nach Angaben der Polizei zunächst nicht.
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Bei den Organisatoren der "Merkel muss weg"-Kundgebung handelt es sich laut Verfassungsschutz um Rechtsextremisten, die auch Verbindungen zur AfD haben sollen. Gut eine halbe Stunde vor Beginn der Kundgebung hatten sich erst wenige Dutzend Anhänger auf dem Gänsemarkt eingefunden, darunter auch die Nummer 2 des fremdenfeindlichen Dresdner Pegida-Bündnisses, Siegfried Daebritz.
Die AfD wies die angeblichen Verbindungen zu Extremisten zurück, relativierte aber die in Hamburg geplante Veranstaltung. "Das ist keine AfD-Demo, sondern eine Veranstaltung freier Bürger", sagte Fraktionschef Alexander Wolf. Anmelder der Gegendemonstrationen waren die Bündnisse "Hamburger Stimmen für Vielfalt" und "Mittwochs gemeinsam gegen rechte Hetze". Der Verfassungsschutz hatte in diesem Zusammenhang auch vor Mobilisierungen gewaltbereiter Linksextremisten gewarnt.
+++ 19.20 Uhr: In Bulgarien verhafteter Deutscher unter Hausarrest gestellt +++
Ein kurdischstämmiger Deutsche, der am Sonntag auf Bestreben der Türkei in Bulgarien festgenommen wurde, ist unter Hausarrest gestellt worden. Das Bezirksgericht in Warna habe von der Türkei die für eine Auslieferung erforderlichen Unterlagen angefordert, sagte Gerichtssprecher Radoslaw Lasarow der Nachrichtenagentur AFP. Für die Zeit der Prüfung des Auslieferungsgesuchs bleibe Y. unter Hausarrest.    
Der 44-jährige Mehmet Y., der bei der Caritas in Bonn minderjährige Flüchtlinge betreut haben soll, war am Sonntag in Bulgarien verhaftet worden. Bei seiner Ankunft auf dem Flughafen von Warna an der bulgarischen Schwarzmeerküste, wo er mit seiner Frau Urlaub machen wollte, nahm ihn die Polizei aufgrund eines dringlichen Interpol-Gesuchs ("Red Notice") fest, wie seine Frau der "Süddeutschen Zeitung" sagte.
+++ 18.56 Uhr: Maas in Ankara von türkischem Präsidenten Erdogan empfangen +++
Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) ist in Ankara von dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan empfangen worden. Neben den bilateralen Beziehungen dürfte es dabei auch um den Syrien-Konflikt gehen, wo sowohl die Bundesregierung als auch die Türkei eine humanitäre Katastrophe durch eine militärische Eskalation in der Provinz Idlib verhindern wollen. Maas kündigte im Vorfeld an, er wolle auch das heikle Thema Menschenrechte offen ansprechen.
+++ 18.33 Uhr: Frankfurt bedauert Urteil zu Dieselfahrverbot +++
Frankfurts Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) hat das Gerichtsurteil zur Einführung eines Dieselfahrverbots in der Stadt bedauert. "Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge stellen einen Einschnitt in das städtische Gesamtverkehrssystem in einem bisher nicht bekannten Ausmaß dar", sagte er. "Sie treffen letztlich die Menschen, die im Vertrauen auf die Aussagen der Hersteller eine vermeintlich umweltfreundliche Wahl getroffen haben." Die Kommune müsse nun "die Versäumnisse der Automobilindustrie und auch die Versäumnisse der Bundesregierung ausbaden", kritisierte er.
Vom Land Hessen erwarte die Stadt nun auf der Basis der noch ausstehenden schriftlichen Urteilsbegründung die rasche Fortschreibung des Luftreinhalteplans in enger Abstimmung mit Frankfurt. "Von der Bundesregierung erwarten wir schnelle Entscheidungen zur Hardware-Nachrüstung der Dieselfahrzeuge auf Kosten der Autoindustrie", sagte der Frankfurter Verkehrsdezernent.
Frankfurt ist die erste Stadt in Hessen mit einem Fahrverbot für Dieselfahrzeuge. Die Einführung des Verbots hatte das Verwaltungsgericht Wiesbaden nach einer mündlichen Verhandlung entschieden. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte wegen der Überschreitung von Stickoxidgrenzwerten geklagt.
+++ 18.24 Uhr: Kretschmer sieht keinen Widerspruch zu Merkel bei Bewertung von Fall Chemnitz +++
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sieht bei der Bewertung der Vorfälle von Chemnitz keine Differenzen zu Bundeskanzlerin Angela Merkel (beide CDU). "Es gibt da überhaupt keinen Widerspruch zur Kanzlerin, ich bin genauso entsetzt über die Bilder von Montag wie jeder andere", sagte Kretschmer der "Welt" laut Vorabmitteilung. "Meine Haltung dazu und zur Reaktion des Rechtsstaats habe ich hinreichend deutlich gemacht."    
Eine andere Frage sei aber, "welches Bild von Chemnitz und seinen Einwohnern teilweise gezeichnet wurde". "Ich lasse nicht zu, dass man eine Stadt oder ein ganzes Land unter Verdacht stellt, das ist ebenso abwegig wie fahrlässig, denn es nützt nur den Extremisten", sagte Kretschmer.    
Der Ministerpräsident hatte zuvor in seiner Regierungserklärung im Landtag gesagt: "Es gab keinen Mob, es gab keine Hetzjagd und es gab keine Pogrome in Chemnitz." Merkel wiederum sagte in Berlin, dass es aus Chemnitz Bilder gebe, "die sehr klar Hass und damit auch Verfolgung von unschuldigen Menschen deutlich gemacht haben".
+++ 17.57 Uhr: Deutsche Umwelthilfe setzt Dieselfahrverbot in Frankfurt durch +++
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte wegen der Überschreitung von Stickoxidgrenzwerten geklagt. Nun muss die Stadt Frankfurt ein Dieselfahrverbot für sauberere Luft einführen. Die Metropole am Main ist die erste Stadt in Hessen mit einem Fahrverbot für Dieselfahrzeuge. Der neue Luftreinhalteplan soll zum 1. Februar 2019 in Kraft treten.
Die Klage der DUH richtete sich gegen das Land, das für die Fortschreibung der Luftreinhaltepläne in den hessischen Städten verantwortlich ist. Die Pläne müssen dafür sorgen, dass die Stickoxidgrenzwerte auf Dauer und sicher eingehalten werden. Nach der Entscheidung des Verwaltungsgerichts für ein Dieselfahrverbot in Frankfurt muss das Land nun dafür sorgen, dass dieses auch umgesetzt wird. Dazu muss der Luftreinhalteplan für die Stadt entsprechend ergänzt werden.
Die Umwelthilfe hat insgesamt wegen der Überschreitung von Stickoxidgrenzwerten in vier hessischen Städten geklagt. Neben Hessens größter Stadt Frankfurt sind das Darmstadt, Wiesbaden und Offenbach. Die Umwelthilfe hatte die Klage damit begründet, dass die Grenzwerte nur durch eine rasche Umsetzung kurzfristig wirksamer Maßnahmen wie Fahrverbote für schmutzige Dieselfahrzeuge eingehalten werden könnten.
Die Luftverschmutzung durch Stickoxide kann dazu führen, dass etwa Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausgelöst oder verschlimmert werden.
Bundesweit gibt es bereits in Hamburg ein Dieselfahrverbot für ältere Dieselfahrverbote in zwei besonders betroffenen Straßen der Hansestadt. In Stuttgart sollen ab Jahresbeginn 2019 Fahrverbote ebenfalls für ältere Dieselfahrzeuge gelten. Zuvor hatte das Bundesverwaltungsgericht geurteilt, dass Dieselfahrverbote in Städten grundsätzlich zulässig sind.

+++ 17.38 Uhr: Frankfurt muss Dieselfahrverbot einführen +++

Die Stadt Frankfurt am Main muss ein Dieselfahrverbot für sauberere Luft einführen. Das hat das Verwaltungsgericht Wiesbaden entschieden. Die Deutsche Umwelthilfe hatte geklagt, weil in Hessens größter Stadt die Grenzwerte für Schadstoffe überschritten werden.

+++ 17.08 Uhr: Dutzende Gewalttaten von rechts gegen Journalisten in zweieinhalb Jahren +++

Nach den Erkenntnissen des Bundeskriminalamts (BKA) hat es in Deutschland von Anfang 2016 bis Mitte August diesen Jahres 33 "politisch rechts motivierte" Gewalttaten gegen Journalisten gegeben. Die Zahl geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken hervor. Noch nicht erfasst sind die Attacken auf Medien bei den Kundgebungen in Chemnitz nach dem gewaltsamen Tod eines 35-jährigen Mannes am 26. August. Zuerst hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) über die Daten berichtet.
Nach der BKA-Statistik war die Zahl der Gewalttaten von rechts gegen Medienvertreter seit 2017 rückläufig. Die Linken-Abgeordnete Doris Achelwilm geht allerdings von einer hohen Dunkelziffer aus, weil viele Journalistinnen und Journalisten aus guten Gründen nicht mit Namen und Adresse in den Ermittlungsakten gegen Neonazi-Gewalttäter stehen wollten. Die offizielle Statistik sehe deshalb besser aus als die Realität, so die medienpolitische Sprecherin der Linken. Das offizielle Bild rechtfertige aber nicht, dass die Bundesregierung keinen akuten Handlungsbedarf zum Schutz von Journalisten sehe.

+++ 15.49 Uhr: Mann in Hessen von einstürzendem Bushaltestellenhäuschen erschlagen +++

Von einem einstürzenden Bushaltestellenhäuschen ist ein Mann im hessischen Bad Schwalbach erschlagen worden. Eine 45-jährige Frau wurde bei dem Unfall im Stadtteil Heimbach zudem schwer verletzt, wie die Polizei in Wiesbaden mitteilte. Der Mann und die Frau hielten sich demnach in dem Wartehäuschen auf, als ein Lastwagenfahrer versuchte, seinen Sattelauflieger ohne Einweisung zu wenden.    
Dabei stieß er gegen das Häuschen aus Beton, das in sich zusammenfiel und beide Menschen unter sich begrub. Der Mann starb noch an der Unfallstelle, sein Leichnam konnte erst am Nachmittag geborgen werden.

+++ 15.09 Uhr: "Horrorhaus" von Höxter: lebenslange Haftstrafen gefordert +++

 Im Prozess um die Verbrechen im sogenannten Horrorhaus von Höxter hat die Staatsanwaltschaft lebenslange Haftstrafen für die beiden Angeklagten gefordert. Zusätzlich sei die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld beantragt worden, teilte ein Sprecher des Landgerichts im nordrhein-westfälischen Paderborn mit. Das angeklagte Ehepaar Wilfried und Angelika W. soll zwei Frauen in ihrem Haus schwer misshandelt und dadurch ermordet haben.    
Laut Anklage quälten die mutmaßlichen Täter in ihrem Gehöft in der kleinen Gemeinde außerdem mindestens noch zwei weitere Frauen, die ihr Martyrium überlebten. Sämtliche Opfer soll das Paar dabei über Kontaktanzeigen angelockt haben.     Die Vertreter der Nebenklage schlossen sich laut Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft an. Für Wilfried W. forderten sie außerdem eine Einweisung in die Psychiatrie.    
Die Verteidiger der beiden Angeklagten sollen am Donnerstag und am Dienstag kommender Woche plädieren. Mit einem Urteil ist dem Sprecher zufolge frühestens am darauffolgenden Freitag zu rechnen.

Angelika und Wilfried W. vor Gericht

Das ist das Horrorhaus von Höxter

+++ 14.46 Uhr: Merkel: Es gab Hass und Verfolgung in Chemnitz +++

Kanzlerin Angela Merkel hat ihre Verurteilung der Ausschreitungen und Proteste in Chemnitz bekräftigt. Es habe Bilder gegeben, die "sehr klar Hass und damit auch die Verfolgung unschuldiger Menschen" gezeigt hätten. Davon müsse man sich distanzieren, sagte Merkel in Berlin. "Damit ist alles gesagt", fügte sie hinzu.
Merkel reagierte damit auf Vorwürfe von AfD-Chef Jörg Meuthen, der sie zu einer Entschuldigung wegen ihrer ursprünglichen Reaktion und zur Entlassung ihres Regierungssprechers Steffen Seibert aufgefordert hatte. Merkel und Seibert hatten von "Hetzjagden" gesprochen; dem widersprach aber Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer am Mittwoch. Der CDU-Politiker sagte Dresdner Landtag: "Klar ist: Es gab keinen Mob, keine Hetzjagd und keine Pogrome."

+++ 14.45 Uhr: Berliner Polizei beschlagnahmt mit Drogen versetzte Schokolade +++

In einem sogenannten Headshop ist die Polizei in Berlin auf einen bemerkenswerten Vorrat an drogenhaltiger Schokolade gestoßen. In dem Geschäft im Stadtteil Gesundbrunnen wurden Schokoriegel in der Geschmacksrichtung "Psilocybin-Pilz" verkauft, wie die Beamten mitteilten. Sie hatten demnach einen Tipp bekommen, dass in dem Geschäft mit Drogen gehandelt werde, und durchsuchten den von einem 22-Jährigen geführten Laden sowie dessen Wohnung. Der junge Mann wurde festgenommen. Seine beiden minderjährigen Brüder werden verdächtigt, ihm  beim Drogenhandel geholfen zu haben.
Psilocybinhaltige Pilze sind auch als Zauberpilze oder halluzinogene Pilze bekannt und enthalten psychedelische Wirkstoffe. Headshops sind Geschäfte, die Zubehör für das Rauchen von Cannabis verkaufen.

+++ 14.36 Uhr: Forscher entdecken ersten Allesfresser-Hai +++

Wissenschaftler haben die erste Hai-Art entdeckt, die gezielt sowohl Fleisch als auch Grünzeug frisst. Der Schaufelnasen-Hammerhai galt bislang als reiner Fleischfresser, der nur durch Zufall auch gelegentlich Planzen verschlingt - doch nun haben Forscher die zentrale Bedeutung von Seegras im Speiseplan des Raubfisches entdeckt, wie sie in einer im Fachblatt "Proceedings of the Royal Society B" veröffentlichten Studie beschreiben. "Bislang dachten die meisten, dass die Seegras-Aufnahme zufällig bei der Jagd nach Krebsen erfolgt, die im Seegras leben", sagte Ko-Autorin Samantha Leigh. Doch die Nahrung des Hais kann zu bis 62 Prozent aus Seegras bestehen. Entscheidend dabei ist, dass der Schaufelnasen-Hammerhai das Gras nicht nur frisst, sondern auch die Nährstoffe daraus aufnehmen kann. "Dies ist die erste Hai-Art überhaupt, bei der gezeigt wurde, dass sie eine Allesfresser-Verdauungsstrategie hat", heißt es in der Studie.
Die Forscher fütterten Schaufelnasen-Hammerhaie über drei Wochen mit Nahrung, die zu 90 Prozent aus Seegras und zu zehn Prozent aus Tintenfisch bestand. Anschließend bestimmten sie die Menge, die davon verdaut und ausgeschieden wurde. Die Haie legten zur Überraschung der Forscher an Gewicht zu.

+++ 14.32 Uhr: Ermittlungen gegen mögliche Mitwisser bei Haftbefehl-Weitergabe +++

Der Dresdner Justizbeamte, der nach dem tödlichen Messerangriff auf einen 35-Jährigen in Chemnitz einen Haftbefehl fotografierte und weitergab, hatte möglicherweise Mitwisser unter seinen Kollegen. Es habe eine Kommunikation mit weiteren Personen gegeben, sagte ein Sprecher des Justizministeriums in Dresden. Das Nachrichtenportal t-online.de berichtete zuvor, es habe offenbar eine WhatsApp-Gruppe existiert. Dazu wollte der Sprecher konkret nichts sagen. Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittele, ob sich weitere Beamte strafbar gemacht hätten. Zudem seien Disziplinarverfahren gegen mehrere Justizvollzugbedienstete eingeleitet worden.
Ein Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt Dresden hatte zugegeben, den Haftbefehl gegen einen der Tatverdächtigen zum gewaltsamen Tod eines 35-Jährigen in Chemnitz weitergegeben zu haben. Bilder davon kursierten anschließend im Internet, unter anderem aufseiten eines AfD-Kreisverbandes und der rechtspopulistischen Bewegungen "Pro Chemnitz".

+++ 14.30 Uhr: Kleinlaster mit halber Tonne Sprengstoff ohne Ladungssicherung erwischt +++

Einen Kleinlaster mit einer halben Tonne Sprengstoff ohne genügende Ladungssicherung hat die Polizei im baden-württembergischen Pforzheim aus dem Verkehr gezogen. Der Gefahrguttransport sei bei einer Kontrolle gestern weder mit einer Warntafel noch mit einem Gefahrzettel gekennzeichnet gewesen, teilten die Polizei in Karlsruhe mit. Auch über die Ladungssicherung habe sich der 49-jährige Fahrer "offenbar wenig Gedanken gemacht". Auf die Sicherung nach vorn sei "nahezu komplett verzichtet" worden.
Der Fahrer habe damit "deutlich" gegen die Vorschriften verstoßen, erklärte die Polizei. Demnach hätte der Mann höchstens 50 Kilogramm des Sprengstoffs transportieren dürfen. Ihm wurde die Weiterfahrt untersagt. Zudem muss er mit einer Anzeige rechnen.

+++ 14.11 Uhr: Ukrainische Kuhherde büxt nach Weißrussland aus - Hirte festgenommen +++

Skurriler Einsatz für weißrussische Grenzbeamte: Weil rund 180 Kühe aus der Ukraine über die Staatsgrenze ins Nachbarland nach Weißrussland ausgebüxt sind, ist ein Hirte kurzzeitig festgenommen worden. Der 2002 geborene junge Mann sei auf der Suche nach seiner Herde im Grenzgebiet der beiden Ex-Sowjetrepubliken gefasst worden, berichteten ukrainische Medien. Daraufhin sei der Hirte - ohne die Rinder - in die Ukraine zurückgebracht worden. Erst als alle Formalitäten für die Kühe geklärt worden seien, hätten die Beamten die Tiere wieder in Richtung Ukraine gelotst, hieß es. Dem weißrussischen Grenzschutz zufolge war dies schon der dritte derartige Vorfall in diesem Jahr.

+++ 13.12 Uhr: Fledermausforscher lösen Polizeieinsatz aus +++

Der Taschenlampenschein von Fledermausforschern hat in Inzlingen in Baden-Württemberg einen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein Anwohner sah die Lichter der zwei Biologen gestern Abend auf einem Hügel hinter einer Häuserreihe und vermutete Einbrecher, wie die Polizei in Freiburg mitteilte. Mehrere Streifenwagen wurden alarmiert. Die Beamten durchsuchten das Gebiet und stießen auf die Männer. Deren Absichten seien allerdings "völlig harmlos und strafrechtlich irrelevant" gewesen, berichtete die Polizei. Die Mitarbeiter eines Instituts hätten dort Netze gespannt, um Fledermäuse einzufangen und zu untersuchen.

+++ 13.05 Uhr: Helene Fischer stellt sich bei Konzert gegen Fremdenhass +++

Schlagersängerin Helene Fischer hat bei einem Konzert in Berlin an ihre Fans appelliert, ein Zeichen gegen Rassismus und Gewalt zu setzen. "Erhebt gemeinsam mit mir die Stimmen: gegen Gewalt, gegen Fremdenfeindlichkeit", sagte die 34-Jährige gestern Abend auf der Bühne der Mercedes Benz-Arena, wie in einem Video zu sehen ist. Auch auf Vorwürfe, zum Thema zu schweigen ging sie ein. "Ich äußere mich nicht oft zu politischen Dingen, gebe nie politische Statements, denn meine Sprache ist die Musik", sagte die "Atemlos"-Sängerin, die von dieser Regel nun ein Ausnahme machte: "Und deswegen heute Abend, jetzt und hier gemeinsam mit euch: Wir setzen auch ein Zeichen."
Im Rahmen des "#wirsindmehr"-Konzerts gegen Rechts am Montag in Chemnitz hatte etwa der Songwriter Bosse (38) gefordert, dass sich mehr erfolgreiche Musiker zu Wort melden sollten.

+++ 12.46 Uhr: Tatverdächtiger tötete sich bei Festnahmeversuch in Darmstadt selbst +++

Der am Montag während eines Polizeieinsatzes in Darmstadt gestorbene Mann hat sich nach Behördenangaben selbst getötet. Es gebe keine Hinweise darauf, dass der 39-jährige US-Bürger durch Dritte ums Leben gekommen sei, teilte die Staatsanwaltschaft Darmstadt mit. Die Obduktion des Manns habe ergeben, dass er nicht infolge des Polizeieinsatzes im Zusammenhang mit seiner versuchten Festnahme gestorben sei. Zwar habe ein Polizist geschossen, die Kugel habe den Mann jedoch nicht getroffen.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand hatte der Mann am Montag in Darmstadt-Arheilgen zuvor seine 37-jährige Lebensgefährtin erschossen. Als die Polizei ihn in einer nahen Kleingartenanlage stellen wollte, kam er ums Leben.

+++ 12.25 Uhr: Staatsanwaltschaft legt Revision gegen Urteil im Mordfall Kandel ein +++

Im Fall des tödlichen Messerangriffs auf die 15-jährige Mia im pfälzischen Kandel hat die Staatsanwaltschaft Revision gegen das Urteil von achteinhalb Jahren Haft eingelegt. Das teilte die Anklagebehörde in Landau ohne weitere Details mit. Das Landgericht in Landau hatte den vermutlich aus Afghanistan stammenden Abdul D. am Montag wegen Mordes und Körperverletzung verurteilt. Zur Anwendung kam Jugendstrafrecht, hier liegt die Höchstgrenze bei zehn Jahren.
Die Verteidigung hatte den Richterspruch akzeptiert. Bei einer Revision wird das Urteil auf mögliche Rechtsfehler geprüft. Eine eigene Beweisaufnahme zur Schuld- und Straffrage findet nicht statt.

+++ 12.11 Uhr: Polizei fahndet nach zwei Russen im Fall Skripal +++

Die britische Polizei sucht wegen des Giftanschlags auf den russischen Ex-Spion Sergej Skripal per Haftbefehl nach zwei Russen. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wird nach den beiden Verdächtigen Alexander Petrow and Ruslan Boschirow gefahndet - die genannten Namen sind den Angaben zufolge aber vermutlich Pseudonyme. Skripal und seine Tochter Julia waren im März in der südenglischen Stadt Salisbury durch den Nervenkampfstoff Nowitschok schwer verletzt worden.

+++ 11.51 Uhr: Gericht verhandelt über lebenslange Strafe für Peter Madsen +++

Im Berufungsprozess gegen den dänischen U-Boot-Bauer Peter Madsen hat seine Anwältin eine mildere Strafe gefordert. Madsen war im April für den Mord an der Journalistin Kim Wall zu einer lebenslangen Haft verurteilt worden, welche in Dänemark nicht zeitlich begrenzt ist. In dem dreitägigen Verfahren geht es nur um die Länge der Strafe. Die Verurteilung wegen Mordes hat Madsen akzeptiert.
Der Staatsanwalt plädierte am ersten Verhandlungstag für die Aufrechterhaltung des Urteils. Dazu ging Ankläger Kristian Kirk noch einmal durch die Details des Mordes an Bord des U-Bootes Nautilus durch. "Selbst wenn das Gericht nicht darüber entscheiden soll, ob Madsen schuldig ist, muss es ihn doch beurteilen können", sagte Kirk. Es sieht es als erwiesen an, dass der Erfinder den Mord und die Zerstückelung der schwedischen Journalistin geplant hatte.
 

+++ 11.34 Uhr: Kretschmer will Rechtsextremismus als Feind der Demokratie bekämpfen +++

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat dazu aufgerufen, die rechtsextremistischen Tendenzen im Freistaat "mit aller Kraft" zu bekämpfen. "Ich bin der festen Überzeugung, dass Rechtsextremismus die größte Gefahr für die Demokratie ist", sagte der CDU-Politiker in seiner Regierungserklärung nach den Ereignissen in Chemnitz. Er kündigte an, dass bei der Staatskanzlei ein Opferschutzbeauftragter installiert werde und es auch bei Kommunen Ansprechpartner geben soll. Zudem werde in der Justiz am Konzept einer Null-Toleranz-Strategie und verkürzter Verfahren gearbeitet. Das den Auseinandersetzungen vorangegangene "furchtbare Tötungsdelikt" werde mit aller Konsequenz und Härte aufgeklärt, die Täter würden bestraft werden, versicherte der Regierungschef.

+++ 11.15 Uhr: Franzosen machen Briten Friedensangebot im "Jakobsmuschel-Krieg" +++

Im Kampf um Jakobsmuscheln im Ärmelkanal haben französische Fischer ihren britischen Kollegen ein Friedensangebot gemacht. Vor einem Treffen von Branchenvertretern beider Länder in London am Nachmittag sagte der Präsident des normannischen Fischereiverbands, Dimitri Rogoff, der Nachrichtenagentur AFP, er wolle gleiche Fangrechte für alle. Der schottische Fischereiverband zeigte sich skeptisch, dass ein Kompromiss erreicht werden kann. In britischen Medien ist nach Scharmützeln im Ärmelkanal bereits von einem "Jakobsmuschel-Krieg" die Rede.
Vergangene Woche hatten bis zu 40 französische Kutter britische Schiffe im Ärmelkanal abgedrängt. Die Franzosen klagen über strenge Fangauflagen für die teuren Muscheln, während die Briten in den internationalen Gewässern außerhalb der Zwölf-Meilen-Zone keine Beschränkungen haben.

+++ 11.03 Uhr: Agrarministerin Julia Klöckner hat einen neuen Lebensgefährten +++

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) findet es "einfach schön", Zeit mit dem neuen Mann an ihrer Seite zu verbringen. Ihr Lebensgefährte Ralph Grieser gebe ihr "Ausgleich, Heiterkeit, Lebenssinn - Liebe", sagte die 45-Jährige der Illustrierten "Frau im Spiegel". Grieser sei 47 Jahre alt und Inhaber eines Oldtimerzentrums im rheinland-pfälzischen Mülheim-Kärlich. Kennengelernt habe sie ihn 2017 bei einer Benefizveranstaltung.
Grieser helfe ihr beruflich und privat, sagte Klöckner. So sei er im Mai bei der Beerdigung ihres Vaters dabei gewesen. Klöckner war zuvor mehr als 15 Jahre lang mit dem Medienmanager Manfred Ortner liiert gewesen.

+++ 11.01 Uhr: Erneut kleines Mädchen in Indien mehrfach vergewaltigt und getötet +++

Erneut ist ein Mädchen in Indien mehrfach vergewaltigt und brutal getötet worden. Die Polizei nahm die Stiefmutter und vier weitere Verdächtige fest, nachdem der entstellte und bereits verwesende Leichnam der Neunjährigen gestern in einem Gebüsch wenige hundert Meter von ihrem Haus im Bezirk Baramulla in der Kaschmir-Region gefunden worden war. Ihr Vater hatte sie knapp zwei Wochen zuvor als vermisst gemeldet.
Nach Angaben der Polizei war die 36-jährige Stiefmutter eifersüchtig auf das Kind und die zweite Ehefrau ihres Mannes. Sie habe das Mädchen Ende August in ein Waldgebiet gebracht. Dort habe sie ihren 14-jährigen Sohn und zwei seiner Freunde im Alter von 14 und 19 Jahren mutmaßlich zu der Vergewaltigung verleitet. Die Frau soll die Neunjährige stranguliert haben, ihr Sohn dem Kind mit einer Axt auf den Schädel geschlagen haben. Einer der Freunde habe die Leiche mit Batteriesäure verätzt, der andere soll ihr noch die Augen ausgestochen haben. Die gerichtsmedizinischen Untersuchungen belegten "alle Fakten", erklärte die Polizei. Die Jungen hätten die Tat bereits gestanden, sagte ein Polizeisprecher. Als vierter Verdächtiger wurde ein 28-jähriger Mann festgenommen.

+++ 10.57 Uhr: Ambulanz erfüllt Sterbendem letzten Wunsch: ein Becher Eis +++

Auf der Fahrt ins Krankenhaus hat ein australisches Ambulanzteam einem todkranken Krebspatienten einen letzten Wunsch erfüllt. Der Krankenwagen legte eigens einen Stopp ein, um dem 72-jährigen Ron McCartney vor der Verlegung auf eine Palliativstation noch einen Becher Eis zu besorgen. McCartney, der die Tage zuvor kaum noch gegessen hatte, starb dann am vergangenen Samstag in der Klinik. Er hatte 17 Jahre lang an Bauchspeicheldrüsenkrebs gelitten.
Seine Tochter Danielle Smith bedankte sich bei den Pflegern herzlich für die ungewöhnliche Geste. "Dad hat das so genossen", schrieb sie. "Meine Mutter und ich können gar nicht genug Danke dafür sagen." Der Ambulante Dienst des Bundesstaats Queensland (QAS) veröffentlichte auf seiner Facebookseite posthum auch ein Foto, das McCartney bei seinem letzten Becher Eis zeigt.

+++ 10.40 Uhr: Zahl der befristeten Jobs so hoch wie noch nie +++

Die Zahl befristeter Beschäftigungsverhältnisse hat im letzten Jahr mit knapp 3,2 Millionen in Deutschland einen neuen Höchststand erreicht. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor, die die Linken in Berlin veröffentlichten. Im Vorjahr waren es noch 2,9 Millionen, zehn Jahre zuvor 2,1 Millionen. Auch der Anteil befristeter Jobs an allen Beschäftigungsverhältnissen lag 2017 mit 8,3 Prozent auf einem Höchststand. "Befristung bedeutet Unsicherheit, materieller Mangel und ständig die eigene Verwundbarkeit im Beruf wie im Privatleben vor Augen zu haben", sagte Linksfraktionsvize Susanne Ferschl, die die Anfrage gestellt hatte. Befristungen müssten auf ein Mindestmaß reduziert, sachgrundlose Befristungen verboten werden.

+++ 10.30 Uhr: Fahranfänger zerlegt seinen gerade gekauften Wagen +++

Ein Fahranfänger in Schwaben hat sein erst zwei Stunden zuvor gekauftes Auto zu Schrott gefahren. Wie die Polizei mitteilte, stellte der 18-Jährige in Friedberg bei Augsburg am Dienstag die Assistenzsysteme seines Sportwagens ab. Dies war offensichtlich ein Fehler, weil der junge Mann den Boliden ohne die Technik nicht beherrschte. Beim Beschleunigen kam er von der Fahrbahn ab, schleuderte durch einen Zaun und landete auf einem Industriegelände. Der 20.000 Euro teure Wagen sei nun ein Fall für den Schrottplatz, sagte Polizeisprecher Alexander Wagenpfeil. Der 18-Jährige und seine beiden Mitfahrer blieben unverletzt.

+++ 10.26 Uhr: Kabinett beschließt schärfere Mietpreisbremse +++

Das Bundeskabinett hat neue Rechte für Mieter und schärfere Regeln für Vermieter auf den Weg gebracht. Die sogenannte Mietpreisbremse für Regionen mit angespanntem Wohnungsmarkt wird unter anderem mit neuen Auskunftspflichten für Vermieter verschärft, die eine Miete verlangen, die mehr als zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt. Die Verschärfung war ein zentrales Anliegen der SPD, zuständig ist Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD). Nun kann das Gesetz im Bundestag diskutiert, gegebenenfalls geändert und beschlossen werden.
In Regionen mit Wohnungsmangel sollen Vermieter demnach nur noch acht Prozent statt wie bisher elf Prozent der Modernisierungskosten auf Mieter umlegen dürfen, dazu gibt es eine Kappungsgrenze von drei Euro Mieterhöhung pro Quadratmeter. Zudem soll es künftig eine Ordnungswidrigkeit sein, eine Modernisierung mit der Absicht anzukündigen oder durchzuführen, die alten Mieter loszuwerden. Mieter haben dann Anspruch auf Schadenersatz, Vermietern droht eine Geldbuße von bis zu 100.000 Euro. Den Gesetzentwurf hatte Barley bereits im Juni vorgelegt, Union und SPD hatten über Details länger gestritten.

+++ 10.23 Uhr: CSU-Politiker Weber will EU-Kommissionspräsident werden +++

Der CSU-Europapolitiker Manfred Weber will 2019 Nachfolger von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker werden. Der 46-Jährige erklärte in Brüssel seine Bewerbung um die Spitzenkandidatur der Europäischen Volkspartei bei der Europawahl im Mai, wie er auf Twitter mitteilte. Er wolle mithelfen, Europa zurück zu den Menschen zu bringen, schrieb Weber. Dafür sei für die EU ein Aufbruch zu einem besseren, geeinteren und demokratischeren Europa notwendig.

+++ 9.42 Uhr: Mehr als 200.000 Kriegsvertriebene in Afghanistan seit Jahresbeginn +++

In Afghanistan sind seit Jahresanfang mehr als 206.000 Menschen vor Kämpfen mit den radikalislamischen Taliban aus ihren Dörfern und Städten geflohen. Das geht aus einem Bericht der UN-Agentur zur Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) hervor. Demnach sind allein in der letzten Woche mehr als 5400 Menschen heimatlos geworden - vor allem wegen schwerer Gefechte der Extremisten mit Regierungstruppen in der Provinz Urusgan (Süden). Der Angriff der Taliban auf die Provinzhauptstadt Gasni Mitte August führte zu mehr als 30.000 Vertriebenen. 57 Prozent der Vertriebenen sind Kinder unter 18 Jahren. Laut Militärangaben kontrollieren die Taliban rund 14 Prozent der Bezirke des Landes, 30 Prozent sollen umkämpft sein.
2017 hatten die UN bis Anfang September rund 275.000 Binnenflüchtlinge registriert, im Gesamtjahr waren es rund 450.000. Ob alle der im Vorjahr als vertrieben registrierten Menschen weiter ohne Heimat sind, ist nach Angaben der UN unter anderem wegen des mangelnden Zugangs zu vielen umkämpften Provinzen schwer festzustellen. Afghanistan hat geschätzte 30 Millionen Einwohner.

+++ 9.37 Uhr: Philippinischer Bürgermeister in seinem Rathaus erschossen +++

Der Bürgermeister der philippinischen Stadt Ronda ist in seinem Büro von einem Killerkommando erschossen worden. Mariano Blanco wurde laut Polizei gegen 1.30 Uhr von vier Männern im Rathaus, wo er sich zum Schlafen hingelegt hatte, überfallen. Der Politiker wurde durch Schüsse schwer verletzt und starb wenig später im Krankenhaus. Die Täter seien unerkannt entkommen. In der Vergangenheit war mehrfach spekuliert worden, dass Blanco enge Kontakte zur organisierten Kriminalität haben könnte. Auch der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hatte ihn mit der Drogenmafia in Verbindung gebracht. Blanco bestritt dies. Vor einem halben Jahr war bereits der Vize-Bürgermeister der 20.000-Einwohner-Stadt auf der Insel Cebu von Unbekannten erschossen worden. Er hatte als Anwalt für einen Drogenbaron gearbeitet.
Auf den Philippinen gehen Polizei und Militär seit Dutertes Amtsantritt vor zwei Jahren mit harter Hand gegen tatsächliche und vermeintliche Drogenkriminelle vor. Nach offiziellen Angaben wurden dabei mehr als 4200 Menschen getötet. Inoffiziell wird geschätzt, dass es bereits mehr als 20.000 Tote gab. International gibt es an dem "Drogenkrieg" des Präsidenten viel Kritik.

+++ 9.30 Uhr: Plädoyers im Mordprozess Höxter haben begonnen +++

Mit dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft ist der Mordprozess um das sogenannte Horrorhaus von Höxter fortgesetzt worden. Oberstaatsanwalt Ralf Meyer begann am Morgen seine rund zweistündige Begründung für seinen Strafantrag, dann sollten die drei Anwälte der Nebenkläger reden.
Angeklagt sind wegen Mordes durch Unterlassen der 48-jährige Wilfried W. und seine Ex-Frau Angelika W. (49). Über Jahre hinweg soll das Paar mehrere Frauen in das Haus nach Ostwestfalen gelockt und dort seelisch unter Druck gesetzt und zum Teil körperlich schwer misshandelt haben. Zwei Frauen aus Niedersachsen starben infolge der Quälereien.
Die Plädoyers der vier Verteidiger folgen morgen und in der nächsten Woche am Dienstag. Ob das Gericht noch im September ein Urteil sprechen wird, ist offen.

+++ 9.02 Uhr: Zahl der Kinder in geschlossenen Heimen seit 2006 mehr als verdoppelt +++

Die Zahl der in geschlossenen Heimen untergebrachten Kinder und Jugendlichen hat sich binnen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Sie stieg von 6016 im Jahr 2006 auf 15.534 im Jahr 2016, wie die "Passauer Neue Presse" unter Berufung auf eine Antwort des Bundesfamilienministeriums auf eine Anfrage der Linken im Bundestag berichtet.
Linken-Experte Norbert Müller übte Kritik. Die stark gestiegenen Zahlen seien Folge des "Sparzwangs" in der Kinder- und Jugendhilfe, sagte er der Zeitung. Weil das Geld für frühzeitige Unterstützung fehle, stehe am Ende oft "Wegfangen und Einsperren". Gerichte können Minderjährige in geschlossene Heime einweisen, wenn erhebliche Selbst- oder Fremdgefährdung vorliegt.

+++ 8.45 Uhr: 90 Prozent der Menschen in Deutschland nutzen das Internet +++

In Deutschland nutzen 90 Prozent der Menschen im Alter von mehr als zehn Jahren das Internet. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden unter Verweis auf aktuelle Erhebungsergebnisse mit. Das waren 66,5 Millionen Menschen. Gegenüber dem Vorjahr 2017 stieg der Anteil um drei Prozent an. Die meisten Bürger nutzten Smartphones, um online zu gehen (87 Prozent). Auf Laptops griffen 65 Prozent zurück, 62 Prozent auf Desktop-PC, 46 Prozent verwendeten Tablets. 85 Prozent gingen auch mobil, also außerhalb ihres Hauses oder Arbeitsplatzes, ins Netz.

+++ 8.36 Uhr: Cafés in indonesischem Bezirk dürfen abends keine Frauen ohne Mann bedienen +++

In einer streng islamischen Provinz in Indonesien dürfen Cafés und Restaurants abends keine Frauen mehr bedienen, die ohne männliche Begleitung unterwegs sind. Die neue Regelung gilt nach 21 Uhr in dem Bezirk Bireuen, der zu der besonders konservativen Provinz Aceh im Nordwesten des Landes gehört. Frauen und Männer, die nicht miteinander verwandt sind, dürfen sich dann auch nicht mehr zusammen an einen Tisch setzen. Zudem wurde Wirten offiziell verboten, homosexuelles Personal zu beschäftigen.
Die Regelung gilt seit dem 30. August, wurde anfangs aber nicht stark beachtet. Mittlerweile gibt es in Indonesien daran aber viel Kritik. Der Inselstaat mit seinen mehr als 250 Millionen Einwohnern - davon die meisten Muslime - ist das bevölkerungsreichste muslimische Land der Welt. Seit einiger Zeit gewinnen fundamentalistische Strömungen dort erheblich an Boden. In Aceh auf der Insel Sumatra wird das islamische Recht (Scharia) besonders hart ausgelegt.

+++ 8.35 Uhr: Razzia in Berlin gegen Clan-Mitglied +++

Die Berliner Polizei ist erneut gegen kriminelle arabische Großfamilien vorgegangen. Mit einem Großaufgebot durchsuchten Einsatzkräfte am Morgen zwei Objekte eines mutmaßlichen Clan-Mitglieds in Berlin-Neukölln, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Nach ersten Informationen geht es um den Verstoß gegen das Waffengesetz. Bei einem Objekt soll es sich um einen Imbiss handeln, zu dem anderen Objekt gab es zunächst keine weiteren Informationen. Der Einsatz laufe seit 6 Uhr morgens, sagte ein Sprecher. Die Durchsuchung habe aber nichts mit einem Vorfall Anfang der Woche zu tun, bei dem zwei Mitglieder einer polizeibekannten Großfamilie in Neukölln aus einem Auto heraus niedergeschossen worden, hieß es weiter. Weitere Einzelheiten nannte die Polizei mit Hinweis auf die noch laufende Razzia zunächst nicht.

+++ 8.23 Uhr: FBI stellt legendäre Film-Schuhe aus "Zauberer von Oz" sicher +++

Die rubinroten Schuhe, die die von Judy Garland gespielte Dorothy im Filmklassiker "Der Zauberer von Oz" trug, sind wieder da. Die Schuhe seien nach jahrelangen Ermittlungen in einer Undercover-Aktion sichergestellt worden, gab die US-Bundespolizei FBI bekannt. 2005 war das Paar aus einem Museum in Garlands Heimatstadt Gran Rapids im Bundesstaat Minnesota gestohlen worden. Seitdem fehlte jede Spur von den mit Pailletten besetzen Halbschuhen. Experten schätzen den Wert der Schuhe, die zu den wohl berühmtesten der Filmgeschichte zählen, auf mindestens 2 Millionen Dollar. Sie sind eines von insgesamt vier Paar, die die Schauspielerin bei den Dreharbeiten für den Filmklassiker aus dem Jahr 1939 trug. Wer für den Diebstahl verantwortlich ist, sei noch unklar, sagte die zuständige FBI-Ermittlerin Jill Sanborn.

+++ 7.55 Uhr: Polizei rückt in besetzten Hambacher Forst vor +++

Die Polizei ist am Morgen mit einem großen Aufgebot in Teile des Hambacher Forstes vorgerückt. Der Wald am Rheinischen Braunkohletagebau ist teilweise von Tagebau-Gegnern und Waldschützern besetzt. Nach Polizeiangaben wollen Mitarbeiter des Energieunternehmens RWE damit beginnen, Hindernisse am Waldboden wegzuräumen. Die Polizei schütze die Arbeiter dabei, sagte ein Polizeisprecher. Mehrere Hundert Polizisten waren im Einsatz, wie die Deutsche Presse-Agentur vor Ort beobachtete.
RWE Power will für den Braunkohleabbau mehr als 100 der verbliebenen 200 Hektar Wald abholzen, was mit Beginn der Rodungssaison ab 1. Oktober möglich wäre. Gegen die Abholzung gibt es seit Langem heftige Proteste von Waldbesetzern. Darüber hinaus fordert ein breites Bündnis von Natur- und Klimaschützern einen Rodungsstopp, solange die bundesweite Kohle-Kommission in Berlin über einen Kohle-Ausstieg miteinander im Gespräch ist.

+++ 6.31 Uhr: Raser fordert Zivilpolizei zum Straßenrennen +++

Ausgerechnet eine zivile Streife der Polizei hat ein Raser in Leverkusen zu einem Straßenrennen aufgefordert. Mit Blickkontakt und aufheulendem Motor habe der 25-jährige Fahrer die Zivilpolizisten in der Nacht an einer Ampel zu einem Rennen animieren wollen, teilte die Polizei am Morgen mit. Nach einer kurzen Verfolgungsfahrt hielten die Polizisten den Mann an. Er stand nach Polizeiangaben unter dem Einfluss von Alkohol und Betäubungsmitteln. Seinen Führerschein hatte er wegen anderer Delikte bereits zuvor abgeben müssen.

+++ 5.40 Uhr: Lange will linke Sammlungsbewegung für AfD-Aussteiger öffnen +++

Flensburgs SPD-Oberbürgermeisterin Simone Lange will die linke Sammlungsbewegung "Aufstehen" für AfD-Aussteiger öffnen. "Wir alle wollen dafür sorgen, dass die antidemokratischen Tendenzen wieder verschwinden", sagte Lange der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Dazu gehöre auch, "dass wir uns überlegen, wie wir mit jemandem umgehen, der bei der AfD war und aussteigt. Kann der wieder bei uns mitmachen? Ich finde, ja." "Denn wenn wir ein Umdenken herbeiführen wollen, sollten wir uns über diejenigen freuen, bei denen wir damit Erfolg haben", sagte Lange weiter.
Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht hatte ihre Sammlungsbewegung gestern gemeinsam mit der SPD-Linken Lange und dem Ex-Grünen-Chef Ludger Volmer vorgestellt. Lange sagte der "NOZ", sie unterstütze nicht Wagenknecht, sondern "ein parteiübergreifendes Bündnis und die Idee, dass man das Verbindende sucht und über das Trennende streitet". In der Flüchtlingspolitik und einigen anderen Punkten etwa sei sie anderer Meinung als Wagenknecht.

+++ 5.05 Uhr: Behörden bekommen deutlich mehr Kinderpornografie-Meldungen +++

Beim Bundeskriminalamt und den Beschwerdestellen sind 2017 mehr als doppelt so viele Hinweise auf kinderpornografische Inhalte im Internet eingegangen wie im Jahr davor. Insgesamt 5977 Hinweise gingen im vergangenen Jahr ein, nach 2721 im Jahr davor. Das geht aus dem jährlichen Bericht der Bundesregierung hervor, der an heute veröffentlicht wird. Die meisten Hinweise kamen von Bürgern, die sich an Beschwerdestellen etwa der Internetwirtschaft wandten.
Bei einem Teil der Hinweise konnte das BKA nicht handeln, etwa weil Inhalte nicht mehr abrufbar waren, der Standort des Servers nicht ermittelt werden konnte oder es keine ausreichende Kooperation mit einem anderen Land gab. Bei den allermeisten (84 Prozent) der verbleibenden 5938 Fälle ging es um Inhalte auf Servern im Ausland, der Rest lag in Deutschland. 60 Prozent der Inhalte im Inland war dem Bericht zufolge spätestens nach zwei Tagen gelöscht, 97 Prozent binnen einer Woche. Im Schnitt dauerte die Löschung gut zwei Tage, 2016 waren es noch 2,93 Tage gewesen.

+++ 4.17 Uhr: Latino-Staaten bitten wegen Flüchtlingswelle aus Venezuela um Hilfe +++

Die lateinamerikanischen Staaten wollen weiterhin Flüchtlinge aus dem Krisenstaat Venezuela aufnehmen, bitten angesichts der immer weiter steigenden Zahl der Migranten aber um finanzielle Hilfe. Die Gelder müssten "substanziell" erhöht werden, heißt es in der Deklaration von Quito, die Vertreter von elf Ländern aus der Region unterzeichneten. Die Staaten äußersten zudem ihre Sorge über die "extreme Verschlechterung der Lage in Venezuela, die zu der massiven Migration führt".
Das einst reiche Venezuela steckt in einer tiefen Wirtschaftskrise. In der Supermärkten gibt es kaum noch Lebensmittel oder Dinge des täglichen Bedarfs. Nach Angaben der Vereinten Nationen haben bereits mindestens 2,3 Millionen Menschen das Land verlassen. Die venezolanische Opposition geht sogar von bis zu vier Millionen Flüchtlingen aus. Das wären über zehn Prozent der Gesamtbevölkerung. Die Nachbarländer sind mit der Zuwanderung zunehmend überfordert. Kolumbien hat bereits über 900.000 Venezolaner aufgenommen, Peru 400.000 und Ecuador 200.000.

+++ 3.34 Uhr: Mehr als 1,4 Milliarden Menschen weltweit bewegen sich zu wenig +++

Mehr als 1,4 Milliarden Menschen weltweit bewegen sich einer Studie zufolge zu wenig und riskieren damit Krankheiten. Mangelnde körperliche Aktivität sei ein "führender Risikofaktor" für Krankheiten wie Herzkreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Krebs, heißt es in der im Fachblatt "The Lancet Global Health Journal" veröffentlichten Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Rund ein Drittel aller Frauen und ein Viertel aller Männer weltweit bewegt sich demnach zu wenig. In wohlhabenden Ländern sei diese Entwicklung deutlich stärker zu beobachten als in Entwicklungsländern. In reicheren Ländern werde mehr Zeit drinnen verbracht, die Menschen säßen länger am Arbeitsplatz und hätten eher Zugang zu kalorienreichem Essen.
Die WHO empfiehlt, dass jeder Erwachsene pro Woche mindestens 150 Minuten Sport mit "moderater Intensität" wie Schwimmen oder Radfahren oder 75 Minuten mit "kräftiger Intensität" wie Joggen oder Teamsport treibt. Für die Studie wurde im Jahr 2016 die körperliche Aktivität von 1,9 Millionen Menschen in 168 Ländern untersucht.

+++ 2.50 Uhr: Zahl der Taifun-Opfer in Japan steigt auf neun +++

Die Zahl der Taifun-Opfer in Japan ist auf neun gestiegen. Mehr als 340 Menschen seien darüber hinaus durch den stärksten Sturm seit 25 Jahren verletzt worden, berichteten örtliche Medien. Rund 1,3 Millionen Haushalte blieben nach Angaben örtlicher Stromversorger ohne Strom. Der Sturm brachte heftige Regenfälle mit sich. Er ist das jüngste in einer ganzen Serie von Unwettern, die Japan in diesem Sommer heimgesucht haben.
"Jebi", der 21. Taifun der Saison, war der stärkste Wirbelsturm seit rund einem Vierteljahrhundert, der auf das japanische Archipel traf. Der Sturm beschädigte Häuser und beeinträchtigte den Flug- und Bahnverkehr. Die Windgeschwindigkeiten im Zentrum des Wirbelsturms betrugen zeitweise bis zu 216 Kilometer die Stunde. "Jebi" traf auf die Provinz Tokushima auf Japans kleinster Hauptinsel Shikoku, dann zog der Wirbelsturm weiter Richtung Norden auf das Japan-Meer.

+++ 0.57 Uhr: Trump nennt Nike-Zusammenarbeit mit Kaepernick "furchtbare Botschaft" +++

In der Kontroverse um den ehemaligen NFL-Spieler Colin Kaepernick hat US-Präsident Donald Trump den Sportartikelhersteller Nike scharf kritisiert. Die Werbe-Zusammenarbeit Nikes mit Kaepernick sende eine "furchtbare Botschaft" aus, sagte Trump der konservativen US-Internetseite "The Daily Caller". Allerdings könne die Firma ihre eigenen Entscheidungen treffen. Trump verwies darauf, dass Nike in New York Mieter in einem seiner Gebäude sei. "Sie zahlen viel Miete."
Mit Kaepernick begann vor gut zwei Jahren die Welle an Protesten von NFL-Profis, die sich während der amerikanischen Hymne per Kniefall oder mit erhobenen Fäusten gegen Polizeibrutalität und Rassenungleichheiten aussprechen. Trump hat das Verhalten wiederholt scharf kritisiert und die Teams auf aufgefordert, diese Spieler zu sanktionieren. Die San Francisco 49ers entließen ihren Spielmacher am Ende der Saison 2016/17, seitdem findet er kein neues Team mehr. Auslöser von Trumps Kritik ist, dass Nike Kaepernick als ein Gesicht ihrer "Just Do It"-Werbekampagne zu deren 30. Geburtstag ausgewählt hat. Auf dem Poster steht: "Glaube an etwas. Selbst wenn es bedeutet, alles zu opfern."

Politische Werbekampagne

Trump wollte, dass man ihn feuert: Knieender Ex-Footballprofi ist neues Gesicht von Nike

+++ 0.14 Uhr: UN-Sicherheitsrat berät Freitag über Situation in Idlib +++

Die US-Botschafterin bei der Uno, Nikki Haley, hat für Freitag ein Treffen des UN-Sicherheitsrats zur Situation in der nordsyrischen Provinz Idlib angekündigt. Die USA, die derzeit den Vorsitz im Sicherheitsrat inne haben, würden das Treffen anberaumen, um die Gefahr eines Chemiewaffeneinsatzes durch die von Russland unterstützten syrischen Regierungstruppen zu diskutieren, sagte Haley auf einer Pressekonferenz. Sie verwies auf die Warnung von US-Präsident Donald Trump vor einem Angriff auf Idlib. Haley bekräftigte zugleich vorherige Ankündigungen der USA, im Falle eines Chemiewaffeneinsatzes zu reagieren.
Idlib ist die letzte Rebellenbastion in Syrien. Vor der angekündigten Großoffensive der syrischen Truppen auf die Provinz im Nordwesten Syriens rief die Uno zur Vermeidung eines "Blutbads" auf. In der überwiegend von islamistischen Kämpfern kontrollierten Region an der Grenze zur Türkei leben fast drei Millionen Menschen, davon 1,4 Millionen Vertriebene aus anderen Landesteilen. Da die Aufständischen dort keine Ausweichmöglichkeit innerhalb Syriens haben, drohen erbitterte Kämpfe - und womöglich eine Massenflucht in die Türkei.
wue/mad/fs/DPA/AFP