Köthen

AfD-Marsch für getöteten Mann verläuft friedlich

Köthen

AfD-Marsch für getöteten Mann verläuft friedlich

Mehrere Hundert Menschen sind dem Aufruf der AfD am Montagabend in Köthen gefolgt. Die Rechtspopulisten hatten einen Trauermarsch für einen getöteten 22-Jährigen angemeldet. Mit Transparenten, Blumen und Kerzen versammelten sich die Menschen auf dem Marktplatz der sachsen-anhaltinischen Stadt, um anschließend schweigend zum Tatort zu ziehen. Der Marsch verlief friedlich. Die Polizei war mit einem großen Aufgebot präsent. Am Vorabend hatten nach Angaben des Innenministeriums von Sachsen-Anhalt etwa 400 bis 500 Mitglieder rechten Szene an einem Trauermarsch in Köthen teilgenommen. Dabei waren auch Neonazi-Sprechchöre zu hören. Die Hintergründe des Todesfalls sind bislang unklar. In der Stadt war es am späten Samstagabend offenbar zu einem Streit zwischen mindestens zwei Deutschen und zwei Afghanen gekommen. Laut Landesjustizministerium starb der 22 Jahre alte Deutsche dabei wahrscheinlich an einem Herzinfarkt. Tödliche Verletzungen seien nicht festgestellt worden. Gegen die zwei Afghanen wurde Untersuchungshaft erlassen. Es besteht der Verdacht der Körperverletzung mit Todesfolge. mehr…
11. September 2018
Ein von der AfD angemeldeter Trauermarsch für einen getöteten 22-Jährigen in Köthen verlief friedlich. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vertreten. Am Vorabend war es zu Neonazi-Sprechchören gekommen.