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News des Wochenendes

Wespen greifen spielende Kinder in Sachsen an

Die Wespe ist ein nützliches und eigentlich harmloses Insekt. Doch wenn sie sich bedroht fühlt, kann sie stechen
Foto: lauriek/iStock
9. September 2018
Daniel Küblböck bei Kreuzfahrt über Bord gegangen +++ Australien: Mehrere Tote in Wohnhaus entdeckt +++ Hund verletzt Fünfjährige +++ Handel warnt vor "Klima der Angst" +++ Die Nachrichten am Wochenende im stern-Ticker.
Die wichtigsten Meldungen im Überblick:
  • Daniel Küblböck bei Kreuzfahrt über Bord gegangen (14.37 Uhr)
  • Australien: Mehrere Tote in Wohnhaus entdeckt (12.49 Uhr)
  • 15 Kinder bei Wespenangriff in Sachsen verletzt (10.35 Uhr)
  • Parlamentswahl in Schweden hat begonnen (8.20 Uhr)
  • Handel warnt vor "Klima der Angst" in Deutschland (5.19 Uhr)
Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 15.57 Uhr. 9 Tote bei Flugzeugabsturz im Südsudan +++

Bei einem Flugzeugunglück im Südsudan sind 19 Menschen ums Leben gekommen. Vier Menschen, darunter zwei Kinder und ein Italiener, überlebten den Absturz, wie ein Behördenvertreter mitteilte. Demnach stürzte die Maschine beim Landeanflug über der Stadt Yirol in den gleichnamigen See. Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschte wegen Nebels schlechte Sicht. Flugzeuge in dem ostafrikanischen Land sind oftmals überfüllt. Dies war offenbar die Ursache eines Unglücks im Jahr 2015, als beim Absturz einer Antonow in der Stadt Juba 36 Menschen starben. 

+++ 15.29 Uhr: Behörden in Norditalien schlagen Alarm wegen zahlreicher Lungenentzündungen +++

Nach 150 Fällen von Lungenentzündung binnen einer Woche im Umkreis der Stadt Brescia haben die Gesundheitsbehörden in Norditalien Alarm geschlagen. Da der Verdacht bestehe, dass der Erreger über das Trinkwasser verbreitet wurde, seien Proben genommen worden, heißt es in Medienberichten. Die Ergebnisse sollen in mehreren Tagen vorliegen. Die örtlichen Behörden riefen die Bevölkerung auf, Filter an Wasserhähnen und Duschköpfen anzubringen und heißes Wasser zunächst länger laufen zu lassen und dabei die Fenster geöffnet zu halten. Den Berichten zufolge sollen Autopsien an einer 69 Jahre alten Frau und einem 85 Jahre alten Mann vorgenommen werden, um festzustellen, ob sie an Lungenentzündung starben.
Lungenentzündungen können durch Bakterien, Viren oder Pilze ausgelöst werden. Vor allem für ältere und schwer kranke Menschen können sie lebensgefährlich werden.
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+++ 14.37 Uhr: Daniel Küblböck bei Kreuzfahrt über Bord gegangen +++

Der Sänger und frühere TV-Star Daniel Küblböck ist nach Angaben der Reederei Aida Cruises am frühen Morgen bei einer Kreuzfahrt nach Neufundland über Bord gegangen und wird seither vermisst. Es gebe Grund zur Annahme, dass Küblböck gesprungen sei, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Das Kreuzfahrtschiff Aidaluna sei an die mutmaßliche Unglücksstelle zurückgekehrt. Die Küstenwache suche ebenfalls mit Flugzeugen und Hubschraubern nach dem 33-Jährigen. Bei Küblböcks Management war bislang niemand erreichbar.

+++ 14.34 Uhr: Innenminister bittet nach tödlichem Streit in Köthen um Besonnenheit +++

Nach dem tödlichen Streit zwischen zwei Männergruppen in Köthen hat Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht zur Besonnenheit aufgerufen. Er habe vollstes Verständnis für die Betroffenheit der Bürger, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Trotzdem bitte er um Besonnenheit. Der Rechtsstaat werde alle Mittel konsequent einsetzen, Justiz und Polizei ermittelten in enger Abstimmung.
Nach einer nächtlichen Auseinandersetzung war in Köthen ein 22 Jahre alter Mann gestorben. Die Polizei nahm zwei Afghanen wegen des Anfangsverdachts eines Tötungsdelikts fest. Der Tote war Deutscher. "Der tragische Tod des jungen Mannes geht mir sehr nahe, und ich bedaure das Geschehene zutiefst", sagte der Innenminister.

+++ 12.49 Uhr:  Mehrere Tote in Wohnhaus in Australien entdeckt +++

In einem Wohnhaus in der westaustralischen Stadt Perth sind nach Medienberichten mehrere Menschen tot aufgefunden worden, darunter auch Frauen und Kinder. Die Polizei befrage derzeit einen 20-Jährigen, der am Sonntag auf die Wache gekommen sei und von dem Vorfall berichtet habe, meldete der nationale Rundfunksender ABC. 
Der stellvertretende Polizeichef Paul Steel sagte Journalisten, die Ermittlungen seien noch in einer "sehr frühen Phase", sprach aber von einem tragischen Vorfall. "Er ist tragisch nicht nur für die Familie und die Freunde, er ist auch tragisch für die ersten Einsatzkräfte, die solche Szenen vor Augen haben müssen", sagte er. Die Rede ist von bis zu fünf Toten.

+++ 11.47 Uhr: 22-Jähriger stirbt bei Streit - Zwei Verdächtige festgenommen +++

Bei einem Streit zwischen zwei Männergruppen in Köthen ist ein 22 Jahre alter Mann ums Leben gekommen. Zwei afghanische Staatsbürger wurden in der Nacht zu Sonntag wegen des Anfangsverdachts eines Tötungsdelikts festgenommen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Sachsen-Anhalt gemeinsam mitteilten. 
Zu den Hintergründen des Geschehens sei derzeit nichts bekannt, hieß es weiter. Es werde in alle Richtungen ermittelt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur war es zuvor an einem Spielplatz zu einem Streit zwischen mehreren Männern gekommen. Kurz darauf kamen der 22-Jährige und ein Begleiter dazu. Der Tote war den Informationen zufolge deutscher Staatsbürger.

+++ 10.50 Uhr: Sachsens Innenminister trifft Wirt des attackierten jüdischen Lokals +++

Nach den Bekanntwerden eines Angriffs auf ein jüdisches Lokal in Chemnitz hat sich der sächsische Innenminister Roland Wöller (CDU) mit dem Wirt getroffen. Die Polizei arbeite mit Hochdruck daran, "diese widerliche Tat aufzuklären", erklärte das Ministerium zu dem Treffen vom Samstagabend.
Der Wirt des Lokals "Schalom" hat Anzeige erstattet. Am Abend des 27. August hat demnach eine Gruppe teils Vermummter das Restaurant angegriffen und mit Steinen und Flaschen beworfen. Er meine, dabei den Ruf "Judensau, hau ab aus Deutschland" gehört zu haben, sagte der Betreiber Uwe Dziuballa. Die Attacke habe nur wenige Sekunden gedauert.

+++ 10.35 Uhr: 15 Kinder bei Wespenangriff in Sachsen verletzt +++

Bei einem Wespenangriff sind in Sachsen 15 Kinder verletzt worden. Die Kinder spielten am Freitagabend während eines Dorffestes in Quersa auf einem Erdhügel, nicht wissend, dass sich dort ein Nest von Erdwespen befand, wie die Polizei in Dresden heute mitteilte. Die Tiere fühlten sich durch die Bewegungen und den Lärm offensichtlich gestört und griffen die Kinder an. Diese flüchteten vor den Tieren ins Festzelt zu ihren Eltern. Vier Kinder und ein ebenfalls von den Wespen gestochener Erwachsener kamen vorsorglich in ein Krankenhaus. Nach ersten Erkenntnissen wurde keines der Kinder lebensbedrohlich verletzt.

Neue Art

Diese Wespe hat eine Säge am Rücken, der Grund dafür ist albtraumhaft

+++ 9.05 Uhr: Mann rast nach Streit in Moskauer Menschengruppe +++

Im Streit ist ein Mann in der russischen Hauptstadt in eine Menschengruppe gerast. Der Fahrer sei zuvor mit seinen Freunden in einem Café im Südosten Moskaus heftig aneinander geraten, teilte das Innenministerium der Agentur Tass am Morgen mit. Nach offiziellen Angaben stieg er daraufhin in sein Auto, wartete auf die Bekannten und drückte dann auf das Gaspedal. Medienberichten zufolge wurden mindestens neun Menschen schwer verletzt.
In Moskau werden immer wieder ähnliche Fälle bekannt. Während der Fußball-WM im Sommer war ein Taxifahrer mitten im Stadtzentrum in eine Fangruppe gerast. Von offizieller Seite hieß es, der Mann sei nach einer langen Schicht vollkommen übermüdet gewesen und am Steuer kurz eingenickt. Ein Terrorverdacht wurde ausgeschlossen. In anderen Fällen teilten die Behörden kaum Informationen mit.

+++ 8.20 Uhr: Parlamentswahl in Schweden hat begonnen +++

In Schweden hat am Morgen die Parlamentswahl begonnen. Rund 7,3 Millionen Wahlberechtigte können bis 20 Uhr ihre Stimme abgeben. Vor der Wahl deutete sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen des sozialdemokratischen und des konservativen Blocks an. Umfragen sehen allerdings für keines der beiden Lager eine absolute Mehrheit. Der sozialdemokratische Block von Ministerpräsident Stefan Löfven lag zuletzt knapp vorn.
Eine Schlüsselstellung könnte den rechtspopulistischen Schwedendemokraten zufallen, die Umfragen zufolge wohl das beste Ergebnis ihrer Geschichte einfahren werden. Zwar will keines der beiden Bündnisse direkt mit den Rechtspopulisten zusammenarbeiten, sie könnten bei Abstimmungen im Parlament später aber der einflussreiche Mehrheitsbeschaffer einer Minderheitsregierung werden. Ein vorläufiges Ergebnis wird gegen Mitternacht erwartet.

+++ 7.52 Uhr: Hund verletzt Fünfjährige schwer +++

Ein Hund hat eine Fünfjährige in Niederbayern angegriffen und schwer verletzt. Das Mädchen sei am Samstag mit seinen Eltern in Arnstorf im Landkreis Rottal-Inn unterwegs gewesen, als der Hund sich von hinten näherte, berichtete die Polizei am Morgen. Das Tier biss das Kind demnach unvermittelt in Hals und Gesicht und verletzte es auch am Bauch, ehe der Vater eingriff und so einen längeren Angriff verhinderte. Die Fünfjährige kam ins Krankenhaus. Die Polizei sucht nun nach dem Hund, der wie ein Schäferhund aussehen soll und eine Leine nachzog. Wem das Tier gehört, ist bislang unklar.

+++ 6.16 Uhr: Irrfahrt in Freiburg - Betrunkene demoliert sieben Autos +++

Eine betrunkene Autofahrerin hat in Freiburg sieben fremde Autos demoliert. Wie die Polizei mitteilte, krachte sie am Samstagabend mit ihrem Wagen zunächst gegen ein parkendes Auto, das daraufhin gegen einen Baum geschoben wurde. Als nächstes streifte sie mit ihrem Wagen ein entgegenkommendes Fahrzeug. In einer anderen Straße fuhr sie mehrere parkende Autos an. Schließlich stellte sie ihren mittlerweile nur noch auf drei Reifen fahrenden Wagen auf einem Behindertenparkplatz ab, wobei sie das siebente Fahrzeug rammte. Polizisten nahmen der betrunkenen Frau den Führerschein weg. Der Schaden, den sie angerichtet hat, dürfte in die Zehntausende gehen.

+++ 5.19 Uhr: Handel warnt vor "Klima der Angst" in Deutschland +++

Nach den Ausschreitungen in Chemnitz hat der Handelsverband Deutschland vor einem "Klima der Angst" in Deutschland gewarnt. "Alle, die das Bild eines toleranten Deutschlands stören, gefährden erheblich unser Zusammenleben und auch den Wirtschaftsstandort", schrieb der Präsident des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Josef Sanktjohanser, in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft seien gefordert, Ausgrenzung und wachsender Verunsicherung in der Gesellschaft entschieden entgegenzutreten, mahnte Sanktjohanser. Die Gesellschaft dürfe nicht zulassen, dass "rechte Kreise" den Eindruck erzeugten, dass hierzulande Intoleranz an der Tagesordnung sei.

+++ 3.15 Uhr: US-Regierung besprach angeblich Pläne zu Umsturz in Venezuela +++

Vertreter der US-Regierung haben laut "New York Times" mit venezolanischen Militärs Pläne zu einem möglichen Sturz von Präsident Nicolás Maduro erörtert. Allerdings seien die in den letzten Monaten besprochenen Pläne nicht weiterverfolgt worden, da die USA schlechte Erfahrungen mit Unterstützungen von Umstürzen in Lateinamerika haben. Das Blatt berief sich bei seinen Informationen auf namentlich nicht genannte Teilnehmer der Gespräche.
Auf entsprechende Anfragen der "New York Times" habe das Weiße Haus nicht geantwortet, hieß es weiter. In einer Mitteilung sei lediglich darauf verwiesen worden, dass es wichtig sei, "mit allen Venezolanern, die Verlangen nach Demokratie zeigen, im Dialog zu stehen". Dies mit dem Ziel, "einem Land, das so sehr unter Maduro gelitten hat, positive Änderungen zu bringen".

+++ 1.30 Uhr: U-Bahn am World Trade Center 17 Jahre nach 9/11 wieder auf +++

17 Jahre nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center in New York hat die damals unter den einstürzenden Zwillingstürmen zerstörte U-Bahn-Station wiedereröffnet. Seit Samstag (Ortszeit) halten Züge der Linie 1 wieder an der Station, die einst "Cortlandt Street" hieß und nun in "WTC Cortlandt" umbenannt wurde. Die rund 182 Millionen Dollar (etwa 157 Millionen Euro) teuren Wiederaufbau- und Renovierungsarbeiten hatten erst 2015 begonnen werden können, nachdem zahlreiche andere Bau- und Infrastrukturprojekte in der Gegend abgeschlossen waren. Die Wände der Station, die am Samstag noch nach frischer Farbe roch und von vielen Fahrgästen fotografiert wurde, ziert nun ein Mosaik der Künstlerin Ann Hamilton mit Zitaten aus der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. 
Bei den Anschlägen am 11. September 2001 waren entführte Flugzeuge in die beiden Türme des World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington gestürzt. Rund 3000 Menschen kamen ums Leben.

+++ 0.26 Uhr: Fehler verhinderte offenbar Abschiebung mutmaßlichen Messerstechers +++

Die 2016 noch mögliche Abschiebung des mutmaßlichen Messerstechers von Chemnitz ist nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" aufgrund eines Aktenfehlers unterblieben. So habe die Ausländerbehörde in Chemnitz zwar im Mai 2016 vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge einen Brief mit einer Abschiebefrist bis November erhalten, bestätigte ein Behördensprecher der Zeitung. Diese Frist sei aber "nicht in die Akte übertragen" worden. Man sei deshalb davon ausgegangen, nur bis August Zeit zu haben. Und weil die Zeit für eine Abschiebung als zu kurz erschien, habe man alle Abschiebevorbereitungen am 21. Juli 2016 eingestellt, wurde der Sprecher zitiert. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte zuletzt das Bamf für die erfolglose Abschiebung verantwortlich gemacht.

+++ 0.11 Uhr: CSU-Generalsekretär macht Grüne für AfD-Aufstieg mitverantwortlich +++

CSU-Generalsekretär Markus Blume gibt den Grünen eine Mitschuld am Erfolg der AfD. "Wenn man Menschen verbietet, bestimmte Fragen zu stellen, und ihre Sorgen nicht ernst nimmt, wenn man für deren Meinung keinen Platz im öffentlichen Diskurs lässt, dann führt diese grüne Meinungspolizei zur Radikalisierung von politischen Positionen", sagte er der "Bild am Sonntag". Die Grünen seien "eine zutiefst intolerante Partei" und hätten die Spaltung im Land vertieft. "Die Grünen sind mitverantwortlich für den Aufstieg der AfD."
Blume äußerte sich inmitten des bayerischen Landtagswahlkampfs. Dort wird am 14. Oktober gewählt. Nach den Umfragen könnte die CSU ihre Alleinregierung verlieren. Ministerpräsident Markus Söder hatte die Grünen kürzlich an Stelle der schwächelnden SPD zu einem Hauptgegner erklärt.
 Nachrichten von Samstag, 8. September:

+++ 15.42 Uhr: Rund 3500 Menschen bei Kurden-Demo in Düsseldorf +++

Zu einer Kurden-Demonstration in Düsseldorf haben sich am Nachmittag rund 3500 Teilnehmer versammelt. Vereinzelt seien Fahnen mit verbotenen Symbolen sichergestellt worden, teilte die Polizei mit. Grundsätzlich verlaufe die Demonstration aber friedlich. "Die Veranstaltung war ursprünglich für 10 Uhr angemeldet", sagte eine Sprecherin. Allerdings hatte sich der Beginn der Kundgebung um fast drei Stunden verzögert. 
Ursprünglich hatten die Beamten mit bis zu 10.000 Teilnehmern gerechnet. Zwei Bundestagsabgeordnete der Linksfraktion haben die Demonstration angemeldet. Das Motto dabei laute "Schluss mit dem Verbot kurdischer Kultur! Freiheit für Abdullah Öcalan". Der Anführer der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK ist in der Türkei inhaftiert.

+++ 15.31 Uhr: Kim Jong Un will sich offenbar mit Putin treffen +++

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un will sich nach Moskauer Angaben mit Kremlchef Wladimir Putin treffen. Er sei grundsätzlich zu einem offiziellen Besuch in Russland bereit, sagte die Vorsitzende des russischen Oberhauses, Valentina Matwijenko, nach einem Treffen in Pjöngjang. Russische und nordkoreanische Diplomaten würde bereits über Ort und Zeit beraten. Eine Bestätigung aus Nordkorea gab es bislang nicht.
Zuvor hatte der russische Präsident Kim persönlich zum fernöstlichen Wirtschaftsforum in der Pazifikmetropole Wladiwostok in der kommenden Woche eingeladen. Nach Angaben der russischen Politikerin sagt Kim den Termin aus Zeitgründen aber ab. Eine nordkoreanische Delegation werde ihn vertreten, hieß es. In Wladiwostok werden Chinas Staatschef Xi Jinping und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe erwartet.

+++ 15.05 Uhr: Vier Männer wegen versuchten Mordes an 17-Jähriger festgenommen +++

Nach einem Überfall auf eine 17-Jährige sind gestern in Duisburg drei Tatverdächtige festgenommen worden. Ein weiterer Mann war bereits am Donnerstag festgenommen worden. Gegen die vier Jugendlichen im Alter von 15 bis 17 Jahren werde nun wegen versuchten Mordes ermittelt, teilte die Polizei heute mit. Die Staatsanwaltschaft Duisburg hat Haftbefehle gegen die Männer beantragt. 
Die Tatverdächtigen sollen die 17-Jährige am Donnerstagabend angegriffen haben. Sie war zuvor mit ihrem Ex-Freund unterwegs gewesen, um über die vergangene Beziehung zu sprechen. Drei Maskierte sollen plötzlich aufgetaucht sein und gemeinsam mit dem Ex-Freund auf sie eingeschlagen haben. Das Mädchen wurde auch mit Messern verletzt. Sie konnte entkommen und rettete sich in den Garten eines Ehepaars. Es bestand keine Lebensgefahr.

+++ 14.08 Uhr: Rund zwei Dutzend Menschen bei "Trauerversammlung" in Chemnitz +++

Nach dem Tötungsfall von Chemnitz sind bei einer erneuten Kundgebung bis zum Samstagmittag etwa zwei Dutzend Menschen zusammengekommen. Bei der sogenannten "Trauerversammlung" sei zunächst alles störungsfrei verlaufen, sagte ein Polizeisprecher. Die von einer Privatperson angemeldete Veranstaltung hatte demnach zwei Stunden später begonnen als ursprünglich geplant. Für den Nachmittag rechnet die Polizei mit einer weiteren Demonstration mit dem Titel "Staatenlos". Anmelder sei auch hier eine Einzelperson.
Gestern hatten erneut Tausende Menschen in Chemnitz demonstriert. Anlass der Kundgebungen ist die Tötung eines 35-jährigen Deutschen vor rund zwei Wochen. Der Mann wurde mutmaßlich von Asylbewerbern erstochen. Zwei Tatverdächtige sitzen in Untersuchungshaft, nach einem weiteren wird gefahndet.

Rechtspopulisten

"Pro Chemnitz" protestiert erneut - Großaufgebot der Polizei im Einsatz

+++ 13.13 Uhr: Aktivisten melden starke russische Luftangriffe auf Idlib +++

Die russische Luftwaffe hat nach Angaben von Aktivisten die stärksten Angriffe seit vier Wochen in der syrischen Provinz Idlib geflogen. Binnen drei Stunden seien fast 60 Luftangriffe auf mehrere Ziele im Süden und Südosten von Idlib geflogen worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Es seien "die stärksten" Angriffe, seitdem die Regierung in Damaskus und ihr Verbündeter Russland vor einem Monat eine Offensive angekündigt hatten.

+++ 12.54 Uhr: Kinder demonstrieren in Hamburg gegen Handy-Eltern +++

Dutzende Kinder haben in Hamburg unter dem Motto "Spielt mit mir! Nicht mit euren Handys!" gegen den Handy-Konsum ihrer Eltern protestiert. Sie wollen erreichen, dass Eltern sich weniger mit ihren Handys beschäftigen und ihren Kindern mehr Aufmerksamkeit schenken. Mit selbstgebastelten Plakaten zogen sie durch St. Pauli und skandierten "Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr auf eure Handys schaut!". Aufgerufen zu der Demonstration hatte der sieben Jahre alte Emil Rustige aus Eppendorf, seine Eltern meldeten die Demonstration für ihn bei der Polizei an.
Laut dem neuen Freizeit-Monitor haben die Deutschen immer weniger Zeit für andere, weil sie sich lieber mit ihrem Smartphone beschäftigen. Auch bei Kindern sind die Geräte beliebt: Knapp die Hälfte der 4- bis 13-Jährigen hat bereits ein eigenes Smartphone, berichtet die Kinder-Medien-Studie 2018.

+++ 12.36 Uhr: Enkel möchte Erich und Margot Honecker in Berlin beisetzen +++

Der ehemalige Staats- und Parteichef der DDR, Erich Honecker, und seine Ehefrau Margot verlassen am frühen Morgen des 29.Januars 1990 das Krankenhaus Charite in Ost-Berlin
© DPA
Erich und Margot Honecker sollen nach dem Wunsch ihres Enkels Roberto Yañez Betancourt in Berlin auf dem Friedhof der Sozialisten beigesetzt werden. In seinem neusten Buch "Ich war der letzte Bürger der DDR" enthüllte der 44-Jährige ein Familiengeheimnis, wie die "Berliner Zeitung", "Bild" und die "B.Z." berichten. Die Urnen seiner Großeltern seien bisher gar nicht in chilenischer Erde begraben. Den Grund nannte Yañez Mitautor Thomas Grimm in dem Buch: Es sei immer der Wunsch des letzten DDR-Staats- und SED-Parteichefs gewesen, "in Deutschland seine letzte Ruhe zu finden - am liebsten in seinem saarländischen Geburtsort in Neukirchen", sagte der Mitautor der "Berliner Zeitung" zufolge.

+++ 12.10 Uhr: Weiteres Montagskonzert gegen Gewalt und Hetze in Chemnitz +++

Eine Woche nach dem großen "#wirsindmehr"-Konzert in Chemnitz wollen an diesem Montag erneut Musiker bei einem Open Air gegen Gewalt und Hetze in der sächsischen Stadt eintreten. Am Karl-Marx-Monument in Chemnitz sollen unter anderem die Bands Die Zöllner und Apfeltraum auftreten, wie die Chemnitzer Wirtschaftsförderung als Veranstalter mitteilte. Erwartet würden rund 2000 Besucher, der Eintritt sei frei.
Das "#wirsindmehr"-Konzert gegen rechte Gewalt und Rassismus unter anderem mit Kraftklub und den Toten Hosen hatte am vergangenen Montag nach Angaben der Stadt rund 65 000 Besucher angezogen.

Chemnitz

Rund 65.000 feiern friedlich beim Konzert gegen rechts

+++ 11.26 Uhr: Ägyptisches Gericht bestätigt 75 Todesurteile gegen Islamisten +++

Wegen ihrer Proteste nach dem Sturz von Präsident Mohammed Mursi hat ein Gericht in Ägypten 75 Todesurteile gegen Islamisten bestätigt. 31 der verurteilten Muslimbrüder seien in Abwesenheit verurteilt worden, wie das Staatsfernsehen berichtet. Zuvor hatten die Richter die nicht bindende Meinung des Großmuftis zu dem ursprünglich im Juli gefällten Urteil angehört. Die zum Tod durch den Strang Verurteilten können Berufung einlegen. 
Im Juli 2013 wurde Mursi, der aus den Reihen der Muslimbrüder kommt, nach Massenprotesten gegen seine autoritäre Herrschaft vom Militär unter dem jetzigen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi gestürzt. Wochenlange Massenproteste seiner Anhänger führten zu dem blutigsten Tag in der jüngeren Geschichte Ägyptens: Beim gewaltsamen Sturm der Protestcamps durch die Sicherheitskräfte starben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch zufolge mindestens 817 Menschen. Die autoritäre Nachfolgeregierung Al-Sisis verfolgt die Muslimbrüder als Terroristen.

+++ 11.14 Uhr: Autofahrer liefert sich 25 Kilometer lange Verfolgungsjagd mit der Polizei +++ 

In Thüringen ist ein Autofahrer mit massiv überhöhter Geschwindigkeit vor einer Polizeikontrolle geflüchtet. Nachdem der 21-Jährige zunächst in Greiz trotz Blaulichts der Beamten die Anweisung zum Stopp seines Fahrzeugs missachtete, raste er mit seinem Mitsubishi über mehrere Ortschaften hinweg davon, wie die Polizei mitteilte. Außerorts fuhr er dabei mit knapp 180 Stundenkilometern, innerorts mit bis zu 130 km/h. Die Verfolgungsfahrt, bei der den Beamten zufolge mehrere andere Fahrzeuge abbremsen oder ausweichen mussten, endete erst nach 25 Kilometern in Neuensalz. Gegen den 21-Jährigen wird nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt. Als Motiv für die Flucht vermutet die Polizei, dass der Fahrer nicht nüchtern war: Sein Atemalkoholwert ergab 0,4 Promille.

+++ 10.43 Uhr: Polizei sucht nach Leichenteilen eines seit 1999 Vermissten +++

Etwa 100 Einsatzkräfte haben ein Waldgebiet in Mittelhessen nach den sterblichen Überresten eines seit 1999 vermissten Mannes abgesucht. Der 36 Jahre alte Familienvater sei damals verschwunden, sagte ein Polizeisprecher. Es hätten sich keine Hinweise auf eine Straftat ergeben. Im vergangenen Jahr fand ein Forstmitarbeiter in einem Wald bei Mittenaar (Lahn-Dill-Kreis) allerdings Knochen, die dem Vermissten zugeordnet werden konnten. Die Beamten ermitteln daher nun auch wegen des Verdachts auf ein Tötungsdelikt. Ziel der Suchaktion am Samstag war es nach Polizeiangaben, weitere Knochenteile zu finden. Neben Polizeibeamten waren auch Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW) im Einsatz.

+++ 10 Uhr: Polizei entdeckt offenbar Tunnelsysteme im Hambacher Forst +++

Im Hambacher Forst hat die Polizei einem Medienbericht zufolge ein ausgeklügeltes Tunnelsystem entdeckt. Die "Rheinische Post" berichtet unter Berufung auf Polizeidokumente, die Tunnel seien von Aktivisten angelegt worden. Sie lägen zum Teil in vier Metern Tiefe und seien über gut ausgebaute Einstiegslöcher zu erreichen. Sie dienten den Aktivisten "als Rückzugsort, als Schlafstätte, Versteck und vermutlich auch Schmuggelroute, um Waffen und Krawallmacher in den Forst zu bringen", sagte ein leitender Polizist der Zeitung. Wie viele solcher Tunnelanlagen es gebe, wisse die Polizei nicht. Vermutet werde eine höhere Zahl,  da die Besetzer sechs Jahre Zeit gehabt hätten, diese anzulegen. Ganze Tunnelsysteme und Zugänge seien mit Beton verfüllt worden, nachdem man sich vergewissert habe, dass sich keine Menschen mehr darin aufhielten. Zudem seien im Forst auch Erdlöcher und Waffendepots gefunden worden, in denen Zwillen und Molotow-Cocktails gelagert würden.
Im Hambacher Forst will der Energiekonzern RWE ab Oktober 100 Hektar Wald abholzen, um einen Braunkohletagebau zu vergrößern. Aktivisten halten seit Längerem einen Teil des Gebiets besetzt.

+++ 9.40 Uhr: Generalstaatsanwaltschaft Dresden widerspricht Verfassungsschutzchef Maaßen +++

In der Diskussion um ein Video aus Chemnitz hat die Generalstaatsanwaltschaft in Dresden Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen widersprochen. Es gebe keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass das Video ein Fake sein könne, sagte Oberstaatsanwalt Wolfgang Klein dem Portal "Zeit Online". Daher werde es für Ermittlungen genutzt. Maaßen hatte zuvor die Echtheit des Films bezweifelt. Das Video zeigt, wie Menschen aus einer rechten Demonstration heraus auf einen Migranten losgehen.
Dem Portal und der Wochenzeitung "Die Zeit" liegt nach eigenen Angaben ein weiteres Video vor, das offenbar die Situation vor dem Übergriff zeigt. Auf dem bislang unveröffentlichten Clip sind demnach teilweise die gleichen Männer zu sehen wie auf dem Video, dessen Authentizität Maaßen in Frage gestellt hatte. Die Auswertung des Videos durch das Portal und die  Wochenzeitung "Die Zeit" hätten gezeigt, dass es vom fraglichen 26. August stammt. Das Video aufgenommen hatte der Afghane Alihassan S., der eigenen Angaben zufolge wenig später selbst zum Opfer wurde.

+++ 9.23 Uhr: Präsident Ruhani sieht Iran im Krieg mit den USA +++

Der Iran befindet sich nach Ansicht von Präsident Hassan Ruhani in einem regelrechten Krieg mit den USA. Die Kriegsführung habe sich geändert, Kriege würden nicht mehr mit Panzern und Bomben geführt, sondern als Wirtschafts-, Psycho- und Propagandakriege, sagte Ruhani in Teheran. "Genau diesen Krieg führen die USA und ihre Verbündeten derzeit gegen uns." Ruhani forderte alle politischen Fraktionen im Iran auf, auf diesem "Schlachtfeld" zusammenhalten, um den Amerikanern zu zeigen, dass das Volk nicht kapitulieren werde und bereit sei, den Preis für seine Unabhängigkeit zu bezahlen.
Der einseitige Ausstieg der USA aus dem Wiener Atomabkommen von 2015 und die Wiedereinführung von ausgesetzten Sanktionen haben den Iran in eine akute Wirtschaftskrise geführt. Die nationale Währung hat fast 60 Prozent an Wert verloren, die Inflation erreicht jeden Tag neue Dimensionen. Ruhani und seine Regierung werden von verschiedenen Seiten für die Krise verantwortlich gemacht. Der Präsident selbst weist die Kritik zurück und gibt der Anti-Iran Politik von US-Präsident Donald Trump die Schuld.

+++ 8.26 Uhr: US-Polizistin irrt sich in der Wohnung und erschießt Mann +++

Eine Polizistin im US-Bundesstaat Texas hat einen Mann in dessen Wohnung erschossen - nachdem sie sich angeblich im Appartement geirrt hatte. Dallas' Polizeichefin Renee Hall sprach auf einer Pressekonferenz von einer "sehr außergewöhnlichen Situation". Die Beamtin werde auf Drogen und Alkohol getestet. Behördenangaben zufolge soll sie wegen Totschlags angeklagt werden.
Der Vorfall ereignete sich am Donnerstagabend nach Dienstende der Polizistin. Noch in ihrer Uniform gekleidet, ging sie nach eigenen Angaben aus Versehen in das Appartement von Botham Shem Jean in einer gehobenen Wohnanlage nahe Dallas' Zentrum. Die Polizei konnte noch keine genauen Angaben dazu machen, was sich dann zwischen Schützin und Opfer abgespielte. Nachdem die Polizisten Jean erschossen hatte, rief sie den Rettungsdienst und erzählte den Helfern, sie habe gedacht, es habe sich um ihre eigene Wohnung gehandelt. "Im Moment gibt es mehr Fragen als Antworten", sagte Polizeichefin Hall. Der 26-jährige Jean war aus dem kleinen karibischen Inselstaat St. Lucia in die USA eingewandert. Er war Absolvent einer privaten christlichen Hochschule im US-Bundesstaat Arkansas und arbeitete für eine große Buchhaltungsfirma in Dallas.

+++ 6.19 Uhr: Golfer Woods unterstützt Nike-Werbung mit Ex-NFL-Star Kaepernick  +++

Golfer Tiger Woods hat sich positiv zur neuen Nike-Werbekampagne um Ex-NFL-Star und Hymnen-Protestauslöser Colin Kaepernick geäußert. Der 42-Jährige erklärte am Rande des dritten FedEx-Cup-Playoff-Turniers, dass der von Kaepernick vertonte Werbespot "gelungen" sein. "Ich glaube, Nike versucht voranzugehen und etwas Besonders zu kreieren. Und ich glaube, das haben sie geschafft", so Woods nach der zweiten Runde bei der BMW Championship in der Nähe von Philadelphia. "Es ist ein gelungener Werbespot mit sehr starken Persönlichkeiten".
Kaepernick hatte vor zwei Jahren eine Protestwelle von Spielern der Profiliga NFL gestartet, die sich während der amerikanischen Hymne durch Kniefälle oder erhobene Fäuste gegen Polizeibrutalität und Rassen-Ungleichheiten aussprachen. US-Präsident Donald Trump attackierte die Aktionen mehrfach und forderte die Teams auf, Sanktionen gegen die Spieler zu verhängen.

Politische Werbekampagne

Trump wollte, dass man ihn feuert: Knieender Ex-Footballprofi ist neues Gesicht von Nike

+++ 3.03 Uhr: SPD will offenbar Mieterhöhungen drastisch begrenzen +++

Die SPD will den schnellen Anstieg der Mieten in den Ballungszentren laut einem Medienbericht mit einem drastischen Eingriff stoppen. Ein weit über die bisherigen Koalitionsbeschlüsse hinausgehender Zwölf-Punkte-Plan von Parteichefin Andrea Nahles und ihrem Stellvertreter Thorsten Schäfer-Gümbel strebe an, in angespannten Wohnungsmärkten für fünf Jahre alle Mietsteigerungen auf maximal die Höhe der Inflationsrate zu deckeln, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Die Inflation liegt derzeit bei knapp zwei Prozent. Bislang darf die Miete innerhalb von drei Jahren in den betroffenen Gebieten um bis zu 15 Prozent erhöht werden.
In der SPD-Zentrale heißt es dem Bericht zufolge zur Begründung, es gehe darum, Zeit zu gewinnen, bis bereits ergriffene Maßnahmen wie die Förderung des sozialen Wohnungsbaus die erhoffte Wirkung entfalteten. Explodierende Mieten seien in Ballungsräumen längst auch für Bezieher mittlerer Einkommen eine existenzielle Herausforderung. Die SPD will es demnach für Vermieter ferner erschweren, ihre Mieter mit der Begründung von Eigenbedarf zu kündigen.

+++ 2.37 Uhr: Aus Oldtimer geschleudert - Zwei Männer verletzt +++

Bei einer Spritztour mit ihrem Oldtimer sind zwei Männer nahe Tettnang am Bodensee schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, verlor der 30-jährige Fahrer am Freitagabend die Kontrolle über sein Cabrio und kam von der Landstraße ab. Das Auto schleuderte in einen Graben und krachte mit voller Wucht gegen einen Baum. Der Fahrer und sein 32 Jahre alter Begleiter wurden aus dem Oldtimer geschleudert. Sie kamen ins Krankenhaus. Der Schaden an dem schrottreifen Auto, einer US-amerikanischen AC Cobra aus dem Jahr 1965, beträgt rund eine viertel Million Euro.

+++ 1.39 Uhr: Alibaba-Chef Ma kündigt für Montag seinen Rückzug aus dem Konzern an +++

 Der Chef und Mitbegründer des chinesischen Internetkonzerns Alibaba, Jack Ma, hat für kommende Woche seinen Rückzug aus dem Unternehmen angekündigt. Am Montag werde er seinen Abschied nehmen, sagte der Internetmilliardär in einem Interview mit der "New York Times". Sein Schritt sei nicht das Ende einer Ära, sondern der "Beginn einer Ära", sagte Ma. Er selbst wolle sich nun auf sein wohltätiges Engagement im Bereich der Bildung konzentrieren.
Der frühere Englischlehrer Ma hatte Alibaba 1999 mit gegründet und das Unternehmen zu einem milliardenschweren Internetkoloss ausgebaut. Es ist nicht nur Chinas Marktführer beim Online-Handel, sondern auch in anderen Branchen wie der Medien- und Filmsparte aktiv. Laut Börsenschlusskurs vom Freitag ist Alibaba 420,8 Milliarden Dollar (361,8 Milliarden Euro) wert.

+++ 0.27 Uhr: Dynamitstange und Kerze verwechselt - Frau schwer verletzt +++

Weil sie im Dunklen eine Dynamitstange mit einer Kerze verwechselte, ist eine Frau in den USA schwer verletzt worden. Wie der Sender CBS berichtet, hatte die 30-Jährige bei einem Stromausfall in Bridgeport im US-Staat Connecticut zunächst versucht, im nächsten Baumarkt eine Notbeleuchtung zu kaufen. Da allerdings dort schon geschlossen war, suchte sie im Keller ihres Hauses nach einer Kerze. Allerdings habe sie dort nur mehrere Stangen Dynamit gefunden, die der frühere Hausbesitzer abgelegt hatte. Als sie die vermeintliche Kerze anzündete, kam es zur Explosion. Die Frau erlitt schwere Gesichtsverletzungen und dürfte vermutlich mehrere Finger verlieren.

+++ 0.09 Uhr: BND prüft Rechtsextremismus-Verdacht bei Ausbilder +++

Der Bundesnachrichtendienst geht einem Medienbericht zufolge einem Verdacht von Rechtsextremismus bei einem seiner Ausbilder nach. Der Auslandsgeheimdienst prüfe dienstrechtliche Maßnahmen, weil der Mann in einem Buch den Bau eines Schutzwalls um Deutschland und eine Internierung von Asylbewerbern in Lagern empfohlen habe, berichten das ARD-Magazin "Kontraste" und das Nachrichtenportal "t-online.de". Eine BND-Sprecherin sagte beiden Redaktionen weiter, das Buch gebe "ausschließlich seine persönliche Meinung" wieder.
Der Politikwissenschaftler lehrt dem Bericht zufolge an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung und bildet Mitarbeiter des BND aus. Im Zuge des Umzugs des BND nach Berlin solle er auch Mitarbeiter beim Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) ausbilden. Innenpolitiker von SPD, Grünen und Linken kritisierten, dass so jemand als Ausbilder in der öffentlichen Verwaltung tätig sei.

+++ 0.06 Uhr: Keine Einigung im "Jakobsmuschel-Krieg" +++

In der Auseinandersetzung um den Fang von Jakobsmuscheln im Ärmelkanal haben sich britische und französische Fischer vorerst nicht einigen können. Ein Treffen beider Seiten in Paris sei ohne Ergebnis geblieben, berichtete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf französische Teilnehmer. Die Diskussionen seien aber nicht abgebrochen, sagte demnach der Direktor des französischen Fischerei-Komitees, Hubert Carré.
Französische und britische Fischer hatten sich in der vergangenen Woche im Ärmelkanal eine heftige Auseinandersetzung auf hoher See geliefert. Franzosen versuchten, die Konkurrenten aus Großbritannien davon abzuhalten, vor der Küste der Normandie Jakobsmuscheln zu fangen. Die britische BBC sprach von einem "Jakobsmuschel-Krieg".

Ärmelkanal

Französische und englische Muschelfischer liefern sich bitteren Kampf

mad/DPA/AFP