Flüchtlingskrise

Mehr als 600 Migranten in Holzbooten vor Spaniens Küste gerettet

Flüchtlinge müssen sich in der Regel auf ein Boot zwängen, das viel zu klein für die Menge an Menschen ist, die am Ende darin in See stechen. Das führt zu oftmals hochgefährlichen Überfahrten von Afrika nach Europa (Symbolbild).
Foto: Lena Klimkeit/DPA
4. September 2018
Mehr als ein Dutzend Holzboote mit Migranten an Bord fand man am Montag im Mittelmeer. Vor der Südküste Spaniens waren es 200 Flüchtlinge, weiter westlich wurden 467 weitere gerettet.
Die Flüchtlings- und Migrationsroute Richtung Europa hat sich in den vergangenen Monaten immer mehr nach Spanien verlagert. Vor der Küste Spaniens wurden jetzt über 600 Menschen auf Holzbooten entdeckt und gerettet. 
Allein knapp 200 Menschen aus Nordafrika und Staaten südlich der Sahara seien auf sieben Booten in der Meerenge von Gibraltar entdeckt und in Sicherheit gebracht worden, berichtete die spanische Nachrichtenagentur Europa Press am Montagabend unter Berufung auf die
Seenotrettung Salvamento Marítimo. Weitere 467 Menschen hätten sich auf neun Holzbooten im westlichen Mittelmeer befunden. Unter den Geretteten waren den Angaben zufolge auch Frauen und Kinder, alle wurden in Orte der spanischen Region Andalusien gebracht. 

Neue Fluchtroute führt meist über Spanien

Obwohl die Gesamtzahl der Migranten, die über das Meer kommen, deutlich abgenommen hat, ist sie offiziellen Statistiken zufolge für Spanien gestiegen. Allein bis Ende Juli sind nach Zahlen des Innenministeriums in Madrid mehr als 22.000 Flüchtlinge angekommen - etwa so viele, wie im Gesamtjahr 2017. Die Straße von Gibraltar zwischen Marokko und Spanien ist an ihrer engsten Stelle 14 Kilometer breit. 

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wlk/DPA