Billigfluggesellschaft

Ryanair-Piloten und Flugbegleiter streiken erneut - so lange dauert der Arbeitskampf

Billigfluggesellschaft

Ryanair-Piloten und Flugbegleiter streiken erneut - so lange dauert der Arbeitskampf

Piloten und Flugbegleiter der irischen Billigfluggesellschaft Ryanair in Deutschland streiken wieder. Seit Mittwochmorgen haben sie die Arbeit niedergelegt - zunächst für 24 Stunden. Die Fluggesellschaft muss deshalb zahlreicher Flüge von und nach Deutschland streichen. Die Lage an den Flughäfen wie hier in Berlin Schönefeld blieb zunächst entspannt. Viele Ryanair-Passagiere waren im Vorfeld über mögliche Auswirkungen des Streiks informiert worden. Der Sprecher der Gewerkschaft Verdi, Andreas Splanemann: "Also, wenn jemand hier ein Ticket kauft, was billiger ist als die Taxifahrt zum Flughafen, dann müsste eigentlich jedem Kunden klar sein, dass in diesem System etwas nicht stimmt. Das diese Preise das Unternehmen gar nicht finanzieren können. Das Unternehmen macht natürlich auch Geld mit vielen Nebenprodukten. Wenn diese absolute Billiglinie verlassen werden würde, dann müssten natürlich auch die Flugpreise steigen. Um welchen Betrag, das kann man im Augenblick nicht sagen. Aber für 20 Euro wird man dann von Berlin nicht mehr nach Riga fliegen können. Die Preise müssten steigen. Die Billigpreise, die Ryanair anbietet, gehen eindeutig zulasten der Beschäftigten. Und da scheint sich eine Änderung abzuzeichnen: Zum ersten Mal streiken die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter und wehren sich gegen dieses Billigsystem." In den vergangenen Monaten kam es mehrmals in verschiedenen europäischen Ländern zu Streiks, die Piloten in Deutschland beteiligten sich zuletzt Anfang August an einem Ausstand. Die Verhandlungen blieben seither ergebnislos. Die Gewerkschaften fordern eine höhere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen für die rund 1500 hierzulande beschäftigten Piloten und Flugbegleiter. mehr…
12. September 2018
Piloten und Flugbegleiter der irischen Billigfluggesellschaft Ryanair in Deutschland streiken wieder. Das Personal ist für zunächst 24 Stunden im Ausstand.