Wahlkampfauftritt

Donald Trump redet, doch was sich hinter ihm abspielt, sagt mehr als seine Worte

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Donald Trump redet, doch was sich hinter ihm abspielt, sagt mehr als seine Worte

Publikumsschmu bei einem Wahlkampfauftritt von Donald Trump: Ein junger Mann musste verschwinden, weil er Donald Trumps Rede mir kritischer Mine kommentierte. Nun wird er als "Karohemd-Typ" gefeiert. mehr…
9. September 2018
Publikumsschmu bei einem Wahlkampfauftritt von Donald Trump: Ein Mann und eine Frau wurden gegen zwei Blondinen ausgetauscht. Auch ein Schüler musste verschwinden  - und wird nun als "Karohemd-Typ" gefeiert.
In genau zwei Monaten wählen die Amerikaner Teile des US-Kongresses neu und Donald Trump ist auf Wahlkampftour: Nächste Woche in Mississippi, jetzt am Wochenende in Fargo, North Dakota, Donnerstag in Billings.Montana. Vor vielen Menschen blüht der US-Präsident richtig auf. Dann zieht er über seine Lieblingsgegner her - Hillary Clinton, "Lügenpresse", Immigranten - lobt seine Treffen mit Wladimir Putin und Kim Jong Un und preist seine Errungenschaften als Präsident. Eigentlich könnte alles nett und gemütlich sein, wenn da nicht dieser Kerl hinter Trump stehen und sein Missfallen kundtun würde.

Der "Karohemd-Typ" erobert das Netz

Auf einer Aufnahme der Rede ist deutlich zu sehen, wie der junge Mann den Worten Trumps lauscht, aber offenbar wenig mit dem anfangen kann, was der Präsident sagt. An einer Stelle ist zu sehen, wie er "What?!" sagt, also "was?!". Die Szene hat schnell viele Menschen amüsiert, und der Mann hinter Trump wurde innerhalb weniger Stunden als "Karohemd-Typ" bekannt. Doch lustig endete die Angelegenheit für ihn nicht. Denn Tyler Linfesty, so sein Name, wurde vom Secret Service, den Personenschützern des Präsidenten, gebeten, die Veranstaltung zu verlassen, da er nicht "begeistert genug" sei, wie er dem Lokalblatt "Billings Gazette" und dem Sender CNN sagte.
"Eine Frau kam zu mir und sagte, ich soll ersetzt werden", so Linfesty, der sich selbst demokratischer Sozialist nennt. Danach hätten ihn Secret-Service-Leute in einen Hinterraum gebracht, wo er zehn Minuten habe warten müssen, bis seine Identität geklärt worden sei, so der High-School-Schüler. Schon vor der Veranstaltung sei er aufgefordert worden, sich begeistert zu zeigen. "Und sie wollten mich dazu bringen, dass ich eine dieser roten "Make America great again"-Kappen trage, was ich aber abgelehnt habe." Am Ende habe Linfesty die Veranstaltung verlassen müssen und sei aufgefordert worden, nicht wiederzukommen.

Donald Trump will mehr Frauen

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Wie empfindlich die Trump-Leute auf das Publikum reagieren, zeigt auch eine weitere Szene des Auftritts. Nachdem "Karohemd-Typ" Linfesty gegangen war, wurden ein Mann und eine Frau ausgetauscht, die hinter dem Präsidenten zu sehen waren. Beide wirkten äußerlich zwar wie Anhänger des Republikaners, aber womöglich waren sie nicht ansehnlich genug. Denn plötzlich erschien eine junge, blonde Frau im Publikum und sagte kurz etwas zu den beiden, woraufhin diese ihren Platz verließen, auf dem sich dann die junge Frau postierte und stehen blieb. Sekunden später gesellte sich eine weitere Frau an ihre Seite.
nik