Parlamentswahl

Schweden vor schwieriger Regierungsbildung - Rechte legen zu

Parlamentswahl

Schweden vor schwieriger Regierungsbildung - Rechte legen zu

Bei der Parlamentswahl in Schweden haben die regierenden Sozialdemokraten trotz Einbußen erneut die meisten Stimmen gewonnen. Die Partei von Ministerpräsident Stefan Löfven kam auf rund 28 Prozent, nachdem sie bei der Wahl vor vier Jahren noch etwas mehr als 31 Prozent geholt hatten. Einen deutlichen Stimmenzuwachs verzeichneten hingegen die rechten Schwedendemokraten. Die Partei des Spitzenkandidaten Jimmie Akesson kam auf 17,6 Prozent, nach 12,9 Prozent bei der letzten Wahl. Das ist der beste Wert seit ihrer Gründung. Sein selbstgestecktes Ziel von mindestens 20 Prozent verfehlte Akesson aber. "Ich bin bereit, mit den anderen Parteien zu sprechen, zu verhandeln und zu kooperieren", sagte Akesson am Sonntagabend in Stockholm. "Vor allem lade ich Ulf Kristersson zu einem Gespräch darüber ein, wie Schweden künftig regiert werden soll." Kristersson, der Spitzenkandidat einer liberal-konservativen Vier-Parteien-Allianz wies Akessons Angebot zurück. Alle Parteien in den beiden großen Blöcken eine Koalition mit den Schwedendemokraten ausgeschlossen. Nach den Stimmengewinnen der Rechten steht Schweden vor einer schwierigen Regierungsbildung. Weder die liberal-konservative Opposition noch das rot-grüne Regierungsbündnis von Ministerpräsident Löfven noch haben eine Mehrheit. Forderungen Kristerssons, Löfven solle zurücktreten, wies der Ministerpräsident zurück. Stattdessen rief der Sozialdemokrat zu einer lagerübergreifenden Zusammenarbeit im Parlament auf. mehr…
10. September 2018
Die rechten Schwedendemokraten haben bei der Parlamentswahl das beste Ergebnis seit ihrer Gründung erzielt. Weder das rot-grüne Lager von Ministerpräsident Löfven noch die liberal-konservative Opposition haben eine Mehrheit.